Archiv für 5. November 2016

Mittelalterliche Katzenverfolgung durch die Kirche   Leave a comment

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Schrecklich und kaum vorstellbar grausam wie man früher die Katzen verfolgte.

1233 erklärte Papst Gregor IX. Katzen in einer Bulle zum Teufelstier.

Da muss man schon geisteskrank sein um auf solche Gedanken zu kommen und das auch noch hoch-offiziell zu verkünden. Man kann sich die Auswirkungen vorstellen die so eine Verkündigung vom Papst hatte, das Volk konnte da ja weder schreiben noch lesen.

Als Inkarnation des Teufels wurden sie noch gnadenloser verfolgt als ihre Besitzer, und es wurden sehr viel mehr Katzen als Menschen getötet. Katzen wurden als Verbindungsglied zu den alten heidnischen Religionen gesehen und daher zum Dämon erklärt, den der Teufel den Hexen als Hilfsgeist schenkte.

Im französichen Metz feierte man während der Fastenzeit ein Fest, bei dem Katzen verbrannt wurden.
Ich erinnere mich auch Bilder, Zeichnungen gesehen zu haben, wo man sieht dass man zu der am Pfahl stehenden „Hexe“ eine Katze ins lodernde Feuer warf.
Solche Grausamkeiten (alles zu höheren Ehre Gottes?) könnte ich einer Institution auch nicht in 1000 Jahren verzeihen, vergessen sowieso nicht.

Das Wort Ketzer soll an Katze angelehnt sein und die Katze wurde mit Ketzerei in Verbindung gebracht.

„Daneben galt die Tötung oder Quälerei von Katzen in vielen Gegenden der damals bekannten Welt auch schlichtweg als Volksbelustigung. So war es beispielsweise in Paris und an anderen Orten üblich zusammen mit dem Johannifeuer, auch einen Korb voll lebender Katzen zu verbrennen, während es in Flandern üblich war im „Katzenmonat“ Februar, Katzen vom Kirchturm zu werfen. In Zusammenhang mit der Krönung der englischen Königin Elisabeth I ist die Opferung eines Korbes voller Katzen überliefert und auch der französische König Karl IX soll an Katzenverbrennungen eine ganz besondere Freude gehabt haben.

Viele Menschen meinen, die Katzenverfolgung hätte nur schwarze Tiere betroffen. Diese waren durch ihre „dämonische Färbung“ sicherlich doppelt gefährdet, jedoch machte man auch vor Fellnasen anderer Färbung nicht halt. Der Aberglaube, dass eine schwarze Katze von links doppeltes Unheil brächte, ist übrigens mit der Beschreibung des jüngsten Gerichts zu erklären, bei dem die Guten auf der rechten und die Schlechten auf der linken Seite stehen sollen.“

http://haustiger.info/mittelalterliche-katzenverfolgung-betraf-nicht-nur-schwarze-katzen/

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Mit freundlicher Genehmigung aus „Hexenbad“, http://www.hexenbad.com der folgende Text.

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Das Christentum war der Katze keineswegs wohlgesonnen, da man ihr möglicherweise die mythologische Rolle verübelte, die sie bei den Germanen gespielt hatte. Früher betrachtete man die Katze als Verkörperung des Heidnischen.
Mitte des 13. Jh. predigte der Franziskanermönch Bruder Berthold von Regensburg von der Kanzel, dass ihr Atem die Pest verbreite. Zugleich eiferte er mit scharfen Worten gegen Glaubensabtrünnige: „Der Ketzer heißt deshalb Ketzer, weil er in seiner Art keinem Tier so gleicht, wie der Katze!“

Als Papst Innozenz VIII. im Jahre 1484 den folgenschweren Erlass „Summis desiderantes affectibus“ herausgab, war das ungestörte Leben der Katzen endgültig vorbei. Zusammen mit „Hexen“ und Ketzern wurden auch deren Katzen in die Hölle verdammt und der Inquisition mit überantwortet.

Mit der nun verstärkt einsetzenden Hexenverfolgung, die im 16. und 17. Jahrhundert ihren Höhepunkt erreichte, mussten auch unzählige Katzen durch Feuer, Schwert oder auf andere grausame Weise ihr Leben lassen. Der Besitz einer Katze genügte sogar oftmals, vor allem wenn diese schwarz und ihre Besitzerin alt und gebrechlich war, um als Hexe beschuldigt und verurteilt zu werden. Wer für eine von beiden – Katze oder „Hexe“ – Partei ergriff, machte sich selbst verdächtig und hatte mit einem Verhör zu rechnen, das dann oftmals ebenfalls mit dem Todesurteil endete.

Es kam nach dem 30jährigen Krieg eine weit verbreitete Volksmeinung auf, dass sich eine zwanzigjährige Katze in eine Hexe verwandeln würde, und aus einer hundertjährigen Hexe wieder eine Katze würde. Bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts hielt sich hartnäckig die abergläubische Vorstellung, dass sich Hexen in Katzen verbergen würden, um in dieser Gestalt besser Unheil stiften zu können.

Der Fluch der Kirche traf nicht nur Katzen, denn auch Eulen, Fledermäuse und Kröten waren „Hexentiere“, ja selbst in Hunden, Kühen oder Ziegen glaubte man böse Geister und Dämonen zu erkennen. Das hatte zur Folge, dass man in vollem Ernst gegen Tiere wie gegen Menschen Prozesse durchführte und diese nach einem offiziellen Gerichtsurteil öffentlich hinrichtete. Katzen waren jedoch die am stärksten betroffen. Sie wurden allein oder zusammen mit Hexen, Kindesmörderinnen, Räubern oder Gottesfrevlern aufgehängt oder in Säcke eingeschnürt und im Wasser versenkt. Man übergoss sie mit Pech, schnitt ihnen Ohren und Schwänze ab, warf sie in siedendes Wasser.

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Quelle:

Die Katzenverfolgung zur Zeit der Hexenprozesse

 

Bilder aus dem Buch „KATZEN“ – Details zu allen Rassen… von Candida Frith-Macdonald, S. 126

Mythos und Aberglaube

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Und hier noch eine schwarze Katze – Miro (es ist klar, dass Tiere früher keinen Namen hatten).

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Gruß Hubert