Archiv für 16. November 2016

Der dumme Bub   Leave a comment

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Korrektur:
Im Lied wird gesagt Konstantin Wecker sei am 1. Juli 1947 geboren. Richtig ist aber der 1. Juni 1947.
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Der dumme Bub

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Der dumme Bub hat ein Problem
Der dumme Bub ist schizophren
Ihn hat seit heuer wie ein Feuer die Paranoia – das wird teuer
Was soll man machen mit dem Bub
Jetzt kriegt er täglich seinen Schub

Wann des net bald anders wird
Dann muss noch was passieren
Man hat ins Kind doch investiert
das muss sich doch rentieren

Wir haben’s probiert mit kalten Güssen
Die hätten wirklich etwas helfen müssen
Dann kam der Arzt – tra ri tra ra seinen Psychopharmaka
Mein Gott die Schande ist enorm der Bub ist wirklich deppat g’worden

Wann des nett bald anders wird
Dann muss noch was passieren
Man hat ins Kind doch investiert
Dann muss er doch parieren

Und gestern schleppt er mit der Tram
Eine 20 Zentner-Bombe an
Er sagt “ Ich sprenge das System “
Jetzt sehen sie selbst der Bub ist schizophren
Damit er endlich mal pariert wird ihm das Hirn rausoperiert

Des muas jetzt endlich anders werden
Jetzt muas mal was passieren
Man kann doch in das dumme Kind nicht dauernd investieren

Sieh‘ da das war des Pudels Kern
So ohne Hirn hat man ihn richtig gern
Jetzt dreht er Däumchen – so a Freud‘
und ist ganz friedlich und bereut
Der Doktor sagt “ Des wiad scho wean
die Meisten leam net lange und steam „

Irgendwann muss jeder mal den Grundsatz akzeptieren meine Damen und Herren
Wenn ein Kind nicht hören will dann muss man es operieren
Quod erat demonstrandum

Schizo schizo schizo schizo schizo schizo
schizo schizo schizophren

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http://www.golyr.de/konstantin-wecker/songtext-der-dumme-bub-131331.html

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Gruß Hubert

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Veröffentlicht 16. November 2016 von hubwen in Musik

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Mei, was is bloß aus mir wordn   Leave a comment

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Konstantin einmal mit viel Selbstironie.

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Konstantin Wecker „Mei, was is bloß aus mir wordn“

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Mei, was is bloß aus mir wordn Songtext

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Schaugn o, den Affn, wiaras oschaugt. Klugscheißer. I möcht gar ned wissn, was er ihr da verzählt. Er schaugt ja ganz guat aus. Sagt man. Figürlich gibt er natürlich nicht viel her. Viel zu schmal um die Schultern. Na ja, a paar Gramm weniger hat er schon wia i. Aber so mager ist ja auch nicht mehr schön. Und wiara sich aufplustert. Und des gfallt ihr a no. Mei omei – des hab I jetzt von meiner Gewaltlosigkeit. Früher, früher da hätt I mi aufgführt, da hätti as Plärrn ogfanga, da, da war I umanandaghupft wiara Irra. Ich hätts rauslassn. Aber nein, ich weiß ganz genau, was ich jetzt tu. Ich geh wie zufällig vorbei, streichle meiner Frau über die Wange und flöte: „Amüsierst du dich gut, Mausi?““

Mei, was is bloß aus mir wordn,
früher war I so lebendig,
weil, da bin I oiwei gstorbn,
und jetzt leb I so beständig.

Mei arme Frau. Neulich hats ihrer Freundin verzählt: „Jetzt hab ich so einen energetischen Mann geheiratet. Alle schwärmen sie von seiner Leidenschaft. Wennsn ned näher kenna. Weil eigentlich is er bloß dauernd miad.“ Is ja wahr. Richtig brav bin I wordn. Nick freundlich nach rechts und links, lach brav, wenns sein muß, engagiere mich fürs Richtige und probe die Sanftmut. Dabei hab I mi immer scho aufgeregt über die, die wo scho Gandhi sei wolln, kurz bevors no aus die Windeln rausschaun könna. Ich glaub, ich spiel mir jemand vor, der ich sein möcht, weil ich mich gern so sehn würd. Das fördert das Ansehen, aber das Leben bleibt dabei auf der Streckn.

Bevor I mi a Frau in d’Arm nehma trau, überleg ich mir zuerst a halbe Stund lang, inwieweit ich sie unterdrücke, wenn ich mich mal auf sie lege. Na ja, meistens lauft dann eh nix mehr, und ich kann mich mit ruhigem Gewissen davonschleichen. Es ist ja wichtig, daß ma dauernd über sich nachdenkt, aber wenn am dabei die ganze Lust an der Freud verloren geht – I woaß ned – manchmal, manchmal, manchmal möcht i…

Mei, was is bloß aus mir wordn,
früher war I so lebendig,
weil, da bin I oiwei gstorbn,
und jetzt leb I so beständig.

A jeder Eishockeyspieler kriagt sei Auszeit, wenn er erschöpft ist. Oder wenn er an Fehler gmacht hat. Die braucht er. Da hoit er Kraft. I glaub, I brauch jetzt a mal a Auszeit von mir selber. Vom Gutsein. Vom Stimmigsein. Wieder raus auf d’Straßn. Raus auf d’Straßn, rein in die Schluchtn und ois eireißn. Und wenns nur im Hirn is: schändn, brandschatzn, raubn, spielen, leben, lieben, des is ois im Schädl drin, und da muaß des a wieder raus. I möcht mi wieder kranklacha könna über mi selber, I möchte nicht mehr richtig sein, eine Zeitlang nicht mehr funktionieren.

Und alle die Zeigefinger, die, die immer vui besser wissn, wiar I sei sollt, was I doa sollt, die solln ma an Buckel obarutschn. Obs von obn komma oder von untn, von vorn oder von hintn, obs Politiker san oder Wanderprediger, Anzüg oham oder Pumphosn, langhaarig, kurzhaarig, picklig, glattrasiert oder unrasiert: I suach ma mein Platz in dera Welt wieder selba aus – ihr könnts as Leben eigsperrt ham in Karteikästen, Parteiprogramme, Paragraphen oder Heilslehren – I laß es wieder raus.

I werd mitten in d’Sonna neihupfn,
a wenn I verbrenn.
Hauptsach: I brenn.

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http://www.golyr.de/konstantin-wecker/songtext-mei-was-is-bloss-aus-mir-wordn-280713.html

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 16. November 2016 von hubwen in Musik, Uncategorized

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