Archiv für 17. November 2016

Konstantin Wecker „Vaterland“   Leave a comment

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Manche würden heute schon wieder gerne marschieren, sehnen sich nach Recht und Ordnung und nach einem gesunden geraden Tritt.

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Konstantin Wecker „Vaterland“

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Vata
Is des wirklich wahr

Warst du wirklich a sozi in die dreißiger jahr?
Warst du wirklich damals im widerstand

Hast gekämpft gegns eigene vaterland?
Vata
I muass mi schama

I möcht an andern nama

In der schul‘
Du glaubst ned
Wie peinlich des is

Da heissen’s di an kommunist.

Und der bua träumt von recht und ordnung

Von an gsunden
Graden tritt

Und im geist
Da hört ers marschieren

Und im geist
Da marschiert er scho mit.

Und der vata woass ned aus no ein

So weit is scho kumma mit der duckerei

Mit kommunistenhatz und berufsverbot
Und wirtschaftswunder und arbeitsnot.
Da wehrst di dei lebn lang gegen all den schutt

Und dann machas dafür dein sohn kaputt.

Und der vata nimmt si a nacht lang zeit
Und verzählt dem buam von der unmenschlichkeit

Von kriag
Von kz
Von feigheit der leit

Und er plärrt
Paß auf
Die macha si bald wieder breit!

Dann packt der bua seine sachen

Sagt: vata
Da muass i doch lachen

Du kannst es doch überall lesen

Des is doch ganz anders geweswn.

Und dann träumt er von hohen stiefeln

Und von männern aus stahl und granit

Und im geist
Da hört er trompeten

Und im geist
Da marschiert er schon mit.

Und der vata woass ned aus no ein

So weit is scho kumma mit der duckerei

Mit kommunistenhatz und berufsverbot
Und wirtschaftswunder und arbeitsnot.
Da wehrst di dei lebn lang gegen all den schutt

Und dann machas dafür dein sohn kaputt.

Und a paar wocha später steht der bua vor der tür
Und zittert und flüster: i ko nix dafür

Die macha ernst
Die basteln granaten

Die redn von volkssturm und attentaten.
Vata
I muass mi schama

I möcht an andern nama

Wir ham – i trau mirs gor ned sagn

Gestern nacht im streit an mann erschlagn.

Und der vata denkt an früher

Hört die grausamen stiefel marschieren

Und im geist
Da marschieren di noch immer

Und schon morgen ko des wieder passieren.

Und wie so viele andere kriagt er an zorn

Was is bloß wieder aus deutschland worn?
Mit kommunistenhatz und berufsverbot

Mit wirtschaftswunder und arbeitsnot.
Da wehrst di dei lebn lang gegen all den schutt

Da machas dafür deine kinder kaputt.

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http://www.songtexte.com/songtext/konstantin-wecker/vaterland-2bd9384e.html

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Gruß Hubert

 

 

Veröffentlicht 17. November 2016 von hubwen in Musik, Uncategorized

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Islam-Kritik der Linken   Leave a comment

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Ich höre immer wieder die Vorhaltung, dass es von linker Seite keine Islam-Kritik gäbe. Dem ist nicht so. Man kann das hier auch aus dem Huffingtonpost Artikel entnehmen.

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Das gestörte Verhältnis der Linken zum Islam

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ANTIFA
Foto: dpa
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Die Fremdenfeindlichkeit hat in den letzten Jahren wieder zugenommen und teilweise bedrohliche Ausmaße in unserer Gesellschaft erreicht. Die Ursachen sind vielfältig. Bedenklich ist vor allem, dass sich der linke Flügel als neuer Akteur etabliert.

Xenophobie oder Fremdenfeindlichkeit baut auf eine negative Konnotation des „Fremden“-Begriffs auf und lehnt das „Andere“ aufgrund ökonomischer, sozialer, kultureller, religiöser oder ethnischer Unterschiede ab. Besonders die Islamophobie, die die ablehnende und feindliche Haltung gegenüber den Personen, die sich dem Islam zugehörig fühlen, definiert, macht den größten Teil der fremdenfeindlichen Bewegungen in Europa und speziell in Deutschland aus.

‎Gerade weil Deutschland im Gegensatz zu Spanien, Frankreich oder England, keine Terroranschläge erleben musste (Gott bewahre) und dennoch zu den Ländern in Europa gehört, mit der höchsten Ablehnung gegenüber Muslimen, verdient es eine genauere Untersuchung der Ursachen. Viele dieser Ursachen, wie beispielsweise soziale Bedingungen oder der Einfluss der Medien, wurden bereits in zahlreichen Beiträgen und wissenschaftlichen Artikeln diskutiert oder erörtert.

Politische Linke: mitverantwortlich für Islamophobie

Daher möchte ich die Aufmerksamkeit auf eine seit Jahren immer auffälliger werdende jedoch wenig diskutierte Akteurin, die politische Linke, richten. Auch wenn diese Verbindung im ersten Moment paradox erscheint, ist sie dennoch real und ein signifikanter Faktor für die steigende Islamophobie in Deutschland.

Und weil islamfeindliche und somit eigentlich rechtsextreme Gedanken, die aus dem linken Lager kommen, nicht als solche wahrgenommen werden, liegt vor allem hier die Gefahr, dass sich eine schleichende salonfähige Islamophobie, vergleichbar mit dem salonfähigen Antisemitismus des 19. Jahrhunderts, etabliert.

Die „Freiheit“ des Menschen ist ein wesentliches politisches Schlagwort, welches sich jede Partei auf die Brust schreibt. ‎Was jedoch darunter im Einzelnen verstanden wird, bleibt dem jeweiligen Betrachter überlassen.

Auch wenn die Linie zwischen den politischen Parteien heute sehr verschwommen ist, kann man einer konservativen Partei unterstellen, dass sie bei der Betrachtung der Freiheit des Menschen mindestens Verständnis oder im besten Falle Zustimmung für die religiöse Komponente hat und die damit einhergehenden Normengerüste und Verpflichtungen, die die Menschen annehmen.

Im Bezug auf die Interaktion mit den Muslimen in Deutschland heißt das konkret, dass unterschiedlichem Verhalten, welches religiös begründet ist, Akzeptanz und Respekt entgegengebracht wird.‎ Die Tatsache, dass auch das konservative Lager in Deutschland, zu großen Teilen das unterstellte Verhalten nicht aufzeigt, ist sicherlich ein Indiz dafür, dass auch hier das Verständnis für Religion allgemein weiter abnimmt und somit auch die Empathie des Einzelnen.

Das Lager, was heute als „links“ bezeichnet wird (an dieser Stelle sei angemerkt, dass die scharfe Trennung zwischen links und rechts, wie sie einst während der Französischen Revolution oder auch während des Kommunismus möglich war, heute in fast keinem Land dieser Welt mehr gelebt wird), steht vor allem für das Egalisieren von Ungleichheiten und den Kampf gegen Unterdrückung.

Dabei bedient es sich weniger einer religiös-konservativen Motivation sondern vielmehr einer sozialistisch/anti-kapitalistischen Grundhaltung. Die Konsequenz ist, dass die politische Linke, in Deutschland vor allem durch die Grünen, die Linke und in Teilen durch die SPD repräsentiert, teilweise ihre Stimme gegen autoritäre oder hegemoniale Mächte erhebt und trotz Mainstream versucht, eine klare ablehnende Haltung gegen Unterdrückung und Ungleichheit anzunehmen.

Was auf nationaler Ebene in Ansätzen funktioniert, wird eine Seltenheit, wenn es um die Menschen selbst geht, die vor allem den Islam für sich als Religion angenommen haben. Zunächst stößt hier die Begriffsdefinition der „Freiheit“ auf religiöse Grenzen, welche ebenfalls sehr schnell unter dem Überbegriff „Unterdrückung“ eingeordnet wird.

Gläubige Muslime werden als Unterdrücker wahrgenommen

Dabei wird dem Menschen nicht abgenommen, sich aus freier Wahl einem religiösen Rahmenwerk unterzuordnen. Vielmehr fallen Schlagworte wie „Zwang“ oder „Patriarchalismus“, so dass gläubige Muslime als Unterdrücker und zurückgeblieben wahrgenommen werden. Dass fast kein einziger gläubiger Muslim heute im linken Lager aktiv ist, ist vermutlich eine Konsequenz dieser Denkweise.

Ein weiteres Beispiel ist das Verhalten der politischen Linken bei den vergangenen Wahlen in der Türkei. Während die Türken in Deutschland aufgerufen werden, ihre Wurzeln in Deutschland zu schlagen und eine in Deutschland verortete Identität zu entwickeln, bemühte man sich gleichzeitig für die Wahl einer linksextremen Partei in der Türkei, die als politischer Arm der Terrororganisation PKK gesehen wird.

Die Art und Weise, wie der Aufruf umgesetzt wurde, führte vor allem dazu, dass die Türken in Deutschland entweder dem zurückgebliebenen islamistischen Lager oder dem faschistisch-rechtsextremistischen Lager zugeordnet wurden/werden. Die pauschale Verurteilung aufgrund von politischen, gesellschaftlichen aber auch ethnischen Differenzen hat die Fremdenfeindlichkeit in Deutschland gefördert und paradoxerweise die politische Linke ganz nah an das rechte Lager gerückt.

Schlussendlich ist ein Ende der zunehmenden Fremdenfeindlichkeit nicht in Aussicht. Während zumindest die politische Linke in der Vergangenheit einen Beitrag zur Bekämpfung des Rassismus leisten könnte, ist sie aufgrund mangelnder Empathie für die Muslime in Deutschland zu einem Mitläufer dieses Trends geworden. Auch die anderen politischen Lager haben es verfehlt, die Muslime als Ganzes zu umarmen und einen Platz für sie in Deutschland zu schaffen.

Dass auch nur sehr wenige konservative Muslime in einer konservativen Volkspartei in Deutschland aktiv sind, ist nicht etwa auf die mangelnde politische Partizipation der Muslime zurückzuführen, sondern vielmehr auf den dort herrschenden Druck, Stellung gegen einen konservativen Islam zu nehmen und „liberal-islamische“ Positionen einzunehmen.

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Der ägyptisch-deutsche Politikwissenschaftler und Publizist Hamed Abdel-Samad, der wegen seiner Islam-Kritik unter Polizeischutz steht, weil radikale Muslime ihm nach dem Leben trachten, tut seine Warnungen vor dem Islam immer wieder im Fernsehen und mit seinen Büchern kund, wo er häufig zu Diskussionen eingeladen wird.

Hamed Abdel-Samad ist selbst Sohn eines sunnitischen Imams. Er sagt auch, dass der Islam faschistoid ist. Das schreibt und begründet er auch in seinem Buch „Der islamische Faschismus“. Es ist also unlogisch, wenn Linke sich mit dem Faschismus verbünden würden.

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 17. November 2016 von hubwen in Politik, Uncategorized

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Jagd ist Tierquälerei!   Leave a comment

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Da las ich doch neulich wirklich, wie ein Jäger das Ammenmärchen verbreitete: „Bei der Jagd werden Tiere schonend und leidensfrei erlegt“. Für wie dumm halten uns solche „Heger und Pfleger“? Das ist ja eine Beleidigung für jeden, der einen durchschnittlichen IQ hat.

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Nun zu animal-spirit.at

Jagd ist Tierquälerei!

Jagdverbände behaupten, Jagdausübung und Tierschutz seien keine Gegensätze. Die Ansprüche des Tierschutzes seien bereits in den allgemeinen Grundsätzen „deutscher Waidgerechtigkeit“ enthalten. Papier ist geduldig – die Praxis sieht anders aus: Schuß … und tot! Das trifft in vielen Fällen nicht zu. Unter anderem haben Untersuchungen in Großbritannien dies gezeigt. Hier wurde die Treffsicherheit von Jägern auf sich bewegende Papiersilhouetten eines Fuchses untersucht. Anhand der Lage der Einschußlöcher und der errechneten Eindringtiefe der Geschosse wurde abgeleitet, daß unter normalen Geländebedingungen jeder zweite Fuchs durch eine Schußverletzung lediglich verwundet worden wäre.

Die Tierärztliche Vereinigung für Tierschutz (TVT) berichtet von Untersuchungen, wonach nach Treibjagden zwei Drittel der Wildschweine nicht sofort tödliche Schüsse aufweisen: im Rücken, im Bauch oder an den Beinen.  Bei Rehen wiesen ca. 60 % der weiblichen Tiere Bauchschüsse auf. Bei der Wasservogeljagd wird häufig mit Schrot in die Vogelschwärme geschossen. Zahlreiche Tiere werden lediglich „angebleit“ und verenden häufig unbemerkt an ihren Verletzungen (siehe auch Foto in unserem Bericht vom 22.8.2016, www.animal-spirit.at/news/betrifft-sinnlosigkeit-der-jagd).

Das sind nur einige wenige Beispiel von „waidgerechter Tierquälerei“, hier noch weitere:

die Haltung von Füchsen in nicht artgerechten Zwingern; die Ausbildung von Jagdhunden mit gefangenen Füchsen; die Baujagd, bei der scharfe Bauhunde sich für beide Seiten blutige Kämpfe mit Füchsen und Dachsen liefern; die Ausbildung von Jagdhunden auf der Hasenspur oder an der lebenden Ente; das Töten von für die Aufzucht erforderlichen Fuchsrüden während der Paarungszeit; das Hetzen von Wild durch nicht unter Kontrolle befindliche Hunde; die Beunruhigung von Wildtieren während der Wintermonate; die Fallenjagd, das Aussetzen von gezüchteten Tieren zum Zwecke der Jagd u.v.m.

Fakten gegen die Jagd: Es wird Zeit für eine Natur ohne Jagd!

Die wenigsten Menschen wollen es wahrhaben, und doch ist es in deutschen Wäldern blutige Realität: 320.000 Jäger bringen alleine in Deutschland jedes Jahr 5 Millionen Wildtiere ums Leben (Anm.: in Österreich waren es im letzten Jagdjahr offiziell sogar 771.000 „Stück“ – bei einem Zehntel der Einwohnerzahl -, 7,2% mehr als im Jahr davor, ermordet von insgesamt 123.000 „Jagdkartenbesitzern“).  5 Millionen Tiere jedes Jahr – das sind 13.700 jeden Tag, 570 pro Stunde, fast 10 Tiere pro Minute. Alle 6 Sekunden stirbt ein Tier durch Jägerhand.

Von einem »schnellen Tod« kann dabei in vielen Fällen nicht die Rede sein: Rehe und Wildschweine werden oft nur angeschossen, wobei »Expansionsgeschosse« aus den schwer verwundeten, flüchtenden Tieren Blut und Darminhalte als »Pirschzeichen« herausschlagen. Die »Nachsuche« dauert oft Stunden oder Tage, das Tier verendet unter grausamsten Qualen. Fallen bereiten Füchsen und Mardern, aber auch Hunden und Katzen einen oft tagelangen Todeskampf – oder hinterlassen Krüppel, z.B. Füchse oder Katzen mit abgeschlagenem Bein. Die ganzjährige Fuchsjagd führt zwangsläufig dazu, daß in den Monaten Mai und Juni unzählige junge Füchse im Bau verhungern und verdursten, weil die säugende Fähe erschossen wurde. Opfer der Waidmannslust sind aber auch jährlich einige Hunderttausend Haustiere wie Hunde und Katzen – durch Fallen oder Schrotschuß. Katzen sind beliebte Köder zum Anlocken von Füchsen.

Die Mär vom Jäger als Naturschützer ist längst widerlegt. Wissenschaftliche Studien belegen die Selbstregulierungsfähigkeit der Natur. Auch die Erfahrungen in großen europäischen Nationalparks zeigen: Es geht Natur und Tieren ohne Jagd viel besser!

Hier noch eine Geschichte von Maria D.

Betrifft: Sinnlosigkeit der Jagd!

22.08.2016
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Grausame Jagd: abgeschossener Vorderlauf

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Unser Mitglied Maria D. aus Niederösterreich schreibt uns: „Eigentlich fehlen einem ohnehin die Worte bei den Vorkommnissen in Wald und Flur. Ich schicke euch Bilder von einem jungen Rehbock, der heute morgen bei uns auf der Pferdeweide gelegen ist und mich und meine Pferde mit traurigen hoffnungslosen Augen anschaute. Der herbeigerufene Jäger hat ihn totgeschossen und erst dann wurde das ganze Elend deutlich: der linke Vorderfuß wurde dem armen Tier vor einiger Zeit schlichtweg abgeschossen, sah aber gut verheilt aus und gestern Abend hat wahrscheinlich derselbe „Heger und Jäger“ einen weiteren Fehlschuß gemacht und ihm auch noch den Hinterlauf zertrümmert.

Der Ortsjäger hat uns dann dahingehend informiert, daß nicht nur dieses arme Kerlchen seit einiger Zeit dreibeinig dahinvegetieren mußte, sondern ebenso ein alter größerer Bock und ein Kitz, denen ebenfalls ein Vorderlauf fehlt, also abgeschossen wurde; das habe er mit der Nachtkamera gesehen!

Haben diese Grünröcke und selbsternannten „Heger“ wirklich noch immer Narrenfreiheit in unserer Natur? Gerade der hier infrage kommende Grünrockträger scheint häufig danebenzuschießen, weil meist mindestens zwei Schüsse nacheinander aufhorchen lassen, wenn der wieder am Jagen ist. Sie schießen ja jetzt im Herbst ganz nahe an den Ortschaften, weil dort die Felder abgeerntet worden sind und die Tiere ahnungs- und wehrlos drüberwechseln. Ich frage mich oft: wie oft knallen die eigentlich auf so ein liebevolles zartes Lebewesen? Und wie verroht und widerwärtig muß man als „Mensch“ sein, um einem Tier solch ein Leid mutwillig und aus purer Lust am Töten zuzufügen? Meines Erachtens gehört so einem Schießteufel sofort die Jagdkarte entzogen und nicht nur das – wo bleiben wirksame Tierschutzgesetze, die endlich auch die Jagd miteinschließen? Aber das wissen unsere (Landes-)Politiker tunlichst zu verhindern, weil ein Gutteil davon – egal welcher Parteifarbe – selber der Mordlust fröhnt.“

Mit freundlichen Grüßen, Maria D.

https://www.animal-spirit.at/news/betrifft-sinnlosigkeit-der-jagd

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 17. November 2016 von hubwen in Tiere, Tierschutz, Uncategorized

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