Dringend geboten: eine gerechtere Rentenpolitik   1 comment

.

Die SPD-Heuchlerin Andrea Nahles kann ich gar nicht mehr hören. Das Rentenniveau sollte auf mindestens 60% angehoben werden. Das Rentenniveau auf 43% zu senken wäre eine Schande für Deutschland. Warum ist das wirtschaftlich viel schwächere Österreich oder auch Italien in der Lage bedeutet höhere Renten bei gleichen Fällen zu bezahlen?

.

Aus einer Petition.

Wer ein langes Arbeitsleben hinter sich hat, darf im Alter nicht arm und auf staatliche Hilfe angewiesen sein. Das Schicksal der Armut wird eine Mehrheit der Menschen treffen, wenn die jetzige Rentenpolitik fortgesetzt wird. Meine gesetzliche Rente wird so niedrig sein, dass ich die sogenannte Grundsicherung in Anspruch nehmen müsste. So als ob ich nie gearbeitet hätte. Das ist würdelos!

http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/INSM-Anzeigen/keine-rentengeschenke.html

Die Werbekampagne zur weiteren Senkung der Beitragsniveaus von der sogenannten „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)“, de facto eine Lobbyorganisation der Arbeitgeberverbände, hat mich vor diesem Hintergrund zutiefst getroffen. Finanziert wird ihre Arbeit durch die Arbeitgeberverbände der Metall- und Elektro-Industrie. Eine Kampagne gegen eine Stärkung der gesetzlichen Rente ist das Gegenteil von sozialer Marktwirtschaft.

Die Arbeitgeberverbände könnten mehr für sozialversicherungspflichtige, fair bezahlte Arbeitsplätze tun. Doch anstatt Verantwortung zu übernehmen, hetzt die Kampagne der Arbeitgebervertretung INSM nur billig die Generationen gegeneinander auf.

[…]

Fallbeispiel:
Denn was bedeutet die Senkung der Rentenbeiträge konkret? Ein Kollege von mir, der vor 10 Jahren in Rente ging, bekam 1.100 Euro Rente. Ein Kollege, der heute ausscheidet, bekommt 1.000 Euro Rente. Ich, wenn ich 2033 ausscheide, erhalte brutto (!) nur noch 900 Euro gesetzliche Rente und muss gleichzeitig zwei Jahre länger arbeiten als meine Kollegen aus den anderen Beispielen. Von den höheren Abzügen für Kranken- und Pflegeversicherung, die dann zusätzlich auf mich zukommen werden, und von den Steuern einmal ganz abgesehen. Diese Rente wird mich netto in die „Grundsicherung“ drücken – mir droht trotz jahrzehntelangen Beiträgen ein Leben von der „Stütze”! Das hätte ich mir niemals träumen lassen.

Und die Situation wird sich für hunderttausende Arbeiterinnen und Arbeiter sogar noch verschärfen! Denn nur wer ein gutes Einkommen hat, kann auch gute Rentenbeiträge zahlen. Mein Arbeitgeber aber macht gute Arbeitsplätze dadurch kaputt, dass er sich mit einer stetig wachsenden Billiglohnfirma die Konkurrenz vom Leib hält. Nicht nur konkurriert sich die Branche auf diesem Wege kaputt, so wie es z.B. schon die Spediteure und die Reeder getan haben. Mit den sinkenden Beitragszahlungen aufgrund von Lohndumping nimmt auch unser Sozialsystem Schaden. Diese Teufelskreise müssen beendet werden.

Hier gibt es ein gutes Video in der Mediathek des ZDF/ Heute Show zum Thema:

https://www.zdf.de/comedy/heute-show/somuncus-rentenclou-102.html

.

wer-fruh-stirbt-i-kurz-arm

.

Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 25. November 2016 von hubert wenzl in Uncategorized

Getaggt mit ,

Eine Antwort zu “Dringend geboten: eine gerechtere Rentenpolitik

Abonniere die Kommentare per RSS.

  1. Renten-Talk bei Illner

    Auszug.
    .

    Angst vor Altersarmut: „Schlimmer ist die Demütigung“

    .

    Die Runde konnte nicht von der Hand weisen, dass viele Menschen der jetzigen Rentnergeneration von Armut betroffen sind. „Wer sein Leben lang gearbeitet hat, darf am Ende nicht arm sein“, forderte daher Dreyer, wahrscheinlich wohl wissend, dass in vielen Geldbörsen die dicken Scheine fehlen.
    Höhepunkt des Abends

    Die drei Damen, die Illner eingeladen hatte, konnten davon ein Liedchen singen. Das berührte. Rentnerin Magda Kunkel erzählte, dass sie nach 40 Jahren Arbeit mit 630 Euro Rente zurechtkommen muss. „Schlimmer ist die Demütigung“, sagte sie. Etwa wenn sei auf dem Amt um Extra-Unterstützung für neue Schuhe bitten müsse. Die Lebensleistung vieler Rentner werde nicht gewürdigt. Sie war fast den Tränen nah.
    .
    Carla Rodrigues-Fernandes arbeitete Teilzeit, um sich um ihr Kind zu kümmern. Sie sei „für das Kinderkriegen bestraft“ worden. Die selbstständige Kioskbesitzerin Claudia Kloß-Fricke meinte, die Politik habe den Hang zur Realität verloren. Man denke „in großen Sphären“, aber nicht an „den Durchschnittsmenschen“. Schade war, dass so viel Wirklichkeit von Illner nicht direkt mit an den Diskussionstisch geladen wurde. Das hätte für Reibung gesorgt. Die Frauen fungierten eher als Stichwortgeber. Mütterrente, Altersversorge von Selbstständigen: Daran konnte man sich abarbeiten.
    .
    Moderatoren-Momente

    Für Illner war die Sendung kein großer Brocken. Kein Zoff, nur nüchterne Diskussion. Reiben konnte sie sich nur an Ziemiak. Etwa beim Thema, dass Arbeitgeber die Betriebsrenten nicht mehr garantieren müssen. „Dürfen sich die Unternehmen aus der Verantwortung ziehen?“, fragte sie den Jungpolitiker. „Das tun die nicht“, echauffierte sich der. Viel werde über staatlich geförderte Modelle ausgeglichen. „Riester funktioniert“, so Ziemiak. „Da lachen ein paar“, greift die Moderatorin das Gelächter im Studio auf. Vielleicht seien die Erwartungen ja zu hoch gewesen, weicht der Unionsmann aus. Wer auf Riester schimpfe, mache es sich zu einfach. „Meine Frage war eine ganz andere“, wies sie Ziemiak an anderer Stelle zurecht. Freunde wurden beide am Abend nicht mehr.
    Was schade war

    Niemand hätte erwartet, dass Dreyer oder Ziemiak als Politikvertreter den drei Damen entschuldigend um den Hals fallen. Aber ein bisschen mehr Empathie hätte es sein dürfen. Es blieb bei Lippenbekenntnissen, wie unschön deren finanzielle Situation sei. Verbunden mit einem dicken „Aber“. Dreyer meinte, die Politik habe schon viel geschafft, Schmidt forderte, nicht alles zu schwarz zu malen. Brettschneider erwähnte, dass die Große Koalition sich immerhin darauf geeinigt habe, die Erwerbsminderung abzufedern. Ein bisschen mehr Hoffnung auf finanziellen Frieden im Alter wäre für den Zuschauer schön gewesen.
    .
    http://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_79647032/zdf-talk-von-maybrit-illner-zur-rente-die-schicksale-beruehrten.html

    .

    Gruß Hubert

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: