Orangen und eine Affäre   1 comment

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Ich möchte wissen, was Fidel Castro gesagt hätte, wenn er in den letzten Jahren in die ex-DDR gekommen wäre. Er hätte sich wohl verwundert die Augen gerieben wie viele Rechte es in den neuen Bundesländern gibt.
Fidel Castro war ja der DDR wohlgesonnen und es gab enge Beziehungen zwischen beiden Ländern. Gewundert hat mich vor allem dass Fidel Castro Hunderte Attentatsversuche überlebt hat. auch eine Westdeutsche, Marita Lorenz, mit der eine leidenschaftliche Affäre hatte, war nach Ende der Beziehung vom CIA auf ihn angesetzt worden.

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Castro und die Deutschen.

Fidel Castro pflegte besondere Beziehungen zu den Deutschen. In die DDR kamen kubanische Apfelsinen und Arbeitskräfte. Und mit einer Kapitänstochter hatte er eine Beziehung, die fast in einem Attentat mündete.

Weißer Sandstrand, kristallklares Meer – und eine Büste von Ernst Thälmann, einem in der DDR verehrten Helden des Antifaschismus. Mehr gibt es auf dem idyllischen kubanischen Eiland in der Schweinebucht nicht zu sehen. Ein Sehnsuchtsort, an den Durchschnitts-DDR-Bürger nie gelangten.

Die „Isla Ernesto Thälmann“, sie ist ein symbolisches Geschenk von Fidel Castro an die DDR, überreicht bei seinem ersten Amtsbesuch 1972.

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Fidel Castro und Erich Honecker 1972 in Berlin | Bildquelle: dpa-Zentralbild

Man verstand sich: Castro und Erich Honecker 1972 in Berlin (Ost).

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Handel im Geiste des Internationalismus

Ein Stück Sozialismus in der Karibik als Geste der Freundschaft – der Besuch des Máximo Líder gilt als Start der engeren Beziehungen zwischen Kuba und der DDR. Vor allem wirtschaftlich arbeiten die sozialistischen Länder zusammen. Die Staaten des „Rats für gegenseitige Wirtschaftshilfe“ und insbesondere die DDR beliefern Kuba mit ganzen Fabrikanlagen.

Kuba schickt Südfrüchte, Zucker – und junge Kubaner. In der DDR gibt es zu wenig Arbeiter. Etwa 30.000 Kubaner kommen, einer von ihnen ist Lorenzo Pérez. Damals, erinnert er sich, „mussten wir Anoraks für den Winter kaufen, Schuhe, Unterhosen, Unterhemden und das alles tragen. Und das war komisch, weil wir in Kuba an etwas anderes gewohnt waren.“

Castros „kleine Deutsche“

Der charismatische Fidel zieht auch eine Westdeutsche in seinen Bann. Marita Lorenz, gebürtig in Bremen. Auf dem Deck eines Kreuzfahrtschiffs lernt er sie Ende der 1950er-Jahre kennen. Mit ihr hat er eine leidenschaftliche Affäre. „Alemanita mia“ nennt er sie, „meine kleine Deutsche“.

Die „kleine Deutsche“ hat es aber in sich. Sie arbeitet nach dem Ende der Beziehung für die CIA und bekommt den Auftrag, Fidel zu töten. Einmal hat sie Gelegenheit dazu. Fidel reicht ihr sogar den Revolver: „Er sagte: ‚Tu es.‘ Ich guckte auf die Pistole Ich war verwirrt. Und ich sagte: ‚Nein, ich mach‘ das nicht. So mach ich das nicht. Und auch nicht anders.'“

Ob aus Liebe oder Hass: Auch andere scheiterten daran, Castro zu töten. Hunderte Attentatsversuche soll es gegeben haben. Am Freitag starb Castro in Havanna an Altersschwäche.

Von Christina Fee Moebus, ARD-Studio Mittelamerika und Karibik

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Orangen und eine Affäre

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 27. November 2016 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Eine Antwort zu “Orangen und eine Affäre

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  1. Die DDR hatte enge Beziehungen mit Kuba unterhalten.
    Darunter ein Projekt der DDR – “Milch für Kubas Kinder“
    Da Kuba unter US-Sanktionen zu leiden hatte und über keine eigene Milchproduktion verfügte, garantierte dieses Projekt jedem kubanischen Kind
    1 Liter Milch pro Tag.

    Mit der Annexion der DDR durch die Bundesrepublik war eine ihrer ersten Amtshandlungen der BRD, dieses Projekt einseitig aufzukündigen.
    Ich habe mich sooo für Deutschland geschämt, dass mir die Worte dazu fehlen.
    Wäre es um Industriegüter gegangen OK, aber einem der ärmsten Länder der Welt, den Kindern dort die Milch wegzunehmen – ist unverzeihbar.

    Es geht aber weiter:
    Im Vorfeld der Annexion der DDR wurde die SED aufgelöst und eine Partei namens PDS gegründet. Die dann in Folge der Annexion, eine Fusion mit der West- WASG zur Partei die LINKE eingegangen ist.
    Deren Vorsitzende war u. a. Gesine Lötzsch
    Und die hat sich doch erlaubt als Vorsitzende einer LINKEN Partei Fidel Castro zu seinem 85. Geburtstag ein Glückwunschtelegramm zu schicken.

    In dem sie Castro an dessen 85. Geburtstag zu einem „kampferfüllten Leben und erfolgreichen Wirken“ beglückwünscht hatten. Kuba sei „Beispiel und Orientierungspunkt für viele Völker dieser Welt“. Sie lobten auch die „beispiellosen sozialen Errungenschaften“ des sozialistischen Landes und versicherten dem kubanischen Volk ihre „unverbrüchliche Freundschaft und Solidarität“.

    Und dieses Telegramm hat zu einem bis dahin noch nie erlebten Eklat geführt. Indem das alle Parteien quer durch alle Fraktionen verurteilt haben. Sogar ein Herr Gysi (Galionsfigur der LINKEN) ist seiner Parteivorsitzenden in den Rücken gefallen.
    Das ganze zeigt einen tief verwurzelten Antikommunismus in der BRD. Auch hier habe ich mich in Grund und Boden geschämt.

    Bildung ist in Kuba kostenlos und es besteht eine 9-jährige Schulpflicht. Kuba hat ein dreigeteiltes Bildungssystem, das aus Grund-, Mittel-, und Oberschule besteht.
    Kubas Bildungssystem gehört zu den besten in Lateinamerika. 2001 lagen die kubanischen Schüler der vierten und fünften Klasse bei einem Test der UNESCO weit vor den anderen lateinamerikanischen Ländern. Von der BRD gar nicht zu reden, die den vorletzten Platz einnimmt.
    Die Einschulungsquote liegt bei 100 Prozent, Analphabetismus geht gegen null. Nach dem UNESCO-Education for All Development Index gehört Kuba zu den hochentwickelten Ländern der Welt im Bildungsbereich mit einer gut ausgebildeten Bevölkerung.
    Der kubanische Staat garantiert jedem kubanischen Bürger eine medizinische Versorgung. Die medizinische Behandlung ist für Kubaner grundsätzlich kostenlos,
    Castro hat unter Einsatz seines Lebens Kuba unabhängig gemacht, ein Gesundheits- und Bildungssystem aufgebaut, das vorbildlich für Lateinamerika ist.

    Man kann über Castro geteilter Meinung sein, aber er ist eine verdienstvolle Persönlichkeit der Westpolitik. Er hat Kuba vom Batista-Regime befreit und Kuba zu einem sozialistischen Land umgestaltet. Alle Probleme mit denen Kuba heute zu kämpfen hat wurden vom Westen inszeniert, in der Hoffung Castro zu stürzen, doch die Rechnung ging nicht auf.

    „Sozialismus oder Tod“ – das ist das Motto von Fidel Castro. Präsident ist der Revolutionsführer im Ruhestand seit Jahren nicht mehr, doch noch immer ist er in Kuba allgegenwärtig.


    glG sabine

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