Der Faschismus duldet keine andere Weltanschauung neben sich   4 comments

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Was versteht man unter Faschisten und woher kommt Faschismus?

Definition Faschisten und Faschismus

Faschismus ist heute der Sammelbegriff für alle antiliberalen und antisozialistischen totalitären Ideologien. Der Begriff wird vor allem mit dem des Nationalsozialismus (der abgesehen von intensivem Gemeinschaftskult nur dem Namen nach sozialistisch war) gleichgesetzt, da unter dem Nazi-Regime die Ideen des Faschismus besonders konsequent und erbarmungslos umgesetzt wurden.
Überzeugte Anhänger und Verfechter dieser Ideologien werden Faschisten genannt.

Merkmale

Der Faschismus duldet keine andere Weltanschauung neben sich.
Getreu dem Führerprinzip haben sich alle seinen Regeln, die vom Führer sozusagen verkörpert werden, in ihrem Denken und Handeln zu unterwerfen. Das Führerprinzip ist mit allen Mitteln durchzusetzen. Gewalt gilt dabei als absolut legitim. Als ebenso legitim gilt die gewaltsame Machtergreifung, denn der „natürliche“ Anspruch auf die Macht besteht aus der Sicht des Faschisten ohnehin. Diese Macht ist demnach dauerhaft zu sichern. Meinungsfreiheit, demokratische Strukturen, eine funktionierende Opposition oder gar freie Wahlen sind daher in solchen Systemen nicht denkbar.
Um dem Gedanken der Gleichheit im Volke gerecht zu werden, duldet der Faschismus keine Interessenvertretungen einzelner Gruppen wie beispielsweise Gewerkschaften oder Frauenbewegungen. Die offizielle Partei gilt als einzige Interessenvertretung aller.
Die eigene Nation bzw. das eigene Volk steht an erster Stelle. Jede Entwicklung, auch im Ausland, wird ausschließlich danach bewertet, ob sie den Bedürfnissen der eigenen Nation dient. Tut sie das nicht, kann dies ein ausreichender Grund für einen Angriff sein.

Unterfüttert wird diese Denkweise mit einem Rassismus, der das eigene Volk als höherwertig und überlegen gegenüber anderen Völkern betrachtet. Deshalb soll eine Stärkung und Vergrößerung dieses Volkes zu einer Verbesserung der Welt führen. Der Rassismus, oftmals verbunden mit Antisemitismus, entfaltete sich bisher nur im nationalsozialistischen Deutschland in vollem Umfang, allerdings ist jedes faschistische Regime dafür anfällig.
Zur Reinerhaltung des Volkes erfolgt eine Auslese, in deren Rahmen als minderwertig geltende Gruppen herabgesetzt oder „aussortiert“ werden. Dies kann sich auf Behinderte oder Homosexuelle beziehen, aber auch auf Anhänger unliebsamer Weltanschauungen oder Immigranten und deren Nachkommen.

Herkunft

Der Faschismus stammt aus Italien und wurde durch die von Benito Mussolini angeführte Massenbewegung der sogenannten Schwarzhemden etabliert. Der Name leitete sich her aus dem lateinischen Wort fasces (Bündel) und sollte an die Rutenbündel erinnern, die im alten Rom die Gerichtsbarkeit symbolisierten. Nach der Französischen Revolution 1789 wurde das Symbol wieder aufgegriffen, dieses Mal als Garant dafür, dass die Macht nun beim Volk lag. Und weil das italienische Wort fasci auch für Bünde bzw. Verbindungen steht, konnte Mussolinis neue Bewegung sich schon ihrem Namen nach auf drei Grundwerte berufen: Recht und Ordnung, Macht des Volkes sowie Zusammenhalt der Massen. Dies ging mit einer starken Mystifizierung und Idealisierung einher.
Diese Ideologie fand bald Anhänger in allen Teilen der Welt. Sie wurde zwar immer wieder an nationale Bedürfnisse angepasst, blieb jedoch in ihren wesentlichen Merkmalen unverändert.

http://www.dir-info.de/dokumente/def_faschisten.html

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Aus dem Buch von Hamed Abdel-Samad:   Der islamische Faschismus
Auszug.

Faschismus und Islamismus – ein ungleiches Paar?

Der Faschismus ist eine Art »politische Religion«. Seine
Anhänger glauben, im Besitz der absoluten Wahrheit zu
sein. Ganz oben in der Hierarchie steht der charismatische
unfehlbare Führer, der mit einem heiligen Auftrag
ausgestattet ist, um die Nation zu einen und die Feinde
zu besiegen. Die faschistische Ideologie vergiftet ihre
Anhänger mit Ressentiments und Hass, teilt die Welt in
Freund und Feind ein und droht Gegnern mit Vergeltung.
Sie richtet sich gegen die Moderne, die Aufklärung,
den Marxismus und die Juden und glorifiziert Militarismus
und Opferbereitschaft bis in den Tod.

All diese Eigenschaften treffen auch auf den modernen
Islamismus zu, der zeitgleich mit dem Faschismus in
den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts entstanden
ist. Sowohl der Faschismus als auch der Islamismus
sind aus einem Gefühl der Niederlage und Erniedrigung
hevorgegangen. Beide Strömungen eint das Ziel, ein Imperium
zu errichten  – die Weltherrschaft als quasi verbrieftes Recht –,
dem die totale Vernichtung seiner Feinde vorausgeht.
Die eine Bewegung glaubt an die Überlegenheit der arischen Rasse,
die andere ist überzeugt von der moralischen Überlegenheit der Muslime
gegenüber dem ungläubigen Rest der Menschheit.

(S. 19)

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Quelle:
http://bilder.buecher.de/zusatz/39/39925/39925745_lese_1.pdf

Siehe auch:
https://hubwen.wordpress.com/2015/10/01/faschismus-und-islamismus-ein-ungleiches-paar/

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Der neue Faschismus in den USA

Twitter sperrte nun einige Accounts von Richard B. Spencer. Er ist der Chef der Alt Right Bewegung und wird dem neuen Faschismus zugerechnet (oder auch der Neuen Rechten, wie es verharmlosend heißt). Er war ein maßgeblicher Einflüsterer von Donald Trump. Der neue Chefberater von Trump, der ex-Betreiber der rechtsextremen Plattform breitbart.com, Steve Bannon, bietet der Alt Right Bewegung eine Plattform.

Richard B. Spencers persönliches verifiziertes Konto wurde bei Twitter suspendiert, genauso wie das National Policy Institute und sein Magazin, Radix Journal. Andere suspendierte Alt Right (Alternative Rechte) alt-rechts Twitter-Nutzer gehören Paul Town, Pax Dickinson, Ricky Vaughn und John Rivers.

http://www.theverge.com/2016/11/16/13648922/twitter-suspends-alt-right-accounts-richard-spencer-trump-

Man braucht sich nur kurz in seinem Magazin, der Radix Journal kurz umsehen.

http://www.radixjournal.com/

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richard-b-spencer_trump

https://twitter.com/i/web/status/797920034894987264

https://twitter.com/altright_fanfic

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 30. November 2016 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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4 Antworten zu “Der Faschismus duldet keine andere Weltanschauung neben sich

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  1. “Der Faschismus duldet keine andere Weltanschauung neben sich.“

    Das ist wie:
    An einem Apfelbaum dürfen keine Pflaumen hängen.

    FASCHISMUS ist KEINE Weltanschauung !!! Faschismus war und ist eine politische Bewegung.

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    glG Sabine

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  2. Ich teile deine Meinung nicht, dass der Faschismus keine Weltanschauung ist oder besser gesagt keine Weltanschauung hat.
    Jedenfalls könnte ich NIE Anhänger so einer Weltanschauung oder Ideologie wie du sie nennen würdest – oder was auch immer – werden, aus humanitären und noch vielen anderen Gründen nicht – vor allem auch nicht weil sie autoritär, antidemokratisch, diktatorisch und nach dem Führerprinzip ausgerichtet ist.
    Hier folgend die Weltanschauung Hitlers.

    Auszug.
    Die Weltanschauung Hitlers

    Immer wieder hat Hitler von seiner Weltanschauung gesprochen, ohne diesen Begriff exakt zu definieren oder den Inhalt systematisch darzustellen. Bereits aus seinem Bekenntnisbuch „Mein Kampf“ jedoch lässt sich Hitlers Weltanschauung als ein in sich schlüssiges Gedankengebäude herausarbeiten. Dass Hitler, was lange in Frage gestellt wurde, über eine solche in sich folgerichtige, konsistente Weltanschauung verfügte, ist spätestens seit Jäckel unbestritten, ebenso wie die Tatsache, dass sich Hitler deren Prämissen und Zielen bis zu seinem Ende verpflichtet fühlte.

    Ausgangspunkt war für Hitler „die Natur mit ihren ewig gültigen Gesetzen“. Im alles beherrschenden Kampf ums Dasein gelte für Individuen wie Gemeinschaften allein das Recht des Stärkeren, während es die Bestimmung des Schwachen sei, zugrunde zu gehen.
    Um des „Forterhaltungswillens“ werde „ein stärkeres Geschlecht die Schwachen verjagen“, werden die „lächerlichen Fesseln einer so genannten Humanität“ zerbrechen, „um an seine Stelle die Humanität der Natur treten zu lassen, die die Schwäche vernichtet, um der Stärke den Platz zu schenken“.
    (Anmerkung: man sieht hier auch wie sehr Hitler das Humanitäre verachtet hat und viele Anhänger dieser Weltanschauung noch heute verachten).

    http://www.lexikon-drittes-reich.de/Die_Weltanschauung_Hitlers
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    Auszug.
    Unter einer Weltanschauung versteht man heute vornehmlich die auf Wissen, Überlieferung, Erfahrung und Empfinden basierende Gesamtheit persönlicher Wertungen, Vorstellungen und Sichtweisen, die die Deutung der Welt, die Rolle des Einzelnen in ihr, die Sicht auf die Gesellschaft und teilweise auch den Sinn des Lebens betreffen. Sie ist damit die grundlegende kulturelle Orientierung von Individuen, Gruppen und Kulturen.

    Werden diese Überzeugungen reflektiert und systematisiert und fügen sich so zu einem zusammenhängenden Ganzen, dann kann von einer geschlossenen Weltanschauung gesprochen werden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Weltanschauung
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    Völkische Weltanschauung Adolf Hitlers

    Die Ursprünge von Hitlers Ideologie lagen in der „völkischen Weltanschauung“, die schon Ende des 19. Jahrhunderts in Österreich und im Deutschen Reich aufgekommen war. Doch was bedeutet dies genau?

    Das Deutsche Volk war für Hitler das bedeutendste und wichtigste Volk, das es zu schützen und zu verteidigen galt. Die „Völkischen“, die Menschen, die genauso dachten wie Adolf Hitler, sahen den Sinn ihres Lebens darin, dem Volk, der Nation zu nützen. Alles andere musste sich dieser Idee unterordnen. Doch ein Volk hatte nicht unbedingt nur eine gemeinsame Sprache, gemeinsame Regeln oder eine eigene Kultur, sondern Volk im Sinne Hitlers entstand durch eine Verbundenheit des Blutes, durch eine so genannte „Blutsgemeinschaft“.

    Und jeder, der dieses verbindende Blut vermeintlich nicht in sich trug, wurde ausgestoßen, verachtet und im schlimmsten Fall vernichtet wie die Juden.

    http://www.zeitklicks.de/nationalsozialismus/zeitklicks/zeit/politik/ideologie/hitlers-weltanschauung/

    Der Islamkritiker Hamed Abdel-Samad sagt: Der Faschismus ist eine Art »politische Religion«.

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    Wer die beiden Herren sind, muss ich wohl nicht darunter schreiben.
    Aus Wikipedia: Von Unbekannt – http://img.audiovis.nac.gov.pl/PIC/PIC_2-12512.jpg, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=41283482.
    .
    Gruß Hubert

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  3. Hi Hubert
    Hast dir viel Mühe gegeben mir zu antworten – ich mir jetzt auch:

    Was findest du an Völkisch schlimm?
    Nur weil das mit Hitler in Verbindung gebracht wird?
    Ich erspare mir jetzt meinen Vergleich mit der Sonne oder der Erde als Kugel
    National, Patriotismus, Heimatverbundenheit betrachte ich als erstrebenswerte Eigenschaften für ein Volk. Nu darüber kann es zu einer hohen Blüte kommen. Während sämtliche historischen Weltreiche und Kulturen an der Öffnung zu Multi-Kulti zu Grunde gegangen sind.

    Interessant ist deine Sicht der Dinge schon. Ich stimme dir da sogar in einigem Zu:
    Z. B. was für Dich Faschismus ist. Nur nimm dann mal deine Scheuklappen ab du schau dich in der Gegenwart um. Es ist erschreckend was es da für Parallelen gibt.

    Oder stehst du da auf dem Standpunkt:
    Unmoralisch ist das nur wenn andere das tun.
    Wenn Menschen jedes Mittel rechtfertigen im Kampf gegen das vermeintlich Böse,
    dann lässt sich ihre gute Absicht bald nicht mehr unterscheiden von dem Bösen,
    das sie vernichten wollen. Sie mutieren zum eigentlichen Bösen zur Gefahr für die Menschheit.

    LINKS hab ich mal als fortschrittliche Ideologie angesehen. Da gab es die DDR noch.
    Heute stehe ich auf dem Standpunkt LINKS wird das Ende dessen sein, was wir heute unter Zivilisation verstehen.
    Vernichtung jeder Individualität (die große Gleichmache aller Menschen) zu einer multirassistischen Weltordnung ohne nationale Bindungen. Selbst die Zerstörung unserer Gene – indem es dann keine Weißen mehr geben wird.
    Das stammt nicht von mir, das stammt von Merkel aus dem Buch “VISION 2050“ wo prophezeit wird, dass 2050 alle Deutschen einen Migrationshintergrund haben werden.
    Und da arbeitet sie daran. Anders kann man ihre Migrationspolitik nicht deuten.

    Sobald die Asylanten das Wahlrecht zugestanden bekommen, ist der Ball eingelocht – und EURABIA nicht mehr zu verhindern.
    Und alles was sich dem entgegenstellt wird als RECHTSEXTREM abgestempelt und als Nazis, als Mob, als Dumpfbacken, als braune Soße bezeichnet.
    Und da bin ich sogar stolz darauf als NAZI betitelt zu werden.
    Ich will nicht dass meine Tochter und deren Kinder mal als Sklave in einem Kalifat leben werden.

    Gutmenschen die das nicht wahr haben wollen, die Augen vor dieser Entwicklung verschließen und stattdessen die NAZIKEULE gegen alles schwingen was sich dem entgegenstellt, sind die gefährlichsten von allen. Da sie im Untergrund wie Ratten ihr Unwesen treiben.

    Zurück zum Faschismus:

    Faschismus als reine Glaubenslehre gibt es nicht!
    Es gibt faschistische Grundsätze, und je mehr ein Staat davon hat, umso faschistischer ist der Staat.
    .
    Mit dem Begriff “Faschismus“ verhält es sich ähnlich wie mit dem Begriff Rechtsstaat:
    Es gibt keinen reinen Rechtsstaat, sondern rechtsstaatliche Elemente. Je zahlreicher diese sind, desto rechtsstaatlicher ist ein Staat.
    .
    IDEOLOGIE politisch korrekt:
    Kapitalismus = Demokratie / Freiheit
    Sozialismus / Kommunismus = Diktatur / Unterdrückung
    das wird uns unentwegt rund um die Uhr über alle Medien suggeriert.
    .
    Kapitalismus / Sozialismus / Kommunismus sind Gesellschaftssysteme
    Demokratie / Diktatur sind Staatsformen die an KEIN Gesellschaftssystem gebunden sind.
    .
    Religion, Multi-Kulti, Patriotismus, sind Begriffe, die an keine Staatsform gebunden sind. Wozu auch der Faschismus als eine politische Bewegung zählt.

    Faschismus ist auch in Demokratien möglich wenn diese dem Faschismus zugerechnete Grundsätze aufweisen.
    wie:
    Unterdrückung der freien Meinungsäußerung,
    Verfolgung politisch Andersdenkender,
    Überwachung des Volkes auf allen Ebenen / Gesinnung
    Aufforderung zum Denunziantentum
    Desinformation = Propaganda – Manipulation . . .
    Feindild-Suggerierung
    Ein Staat dessen Eliten (Regierung) vehement gegen die Interessen des Volkes regiert und unter dem Volk Zwietracht sät . . . Und dem Volk zugleich die Möglichkeit nimmt dagegen zu Opponieren, bezeichne ich als faschistisch. Oder was ist das bei dir ?
    .
    Auch Wikipedia lügt, ich kann es beweisen, ganze Artikel verschwinden plötzlich, oder werden im Sinne des Zeitgeistes gänzlich umgeschrieben . . . Es darf nicht sein, was nicht politisch korrekt ist. Und da lügt man auch schon mal.
    Man muss dazu wissen wie Wikipedia funktioniert. Aber das ist ein anderes Thema.

    https://sabnsn.wordpress.com/tag/wikipedia/
    https://sabnsn.wordpress.com/2014/07/11/zeitgeist_politische-korrektheit_gutmenschen_deutschland/
    .

    .

    .


    glG Sabine

    Liken

  4. Hi Sabine,
    ich gebe dir hier mit deiner Definition recht:
    „Mit dem Begriff “Faschismus“ verhält es sich ähnlich wie mit dem Begriff Rechtsstaat:
    Es gibt keinen reinen Rechtsstaat, sondern rechtsstaatliche Elemente. Je zahlreicher diese sind, desto rechtsstaatlicher ist ein Staat.“

    Aus Wikipedia:
    „Die Verallgemeinerung des Faschismus-Begriffs von einer zeitlich und national begrenzten Eigenbezeichnung zur Gattungsbezeichnung einer bestimmten Herrschaftsart ist umstritten, besonders für den Nationalsozialismus in Deutschland. Mit Neofaschismus bezeichnet man Strömungen und Parteien, die nach 1945 an die Tradition des Faschismus anknüpfen.“

    https://de.wikipedia.org/wiki/Faschismus
    .
    Zu deinen Sprüchen: da wirfst du mir ja gerne eine „Erkenntnis-Resistenz“ vor, indem ich nicht über bestimmte „Rechte Dinge“ nachdenden würde. Diese „erkenntnis-resistente“ Haltung ist eine bewusste, wenn es um Faschismus oder Nazismus geht. Es braucht da nicht intellektuelle Brillianz um sich diese Dinge vorstellen zu können und wohin sie führen. Die Ablehnung dieser Dinge musst du schon mir überlassen.

    Zum selber denken kann ich nur sagen, dass das eine Maxime von mir ist und ich mich da in dieser Sache gerne an Kant halte:

    „Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen.“
    Immanuel Kant – (1724 – 1804), deutscher Philosoph

    Ich muss bei bestimmten rechtsextremen, völkischen, rassistischen, antisemtischen, menschenverachtenden, antihumanitären Theorien, die Gleichheit der Menschen mit Füßen tretenden Glaubenslehren nicht lange denken, ich weiß dass sie für mich jedenfalls schlecht sind.
    Wer diese Eigenschaften als gut findet, muss ihnen halt folgen. Ich kann und will niemand daran hindern.

    Um es kurz zu machen wie ich zum Faschismus stehe.
    Es gibt bestimmte Elemente, die dem Faschismus zugerechnet werden. Und diese Elemente verabscheue ich ausnahmslos. Ich sage nur Gute Nacht, wenn man damit eine bessere und gerechtere Welt schaffen möchte. Aber vielleicht geht es ja nur um die egoistischen Interessen eines Führers, der das „völkische“ Volk sich als nützliche Idioten hält.
    Ich sage dazu nur: NICHT SCHON WIEDER!
    .
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    Nun noch ein wenig genauer zum Völkischen Nationalismus, weil du die Frage stellst ob ich ihn schlimm finde. Ich lehne ihn ab, unabhängig von welchem Führer oder Diktator dieser kommt. Und ja, ich finde ihn schlimm.

    „Vertreter des völk. Nationalismus versuchen den Staat nicht aus einer Gemeinsamkeit heraus zu begründen, sondern aus der Abgrenzung gegenüber dem feindlichen „Fremden“. Der notwendige Zusammenhalt soll über die Fiktion einer widerspruchslosen, nämlich völkisch gedachten, nationalen Einheit hergestellt werden. Das „deutsche Volk“ wird nicht etwa als politische, freiwillige Willensgemeinschaft im Sinne eines Staatsvolkes verstanden (wie etwa in Frankreich), sondern als Abstammungs- oder „Blutsgemeinschaft“. Das deutsche Volk sei allen anderen Völkern überlegen. Staat und Volk sollen so eine „organische Einheit“ bilden.“
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    http://www.uniohnearndt.de/wofur-steht-arndt/arndts-volkischer-nationalismus/
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    Völkischer Nationalismus versteht eine sozial, kulturell, religiös usw. heterogene Bevölkerung oder Bevölkerungsgruppe ethnisch gemeint als „Volk“ oder als „Volksgruppe“ und überhöht sie zu Kollektiv-Subjekten. Er bildet nach Wertigkeit eine Hierarchie der „Völker“.[1] Er fordert Homogenität nach innen, gegenüber „Andersartigkeit“ und „Überfremdung“ aber Exklusion bzw. Abgrenzung[2] („Entmischung“, Verhinderung einer „Umvolkung“, eines „Austauschs“ der Bevölkerung) und orientiert daran seine Strategien. Der völkische Nationalismus basiert ideologisch auf völkisch-rassistischen Konzepten.[3] Seine Träger und Akteure werden im politischen Spektrum sowohl rechtsaußen als auch – als übliche Alltagsüberzeugungen – in der gesellschaftlichen Mitte verortet.[4]

    Der Sozialwissenschaftler Helmut Kellershohn nennt sieben Kernelemente eines völkischen Nationalismus:
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    die Gleichsetzung von Volk und Nation bzw. die Vorstellung einer nach rassistischen Kriterien homogenen Nation
    die Überhöhung des Volkes zu einem Kollektivsubjekt und die Unterordnung spezifischer Interessen unter dem Primat der „Volksgemeinschaft“
    die Rechtfertigung eines „starken“ Staates, der die Volksgemeinschaft mittels national gesonnener Eliten und/oder einer charismatischen Führerfigur organisiert
    die Heroisierung des „Volksgenossen“, also jenes „anständigen Volksgenossen“, der sich mit Leib und Seele in den Dienst seiner Volksgemeinschaft stellt und für diese Opfer bringt
    die völkische oder rassistische Konstruktion eines „inner(staatlich)en Feindes“, der für Rückschläge bei der Realisierung der Volksgemeinschaft verantwortlich gemacht wird und als negative Projektionsfläche für die Volksgemeinschaft eine identitätsstiftende Funktion hat
    ein biopolitisches Verständnis des „Volkskörpers“, das diesen durch Bevölkerungspolitik gesund und kräftig erhalten bzw. machen will
    ein chauvinistisches Machtstaatsdenken.
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    https://de.wikipedia.org/wiki/V%C3%B6lkischer_Nationalismus
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    Um das schwere Thema, das schon verdauungsstörend im Magen liegen kann, aufzulockern…
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    Gruß Hubert

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