Archiv für 9. Januar 2017

Dortmunder Polizei wehrt sich gegen „Breitbart“   6 comments

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Es passiert schon sonst genug, da muss man nicht noch bewusste Lügen verbreiten, wie es Breitbart neulich tat. Ein 1000-Mann-Mob hätte Deutschland älteste Kirche in Brand gesetzt. Das war schlicht und einfach gelogen. Man wird sich noch auf einiges gefasst machen können, denn Breitbart will sich in Europa in einigen Ländern niederlassen, darunter auch in Deutschland.

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Tatsächlich kam es in der Neujahrsnacht durch einen Silvesterböller zu einem Brand am Gitterschutznetz an der Dortmunder Reinoldikirche. Die US-Nachrichtenseite Breitbart machte daraus die Fake-News, dass ein Mob die Kirche in Brand gesetzt habe.

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Dortmund. Die Polizei hat am Donnerstag eine detaillierte Einsatzbilanz der Silvesternacht in Dortmund veröffentlicht, nachdem die US-Nachrichtenseite „Breitbart“ eine Falschmeldung zu den Vorfällen verbreitet hatte. Die rechtspopulistische Internetseite steht Donald Trump nahe.

Der englischsprachige Bericht mit der Überschrift „1000-Mann-Mob setzt Deutschlands älteste Kirche in Brand“ erzeugt den Eindruck, dass Ausländer mit Feuerwerkskörpern gegen andere Besucher und Polizisten vorgegangen seien und das Dach der Reinoldikirche in Brand gesetzt hätten. Der Bericht bezieht sich dabei in verfälschender Weise auf einen Bericht der „Ruhr Nachrichten“.

Silvester war laut Polizei ruhig

Die Polizeibehörde stellte am Donnerstag klar: „Herausragende oder spektakuläre Silvestersachverhalte wurden bis zum heutigen Tage nicht gemeldet.“ Auf einem Platz in der Innenstadt hätten sich rund 1000 Menschen versammelt. Es sei zwar zum Teil zu unsachgemäßem Einsatz von Silvesterfeuerwerk gekommen, dies sei jedoch unterbunden worden.

Die Feuerwehr hatte am Neujahrstag gemeldet, dass es durch eine Silvesterrakete zum Brand eines Gitterschutznetzes an der Reinoldikirche gekommen sei. Mit dem Netz ist ein Baugerüst verkleidet. Das Feuer sei schnell gelöscht worden. Die Polizei hat nach Angaben einer Sprecherin „keinerlei Erkenntnisse, dass die Rakete absichtlich abgefeuert wurde“.

Breitbart ist eine US-Nachrichtenseite mit rechtspopulistischer Ausrichtung, die dem designierten Präsidenten Donald Trump nahe steht. Hier lesen Sie mehr über das Portal.

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Dortmunder Polizei wehrt sich gegen „Breitbart“

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Gruß Hubert

 

 

Veröffentlicht 9. Januar 2017 von hubert wenzl in Medien, Uncategorized

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Die Entmenschlichung des Christopher Lauer   Leave a comment

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Christopher Lauer, jetzt SPD,  früher bei der Piraten-Partei, fühlte sich veranlasst einen Sparkassen-Mitarbeiter an den Pranger zu stellen, weil er AfD-Wähler sei und gab das via Twitter bekannt. Ich kann es von keiner politischen Richtung akzeptieren, wenn vom politischen Gegner die Privatadresse, Telefonnummer und eventuell noch andere private Daten bekannt gegeben werden, damit sie von politischen Eiferern eingeschüchtert und bedroht werden.

Christopher Lauer fühlte sich bemüßigt in Bezug auf die Nafri-Debatte von hoher Entmenschlichung zu sprechen.  als in „hohem Maße entmenschlichend“ bezeichnet

Immerhin ist Nafri nur ein Wort, noch dazu diente es nur der Polizei intern, um eine Abkürzung zu haben und Nicht um zu entwerten oder zu diskriminieren. Das ist nicht zu vergleichen mit sexuellen Grabschereien, Griffe in den Schritt usw., bis hin zur Vergewaltigung und außerdem noch zu Beraubung, wie sie in der vorherigen Silvesternacht massenhaft vorkamen und die Polizei wegen Unterbesetzung zum passiven Teil der üblen Veranstaltung wurde. Aber vor allem auch  wegen völligem Versagen der politischen Verantwortungsträger, allen voran NRW-Innenminister Ralf Jäger, wurde dieses Ereignis zur Schande. Die Polizei hat in dieser Silvesternacht (2016/17) aufgrund der Gefährdung gehandelt und nicht weil sie die Hautfarbe im Blickfeld hatte.

Aus rp-online.de: Silvesternacht – „Plötzlich waren es ganz viele“
http://www.rp-online.de/nrw/panorama/silvesternacht-ploetzlich-waren-es-ganz-viele-aid-1.6508624

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Outing eines AfD-Wählers von der Kreissparkasse

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Foto: twitter
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Der Politiker Christopher Lauer hat einen Mitarbeiter der Sparkasse Groß-Gerau via Twitter als AfD-Wähler geoutet. Willkommen in der sozialdemokratischen Neuauflage der McCarthy-Ära.

„When they go low, we go high.“ Dieser Ausspruch Michelle Obamas hat dem Wahlkampf von Hillary Clinton am Ende nicht viel genützt. Aber er steht für das Rückgrat, sich nicht von den Maschen der Populisten zu ähnlichen Strategien verführen zu lassen.

Unter Rechts- wie Linksextremen ist es ein bekannter Sport, den politischen Gegner nicht nur zu outen, sondern ihn auch an seinem Arbeitsplatz und seinem Wohnort zu verfolgen. Die Antifa bietet regelmäßig Spaziergänge zu den Wohnhäusern und Treffpunkten von Nazis an – die Nazis veröffentlichen auf ihren Webseiten die Privatadressen und Telefonnummern unliebsamer Politiker oder Journalisten, auf dass sie von Kleingeistesgenossen eingeschüchtert und bedroht werden. Da ähneln sich die linken und rechten Ränder unserer Repulik frappierend. Dass nun ein Politiker der SPD in ein solches Muster fällt, ist eine ziemlich traurige Sache. Um nicht zu sagen low.

„Uwe R. von der Kreissparkasse Großgerau wählt dieses Jahr AfD! Wisst ihr bescheid!“, schrieb der Sozialdemokrat Christopher Lauer auf Twitter. Dazu stellte er ein Foto des Bankmitarbeiters und eine E-Mail, die dieser an Herrn Lauer geschickt hatte. Darin sieht sich der Immobilienmakler darin bestärkt, in diesem Herbst die Alternative für Deutschland zu wählen – aufgrund der Aussagen Christopher Lauers zur „Nafri“-Debatte. Den von der Polizei verwendeten Begriff für „nordafrikanische Intensivtäter“ hatte Lauer als in „hohem Maße entmenschlichend“ bezeichnet.

Ganze vier Minuten vergingen zwischen Eingang der E-Mail und dem raschen Herstellen des Onlineprangers auf Twitter. Der Aufschrei folgte rasch – und damit auch die Distanzierung der Sparkasse von den Äußerungen ihres Mitarbeiters, der nun erst einmal für einige Tage beurlaubt ist und dessen Familie von einem Spießrutenlauf berichtet. Dass sich einige Kunden von der Sparkasse abwenden, nun da sie um die politische Gesinnung des Mitarbeiters wissen, davon darf ausgegangen werden.

Ein Berufspolitiker muss solche Anfeindungen und Bloßstellungen sicherlich bis zu einem gewissen Grad aushalten. Aber ein einfacher Wähler, der nichts weiter tut, als mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg zu halten? Da liegt der Vergleich zur McCarthy-Ära wirklich nicht weit.

Wäre es nicht ein einfaches gewesen, sich kurz auf seine E-Mail einzulassen, sich ernsthaft mit ihr zu beschäftigen, als ihren Verfasser schlicht dafür an den Pranger zu stellen? Die Debatte, die Diskussion, das Überzeugen mit Argumenten stehen für Christopher Lauer gar nicht mehr zur Verfügung. Er prangert an, weil er sich im Recht fühlt. Und sieht gar nicht mehr den Menschen hinter einer E-Mail, sondern nur noch ein Feindbild. Kein guter Beginn für das Wahljahr 2017.

 5. Januar 2017 -Nils Bremer

Die Entmenschlichung des Christopher Lauer

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 9. Januar 2017 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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