Archiv für 29. Januar 2017

Trump und sein Stab   12 comments

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Noch nicht lange im Amt sickern schon Indiskretionen aus Trumps innerem Kreis durch.

Aus tammox2

Trumpologiefolgenabschätzung

Das ist schon außerordentlich irre, was letzte Woche aus Trumps innerem Kreis geleakt wurde.

Der Mann werde zunehmend wahnsinniger und glotze lieber Fernsehen, statt zu arbeiten.

[….] Unter Berufung auf eine anonyme, jedoch dem Präsidenten nahestehende Quelle war bei «Politico» zu lesen, Trumps Mitarbeiter versuchten «seine schlimmsten Impulse» ebenso zu kontrollieren wie Informationen, die den Präsidenten «womöglich in Wut versetzen». Außerdem langweile sich Trump schnell und schaue deshalb zu viel TV. [….]

(Tagesanzeiger, 24.01.2017)

Der 45. US-Präsident kümmert sich also nicht nur nicht um Fakten, sondern ist auch noch stinkend faul und ungebildet.

Nur so läßt sich erklären, daß er bei vielen seiner executive orders offenbar nicht weiter als bis zur Nasenspitze gedacht hat.

20% Strafzölle auf mexikanische Importe?

Handelskrieg mit Mexico?

Ja, Mexico exportiert mehr in die USA, als umgekehrt. Diesbezüglich hat die USA tatsächlich ein Handelsbilanzdefizit, aber die US-Exporte zum südlichen Nachbarn sind erheblich.

U.S. goods and services trade with Mexico totaled an estimated $583.6 billion in 2015. Exports were $267.2 billion; imports were $316.4 billion. The U.S. goods and services trade deficit with Mexico was -$49.2 billion in 2015.

Mexico is currently our 3rd largest goods trading partner with $531 billion in total (two way) goods trade during 2015. Goods exports totaled $236 billion; goods imports totaled $295 billion. The U.S. goods trade deficit with Mexico was $58 billion in 2015. [….]

(Office of the US Trade Representative)

Man braucht wirklich nicht VWL studiert zu haben, um zu erkennen, daß ein 20%-Strafzoll für den US-Konsumenten Produkte im Wert von über 300 Milliarden Dollar drastisch teurer machen würde.

Zudem dürfte Mexico mit ähnlichen Strafzöllen reagieren, so der Export von US-Waren im Wert von mehr als 280 Milliarden Dollar drastisch erschwert würde.

Die US-Handelskammer spricht daher von fünf Millionen US-Arbeitsplätzen, die in Gefahr wären.

Protektionismus und möglicherweise Handelskriege sind daher keine Frage der ökonomischen Ideologie mehr. Linke und Rechte, Keynsianer und Neoliberale lehnen Strafzölle daher gleichermaßen ab und wollen den internationalen Handel erleichtern.

Die gegenteilige Politik, die Trump anstrebt, speist sich daher nur aus destruktiv-nationalistischem Abtrieb und purer Dummheit. Trump versteht einfach nichts von Volkswirtschaft.

Der Immobilien-Tycoon Trump macht bei jeder Gelegenheit deutlich, dass er die USA künftig wie ein Unternehmen führen will. Die Handelsbilanz des Staates setzt er mit der Bilanz eines Unternehmens gleich. Ist sie negativ, macht der Staat Miese, ist sie positiv, schreibt er Gewinne. „Wir verlieren eine ungeheuerliche Summe an Geld. Statistiken belegen, es sind 800 Milliarden Dollar in einem Jahr im Handel“, sagte er einmal während des Wahlkampfes der „New York Times“.

Für Dougas Irwin, Handelsexperte und ehemaliges Mitglied der Reagan-Administration, hinkt Trumps Vergleich jedoch. „Während ein Unternehmen nicht unendlich Geld verlieren kann, kann ein Land unendlich lange ein Handelsdefizit aufweisen, ohne Abstriche an seiner guten Verfassung zu machen“, zitiert CNN Money aus einem Beitrag für das Magazin „Foreign Affairs“. Als Beispiel führt Irwin Australien an. Der Kontinent hat zwar seit Jahrzehnten ein Handelsdefizit, weist aber seit 25 Jahren keine ökonomische Rezession. Umgekehrt weist Japan häufig einen Handelsbilanzüberschuss auf, aber die Wirtschaft stagniert seit Jahrzehnten.

[….] Langfristig würde das Wirtschaftswachstum der USA sinken. Die US-Exporteure werden durch die Handelsbarrieren der USA weniger verdienen, die Investitionen zurückgehen und die Verbraucherpreise steigen, prognostizieren die Experten. Ihren Anteil daran dürften dann auch die höheren Produktionskosten in den USA haben, weil Waren nicht mehr im Niedriglohnland Mexiko hergestellt werden. [….]

(NTV, 11.01.2017)

Der nächste Schritt ist ebenfalls vorhersehbar.

China guckt sich derzeit ganz genau an, wie sich der US-Präsident gegenüber Mexico verhält. Schließlich hatte Trump im Wahlkampf die Volksrepublik noch viel schärfer angegriffen.

Sollte das Weiße Haus ähnliche Schritte gegenüber Peking einleiten, stünden ganz andere Dimensionen zur Disposition.

U.S. goods and services trade with China totaled an estimated $659.4 billion in 2015. Exports were $161.6 billion; imports were $497.8 billion. The U.S. goods and services trade deficit with China was $336.2 billion in 2015.

China is currently our largest goods trading partner with $598 billion in total (two way) goods trade during 2015. Goods exports totaled $116 billion; goods imports totaled $482 billion. The U.S. goods trade deficit with China was $366 billion in 2015.

Trade in services with China (exports and imports) totaled an estimated $61.3 billion in 2015. Services exports were $45.4 billion; services imports were $15.9 billion. The U.S. services trade surplus with China was $29.5 billion in 2015.

According to the Department of Commerce, U.S. exports of goods and services to China supported an estimated 251 thousand jobs in 2014 (latest data available) (678 thousand supported by goods exports and 273 thousand supported by services exports). […..]

(Office of the US Trade Representative)

Die USA sind natürlich eine ökonomische Supermacht.

Aber die Exporte allein nach China und Mexico machen rund 450 Milliarden US-Dollar aus.

Man muß so irre wie Trump sein, um zu glauben, die USA könnten so einen Handelseinbruch unbeschadet überstehen.

Es geht um gewaltige Warenströme.

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Strafzölle kann ein großes Land gegen ein kleines Land durchsetzen, welches keine anderen Alternativen hat.

In China gibt es aber inzwischen aber eine unfassbare Anzahl von 1,5 Millionen Millionären, die extrem konsumfreudig sind.

Sie kaufen vor allem Flugzeuge, Autos und Maschinen aller Art aus den USA.

Falls es Herr Trump noch nicht weiß, so sollte ihm gesagt werden, daß derlei Produkte auch in Europa hergestellt werden.

Zudem drängt Trump die EU durch seinen TPP-Ausstieg, der ohnehin China ökonomisch stärkt, in den asiatischen Raum.

Trump kann Europas Chance sein

[….] Beim Handel zeigt Trump protektionistische Züge. So hat er ausländischen Unternehmen wie etwa BMW, die ihre Produkte anderswo herstellen und in den USA verkaufen, mit heftigen Strafzöllen gedroht. Ob er das wahrmacht, ist offen – zumal Europa die Mittel hätte, hart zurückzuschlagen.   Eine Chance für Europa könnte sich aber durch Trumps Isolationismus bieten. Kaum im Amt, hat Trump den Ausstieg der USA aus dem transpazifischen Handelsabkommen TPP beschlossen – obwohl das zur Stärkung Chinas beitragen dürfte. Zudem deutet vieles darauf hin, dass die rasant wachsende Mittelschicht Asiens die Nachfrage nach hochwertigen Produkten steigern wird – und die kann Europa liefern.

Schon vergangenen Freitag, drei Tage vor Trumps Entscheidung gegen TPP, schickte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström eine Einladung an Japans Außenminister Fumio Kishida: Er solle noch vor dem Besuch von Premierminister Shinzo Abe im März nach Brüssel kommen. Sie sei sicher, schrieb Malmström, dass man „eine ehrgeizige Vereinbarung“ erreichen könne. Der FDP-Europaabgeordnete Michael Theurer will noch mehr. Wenn die EU ohnehin schon mit Japan, Australien und Neuseeland über bilaterale Handelsverträge rede, könne man auch gleich über „ein Arrangement mit dem gesamten Pazifiknetzwerk“ nachdenken, so Theurer. „Die EU sollte unbedingt prüfen, ob sie nicht statt der USA als Partner bei TPP einsteigen kann.“ [….]

(Markus Becker, 26.01.2017)

Hier weiterlesen:

Trump und sein Stab

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 29. Januar 2017 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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Gregor Gysi und wie man bei Trump auftreten sollte   Leave a comment

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Ich stimme ja Gysi nicht immer zu, aber hier schon, wenn er sagt bei Trump müsse man rotzfrech auftreten und auf keinem Fall anbiedernd. Weiters stimme ich Gysi zu, wenn er sagt: links ist nur der, der an der Seite ALLER Schwachen steht. Der nationale Egoismus von Trump ist eine Sackgasse. Trump steht immer an der Seite der Stärkeren, so wie es Rechte eben tun. Sie lieben das Starke und Monumentale.

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Aus votum24.votum1.de

„Wenn Du Respekt haben willst bei Trump, musst Du rotzfrech auftreten“, sagte Gregor Gysi, der Vorsitzende der Europäischen Linken in einem Deutschlandfunk-Interview. „Trump mag starke Typen, also musst Du entsprechend stark auftreten.“ Deshalb sei es seiner Ansicht nach falsch, sich bei ihm anbiedern zu wollen.

Dabei nannte Gysi einen Fehler, den sowohl Obama als auch Trump gemacht haben. „Wissen Sie, er begeht einen Irrtum, den Obama am Anfang auch begangen hat. Er denkt, er ist wirklich Präsident. Er denkt, er entscheidet allein die Dinge. Und dann hat Obama festgestellt, wie viele Einrichtungen es um ihn herum gibt, die ihn daran hindern, die doch auch was zu sagen haben. Und ich glaube, dass Trump auch die Justiz unterschätzt, die auch noch Entscheidungen trifft, etc., auch die Bindung an die Verfassung und anderes mehr“, sagte der Politiker.

Donald Trump habe dieselbe Illusion, wie alle Rechten in Europa, deshalb will er die Mauer zu Mexiko bauen. „Sie denken, wenn man ein Problem unsichtbar macht, indem man eine Mauer errichtet, ist man das Problem los. Das ist völlig falsch! So eine Mauer hält auch nicht. Die wird irgendwann von Millionen gestürmt und dann entsteht eine unbeherrschbare Situation“, warnte Gysi im Deutschlandfunk und formulierte den entscheidenden Unterschied zwischen Rechten und Linken: „Ein Linker steht an der Seite aller Schwachen. Wer nur an der Seite entweder der deutschen oder der amerikanischen Schwachen steht und nicht der anderen Schwachen, ist nicht links. Der kann sogar ganz rechts sein“. Donald Trump will aber, dass es nur den Amerikanern besser geht. „Wie es den Mexikanern und den anderen geht, das ist ihm völlig Wurst“. Deshalb sei er nicht links, sondern rechts.

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Gregor Gysi und wie man bei Trump auftreten sollte

Siehe auch:

https://twitter.com/GregorGysi

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Hier noch eine guter Spruch von Gysi zu Volksverräter. Das ist ja das schlimmste Schimpfwort das Rechte für Linke aussprechen.

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c1zjmyhweaa8h3m

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 29. Januar 2017 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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