Das NS-Regime   5 comments

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Diesen Beitrag schreibe ich, da es in Deutschland in rechten Kreisen immer salonfähiger wird, sich unverschämt Anleihen aus dem Nationalsozialismus zu nehmen. So wie es ein Björn Höcke in einigen seiner Reden tut. Der hätte ja am liebsten, wenn in den Schulen nicht mehr über das Dritte Reich gesprochen würde um die Erinnerungskultur vergessen zu lassen und man keine „dämliche Bewältigungskultur“ in Deutschland weiterfürt. Den Gedenktag an Auschwitz würden Leute wie er wohl sofort abschaffen. Manchmal wird einem von Rechten auch gesagt, man hätte keine Ahnung vom Dritten Reich. Ich möchte damit das Gegenteil beweisen. Ich glaube ein bisschen Geschichtsunterricht tut vielen gut. Wie sagt der Bundeskanzler von Österreich, Kreisky, einmal: „Lernt Geschichte“. Manche möchte ja am liebsten nur die Gegenwart betrachten und alles vergessen was mal war. Ohne Vergangenheit kann man aber auch nicht sich selbst verstehen.

Lieber Gott mach mich stumm, dass ich nicht nach Dachau komm, war ein Spruch im Hitler-Reich. Die regierende NSDAP ist zur Staatspartei erklärt worden. Die Opposition, (Kommunisten, Sozialisten, bekennende Christen), sitzt in den Konzentrationslagern. Dafür herrscht Ruhe und Ordnung im Land. Wo gehobelt wird, fallen Späne, sagen die Deutschen.

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Aus ard.de – Auszug.

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Nationalsozialismus Die wichtigsten Ereignisse – Audio-Datei

http://www.4shared.com/mp3/qDnlQqkoce/Nationalsozialismus_Die_wichti.html

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Von Hitlers Machtübernahme bis zur Stunde Null

Unmittelbar nach seiner Ernennung zum Reichskanzler begann Hitler damit, Staat und Gesellschaft vollständig umzukrempeln – und sämtliche Grundlagen, die eine Zivilisation ausmachen, außer Kraft zu setzen. Es sollte ein germanisches Weltreich entstehen, die „arische“ alle anderen Rassen beherrschen und die Juden „mit Stumpf und Stiel ausgerottet“ werden. Ein Überblick über die wichtigsten Ereignisse der NS-Zeit – von der Machtergreifung über die Pogromnacht, den Beginn des Zweiten Weltkriegs, die Wannsee-Konferenz bis zur Stunde Null.

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http://www.ard.de/home/wissen/Nationalsozialismus__Die_wichtigsten_Ereignisse/1589062/index.html

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Aus dhm.de

Das NS-Regime

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Nach der Ernennung von Adolf Hitler zum Reichskanzler am 30. Januar 1933 zweifelte kaum jemand daran, dass die Weimarer Republik der Vergangenheit angehörte. Die Wendung zum autoritären Regime war in Europa nichts Unerhörtes, seit den 1920er Jahren war die Demokratie in vielen Ländern verdrängt worden. Worin sich das NS-Regime aber von den diktatorischen Systemen in anderen Staaten unterschied, waren die rücksichtslose Vehemenz und die Brutalität, mit der die NS-Führung ihren uneingeschränkten Führungsanspruch durchsetzte. Im abgestimmten Zusammenspiel von Terror und Propaganda errichteten die Nationalsozialisten in wenigen Wochen die von ihnen angestrebte Diktatur. Die in Deutschland nahezu allgegenwärtigen Hakenkreuze und Hitler-Porträts zeugten von der Alleinherrschaft der NSDAP und dem Personenkult um den „Führer“. Erst nach Kriegsende 1945 wurden vielen nunmehr beschämten Deutschen der verbrecherische Charakter und der Rassenwahn des NS-Regimes bewusst, mit dem sie zwölf Jahre lang die feste Erwartung auf eine bessere Zukunft verbunden hatten.

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Machtübernahme

Der Weimarer Republik mit ihrem als „demokratischem Chaos“ empfundenen Parlamentarismus hatten nur noch wenige Deutsche einen Ausweg aus der Weltwirtschaftskrise sowie der zerfahrenen politischen und sozialen Situation zugetraut. Von Hitler erhofften sich viele Deutsche die Rückkehr zu nationaler Geschlossenheit sowie wirtschaftlichen Aufschwung. Doch sowohl die Anhänger und Mitläufer des NS-Regimes als auch deren Gegner verkannten in aller Regel die dem Nationalsozialismus innewohnende Dynamik und Skrupellosigkeit, vor allem aber dessen sozialrevolutionäre Stoßkraft. Ein Großteil der Öffentlichkeit schätzte Hitler völlig falsch ein: Er war eben kein Politiker, sondern Ideologe und Revolutionär, die herkömmlichen Kategorien der europäischen Politik waren ihm fremd und gleichgültig. Gegen seine Gegner ging das NS-Regime von Anfang an mit äußerster Härte vor. Politisch Andersdenkende sowie Menschen, die demNS-Rassenideal nicht entsprachen, wurden verfolgt und entrechtet. Ein Instrument der NS-Herrschaft waren neu errichtete Konzentrationslager(KZ), die für politische Gegner und Minderheiten wie Juden oder Sinti und Roma zu Stätten brutaler Willkür wurden. Homosexuelle, Behinderte oder so genannte Erbkranke waren ebenso Opfer von gewaltsamen Maßnahmen. Die einen Tag nach dem Reichstagsbrand erlassene Notverordnung vom 28. Februar 1933 hatte die politischen Grundrechte außer Kraft gesetzt und über das Deutsche Reich einen permanenten, bis 1945 nie aufgehobenen Ausnahmezustand verhängt. Der Verlust persönlicher Freiheitsrechte wurde bei einem Großteil der deutschen Bevölkerung durch positiv empfundene Veränderungen und den Zugewinn nationaler Souveränität kompensiert.

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„Volksgemeinschaft“ und Propaganda

Die zügige Reduzierung der Arbeitslosigkeit, sozialpolitische Maßnahmen und Einrichtungen wie das Winterhilfswerk gegen Hunger und Armut, die NS-Volkswohlfahrt und nicht zuletzt die beliebte Freizeitorganisation „Kraft durch Freude“ brachten dem NS-Regime bei den meisten Deutschen ebenso nachhaltig Sympathien ein wie die mit großem Aufwand betriebenen Olympischen Spiele 1936. Hinzu kamen außenpolitische Erfolge, mit denen Hitler die als Schmach empfundenen „Ketten von Versailles“ sprengte, das nationale Selbstbewusstsein der Deutschen immer weiter stärkte und Deutschland sukzessive auf Augenhöhe mit anderen Großmächten hievte: die Rückgewinnung des Saargebietes 1935, die Stationierung von Truppen im entmilitarisierten Rheinland 1936, der „Anschluss“ Österreichs und das Münchner Abkommen mit der dort beschlossenen Einverleibung des Sudetenlandes 1938 sowie die „Zerschlagung der Rest-Tschechei“ 1939.

Bereits im März 1933 war das „Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda“ unter Joseph Goebbels geschaffen worden. In kurzer Zeit gewann Goebbels die völlige Kontrolle über alle Medien und das kulturelle Leben. Presse, Rundfunk, Film und Literatur standen von nun an im Dienst der nationalsozialistischen Weltanschauung. Wie kein anderer Politiker seiner Zeit bediente sich Goebbels aller Möglichkeiten von Propaganda. Öffentliche Feste und Großveranstaltungen dienten der Selbstinszenierung und der Machtdemonstration des NS-Regimes. Alljährlich inszenierte Massenkundgebungen beschworen und festigten die Einheit von „Führer“, Partei und Bevölkerung. Zehntausende ließen sich auf diesen Massenveranstaltungen von der allgemeinen Begeisterung mitreißen und jubelten „ihrem“ Führer Adolf Hitler zu. Weite Teile der Bevölkerung verehrten ihn überschwänglich. Der Mitte der 1920er Jahre in der NSDAP entwickelte Führerkult wurde ab 1933 zum Organisationsprinzip eines ganzen Landes.

Parolen wie „Ein Volk, ein Reich, ein Führer“ stärkten das Gemeinschaftsgefühl und die Identifikation des Einzelnen mit dem NS-System: Die von den Nationalsozialisten propagierte „Volksgemeinschaft“ wurde von den meisten Deutschen auch als solche empfunden.

Der Nationalsozialismus drängte ab 1933 in alle Bereiche von Staat und Gesellschaft, die einer rigiden Gleichschaltung mit dem Anspruch unterworfen waren, das öffentliche und private Leben mit NS-Ideologie zu durchdringen. Zahlreiche NS-Organisationen prägten das Alltagsleben der Deutschen jeglichen Alters. Im Zuge einer „geistigen Mobilmachung“ sollten sie zu überzeugten Anhängern des Regimes werden. Nicht mehr Beruf, Bildung, Herkunft oder Besitz sollten für die Bewertung eines Menschen wichtig sein, sondern nur noch seine Abstammung und sein Einsatz für die Gemeinschaft.

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Rassismus, Terror und Verfolgung

Allerdings fanden einzelne Maßnahmen, wie etwa die im Rahmen des staatlichen Antisemitismus verabschiedeten Nürnberger Gesetze von 1935 oder das Pogrom am 9. November 1938, in der Bevölkerung nicht nur die von der NS-Führung gewünschte und erwartete Zustimmung. Ihnen wurde zum Teil unverhohlene Ablehnung entgegengebracht. Von Anfang an gab es auch fundamentalen Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Dieser Widerstand wurde von weltanschaulich ausgesprochen unterschiedlichen Gruppen getragen und reichte von passiver Resistenz bis zum Attentat. Viele Gegner des Nationalsozialismus sahen sich angesichts von Gewaltherrschaft und persönlicher Verfolgung bald zur Emigration gezwungen. Geheime Staatspolizei und eine gleichgeschaltete Justiz spannten ein zunehmend engeres Netz der Verfolgung. Überwachung, Verbote, Willkürmaßnahmen und gewaltsame Übergriffe waren an der Tagesordnung.

Die Nationalsozialisten gingen von der sozialdarwinistischen Vorstellung eines naturgegebenen „Kampfes um das Dasein“ der Völker und Rassen aus und waren von der Überlegenheit der „arischen Rasse“ überzeugt. Aus nationalsozialistischer Sicht war dieser Kampf unausweichlich. Zu Hitlers grundlegenden Zielen gehörten daher von Anfang an die Vernichtung des „jüdischen Bolschewismus“ und die Eroberung von Lebensraum im Osten„.Voraussetzung dafür war ein Krieg gegen Polen. Als die NS-Führung im März 1939 gegenüber dem östlichen Nachbarstaat einen immer aggressiveren Konfrontationskurs einschlug, verschärften sich die deutsch-polnischen Spannungen. Um die deutsche Machtausdehnung einzudämmen, garantierten Großbritannien und Frankreich die Unabhängigkeit des polnischen Staates. Davon unbeeindruckt, wies Hitler die Wehrmachtsführung im April 1939 an, einen Feldzug gegen Polen vorzubereiten. Gleichzeitig stellte Hitler seine ideologische Ablehnung des „Bolschewismus“ zurück. Seinen Außenminister Joachim von Ribbentrop ließ er Verhandlungen mit der Sowjetunion aufnehmen, um die Möglichkeiten eines gemeinsamen Vorgehens gegen Polen auszuloten. Der auch im Ausland für kaum möglich gehaltene Nichtangriffsvertrag zwischen dem nationalsozialistischen Deutschland und der kommunistischen Sowjetunion vom 23. August 1939 regelte die Interessensphären der Vertragspartner und ermöglichte beiden Staaten, einen Krieg gegen Polen zu führen.

Arnulf Scriba
7. August 2014
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https://www.dhm.de/lemo/kapitel/ns-regime

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Passend dazu ein Lied von Konstantin Wecker.

 

Konstantin Wecker: „Sage Nein!“

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Wenn sie jetzt ganz unverhohlen, wieder Nazi-Lieder johlen,
über Juden Witze machen, über Menschenrechte lachen,
wenn sie dann in lauten Tönen saufend ihrer Dummheit frönen,
denn ein Deutscher hinter’m Tresen muss nun mal die Welt genesen,
dann steh auf und misch dich ein:

Sage nein!

Meistens rückt dann ein Herr Wichtig die Geschichte wieder richtig,
faselt von der Auschwitz-Lüge, leider kennt man’s zur Genüge,
mach dich stark und misch dich ein, zeig‘ es diesem dummen Schwein:

Sage nein!
[…]
Und wenn sie in deiner Schule ploetzlich lästern über Schwule,
schwarze Kinder spüren lassen, wie sie and’re Rassen hassen,
Lehrer, anstatt auszusterben, Deutschland wieder braun verfärben,
hab dann keine Angst zu schrei’n:

Sage nein!

Ob als Penner oder Sänger, Bänker oder Müßiggänger,
ob als Priester oder Lehrer, Hausfrau oder Straßenkehrer,
ob du 6 bist oder 100, sei nicht nur erschreckt verwundert,
tobe, zürne, misch dich ein:

Sage nein!

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Gruß Hubert

5 Antworten zu “Das NS-Regime

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  1. Die Quelle sagt doch alles.
    Damit erübigt es sich darüber zu diskutieren. Die dürfen doch gar nicht die Wahrheit sagen wie es wirklich war.

    https://sabnsn.wordpress.com/2017/02/02/deutsche-geschichte-die-wahrheit-setzt-sich-durch/comment-page-1/#comment-4871

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  2. Aha, diesmal doch die Quelle. Sonst sagst du ja immer es komme dir auf den Inhalt an. Welche Quelle meinst du, ard.de oder dhm.de, oder beide Quellen? Dass dir das nicht gefallen würde, egal von welcher Quelle, war mir schon klar. Aber egal, mir gefällt deine Quelle auch nicht bei deinem Link. Putin ist ja interessiert daran zu spalten, ein schwächerer Gegner ist immer ein Vorteil.

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    • Nur weil du mich direkt darauf angesprochen hast, ich meine beide Quellen
      ARD und das Historische Museum. Ich habe das nur erwähnt, weil das Institutionen sind, die nichts anderes sagen dürfen.
      Zumal sie wichtige Fakten aus jener Zeit nicht erwähnen. Alles hat eine Ursache!
      Angefangen wieso Hitler überhaupt an die Macht kommen konnte.
      Er hat sich ja nicht an die Macht geputscht, sondern ist ganz demokratisch mit großer Mehrheit gewählt worden. Und auch dazu muss noch was gesagt werden. Die Sozialdemokraten haben es abgelehnt mit den Kommunisten (Thälmann) ein Aktionsbündnis gegen Hitler einzugehen. Und das hat zu Hitlers Wahlsieg geführt.
      Und Hitler hat innerhalb von nur 2 Jahren Deutschland wieder eine Identität gegeben.

      All das muss mit erwähnt werden, wenn man die NS-Zeit beleuchten will.
      Den Vorwurf mache ich nicht dir sondern den Quellen auf die du dich berufst, die das nicht erwähnen dürfen. Dass es den Menschen zur NS-Zeit in Deutschland gegenüber vorher, gut ging.
      Ich will mich da aber gar nicht mit dir anlegen.
      Putin lügt also auch.

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  3. Dachte mir schon, dass du beide Quellen meintest. Klar hat alles eine Ursache. Nur die Leute glauben oft mit falschen Mitteln und falschen Leuten zum Erfolg zu kommen, das heißt sie glauben, wenn sie einen anderen Weg wählen, dann geht es ihnen besser. Am Ende des NS-Regimes ging es ihnen ja nicht besser als alles in Trümmern lag. Demokratisch kommen viele an die Macht, zum Beispiel Erdogan, Trump. Die Frage ist nur wie es mit solchen Leuten dann weiter geht. Bei Erdogan zum Beispiel kann man ja nicht mehr von Demokratie reden.
    Wo ich dir zu hundert Prozent recht gebe ist das schändliche Verhalten der Sozialdemokraten, die ein Aktionsbündnis mit den Kommunisten abgelehnt haben.
    Was nützt es einem Volk für kurze Zeit eine Identität zu haben, wenn dann in der Folge alles in Schutt und Asche gelegt wird und es Millionen Tote auf allen Seiten gibt?
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    Mir ist jeder Politiker suspekt, der so schreit wie Hitler. Und mir ist auch die Demokratie äußerst wichtig, die sollte man nie leichtfertig für autoritäre Führer aufs Spiel setzen. Denn dann darf man wählen auch nicht mehr. Nur eine Partei wählen dürfen ist keine Wahl. Wichtig ist auch wie etwa mit Menschenrechten, mit Minderheiten und der Opposition umgegangen wird. Ob die Presse gleichgeschaltet wird oder unliebsame Journalisten ins Gefängnis geworfen oder noch schlimmer im KZ landen. Wenn das Humanitäre nur mehr der Lächerlichkeit preisgegeben wird, wenn Judenwitze Hochkonjunktur haben oder Leute lachen, wenn Juden Gehsteige mit Zahnbürsten putzen müssen, dann führt das nicht zu einem besseren Leben – auch nicht für Bio-Deutsche oder reinrassige Arier. Das NS-Regime war ein abschreckendes Beispiel wie mit Andersdenkenden umgegangen wurde. Wer den Mund auch nur ganz gering aufmachte sah sich im KZ wieder. Es ist alles zu tun um so eine Zeit nicht wiederkehren zu lassen. Eine Nostalgie nach Hitler kann ich nicht nachvollziehen.
    Warum sollte Putin nicht lügen? Das mit der russischen Propaganda ist ja bekannt und es werden beträchtliche Summen dafür ausgegeben. Und in Russland passiert nichts, was Putin nicht will oder dass er nichts davon weiß.

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    Ich möchte noch ein wenig geschichtlich ausholen, wie Hitler an die Macht kam. Demoraktisch ging es da vor dem Ermächtigungsgesetz nicht mehr zu.
    Ich weiß, dass du Wikipedia als Quelle nicht anerkennst, du bevorzugst andere Quellen und lehnst alle offiziellen Quellen ab. Trotzdem möchte ich folgendes vor Augen führen, wobei niemand gezwungen ist etwas zu glauben oder Quellen zu vertrauen, die er ablehnt.
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    Was mich auch interessiert ist die Rolle von Christen, wie der katholischen Zentrumspartei, die Hitler zu einer erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit verhalf und Hitlers Ermächtigungsgesetz 1933 ermöglichte. Auch die Rolle von Bischöfen im NS-Regime ist kritisch zu betrachten. Die stachelten ja Soldaten auf Hitler treu zu dienen und sich tapfer an der Front zu verhalten.
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    Aus Wikipedia.
    Zeit des Nationalsozialismus (1933–1945)
    Unter dem Eindruck der Verhaftungen der Reichstagsabgeordneten der KPD und der Drohungen gegen die Reichstagsabgeordneten der SPD und des Zentrums stimmte am 23. März 1933 die Fraktion des Zentrums im Reichstag nach vorheriger Abstimmung mit der NSDAP Hitlers Ermächtigungsgesetz zu und verhalf ihm damit formell (nach der Verhaftung der KPD-Abgeordneten) zur erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Zentrumspartei

    Das Zustandekommen der Mehrheiten für das Ermächtigungsgesetz am 23. März 1933 wurde allerdings unter Anwendung brutaler Gewaltmethoden wie Ausschluss oder Ermordung von Abgeordneten erreicht. Trotz massiven Straßenterrors zur Einschüchterung politisch Andersdenkender war es der NSDAP zuvor in der Wahl zum achten Deutschen Reichstag nicht gelungen, die absolute Mehrheit der Stimmen zu erhalten.

    Hitler und die NSDAP waren sowohl von dem ihn unterstützenden Teil der Konservativen als auch von ihren Gegnern aus dem republikanischen Lager unterschätzt worden. Die konservative Strategie der „Einrahmung“ oder „Zähmung“ der Nationalsozialisten scheiterte an Hitlers Machtwillen. Die Konservativen hatten zu sehr auf den Reichspräsidenten Hindenburg vertraut: Nach der Reichsverfassung konnte dieser den Reichskanzler absetzen. Außerdem vertrauten sie auf den Rechtsstaat sowie auf ihre eigene gesellschaftliche Stellung. Daher halfen sie Hitler dabei, diejenigen freiheitlich-demokratischen Grundlagen auszuhöhlen, von denen auch ihre eigene Sicherheit und Existenz abhing.
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    https://de.wikipedia.org/wiki/Machtergreifung
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    Nicht zuletzt dient mir das auch als Memo.

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  4. Das folgende ist nicht als Antwort an Sabine gedacht, weil es wieder eine andere Komponente beleuchtet, die vorher nicht beleuchtet wurde.
    Noch einiges zur Rolle der christlichen Kirchen (hauptsächlich die katholische) im NS-Regime. Nach dem Krieg erzählte die Kirche die Mär von ihrem angeblichen Widerstand gegen Hitler.
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    Aus einem früheren Beitrag von mir.
    Gewünscht wurde von der neuen Staatsführung ausdrücklich der Aufbau eines Militärklerus. Feldbischof wurde Franz Justus Rarkowski, der bereits im ersten Weltkrieg Divisionspfarrer war. Am 7. Januar 1938 weihte ihn Pius XI. zum Titularbischof der Diözese von Hierocaesarea. Im darauffolgenden Monat, am 20. Februar wurde Rarkowski in Berlin dann offiziell zum Feldbischof geweiht, wobei ihm Orsenigo, von Galen und Preysing beiwohnten.
    Der Militärbischof, noch brauner als der Rest des Episkopats, war bei diesem persona non grata. Seinen Brüdern im Amte war Rarkowski zu primitiv, zur deutschen Bischofskonferenz wurde er nie geladen. Doch es war nicht sein Rassismus, der misstrauisch beäugt wird, sondern seine Bildung – Rarkowski hatte nie das Abitur absolviert. (Anmerkung: ich verstehe nicht wie einer ohne Abitur Militärbischof werden kann).
    1939 hatte Rarkowski seine Feuerprobe als deutsche Truppen in Polen einmarschierten:

    „In ernster Stunde, da unser deutsches Volk die Feuerprobe der Bewährung zu bestehen hat und zum Kampfe um seine natürlichen und gottgewollten Lebensrechte angetreten ist, wende ich mich [. . . ] an euch Soldaten, die ihr in diesem Kampf in der vordersten Front steht und die große und ehrenvolle Aufgabe habt, die Sicherheit und das Leben der deutschen Nation mit dem Schwerte zu schützen und zu verteidigen [. . . ] Jeder von euch weiß, worum es in diesen Sturmestagen unseres Volkes geht, und jeder sieht bei diesem Einsatz vor sich das leuchtende Vorbild eines wahrhaften Kämpfers, unseres Führers und Obersten Befehlshabers, des ersten und tapfersten Soldaten des Großdeutschen Reiches, der sich nunmehr bei euch an der Kampffront befindet.“
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    […]
    Der Regensburger Bischof Buchberger rief zu Opfern auf:

    „Die Zeit verlangt [. . . ] Opfersinn und Gemeinsinn von allen, nicht bloß an der Front, sondern auch in der Heimat, Es gilt, in christlicher und vaterländischer Gemeinschaftsgesinnung treu und stark, opfer- und hilfsbereit zusammenzustehen und alles für das teure Vaterland einzusetzen! Die Opfer und Leiden aber, die über uns kommen, wollen wir tragen in der Vereinigung mit dem Leiden Christi [. . . ] Jeden Morgen und Abend schicke ich den oberhirtlichen Segen hinaus ins Feld zu unseren lieben Kriegern.“
    https://hubwen.wordpress.com/2015/10/07/kirche-im-krieg-teil-1/

    Der angebliche „Widerständler“ Bischof von Galen: (er hatte sich nur gegen die Euthanasie Hitlers ausgesprochen)
    Kurz nach Kriegsende machte Bischof von Galen den Weg für die Legende der „sauberen Wehrmacht“ frei, indem er den deutschen Soldaten einen Persilschein ausstellte, der sie von der Verantwortung an Kriegsverbrechen freisprach.

    https://hubwen.wordpress.com/2015/10/07/kirche-im-krieg-teil-2/

    Liken

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