Inge Hannemann – Hartz IV-Rebellin   Leave a comment

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Ich habe großen Respekt vor Inge Hannemann, der Hartz IV-Rebellin. Es braucht schon viel Mut sich gegen Hartz IV zu stellen, wenn man wie sie selbst da gearbeitet hat. Das Hartz IV System ist menschenverachtend, und unwürdig, vor allem die Sanktionen dazu, die man zynisch nennen muss. Außerdem werden da oft auch ungesetzliche Maßnahmen getroffen, weil Mitarbeiter das Gesetz nicht genau kennen oder willkürlich vorgehen. Die Schnüffelei bei Hartz IV ist in höchstem Maße ekelig und widerlich. Inge Hannemann arbeitete in einem Hamburger Jobcenter.

Aus Spreezeitung.de

„Die Jobcenter übernehmen die Aufgabe eines paternalistischen Staates“

Inge Hannemann war acht Jahre lang in einem Hamburger Jobcenter tätig und spart nicht mit Kritik am System. So spricht sie in Hinblick auf die Hartz IV-Gesetzgebungen von einem Bürokratiemonster, das betroffenen Bürgern, die gerne auch als „Kunden“ bezeichnet werden, mit Misstrauen und Vorbehalten begegnet.

Hier weiterlesen:

http://www.spreezeitung.de/19303/hartz-iv-die-jobcenter-uebernehmen-die-aufgabe-eines-paternalistischen-staates/

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„Hartz-IV-Rebellin“ Inge Hannemann bei Beckmann

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Aus deutschlandradiokultur.de

Kampf für Menschenrechte in Jobcentern

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Die ehemalige Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann am 20.11.2014 in Hamburg. (picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt)
Die ehemalige Jobcenter-Mitarbeiterin Inge Hannemann ist inzwischen Politikerin. (picture alliance / dpa / Daniel Bockwoldt)

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Inge Hannemann wurde von ihrem Posten als Jobcenter-Mitarbeiterin suspendiert, weil sie öffentlich das Hartz-IV-System kritisiert hatte. Jetzt kämpft sie mit ihrer Initiative „Sanktionsfrei“ gegen die Gängelung von Leistungsberechtigten.

Team-Sitzung bei der Initiative „Sanktionsfrei“. Neun Mitarbeiter zwischen 20 und 30 sitzen an diesem Vormittag im Besprechungsraum des modernen Loftbüros in Berlin-Kreuzberg. Die Stimmung ist ausgelassen, das erste Spendenziel wurde wenige Tage vorher erreicht: 75.000 Euro sind durch Crowdfunding zusammengekommen.

„Dann glaube ich jetzt, dass wir es schaffen. Natürlich schaffen wir das.“

Auch Inge Hannemann freut sich sichtlich, dass sie ihrem Ziel näher gekommen ist:

„Man kann es Vision nennen. Ich möchte einfach eine gerechtere Gesellschaft, ich möchte Menschen helfen, die von Hartz IV betroffen sind.“

… und die Initiative „Sanktionsfrei“ soll genau das leisten. Mit einer Online-Plattform will sie Hartz-IV-Empfänger unterstützen, denen die Leistungen vom Jobcenter gekürzt wurden – ihnen Rechtsberatung anbieten und Handlungsalternativen aufzeigen. Es soll sogar einen Solidartopf geben, aus dem Betroffene kurzfristige Darlehen erhalten können.

Als Jobcenter-Mitarbeiterin suspendiert

Mit ihrem Kampf gegen Hartz IV ist die gebürtige Hamburgerin bundesweit bekannt geworden. Vor drei Jahren wurde sie von ihrem Posten als Jobcenter-Mitarbeiterin suspendiert: Statt Sanktionen zu verhängen, hatte sie sich öffentlich dagegen ausgesprochen.

„Hartz-IV-Rebellin“ nannten sie die Medien.

„Ich bin froh, dass es überhaupt Querulanten gibt. Weil, ich glaube ohne Querulanten würde es dahinplätschern, also gäbe es auch keine Öffentlichkeit von Missständen.“

Während der Besprechung sitzt Inge Hannemann am Tischende. Die 47-Jährige mit den glatten, dunkelbraunen Haaren und der Brille hört konzentriert zu, ergänzt nur ab und zu etwas oder bringt ihre Meinung mit ein.

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Im Besprechungsraum der Initiative hängt ein Plakat mit der Aufschrift: "Die Würde des Menschen ist sanktionsfrei" (Sanktionsfrei)

Im Besprechungsraum der Initiative hängt ein Plakat mit der Aufschrift: „Die Würde des Menschen ist sanktionsfrei“ (Sanktionsfrei)

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Im Besprechungsraum der Initiative hängt ein großes Plakat: „Die Würde des Menschen ist sanktionsfrei“ steht darauf. Dafür kämpft sie.

Tag für Tag werde gegen Gesetze verstoßen

In einem Promotion-Video der Initiative erklärt sie, warum:

„Ich bin Inge Hannemann und ich habe viele Jahre als Arbeitsvermittlerin in diversen Jobcentern gearbeitet. Und eines hab ich dabei festgestellt: Tag für Tag wird in den Jobcentern gegen Gesetze verstoßen…“

… indem zum Beispiel durch die Sanktionen das gesetzliche Existenzminimum unterschritten wird. Das sei menschenunwürdig, stellt Hannemann klar.

Dagegen will sie was unternehmen:

„Die Grundidee ist tatsächlich, die Menschen dazu aufzufordern, in den Widerstand zu gehen, gegen die Sanktionsbescheide auch rechtlich anzugehen, oder auch einen Widerspruch, und zu sagen, wir haben unser Recht und das Recht nehmen wir.“

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Hier weiterlesen:

http://www.deutschlandradiokultur.de/ex-mitarbeiterin-inge-hannemann-kampf-fuer-menschenrechte.2165.de.html?dram:article_id=351598

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Siehe auch:

Absurd und menschenverachtend – das System Jobcenter

http://www.stern.de/wirtschaft/news/guenther-wallraff–system-jobcenter-ist-absurd-und-menschenverachtend-5925748.html

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Gruß Hubert

 

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Veröffentlicht 12. März 2017 von hubwen in Politik, Uncategorized, Wirtschaft

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