Archiv für 19. März 2017

Erdogan – der Mann, der aus der Gosse kam   Leave a comment

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Du Merkel… man merkt woher Erdogan kommt. Er ist ein Mann aus dem Pöbel. Nun tut er so als wäre er der Demokrat und Antifaschischt 😉 🙂 , der deutsche und holländische Politiker Nazis und Faschisten nennen darf. Dass er selbst schon Diktator ist sieht er natürlich nicht, der hat nicht nur einen Balken im eigenen Auge, sondern einen ganzen Baumstamm.

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Erdogan wirft der deutschen Bundeskanzlerin nun auch persönlich „Nazi-Methoden“ vor!

In einer vom Fernsehen übertragenen Rede sagte Erdogan am Sonntag an Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gerichtet: „Du benutzt gerade Nazi-Methoden“.

„Gegen wen?“, fragte Erdogan. „Gegen meine türkischen Brüder in Deutschland und die Minister“, die in Deutschland für die Einführung des Präsidialsystems in der Türkei werben wollten.

Mit Blick auf Europa sagte Erdogan: „Wenn sie könnten, würden sie wieder Gaskammern einrichten.“ Das würden sie sich nur nicht trauen, so der türkische Präsident. Wen er mit „sie“ genau meinte, blieb zunächst offen.

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http://www.bild.de/politik/ausland/politik/politik-eilmeldung-merkel-erdogan-50913068.bild.html

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Erdogans Rettung des Morgenlandes beginnt in Istanbul: 1994 wird er Oberbürgermeister seiner Heimatstadt, lässt Bordelle schließen, Alkoholausschank einschränken, setzt Mädchen und Jungen auf dem Schulweg in getrennte Busse. Stets an seiner Seite: Ehefrau Emine (61), die dem oft rüpelhaften Gatten Benimm beibringt. Das fromme, fleißige Paar kommt an in Istanbul.

1997, das entscheidende Jahr: Bei einer Rede verliest Erdogan ein muslimisches Kampfgedicht: „Demokratie ist nur der Zug, auf den wir aufsteigen“, heißt es da, „die Minarette sind unsere Bajonette, die Gläubigen unsere Soldaten.“ DER Frontalangriff auf Staatsgründer Kemal Atatürk und dessen strenge Trennung zwischen Staat und Religion! Wegen „Volksverhetzung“ muss Erdogan vier Monate ins Gefängnis.

Doch der Knast wird für ihn zum Triumph: 50 000 feiern ihn in Istanbul als Volkshelden. Seine Strategie geht auf: Leg dich mit den Großen an …

Als seine Tugendpartei 2001 verboten wird, gründet er ein neue: die AKP, Partei für Gerechtigkeit und Aufschwung. 2002: Wahlsieg! Doch Erdogan hat noch Politikverbot, darf nicht Regierungschef werden. Sein Stellvertreter Abdullah Gül übernimmt die Regierung.

Jetzt zeigt sich: Erdogan räumt auf dem Weg zur Macht alles aus dem Weg. Er lässt seine AKP die Verfassung ändern, sein Politikverbot aufheben und eine Wahl annullieren. Ergebnis: Erdogan rückt ins Parlament nach, wird 2003 Ministerpräsident.

Nun ist ER der Große. Freunde hat er nicht, traut nur seinem Clan (Familie, Berater, Geheimdienst). Er hat Putsch-Paranoia (Armee, Partei), leidet chronisch an Übergewicht und Rückenschmerzen.

Doch enttäuscht von Europa, wendet er sich ab und wird zum Scheinriesen vom Bosporus. Er lässt Journalisten und Oppositionelle verhaften, führt wieder Krieg gegen Kurden, sperrt unbequeme Juristen weg. Die Beitrittsverhandlungen mit der EU kommen schließlich zum Erliegen.

Auch in der arabischen Welt isoliert sich Erdogan zusehends, der „Brückenbauer“ zwischen islamischer Welt und dem Westen hat längst beide Brücken-Enden eingerissen.

Erdogan hat nur noch ein Ziel: SEIN Osmanen-Reich. SEINE Supermacht im Nahen Osten. ER an der Spitze, als Schutzpatron aller Muslime. Erdogan im Erdo-Wahn. Niemand weiß, ob er es mit der Annäherung an Europa wirklich ernst meinte. Kanzlerin Merkel, zum Beispiel, war immer skeptisch.

Sein Machtzentrum dafür hat er schon errichtet: 2014, zu seiner Wahl als Präsident, zog er in seinen 1000-Zimmer-Palast am Rande Ankaras. Politisch will er sich sein Sultanat durch ein Referendum (16. April) absegnen lassen.

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Was steht in Erdogans Wunsch-Verfassung?

Beim Referendum am 16. April entscheiden die Türken über die umstrittene Verfassung, Erdogans „Präsidialsystem“.

Die wichtigsten Ziele:

► Das Kabinett und das Amt des Ministerpräsidenten werden abgeschafft.

► Präsident Erdogan übernimmt die volle Regierungsgewalt (mit Beratern statt Ministern), erlässt selbstständig Gesetze („Verordnungen“), die das Parlament mit der Mehrheit aller Mitglieder stoppen kann.

► Erdogan kann im Gegenzug das Parlament jederzeit auflösen (führt zu Neuwahlen von Parlament und Präsident).

► Erdogan bekommt mehr Einfluss auf die Ernennung von Richtern, Hochschulrektoren und hohen Beamten.

► Die Macht des Militärs, insbesondere beim „Staatsnotstand“ (Unruhen, Umsturzversuche), wird zurückgedrängt.

Höchst umstritten: Der Präsident darf nach der neuen Verfassung zugleich Parteichef sein. Experten des Europarats fürchten, dass Erdogan in Parlament und Verwaltung nur treue Anhänger seiner Partei AKP unterbringt – und sich so zum Alleinherrscher einer Pseudo-Demokratie macht.

Nach letzten Umfragen wollen bis zu 58 % der Türken gegen die neue Verfassung stimmen. (hjv)

Der Putsch-Versuch der Militärs (Juli 2016) kam Erdogan da genauso recht wie die jüngsten Auftrittsverbote in Europa: Beides hat die Treue seiner stolzen Anhänger nur vergrößert. Je kleiner er im Ausland gemacht wird, umso größer wirkt er für sie.

Europa scheut sich vor dem Bruch. Man braucht Erdogan. Als Nato-Partner, als Flüchtlingspuffer. Kommt er damit durch, ist der Weg frei – für Erdogan, den Allergrößten. 2023 wird der türkische Staat 100 Jahre alt. Bis dahin soll sie stehen: seine Islamische Republik Türkei. Allein beherrscht. Von ihm.

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http://www.bild.de/politik/ausland/recep-tayyip-erdogan/der-kleine-mann-vom-bosporus-50845004.bild.html

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Das Familien-Imperium. Wer ist wer im Erdo-Clan?

Wer gehört zu seinem engsten Kreis? BILD erklärt den Erdogan-Clan:

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Sie verschanzen sich hinter hohen Mauern im Istanbuler Stadtteil Üsküdar (auf der wohlhabenden asiatischen Seite). Fünf Villen bewohnt die Erdogan-Familie dort – alle im Besitz der Söhne Ahmet und Bilal.

Wert: rund sechs Millionen Euro. Erdogan selbst wohne hier nur zur Miete, heißt es.

Die Familie ist einflußreich, bei der Hochzeit von Bilal Erdogan mit Reyyan im August 2003 kam auch der damalige italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi.

Aber wer ist wer im Erdo-Clan?

Die Ehefrau: Emine (61)

Bei großen Auftritten ist sie immer an Erdogans Seite. Ansonsten hält sie sich dezent im Hintergrund. Meistens zumindest. Zuletzt sorgte die Erdogan-Gattin für Schlagzeilen, als sie die Vorzüge eines Harems pries. „Der Harem war eine Schule für Mitglieder der osmanischen Dynastie und eine Lehreinrichtung, in der Frauen auf das Leben vorbereitet wurden“, sagte sie vor gut einem Jahr. Kritiker warfen ihr danach vor, eine Zeit zu beschönigen, in der Frauen als Sex-Sklavinnen gehalten wurden und keine Rechte hatten.

Der älteste Sohn: Ahmet Burak Erdogan (37)

Der erste Erdogan-Spross stieg vor einigen Jahren groß in Seefracht-Geschäft ein. An seiner Seite damals noch Großreeder Mecit Çetinkaya. Heute sollen Burak Erdogan 99 Prozent der MB-Reederei gehören.
Sein Vermögen wird auf mindestens 80 Millionen Dollar geschätzt.

1998 hatte der älteste Erdogan-Sohn in Istanbul die Sängerin Sevim Tanürek überfahren, die wenig später im Krankenhaus an ihren Verletzungen starb. Erdogan-Junior beging Fahrerflucht. Zum Prozessauftakt war er nicht anwesend und gilt als abgetaucht. Selbst auf Familienfeiern und Hochzeiten lässt er sich nicht blicken.

Der jüngste Sohn: Necmettin Bilal Erdogan (35)

Erdogans jüngster Sohn soll (für den Verein TÜRGEV) öffentlichen Grund in Istanbul statt für den Marktwert von 230 Mio. Dollar für nur 1,2 Mio. Dollar zur 30-jährigen Pacht erhalten haben. Erdogans Sohn und der Verein bestreiten alle Vorwürfe.

Die jüngste Tochter: Sümeyye Erdogan (31)

Während die anderen Kinder kaum politisch interessiert sind, ernannte sich Sümeye schon mit 25 zur ehrenamtlichen Beraterin ihres Vater – begleitete ihn auf Auslandsreisen und fungierte für ihn als Dolmetscherin.

Übrigens: Die Studiengebühren für die Erdogan-Sprösslinge an US-Universitäten, die sich zeitweise auf 100 000 Euro im Jahr beliefen, soll der Textilunternehmer Remzi Gür gezahlt haben. Ein Freundschaftsdienst, wie es von Seiten der Familie heißt.

► Esra Erdogan (35) und Berat Albayrak (39)

Ein enger Vertrauter Erdogans ist sein Schwiegersohn und gleichzeitig Energieminister.

Albayrak ist seit 2004 mit der ältesten Erdogan-Tochter Esra verheiratet, gilt als glühender Verehrer seines Schwiegervaters.

Esra Erdogan sitzt neben ihrem Bruder Necmettin Bilal Erdogan im Vorstand der dubiosen TÜRGEV-Stiftung.

Nach dem Rücktritt von Ahmet Davutoglu im Mai 2016 wurde Berat Albayrak als dessen Nachfolger gehandelt. Am Ende wurde jedoch der langjährige AKP-Politiker Binali Yildirim zum Ministerpräsidenten ernannt, der zugleich das Amt des Partei-Vorsitzenden übernahm.*

► Dr. Hakan Fidan (49)

Er ist Chef des türkischen Geheimdienstes (8000 Mann).
Engster Vertrauter außerhalb der Familie, übernimmt Sonderaufgaben Erdogans. Der nennt ihn „meinen Geheimwürfel“. Fidan selbst nennt sich: „Auge und Ohr des Präsidenten.“

*Dieser Artikel wurde am 16.3.17 aktualisiert. In einer älteren Version stand, dass Berat Albayrak noch immer Davutoglus Nachfolger werden könnte

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http://www.bild.de/politik/ausland/recep-tayyip-erdogan/wer-ist-wer-im-erdoclan-50845008.bild.html

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Auszug aus web.de

BND-Chef Bruno Kahl hatte die Rolle der Gülen-Bewegung bei dem Putschversuch und damit die Begründung Erdogans für Massenentlassungen und Zehntausende Festnahmen in Frage gestellt: „Die Türkei hat auf den verschiedensten Ebenen versucht, uns davon zu überzeugen. Das ist ihr aber bislang nicht gelungen“, sagte der Chef des deutschen Auslandsgeheimdienstes.

Zudem drehte Kahl die türkische Argumentation um: Der Putsch sei nicht Auslöser, sondern „willkommener Vorwand“ für Massenentlassungen gewesen, die ohnehin geplant gewesen seien. „Deshalb dachten Teile des Militärs, sie sollten schnell putschen, bevor es auch sie erwischt. Aber es war zu spät“, sagte Kahl.

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https://web.de/magazine/politik/tuerkei-erdogan/recep-tayyip-erdogan-wirft-angela-merkel-nazi-methoden-deutsche-politiker-erzuernt-32227832

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 19. März 2017 von hubert wenzl in Politik

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Eine Ratte namens Nick   Leave a comment

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Es gibt sehr viele Vorurteile über Ratten. Ratten sind sehr sozial. Außerdem bieten sie sich sogar dafür ein, sich für ihre Artgenossen als Vorkoster zur Verfügung stellen. Unmöglich, dass das ein Mensch täte.

Hier eine Geschichte von einer Ratte, die zuerst auf eine Wand der Ablehnung bei einigen Menschen stieß.

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Eine Ratte namens Nick

Zu meiner ersten Ratte kam ich mit 25. Eine Freundin
brachte mir das Rattenkind in einer Schachtel mit. Als sie sie
öffnete, glitt ein zartes, graues, pelziges Wesen in meine
Hand. Ein Blick aus schwarzen Knopfaugen – und der kleine
Kerl verschwand link in meinem Pullover und machte es
sich in meiner Armbeuge gemütlich. Augenblicklich war ich
erfüllt von einem warmen Gefühl der Zusammengehörigkeit.
Ich nannte ihn „Nick“.

Der Kleine wich nicht von meiner Seite
Nick erwies sich als überaus liebevolles, aufmerksames Haustier
Er begleitete mich – entweder in meinem Ärmel oder in
meiner Jackentasche – wohin immer ich ihn mitnahm. Niemals
entfernte er sich auf unseren Ausflügen weiter als ein paar
Schritte von mir. In meiner Wohnung lies ich ihn freilaufen.
Wenn ich ihn dort alleine zurückließ, konnte ich sicher sein,
dass er bei meiner Rückkehr sofort herbeirannte. Er kletterte
dann zur Begrüßung freudig an mir hoch und setzte sich auf
meine Schulter. Ich hielt Nick schon nach kurzer Zeit für eins
der liebenswertesten Geschöpfe auf diesem Planeten. Die Beziehung
zwischen mir und dem kleinen Kerl hatte von Anfang
an etwas Magisches. Deshalb kam es mir gar nicht in den Sinn,
dass irgendjemand diese kleine Ratte mit ganz anderen Augen
betrachten könnte. Ich lernte jedoch schnell, dass es so war.
Das schlechte Image der Ratten traf auch Nick. Die Menschen
in meiner Umgebung reagierten ablehnend, einige sogar voller
Ekel. Ich musste mich daran gewöhnen, mit unfreundlichen
Kommentaren über mein Haustier zu leben.

Meine Mutter war fassungslos

Am schmerzlichsten traf es mich aber, dass auch meine
Eltern meinem neuen Freund mit Widerwillen begegneten.
Wenige Tage nachdem Nick bei mir eingezogen war, wollte
ich ihn meinen Eltern vorstellen. Also nahm ich ihn mit zu
einem Besuch. Ich war nicht vorbereitet auf die heftige Reak-
tion meiner Mutter. Sie wich schockiert zurück und war fas-
sungslos, dass ihre Tochter so ein ekelerregendes Tier mit sich
herumtrug. Mein Vater begegnete Nick etwas gemäßigter,
aber ebenfalls ohne Begeisterung. In den folgenden Wochen
belastete mein kleiner Freund die familiäre Harmonie. Aber
meine Eltern gaben sich trotz ihrer Widerstände Mühe, sich
ein gewisses Maß an Toleranz abzuringen. Sie hatten verstan-
den, dass es Nick und mich nur noch im Doppelpack geben
würde. Im Laufe der Zeit wurde es für sie Normalität, dass
eine Ratte anwesend war.

Schließlich geschah etwas, was ich nicht mehr zu hoffen
gewagt hätte: Langsam in winzigen Schritten, schlich sich
mein knopfäugiger Begleiter auch in die Herzen meiner Eltern.
Sein Charme und seine sozialen Kompetenzen begannen auch sie
zu faszinieren.

Seine Treue rührte meine Eltern

Sie beobachteten seine Anhänglichkeit, seine unverbrüchliche
sichtbare Treue mir gegenüber. Das rührte sie. Meine
Mutter stellte zudem erleichtert fest, dass Nick nicht stank
(später sollte sie erfahren, dass Ratten sogar ein zart duftendes
Fell besitzen). Meine Eltern mussten zugestehen, dass
sein feingeschnittenes Gesicht mit der rosa Nase und den
durchscheinenden Ohren wirklich hübsch anzusehen war.
Und sie beobachteten voller Anerkennung, wie Nick mit
Gründlichkeit und Hingabe seine Fellplege betrieb. Eines
Tages traute sich meine Mutter Nick mit einem Stückchen
Möhre zu füttern. Sie war bezaubert davon, mit welcher An-
mut er diesen Leckerbissen verzehrte. Er setzte sich aufrecht
auf seine Hinterbeine, nahm das Möhrenstück behutsam in
seine Vorderpfoten und knabberte daran. Bei meiner Mutter
hatten guten Tischmanieren noch nie ihre Wirkung verfehlt!

Vom Ekeltier zum Familienmitglied

Sie fütterte ihn von da an häuiger aus der Hand, um das
possierliche Schauspiel zu beobachten. So wurde Nick nach
und nach ein akzeptiertes Familienmitglied.
Er wurde gestreichelt, gefüttert und
respektiert. Er wurde nicht länger als
Vertreter einer ekelerregenden schädlichen Spezies
angesehen. Er wurde als das wahrgenommen, was er war:
ein Individuum voller Würde, Klugheit und Liebe.
Dörte Haschke

Nachsatz: Als Nick starb – er hatte im Gegensatz zu
den meisten seiner Artgenossen ein langes schönes
Rattenleben – kam die Familie überein, dass er nicht
irgendwo begraben werden sollte. Und so wurde das
Familiengrab seine letzte Ruhestätte.

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https://www.tierrechte.de/images/stories/Presse_und_Magazin_Tierrechte/Magazin_1-17_.pdf
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Siehe auch:

https://hubwen.wordpress.com/2015/09/10/ratten-eine-voellig-verkannte-tierart/

https://hubwen.wordpress.com/2017/03/03/kritik-an-umgang-mit-ratten-tierversuche/

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 19. März 2017 von hubert wenzl in Tiere, Tierschutz, Uncategorized

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