Archiv für 9. April 2017

Gute Woche für Trump – schlechte für Bannon   Leave a comment

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Das war eine gute Woche für Donald Trump und eine schlechte für Stephen Bannon. Man kann zu Trump stehen wie man will. Mit dem Militärschlag auf den Luftwaffenstützpunkt hat er sich innenpolitisch wieder Luft verschafft. Bannon wurde größtenteils entmachtet. Er war gegen diesen Militärschlag. Eines ist aber schon klar: Trumps Raketen werden keinen Frieden bringen. Dazu braucht es schon mehr… viel mehr. Wie Stephen Bannon tickt, erkennt man auch, dass er Kushner, Ivanka Trump, und den Wirtschaftsberater des Präsidenten, Gary Cohn, als Demokraten bezeichnet, was in Bannons Weltbild ein grobes Schimpfwort ist.

Aus der SZ

Unerwartetes Lob für Trump

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In Palm Beach, Florida, beim Briefing für den Angriff: Der Präsident und seine Mitarbeiter schauen auf den Monitor, Jared Kushner schaut auf den Präsidenten. Hinten rechts, an der Wand: Steve Bannon. (Foto: AFP)

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  • Trumps Chefstratege Steve Bannon wird „zunehmend isoliert“.

  • Trumps Syrien-Angriff hat Bannon nicht gefallen, er beschimpfte Jared Kushner und Ivanka Trump.

  • Die Kehrtwende von Donald Trump, der in seiner Antrittsrede im Januar seine „America first“-Doktrin betonte, ist bemerkenswert.

Von Sacha Batthyany, Washington

Es war eine gute Woche für Donald Trump, vielleicht seine beste, darin sind sich die Moderatoren der Talk-Shows am Sonntag einig. Die Expertenrunden auf CNN, MSNBC und NBC, die sonst jeden Schritt des Präsidenten kritisieren, sind plötzlich des Lobes voll über dessen Militärschlag auf den Luftwaffenstützpunkt al-Schairat.

Noch einmal wurden auf allen Kanälen die nächtlichen Bilder der Marschflugkörper in Endlosschleife gezeigt; ein Moderator bezeichnete sie wiederholt als „wunderschön“. Es sei der Moment gewesen, „in dem Donald Trump Präsident der Vereinigten Staaten wurde“, sagte der Journalist Fareed Zakaria etwas theatralisch.

Es war eine schlechte Woche für Stephen Bannon, Chefstratege im Weißen Haus. Erst hieß es, er sei zurückgestuft worden und habe seinen ständigen Sitz im Nationalen Sicherheitsrat verloren, jenem Gremium, das im abhörsicheren „Situation Room“ tagt und den Präsidenten in zentralen außen- und sicherheitspolitischen Fragen berät. Bannon war früher Chef der rechtsnationalen Medienseite Breitbart. In seiner jetzigen Rolle sah er sich vor allem als Hüter von Trumps Wahlversprechen und Brückenkopf zwischen Trumps rechter Basis und dem Weißen Haus. Die „wunderschönen Bilder“ der Marschflugkörper haben Bannon nicht gefallen.

Bannon soll Kushner einen „Demokraten“ genannt haben

Die Mauer an der Grenze zu Mexiko, das harte Vorgehen gegen Immigranten, die „America first“-Politik auch in der Wirtschaft, das sind die Themen, die Bannon vorantreiben möchte, doch Trumps Chefstratege sei „zunehmend isoliert“, heißt es nun in den amerikanischen Medien, während die gemäßigtere Gruppe um Jared Kushner an Einfluss gewonnen habe, schrieb etwa die New York Times.

Bannons Dilemma ist, dass es sich bei Kushner nicht um einen beliebigen Berater des Präsidenten handelt, sondern um den Schwiegersohn. Legt er sich mit Kushner an, bekommt er es auch mit Trumps Tochter Ivanka zu tun, die nun offiziell als Beraterin fungiert und ein Büro im West Wing bezog und auf Twitter den Militäreingriff in Syrien verteidigte. Sie sei stolz auf ihren Vater, schrieb sie, „die Zeiten, in denen wir leben, erfordern schwierige Entscheidungen“.

Stephen Bannon aber hält Trumps Vorgehen in Syrien für falsch, weil es den USA nichts bringe und das eigene Land nicht sicherer mache, so werden Quellen innerhalb des Weißen Hauses zitiert. Bannon hält wenig von der Verteidigung fremder Grenzen, wenn die eigenen Grenzen „löchrig sind wie Käse“, wie er einst sagte. Intern soll er Kushner und Ivanka Trump, aber auch den Wirtschaftsberater des Präsidenten, Gary Cohn, als „Demokraten“ bezeichnen, was in Bannons Welt als grobes Schimpfwort gilt.

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Nicht alle aber sind über Trumps Kurswechsel erfreut. Enttäuschte Stimmen hört man vor allem aus seiner Basis. Breitbart, die Medienseite von Stephen Bannon, hielt sich noch zurück. Laura Ingraham aber, eine Radiomoderatorin, sagte: „Wenn Hillary Clinton jubelt und John McCain glücklich in die Kameras blickt, dann kann etwas nicht stimmen.“ Sie fürchte, sagte sie ihren Zuhörern, dass sie sich in Trump geirrt habe und sich die „gemäßigten Kräfte“ im Weißen Haus nun durchsetzen werden. „Wo ist der Anti-Establishment-Kandidat, den wir alle gewählt haben?“, fragte sie. „Wo ist der Trump, der sich den Problemen unseres Landes und unserer Arbeiter annimmt?“

Paul Joseph Watson, der für die rechte Webseite Infowars arbeitet, twitterte: „Es war lustig mit diesem Präsidenten, Freunde. Aber der Spaß ist vorbei.“ Auch jene ausländischen Politiker, die Trump sonst nahestehen, gingen auf Distanz. Marine Le Pen, die französische Präsidentschaftskandidatin des rechten Front National, sagte, sie sei „ein wenig überrascht“, sie dachte, die USA unter Trump hätten die Rolle des Weltpolizisten abgelegt. Und auch der Brite Nigel Farage, der frühere Ukip-Vorsitzende, der in der Vergangenheit mehrmals bei Trump zu sehen war, äußerte seine Bedenken: „Viele Trump-Anhänger werden Trumps Einsatz in Syrien nicht verstehen“, sagte er auf CNN.

 

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Gute Woche für Trump – schlechte für Bannon

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Gruß Hubert

 

 

Tierversuche von Tierexperimantator Hess dürfen nicht mehr kritisiert werden   Leave a comment

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Es ist schon tragisch, dass es solche Richter gibt, die Kritik an Tierversuchen unterbinden und Personen schützen wollen. Zu Slapp, siehe am Schluss die Erklärung dazu. Es ist das Dilemma zwischen Unabhängigkeit der Richter in einem Rechststaat, dass Richter das letzte Wort haben und es da keine Kontrolle gibt. Man kann höchsten klagen bis zur höchsten Instanz. Aber welcher Normalsterbliche kann sich das leisten und wer will diesen zeitlichen Aufwand samt Nervenverschleiß auf sich nehmen?

Aus martinballuch.com

Das gesamte Urteil kann man im Link lesen.

Hier der erste Absatz.

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Tierexperimentator Hess gewinnt Einstweilige Verfügung: ich darf seine Tierversuche vorerst nicht mehr kritisieren!

 

Das ist genau der Grund für die sogenannten SLAPPs: *) irgendwann irgendwo findet man eine Richterin oder einen Richter, die einem Recht geben, auch wenn man überhaupt nicht Recht hat. Das Risiko für die AktivistInnen aus der Zivilgesellschaft ist ungleich höher, steht hinter ihnen eben keine große Institution oder gar Universität, die lächelnd für alle Unkosten aufkommt. Im vorliegenden Fall habe ich lediglich aus einer Beschreibung des Tierversuchs, die von Hess selbst stammt, zitiert. Die Richterin war nun der Ansicht, ich müsse auch die andere Begründung für die Tierversuche, die Hess nennt, erwähnen, nämlich dass er quasi aus Tierliebe (Anmerkung: ein schlechter Witz) handelt. Alles andere werde mir unter Strafe gerichtlich untersagt. Schon ein ziemlich starkes Stück.

Soweit das Urteil. Es verbietet mir, meine rationalen Gegenargumente vorzubringen, weil genau das von seinem Unterlassungsgebot umfasst ist. Faktum ist, in der Beschreibung seiner Tierversuche verwendet Hess in ihrer Begründung die Phrase „hohe wirtschaftliche Verluste der Geflügelbetriebe“. Das darf ich jetzt aber nicht sagen, ich darf quasi Hess nicht zitieren, ohne dazu anzuführen, dass er subjektiv auch noch eine andere Begründung für seine Tierversuche nennt, nämlich Tierliebe (wegen „schwerem Krankheitsverlauf eine tierschutzrelevante Problematik“).

Dass ein Tierexperimentator von Tierschutz spricht ist zynisch. So schaut die Tierhaltung dort aus:

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Josef Mengele und eine Reihe anderer Ärzte im Dritten Reich führten medizinische Versuch an Menschen durch, die für diese zum Teil sehr schmerzhaft, jedenfalls immer nachteilig waren. Das Ziel der Versuche, so wurde in den Nürnberger Ärzteprozessen von den Tätern argumentiert, war der Schutz der Menschen. Muss diese Schutzbehauptung nicht als unerträglich zynisch gewertet werden? Wie kann ein Mensch, der anderen Menschen solche Leiden zufügt, davon sprechen, in Wahrheit den Schutz von Menschen im Auge zu haben? Aber dasselbe gilt für Hess und seine Tierversuche an Puten. Wie die Ärzte im Dritten Reich führt er schmerzhafte medizinische Versuche an Wesen durch, unter denen diese schwer leiden, und rechtfertigt das damit, andere Wesen derselben Art dadurch schützen zu wollen. Die Situation ist völlig parallel und daher gleichermaßen zynisch und unglaubwürdig.

Die Richterin trifft eine falsche faktische Feststellung, wenn sie sagt, dass es in der EU kein zugelassenes Medikament für die Schwarzkopfkrankheit bei Puten gibt. Es sind nur dann keine Medikamente zugelassen, wenn die Puten nach Behandlung wirtschaftlich als Fleischlieferanten genutzt werden sollen. Ansonsten sind sehr wohl sehr effektiv wirksame Medikamente zugelassen, wie z.B. Ronidazol, Dimentridazol und Metronidazol, wie aus den vorgelegten Beweisen klar hervorgeht und von niemandem bestritten wird. D.h. vom Standpunkt des Wohls der Tiere ist alles erledigt und besteht kein Forschungsbedarf! Erst, wenn die Profite der Putenindustrie relevant werden und man keinesfalls eine Behandlung der Puten aus Profitinteresse wünscht, die ihre nachherige wirtschaftliche Nutzung ausschließt, erst dann besteht Forschungsbedarf.

Artikel 15 (1) der EU Richtlinie 2010/63/EU zu Tierversuchen legt eine Abstufung fest, wie der Schaden für Versuchstiere kategorisiert werden soll. Der leichteste Schaden ist die Tötung, dann folgt geringes Leid, wie z.B. durch einen Nadelstich, und mittleres Leid bis zu schwerem Leid. Die Tötung ist also nach der auch für Österreich gültigen Einteilung für die betroffenen Tiere ein geringeres Leid als ein Nadelstich.

Puten, die von der Schwarzkopfkrankheit befallen sind und aus Profitgründen nicht behandelt werden sollen, weil die Behandlung vom Standpunkt der Betreiber der Putenmastfabriken zu teuer ist und insbesondere die Tiere danach nicht mehr als Fleischlieferanten missbraucht werden können, werden möglichst schmerzlos getötet. Vom Standpunkt des Tierschutzes bzw. der betroffenen Tiere selbst muss also abgewogen werden, ob dieser Tod ein größerer Schaden ist, als wenn Hess ein Medikament gefunden hätte, das die Puten zwar heilt, sie aber in den Putenfabriken weiter gemästet werden. Für die Puten bedeutet die Putenmast

  • ein viel zu rasches Wachstum, sodass die Tiere unter großen Schmerzen in den Gelenken leiden

  • eine so hohe Besatzdichte, dass 15 % der Tiere an den Haltungsbedingungen schmerzvoll zugrunde gehen

  • nach monatelanger Haltung in einer vollkommen reizarmen Umgebung in großer Besatzdichte, ein brutales Zusammenfangen, ein brutaler Tiertransport, ein brutales Aufhängen an einem Fließband, ein Wasserbad mit Elektroschock und ein Kehlschnitt mit Ausbluten, bei dem viele der Tiere wieder aus dem Bewusstsein erwachen

  • ein Leben mit kupiertem Schnabel

  • ein Leben unter Dauerbeleuchtung ohne die Möglichkeit zu schlafen und zu ruhen

  • ein Leben im 30 cm tiefen Kot

  • ein Leben mit verätzter Brust, weil die Tiere aufgrund ihres hohen Gewichts im Kot liegen müssen

  • ein Leben mit hoher Verletzungsrate, wenn sie von anderen Puten angegriffen oder gepickt werden

  • ein Leben mit akuter Lahmheit

  • Nekrosen in der tiefen Brustmuskulatur

  • Beinschwächen und tibiale Dyschondroplasie

  • ein Leben unter Hitzestress

  • ein Leben unter lauter Keimen aufgrund der Feuchtigkeit im kotangefüllten Boden

  • ein Leben mit schlechter Luft unter hoher Staubbelastung

  • ein Leben ohne jede Beschäftigungsmöglichkeit in totaler Langeweile

  • ein Leben ohne Bewegungsmöglichkeit, ohne Sonne, ohne Pflanzen, ohne frische Luft

  • kurz: ein Leben ohne jede Lebensqualität

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Legt man nun den Überlegungen die Einteilung für das Ausmaß von Tierleid der EU und des österreichischen Tierversuchsgesetzes zugrunde, dann ist ohne jeden Zweifel der Schaden für die Tiere wesentlich höher, wenn sie ohne Schwarzkopfkrankheit weiter in der Putenmast leben müssen, als wenn sie möglichst rasch und schmerzlos getötet werden. Dem Wohl der Tiere ist also viel besser Sorge getragen, wenn Hess nicht erfolgreich ist und es kein von der EU zugelassenes Mittel gibt, das bei der Schwarzkopfkrankheit angewandt werden kann, sodass die Puten weiterhin kommerziell als Fleischlieferanten missbraucht werden können.

Tierschutzorganisationen würden also niemals die Tierversuche von Hess mitfinanzieren, weil sie sämtliche Ansprüche an das Tierwohl konterkarieren und ein Ziel verfolgen, das diametral den Interessen der Puten widerspricht. Umgekehrt, kein Wunder dass die Putenindustrie, wie von der Richterin festgestellt, diese Tierversuche mitfinanziert. Sie hat eben andere Interessen als die Puten.

Gerichtlich zu verbieten, einen Grund für eine Handlung, den man besonders kritisieren will, alleine zu nennen, verunmöglicht eine kritische Diskussion. So wird jede Tierschutzorganisation z.B. die Putenmast kritisieren, weil die Haltung am Profit für die Betriebe orientiert ist.

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*) Slapp:
SLAPP (engl. strategic lawsuit against public participation = taktische Klage gegen öffentliche Beteiligung; engl. slap = Ohrfeige, Schlag ins Gesicht) ist ein Akronym für eine rechtsmissbräuchliche Form der Klage, die den Zweck hat, Kritiker einzuschüchtern und ihre öffentlich vorgebrachte Kritik zu unterbinden. Sie wird in den meisten Fällen von Unternehmen, seltener von Privatpersonen oder Behörden, gegen NGOs oder Individuen angestrengt, welche die Geschäftspraktiken des Unternehmens, die Aktivitäten des Individuums oder der Behörde öffentlich kritisieren.
https://de.wikipedia.org/wiki/SLAPP

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Tierversuche von Tierexperimantator Hess dürfen nicht mehr kritisiert werden

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 9. April 2017 von hubert wenzl in Tierschutz, Uncategorized

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Primtaten – wie ähnlich sie uns doch sind   Leave a comment

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Wie ähnlich Primaten uns doch sind, sie teilen mit uns Menschen 99% der DNA. Sie sind uns jedenfalls um Welten ähnlicher als einem angeblichen Ebenbild Gottes:

1. Mose 1

…27 Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Weib (im Original steht im falschen Deutsch: „schuf sie einen Mann und ein Weib“. Frage schuf „SIE“… – wer ist sie, Gott? Schrecklich welch schlechtes Deutsch oft geschrieben wird. Aber die sind eben nicht gescheiter).

http://bibeltext.com/genesis/1-28.htm

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Aus „Dolomiten-Magazin“.

In puncto Sozialleben zeigen Primaten die ganze Palette an möglichen Familienkonstellationen: von strenger Hierarchie etwa bei den Pavianen über das polygame Liebesleben der Kaiserschnurrbarttamarine bis zu den friedvollen Bonobos, für die der zärtliche Umgang miteinander oberstes Gebot ist. Das Bild zeigt einen Langschwanzmakaken.

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 9. April 2017 von hubert wenzl in Tiere, Uncategorized

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