Archiv für 14. Mai 2017

Zoomitarbeiter erschießen Bären in Osnabrück   Leave a comment

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Und wieder einmal wurde ein Zootier erschossen. Ich verstehe nicht: erstens wie sie entkommen können und zweitens warum man sie erschießt. Es müsste wohl gelingen, das Tier zu betäuben und wieder in den Zoo zurück zu bringen.
Im Zoo in Osnabrück wurde die Cappuccino-Bärin Tips erschossen.

Aus n-tv.de

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Bär Taps ist tot. Bär Taps ist tot.(Foto: dpa)
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Tips bricht in Osnabrück aus.

Zoomitarbeiter erschießen Bären

Im Osnabrücker Zoo läuft Cappuccino-Bärin Tips plötzlich frei herum. Niemand weiß, wie sie aus ihrem Gehege ausbrechen konnte. Um die Besucher zu schützen, sehen die Mitarbeiter keine andere Möglichkeit als das Tier zu erschießen.

Eine Bärin ist im Osnabrücker Zoo aus dem Gehege ausgebrochen und daraufhin erschossen worden. Zwischenzeitlich sei der Zoo geräumt worden, sagte Zoo-Geschäftsführer Andreas Busemann. „Wir haben sofort mit dem Team reagiert, zum Schutz der Besucher mussten wir das Tier erschießen.“ Bei der Bärin habe es sich um einen der beiden sogenannten Cappuccino-Bären, einer der Attraktionen des Zoos, gehandelt.

Bärin Tips sei es auf noch unbekannte Weise gelungen, die Bärenanlage komplett zu verlassen. Noch vor Eintreffen der alarmierten Polizei sei das Tier getötet worden. „Es bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr für Leib und Leben.“ Mit der Polizei wurde am Nachmittag nach der Ausbruchsstelle gesucht, über die die Bärin aus dem Gehege gelangen konnte. Nach dem Zwischenfall konnten die Besucher den Zoo wieder betreten, ein Teilbereich blieb abgesperrt.

Die Cappuccino-Bären Tips und Taps sind cremefarbene Mischlinge, das Produkt der gemeinsamen Haltung verschiedener Bärenarten in einem Gehege vor mehr als zehn Jahren. Dass ein Eisbär mit einer Braunbärin Nachkommen zeugt, hätten die Tierpfleger damals nicht für möglich gehalten. Nach der Geburt der Geschwister 2004 wurden die Arten sofort getrennt.

Cappuccino-Bären sind selten

Der Zoo Osnabrück nutzte die putzigen Cappuccino-Bären, um bei Führungen und in einer Ausstellung auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Denn auch in arktisnahen Regionen, etwa in Kanada, wurden 2006 und 2010 Bären geschossen, die sich per DNA-Nachweis als Mischlinge entpuppten. Sie wurden „Grolar“ oder „Pizzly“ getauft. Ihr Auftauchen hat vermutlich damit zu tun, dass sich die Lebensräume von Polarbären und Grizzlys – der amerikanischen Variante des Braunbären – aufgrund der Erderwärmung zunehmend überschneiden.

Tips und Taps zeigten im Osnabrücker Zoo Verhaltensweisen beider Arten. Im Winter versuchten sie, das Eis auf dem zugefrorenen Teich aufzubrechen. Dies ist typisch für Eisbären, die in der Wildnis auf diese Weise an Robben als Beute kommen wollen. Im Sommer lagen beide gern faul im Gehege und dösten vor sich hin, was dem Naturell des Braunbären entspricht.

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Zoomitarbeiter erschießen Bären in Osnabrück

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Gruß Hubert

 

Die Waffenbürger   5 comments

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Unglaublich wie gute Geschäfte man mit der Angst machen kann. Über die Webseite „Migrantenschreck.ru“ konnten Waffen gekauft werden, die in Deutschland dem Waffengesetz unterliegen und ohne Waffenschein illegal sind. Trotzdem wurden sehr viele Waffen verkauft. Geschäftsführer der Betreiberfirma ist Mario Rönsch.

Aus die ZEIT

Hunderte Deutsche haben in diesem Jahr illegale Waffen im Netz bestellt, um auf Migranten zu schießen. Interne Daten zeigen das Ausmaß des menschenverachtenden Geschäfts.

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Ein Revolver aus dem Sortiment von „Migrantenschreck“. © Kai Biermann für ZEIT ONLINE

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Zwei Schlösser schnappen auf, dann öffnet sich die Wohnungstür. Aus dem Rahmen schaut ein Mann Mitte fünfzig, klein, aber kräftig, mit sehnigen Armen, die Lesebrille in die Stirn geschoben. Herr M. soll er hier heißen, denn Herr M. hat sich illegal eine Waffe gekauft, um auf Migranten zu schießen.

Er lebt in einer ruhigen Straße mitten in Berlin, dort, wo die Mieten noch günstig sind. Ein Gründerzeithaus, zweiter Hinterhof, im Hausflur riecht es nach Essen und Zigarettenrauch.

Ob er erklären will, warum er sich im Internet eine Waffe bestellt hat, die „Migrantenschreck“ heißt? Die damit beworben wird, dass man mit ihr besonders gut auf Ausländer schießen kann? Einen ungarischen Schreckschussrevolver mit Hartgummigeschossen und Platzpatronen, für zusammen 400 Euro – gefährlich genug, um einen Menschen zu töten?

M. zögert kurz, dann bittet er in sein Wohnzimmer. Die Dielen sind blank poliert, der Schreibtisch an der Wand ist aufgeräumt, auf den Teakholzschränken stehen asiatische Souvenirs, der Größe nach aufgereiht. M. wird später erzählen, dass er viel in der Welt gereist ist. Gerade erst war er in Korea.

Er geht in ein Nebenzimmer und holt den Revolver. Legt ihn vor sich auf den Couchtisch und setzt sich in einen Ledersessel. Warum hat er sich bloß diese Waffe gekauft?

„Weil ich Probleme mit Migranten habe. Man fühlt sich doch bedroht.“

M. sagt, er arbeite als Fleischer für eine Supermarktkette. Die Ladendiebe seien fast alle Migranten. Immer wieder werde er während der Arbeit angepöbelt und beschimpft. Einmal sei ein Schwarzer mit einem abgebrochenen Flaschenhals in der Hand in die U-Bahn gestiegen. Da habe er Angst gehabt.

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Der Onlineshop Migrantenschreck macht Angst zu Geld, besonders die Angst vor Ausländern. Man kann dort das „Migrantenschreck HD130 Superior Komplettpaket“ kaufen, ein Schreckschussgewehr mit Munition, das aussieht wie eine Kalaschnikow. Oder eine doppelläufige Flinte „DP 120 Bautzen Edition“. „Diskret“ und „ohne lästigen Papierkram“ laufe der Handel ab, verspricht die Webseite und wirbt: „Wenn Sie sich nicht gefallen lassen wollen, dass Ihre Stadt zum gesetzlosen Tummelplatz von Asylforderern wird, wenn Sie Ihre Frauen schützen und Ihre Fußgängerzonen zugänglich halten wollen – dann handeln Sie jetzt!“ Dazu verbreitet die Seite Gerüchte über angebliche Gewalttaten, die Flüchtlinge und andere Einwanderer begangen haben sollen.

M. sagt, ihm sei alles ganz einfach erschienen. Niemand habe einen Ausweis sehen wollen. Ein paar Wochen später sei die Waffe mit der Post gekommen. Ein Nachbar habe das Paket angenommen. Erst jetzt, im Gespräch, scheint ihm bewusst zu werden, dass er eine Straftat begangen hat. „Scheiße, scheiße, scheiße“, sagt er. „Das ist illegal?“

Die Waffenkäufer

An diese Orte wurden seit Mai 2016 Waffen geliefert. Jede Waffe steht für eine Bestellung. Wir zeigen nicht die konkrete Adresse, sondern lediglich den Postleitzahlbereich. Klicken Sie auf eines der Symbole, um weitere Details der einzelnen Bestellungen zu sehen.

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Migrant-schrec-illeg-Waf

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M. ist einer von 198 Menschen, die in den vergangenen sieben Monaten auf Migrantenschreck Waffen gekauft haben. Das geht aus detaillierten Kundendaten hervor, die ZEIT ONLINE zugespielt wurden. Die Daten belegen, dass das Geschäft mit der Panik vom extremen rechten Rand bis in die Mitte der Gesellschaft reicht. Ärzte, Lokalpolitiker, Unternehmer, Erzieher, Computerfachleute und Zierfisch-Züchter glauben inzwischen offenbar, sie müssten sich sich mit einer Waffe in der Hand gegen Fremde verteidigen. Wenn es stimmt, dass sich die deutsche Gesellschaft im Zuge der Flüchtlingswanderung radikalisiert hat, dann sind die Kundendaten ein Beleg dafür.

Hier weiterlesen

Die Waffenbürger

[…]

Die Firma, die Migrantenschreck betreibt, nennt sich – ausweislich des Impressums der Website – Deutsch-Ungarische Handels- und Vertriebsgesellschaft mbH und sitzt in Budapest. Aus dem Eintrag im ungarischen Unternehmensregister lässt sich ersehen, dass die Firma Sicherheitssystem-Dienstleistungen anbietet, mit „anderenorts nicht klassifizierten“ Waren handelt und mit einem Eigenkapital von drei Millionen Forint – etwa 10.000 Euro – gegründet wurde. Auch eine Adresse findet sich im Unternehmensregister.

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2016-12/migrantenschreck-waffen-waffenhandel-mario-roensch-kunden/seite-2

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Aus n-tv.de

Die Webseite „Migrantenschreck.ru“, über die hunderte Deutsche illegal Schusswaffen aus dem Ausland bestellt haben, ist nicht mehr erreichbar. Offensichtlich hat der Inhaber und Geschäftsführer der Betreiberfirma, Mario Rönsch, der illegal hunderte Flinten, Pistolen und halbautomatischen Gewehren nachempfundene Schusswaffen in Deutschland verkauft hat, die Seite selbst gelöscht.

Bei einer Razzia bei Kunden des Onlineshops vor rund einer Woche hatten Polizisten bundesweit 29 Wohnungen durchsucht und 42 Waffen beschlagnahmt. Recherchen von „Zeit Online“ zufolge hat Rönsch mehr als 300 Pistolen und Gewehre verkauft. Die Daten belegen, dass bis Ende Januar Bestellungen im Wert von über 150.000 Euro bei Rönsch eingingen.

Die Waffen, die über „Migrantenschreck.ru“ erhältlich waren, verschießen mit Hilfe von in Deutschland frei erhältlichen Platzpatronen Hartgummigeschosse. Die Behörden hatten davor gewarnt, dass die Geschosse genug Energie haben, um einen Menschen schwer zu verletzen oder sogar zu töten. In Ungarn dürfen die Waffen frei verkauft werden, in Deutschland unterliegen sie dem Waffenrecht.

Waffen stammen wohl aus Ungarn

Fast ein Jahr lang machte die Internetseite aus der Angst vor Ausländern ein lukratives Geschäft. Bei dem Shop konnten Schusswaffen mit Namen wie „Antifaschreck“ oder „Migrantenschreck Bautzen Edition“ bestellt werden – „diskret“ und ohne „lästigen Papierkram“. Um das Geschäft anzufeuern, verbreitete die Seite Gerüchte über angebliche Gewalttaten, die Flüchtlinge und andere Einwanderer begangen haben sollen.

Recherchen des MDR zufolge stammen die Waffen von der ungarischen Firma Keserű Művek Fegyvergyár. Gravuren auf den Waffen belegten das. Wahrscheinlich hat Rönsch die in Ungarn frei erhältlichen Waffen lediglich mit einem stattlichen Aufpreis in Deutschland weiterverkauft. Während etwa der Revolver in Ungarn für umgerechnet rund 130 Euro erhältlich ist, verkaufte Rönsch das Modell für 399 Euro.

http://www.n-tv.de/politik/Rechter-Waffenshop-ist-offline-article19683471.html

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Gruß Hubert