Akif Pirincci und die Links-Versifften   1 comment

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Ich habe mir mal die Mühe gemacht und nachgeschaut welche Bedeutungen versifft hat. Es entspricht aber dem Stil von Rechten, dass sie eine beleidigende Sprache benützen.  Es lieg ihnen nicht das feine Florett zu schwingen.

Versifft hat folgende Bedeutungen:

schmutzig (Hauptform) · beschmutzt · dreckig · mit Schmutz behaftet · schäbig · schmierig · schmutzbehaftet · unhygienisch · unrein · unsauber · verdreckt · verschmutzt · verunreinigt · voller Schmutz · dreckig und speckig (ugs.) · mistig (ugs.) · ranzig (ugs.) · räudig (ugs.) · schmuddelig (ugs.) · siffig (ugs.) · steht vor Dreck (ugs.) · verranzt (ugs.) · versifft (ugs.) · voller Dreck und Speck (ugs.) · voller Mist (ugs.) · vor Dreck stehen (ugs.)
https://www.openthesaurus.de/synonyme/versifft

Vor allem Akif Pirincci gebraucht gerne diesen Ausdruck. Aber auch andere Rechte reden gerne von links-versifften Leuten, wenn sie links von stramm Nationalen und sogenannten Patrioten sind. Eine tolerante Haltung ist jedenfalls nicht zu erkennen.

Ich habe mal bunt gewürfelt Ausschnitte heraus gesucht, was so ein Pirincci von sich gibt. Die Spitze war ja als er den Ausspruch von den leider außer Betrieb befindlichen KZs tat. Da musste sogar ein Lutz Bachmann Pirincci unterbrechen und ihm das Mikrofon nehmen, nachdem das selbst dem Pegida-Publikum zu weit ging.

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akif_p

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„The European“ sieht in ihm einen „Clown im allerbesten Sinne“, „Spiegel-Online“ einen „Anarchisten“ im Stile einer „Schmäh- und Beleidigungstradition“. Im „ZDF-Morgenmagazin“ wird er freundlich begrüßt und darf dann gegen Migranten hetzen und verbal ausrasten, ohne dass das Interview abgebrochen wird: „Verschwulte Polizei“, „linksversiffte Presse“, „rot-grüne Wichser“, „grüne Kinderfickerpartei“.

http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/wer-ist-akif-pirincci-er-redet-gerne-ueber-sex-seine-frau-hat-ihn-mit-dem-sohn-verlassen/12484152-2.html

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„Künstler, Denker, Visionäre“ vermisst Akif Pirinçci. Statt ihrer muss der 54-jährige Deutschtürke eine Republik des „Raubtiersozialismus“ ertragen, in der er seine Steuern zahlt, um eine „verschwulte“ Polizei zu unterhalten, in der es von lotterhaften „Patchworkfamilien und Singlebörsen“ wimmelt, wo sich alle Welt „mit dem Abseitigen des Sexus“ beschäftigt, dessen „vielfältige Deformationen“ preist. Derart häufen sich die Zumutungen, dass der „Adoptivsohn“ seiner „liebsten Mutter, Deutschland“ zürnend und krakeelend in deren düstere Zukunft blickt.

[…]
Wie für Breivik sind auch für Pirinçci Männer keine echten Männer mehr, Frauen keine echten Frauen. Die gute, alte Welt wurde auf den Kopf gestellt. Darin dürfte er sich zwar mit traditionellen Muslimen einig sein, doch gerade die rangieren, zumal als Empfänger von Transferleistungen, weit oben auf seinem Steckbrief. Implizit zieht der Autor seriöse Kritiker etwa des politisierten Islam in seinen Cocktail hinein, der Rechtsradikalen besonders gefällt. Anders als Breivik, der das Ausagieren von Ressentiment, Hass und Paranoia mörderisch zelebrierte, belässt es dieser Tobende offenbar beim Wort; man muss hoffen, dass auch seine Rezipienten so viel Zurückhaltung aufbringen.

 

Im brutalisierten Furor gegen Deutschlands inneren Feinde wie in der sentimentalen Idealisierung von Deutschland als guter Mutter offenbart sich ein System psychischer Abspaltungen. Darin gleichen Pirinçcis imaginäre Gegner eher Karikaturen, Comic-Charakteren, als lebendigen Menschen, von denen er kaum einen Begriff zu haben scheint. Daher fehlt hier dann auch der politische Begriff von einer Gesellschaft, die ethische Vorstellung von Menschlichkeit überhaupt.

Pirinçci bietet Sarrazin im RTL-2-Format

Offenbar sind tatsächlich beachtliche Anteile der Bevölkerung Deutschlands von Sinnen, diejenigen, die emotional mit dem pathologischen Wirrwarr dieser Publikation korrespondieren. Ob sie es aus Überforderung tun, um der Reizdichte und Komplexität der modernen, medialen Gesellschaft zu entkommen – als Symptomträger geben die Rezipienten Aufschluss über die epidemische Verbreitung von Ressentiments sowie das offenbar nur mit Mühen gebändigte Bedürfnis, ihnen enthemmt freien Lauf zu lassen. Denn war auf die Sarrazinaden noch der Puderzucker bürgerlicher Konvention gestreut, bietet Pirinçci rohes Fastfood für die Massen, Sarrazin im RTL-2-Format, ohne Statistiken, Fremdwörter, Nebensätze; eben „Klartext“, und das fluchend, pöbelnd, hemdsärmelig, rachsüchtig.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/akif-pirinccis-hass-buch-deutschland-von-sinnen-der-poebler-und-die-neue-rechte/9744444.html

Der Autor Akif Pirinçci war einer der Hauptredner bei der Pegida-Kundgebung in Dresden. … Eklat bei Pegida-Demo „Die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb“ .

Akif Pirinçci’s  „KZs leider außer Betrieb“: Diese Hetz-Rede wurde Pegida-Anhängern zu viel.
Nach einer Minute im Video ist diese unfassbare Aussage zu hören:

http://www.focus.de/politik/videos/ausfaelle-von-akif-pirincci-diese-rechte-hetz-rede-wurde-sogar-den-pegida-anhaengern-zu-viel_id_5025466.html

In Dresden redete Pirinçci gut 25 Minuten lang – vulgär und voller Hass. Die Grünen bezeichnete er als „Kinderfickerpartei“, die Politiker seien „Gauleiter gegen das eigene Volk“, die eine „Umvolkung“ in Deutschland betrieben. Die Flüchtlinge, die in die Bundesrepublik kommen, bezeichnete er als „Invasoren“. Es schwadroniert von Muslimen, die „Ungläubige mit ihrem Moslemsaft vollpumpen“ und einer drohenden „Moslemmüllhalde“ in Deutschland.

[…]
„Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn er gefälligst nicht pariert“, sagte Pirinçci. Daraufhin skandierte die Menge „Widerstand, Widerstand“. Für den Redner offenbar die Aufforderung, nachzulegen: „Es gäbe natürlich auch andere Alternativen“, so Pirinçci. „Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“ Applaus im Publikum.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/akif-pirincci-rede-bei-pegida-in-dresden-abgebrochen-a-1058589.html

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Gruß Hubert

 

Eine Antwort zu “Akif Pirincci und die Links-Versifften

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  1. Hier noch eine genauere Analyse des Deutschtürken Akif Pirincci im Tagesspiegel.
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    Akif Pirinçcis Hass-Buch „Deutschland von Sinnen“ Der Pöbler und die Neue Rechte.
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    Bekannt wurde Pirinccis eigentlich als Katzenkrimiautor. Foto: Ulf Andersen
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    Die Bereitschaft, sich Sündenböcke zu basteln, teilt der Autor mit seinem Publikum. Dessen Kommentare aber liefern den von Pirinçci gescholtenen Soziologen so kostbares Studienmaterial über die Ressentiments von Zeitgenossen. Rasch alles kopieren, das sind Quellen. Caroline Fetscher.
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    „Der Wohlfahrtsstaat hat uns in die Zange genommen.“ „Feminismus ist eine tropfende Hassreligion, ein totalitärer Umbau der Normalität.“ Die „auszehrende Monotonie des westlichen Diskurses“ führt zu einem „Dasein ohne Herkunft, Heimat, Nachkommenschaft und Transzendenz“.
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    Empörung und Resignation mischt sich in diesen Stoßseufzern über eine Welt, die sich im ewigen Umbruch befindet. Ist es nicht eigentlich schon zu spät für den Protest, die Schlacht bereits verloren? Die geharnischte Kulturkritik entstammt drei aktuellen Neuerscheinungen aus der „Edition Sonderwege“, in der auch Akif Pirinçcis Bestseller „Deutschland von Sinnen“ herausgekommen ist. Die zwei Dutzend Autoren der zum Manuscriptum-Verlag gehörenden Edition sind ausschließlich Männer – ältere, verbittert bis weinerlich wirkende Männer, deren Wut sich gegen die immergleichen Gegner wendet: die Emanzipation der Frauen, die Moderne, den Westen.
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    Auffällig: Viele Autoren haben das politische Lager gewechselt

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    Unter den Sonderwege-Autoren haben auffallend viele das politische Lager gewechselt. Der Kabarettist, Alt-Hippie und Liedermacher Bernhard Lassahn, der nun gegen die Homosexuellen-Ehe und den „Krieg gegen den Mann“ agitiert, hat früher für den Diogenes-Verlag humoristische Unterhaltungsromane aus dem WG-Milieu der achtziger Jahre geschrieben. Frank Böckelmann, Verfasser des Verwestlichungs-kritischen Pamphlets „Jargon der Weltoffenheit“, hat als SDS-Funktionär begonnen und beteiligte sich mit Rudi Dutschke und Dieter Kunzelmann an der „Subversiven Aktion“. Und der emeritierte Soziologieprofessor Gerhard Amendt gehörte zu den Gründern des ersten Bremer Frauenhauses und polemisiert jetzt gegen „Frauenquoten – Quotenfrauen“.
    […]
    Der Übergang vom Kulturpessimismus, dem viele Autoren der Manuscriptum-Verlagsgruppe anhängen, zur schneidigen Demokratieverachtung der Neuen Rechten ist fließend. Pirinçcis Verlagsleiter in der Edition Sonderwege sind André F. Lichtschlag, der das libertäre, gegen den Sozialstaat gerichtete Magazin „Eigentümlich Frei“ herausgibt, und Andreas Lombard, der „den täglich eskalierenden Kampf um Abtreibung, Einwanderung, Homosexuellenrechte, Genderismus, Feminismus“ beklagt. Ihnen wurde von der rechten Wochenzeitung „Junge Freiheit“ der Gerhard-Löwenthal-Preis verliehen.
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    „Es gibt sie noch, die guten Dinge“, lautet das Firmenmotto von Manufactum. Eine Formel, die Akif Pirinçci wohl kaum unterschreiben würde. Denn sein „Deutschland von Sinnen“ ist ein Gemeinwesen am Abgrund, in dem nichts mehr gut ist und das beherrscht wird von irren Frauenbeauftragten, unverschämten Homosexuellen und kriminellen Zuwanderern. Manufactum will übrigens nichts mehr zu tun haben mit seinem Gründer und distanziert sich von dessen Verlag.
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    Soeben ist in dem Band „Sprache – Macht – Rassismus“ (Metropol Verlag, Berlin) eine ausführliche Analyse des Sprachgebrauchs von Akif Pirincci erschienen. Die Autoren Agniezska Satola und Joachim Spanger entschlüsseln in ihrem Aufsatz „Die Sprache des antimuslimischen Rassismus im Netz“ einen Text, den Pirincci im März 2013 auf dem Blog „Die Achse des Guten“ veröffentlicht hatte. Unter dem Titel „Das Schlachten hat begonnen“ beschwor Pirincci einen bevorstehenden „Genozid“ an den Deutschen durch gewalttätige, muslimische Jugendliche herauf. Wie in seinem aktuellen Buch berief sich der Autor darauf, dass „die Wahrheit“ über diese aufziehende Gefahr von den Medien absichtlich verschwiegen werde. Die sprachliche Analyse führt den manipulativen und ideologischen Duktus von Pirincci klar vor Augen.
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    http://www.tagesspiegel.de/kultur/akif-pirinccis-hass-buch-deutschland-von-sinnen-vom-kulturpessimismus-zur-demokratieverachtung-der-neuen-rechten-/9744444-2.html

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    Gruß Hubert

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