Archiv für 28. Mai 2017

Kinderlose – Die neuen Sündenböcke der Nation   2 comments

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Ich habe heute irgendwo ein Bild gesehen wo gesagt wurde, dass von den G7 nur Trump und der kanadische Regierungschef Kinder haben, die übrigen fünf hätten keine Kinder. Ich habe es nicht recherchiert, weiß nicht ob es so ist. Außerdem müsste man wissen ob sie keine Kinder wollen bzw. ihre Partnerinnen und ob sie keine bekommen können. Aber wen geht das etwas an? Das ist ja ein massiver Eingriff in die Privatsphäre. Ich finde es sogar eine Frechheit und eine schamlose Anmaßung. Beim Trump könnte ich mir allerdings vorstellen, dass er auch eine außerehliche Kinderschar hat.
Für die Normalbürger bedeuten viele Kinder außerdem ja viele finanzielle Nachteile, BESONDERS für Frauen. Da kümmert sich VATER STAAT dann nicht mehr darum. Übrigens macht es auch die Kirche so, nachdem die Kinder da sind tun sie nichts mehr dafür (obwohl… aber lassen wir das… 😦  ). Es bedeutet Armutsfalle, Altersarmut zu hundert Prozent voraus programmiert. Deutschland hat ja tolle Renten!

Überhaupt die katholische Kirche! Warum verbietet sie dann ihren Priestern die Ehe?? Dann könnten sie zumindest Kinder haben, die sie nicht zu verstecken bräuchten.

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Die Journalistin Kerstin Herrnkind hat sich mit dem Thema befasst.

Kinderlose – Die neuen Sündenböcke der Nation

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Vögeln für den Kaiser, für den Führer, gegen den Kommunismus, für die Rentenkasse – Kinder zu gebären fürs Vaterland hat in Deutschland eine lange Tradition. Doch es ist eine kurzsichtige, dumme Politik. Man rechnet mit Kindern, die nicht geboren sind. Mit Geld, das noch nicht erwirtschaftet ist. Und wundert sich, wenn dem System der Zusammenbruch droht.
Doch es sind nicht die Kinderlosen, die das Rentensystem zerstören. Das System zerstört sich selbst, weil die deutsche Rentenversicherung einem Schneeballsystem gleicht. Und Politiker die Rentenkasse plündern.  Um diese Fehler zu vertuschen, machen Politiker Kinderlose zu Sündenböcken. Der demografische Wandel ist eine Lüge, mit der Politik gemacht wird.

Was außerdem geschickt unter den Tisch gekehrt wird: Die Kritik an Kinderlosen ist eine zutiefst frauenfeindliche Debatte. Es sind nun mal die Frauen, die Kinder gebären. Und sie bezahlen  in diesem Land nicht selten mit ihrer beruflichen Existenz dafür.

Politiker in diesem Land wollen, dass Frauen mehr Kinder kriegen. Doch wehe, Frauen lassen sich darauf ein.  Überall stehen Fallen, in die sie tappen können: Elternzeitfalle, Teilzeitfalle, Armutsfalle, wenn sie ihre Kinder alleine erziehen müssen. Alle werden zur Rentenfalle.
Wenn sie erstmal Kinder haben, lässt die Politik Frauen im Stich. Vater Staat verrät seine Töchter.

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http://kerstinherrnkind.com/

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Hier noch ein Auszug aus Huffington Post

Kinderlose Frauen sind die neuen Sündenböcke der Nation

Kinderlose sind die neuen Sündenböcke der Nation. „Zwar leistet sich Deutschland heute schwule Außenminister und Bürgermeister sowie eine kinderlose Kanzlerin, doch wehe, man bekennt sich offen zum vorsätzlichen Leben ohne Kind. Es kommt dem Bruch eines ungeschriebenen Gesetzes gleich. Das lautet bis heute: Nur wer Kinder in die Welt setzt, lebt wirklich im Einklang mit den Werten der Gesellschaft“, schreibt mein Kollege Mathias Schneider im Stern.

„Kinderlosigkeit hat in unserer Gesellschaft den Rang eines unentschuldbaren Makels, eines Versagens“, bringt die taz es auf den Punkt.

Mehr zum Thema: Diese 5 Worte sind für mich schlimmer als sexuelle Belästigung

Und die Schriftstellerin Tanja Dückers klagt in der Zeit: „Dass Kinderlose heute gesellschaftlich mehr geächtet werden als noch vor dreißig Jahren, ist beschämend für eine angeblich offene, tolerante Gesellschaft“.

Politiker, Wissenschaftler, Juristen, ja selbst Ärzte hacken auf Kinderlosen herum. Nicht mal die angeblich so barmherzigen Kirchen bringen Verständnis für Kinderlose auf. „Wer keine Kinder bekommt, ist egoistisch“, sagt der Papst.

Familien mit drei Kindern sind nach Vorstellung des Papstes optimal

„Eine Gesellschaft mit einer erfolgsorientierten Generation, die sich selbst nicht mit Kindern umgeben will und für die Kinder vor allem etwas Störendes, eine Belastung, ein Risiko darstellen – das ist eine deprimierte Gesellschaft.“ Familien mit drei Kindern sind nach Vorstellung des Papstes optimal.

Der Papst selbst hat keine Kinder. Früher soll es Heilige Väter gegeben haben, die echte Papas waren. Papst Hormisdas (514-523) war Vater eines Sohnes. Papst Hadrian II. (867-872) hatte eine Tochter. Die katholische Kirche war offenbar lockerer drauf.

 

Bis in neunte Jahrhundert gab es sogar Kinder von Priestern, die Päpste wurden. Heutzutage erlaubt die katholische Kirche ihren Priestern nicht mal mehr, sich offiziell zu ihren unehelichen Kindern zu bekennen. Und wer es tut, fliegt raus. Was die katholische Kirche diesen Kindern antut, kann man in dem Buch Sag keinem, wer dein Vater ist von Karin Jäckel nachlesen.

 

Die Journalistin hat das Schicksal von Priesterkindern aufgearbeitet. „Wir haben uns geschämt, dass unser Vater ein Priester ist. Ein Priester hat doch keine Frau und keine Kinder. Das ist Sünde. Und wir sind jetzt der Beweis“, erzählen Betroffene.

Die katholische Kirche selbst ist eine deprimierte Gesellschaft

„Kinder, die mit Angst und Lügen aufwachsen – so belegen die erschütternden Zeugnisse und Berichte dieses Buches – haben keine Kindheit“, schreibt die Autorin. Aber Papst Franziskus findet ja auch nichts dabei, Kinder zu schlagen.

Kürzlich hat der Papst behauptet: „Die Ehe ist die schönste Sache, die Gott geschaffen hat.“ Die Ehe wird allerdings schon im Codex Ur-Nammu und dem Codex Hammurapi – also in den ältesten Gesetzestexten der Welt – erwähnt. Spricht eher dafür, dass es Menschen waren, die da einen gewissen Regelungsbedarf zwischen (damals noch) Mann und Frau sahen.

Aber wenn der Papst so überzeugt davon ist, dass es Gott war, der die Ehe erfunden hat, soll er seine Priester doch endlich heiraten lassen und den Zölibat aufheben. Die katholische Kirche selbst ist eine deprimierte Gesellschaft.

Und sie ist scheinheilig, wie es in der Bibel steht: „Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Schriftgelehrten und Pharisäer … Sie binden schwere und unerträgliche Bürden und legen sie den Menschen auf die Schultern; aber sie selbst wollen keinen Finger dafür krümmen.“

Nun muss man wissen, dass längst nicht alle Kirchenmitarbeiter, also auch Pfarrer und Priester, den Generationenvertrag stützen und in die Rentenversicherung einzahlen. „Satzungsmäßige Mitglieder geistlicher Genossenschaften“, also Mönche, Diakonissen und andere Ordensmitglieder, sind von der Pflicht, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, befreit.

Und man muss wissen, dass die Kirchen sich die Gehälter ihrer Bischöfe, Priester und Vikare vom Steuerzahler spendieren lassen. Ja, richtig gelesen, die Steuerzahler, selbst wenn sie keiner Konfession angehören, zahlen die Gehälter von Geistlichen.

Forderungen verjähren in der Regel nach drei Jahren

Rund 500 Millionen Euro überweisen die Bundesländer (abgesehen von den Stadtstaaten Hamburg und Bremen) jedes Jahr an die Kirchen. Keine Kirchensteuer, wohlgemerkt, sondern sogenannte „Staatsleistungen“ aus dem Steuersäckel. Also Geld, das die arbeitende Bevölkerung in diesem Land erwirtschaftet hat.

Warum? Nun ja, der Staat leistet mit dieser halben Milliarde Abbitte dafür, dass die Kirchen im 18. und 19. Jahrhundert enteignet wurden. Angeblich wurde ihnen dafür Schadensersatz zugesichert.

Kirchenkritiker halten Letzteres für eine Legende. Doch selbst wenn es so gewesen sein sollte, wäre diese Schadensersatzforderung inzwischen über 200 Jahre alt. Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch verjähren Forderungen in der Regel nach drei Jahren.

Vollstreckungstitel, mit denen Forderungen eingetrieben werden können, sind 30 Jahre gültig. Und in der Bibel ist gar die Rede davon, dass Schulden alle sieben Jahre erlassen werden sollen: „Jeder Gläubiger soll den Teil seines Vermögens, den er einem andern … als Darlehen gegeben hat, brachliegen lassen.“

16,8 Milliarden Euro haben die Länder den Kirchen überwiesen

Aber die Kirchen beharren auf „ihrer“ Kohle. Und die Steuerzahler blechen 500 Millionen Euro pro Jahr für diese merkwürdige Wiedergutmachung. Zum Vergleich: 800 Millionen Euro will das Bundeskabinett von 2017 bis 2019 in den sozialen Wohnungsbau stecken.

Wenn wir den Kirchen nicht das Geld überweisen müssten, hätte der Finanzminister schon einen schönen Batzen für den sozialen Wohnungsbau zusammen. Klar, es sind die Länder, die den Kirchen Staatsleistungen überweisen, nicht der Bund, trotzdem taugt der Vergleich, um hier einmal die Dimensionen klarzumachen.

16,8 Milliarden Euro haben die Länder den Kirchen seit der Gründung der Bundesrepublik als Wiedergutmachung für die Enteignungen überwiesen.

So hat es der Verwaltungsjurist Johann Albrecht Haupt ausgerechnet. „Die historische Begründung für die Staatsleistung wirkt, nahezu zweihundert Jahre nach der Säkularisation, anachronistisch“, schreibt er in einem Aufsatz über die Trennung von Staat und Kirche.

Die Kirchen kassieren das Geld ungerührt

„Kriege und Vertreibungen haben gerade in den letzten zwei Jahrhunderten Hunderttausenden von Menschen und vielen Institutionen wiederholt die Existenzgrundlage geraubt, ohne dass der Staat in vergleichbarer Fürsorge den Betroffenen mit ‚Staatsleistungen‘ auf Dauer zur Seite gestanden hätte.Die Kirchen, die … ohnehin zu den reichsten Institutionen in Deutschland gehören, bedürfen der Staatsleistungen am allerwenigsten.“

Recht hat er. Doch die Kirchen kassieren das Geld ungerührt, selbst wenn im Land der Rotstift regiert und bei Arbeitslosen und Hartz IV-Empfängern gespart wird.

„Eine staatliche Mega-Rente für die Kirche“, spottet mein Kollege Lutz Kinkel auf stern.de. Aber die Kirchen handeln ganz im Sinne der Bibel: „Hastig errafftes Gut zerrinnt; wer aber ruhig sammelt, bekommt immer mehr.“

Dass der Staat den Geldhahn zudreht, ist unwahrscheinlich. Die Politik traut sich an das Thema nicht heran. Obwohl die Abschaffung dieser Pseudo-Schuld sogar im Grundgesetz steht. Aber die Kirche ist eine Hausmacht im Lande, mit der man sich nicht anlegt – Verfassungsauftrag hin oder her.

 

2015 nahmen die Kirchen über elf Milliarden Euro Kirchensteuer ein

Eine Initiative der Linken, die Staatsleistungen abzuschaffen, scheiterte. Der Bund schiebt den Ländern den schwarzen Peter zu: „Die Bundesregierung sieht … keinen Anlass, die Initiative zu einer Ablösung der Staatsleistungen zu ergreifen. Der Bund selbst ist nicht Schuldner der Staatsleistungen. Den Ländern als Träger der Staatsleistungen steht es dagegen frei, einvernehmlich mit den Kirchen die Staatsleistungen zu verändern und neue Rechtsgrundlagen zu schaffen“, liest man in der Antwort der Bundesregierung auf eine kleine Anfrage der Linken.

„Irgendwie leben ja auch alle halbwegs gut damit, wenn es so weitergeht. Bis auf den Steuerzahler“, schreibt Kollege Kinkel sarkastisch auf stern.de. Dass uns die Kirche unsere Schuld finanziell vergibt und erlässt, ist nicht zu erwarten. So zahlen wir bis in alle Ewigkeit.

Und wir zahlen nicht nur diese Staatsleistungen an die Kirchen. Auch steckt Vater Staat den Kirchen großzügig Steuergeld zu. Wie spendabel er ist, kann man im Violettbuch Kirchenfinanzen von Carsten Frerk nachlesen.

2015 nahmen die Kirchen über elf Milliarden Euro Kirchensteuer ein. Ein Rekord. Das Geld sei den Kirchen gegönnt, schließlich drücken die Gläubigen es freiwillig ab. Doch der deutsche Staat spielt für die Kirchen den Kassierer. Die Finanzämter treiben die Kirchensteuer ein.

Der Staat verzichtet zugunsten der Kirchen auf bares Geld

Wir sind – der Säkularisierung zum Trotz – kein säkularer Staat. Auch die Arbeitgeber, also zum großen Teil private Unternehmen, müssen den Kirchen zur Hand gehen, die Kirchensteuer ausrechnen und ans Finanzamt überweisen.

Diesen Service verdanken die Kirchen übrigens den Nazis, die die Arbeitgeber ab 1935 dazu verpflichteten. Der Staat verzichtet zugunsten der Kirchen auf bares Geld, weil man die Kirchensteuer von der Einkommensteuer abziehen kann.

Alles in allem schlagen diese Vorzüge, die der Staat den Kirchen einräumt, für den Steuerzahler nach Frerks Berechnungen mit insgesamt fünf Milliarden Euro pro Jahr zu Buche. Mit dem Geld könnte Bildungsministerin Johanna Wanka (CDU) neue Computer für die Schulen kaufen.

Fünf Milliarden Euro ist genau die Summe, die Frau Wanka in die Digitalisierung von Schulen stecken will. Auch sonst greift Vater Staat den Kirchen mit unserem Steuergeld großzügig unter die Arme. Etwa 19 Milliarden Euro überweist der Staat laut Frerk den Kirchen pro Jahr. Zusätzlich zur Kirchensteuer.

Wir finanzieren den kirchlichen Nachwuchs

Steuerzahler sanieren mit ihrem Geld Kirchen und Pfarrhäuser für rund 100 Millionen Euro im Jahr, selbst wenn sie Heiden sind. Wir finanzieren den kirchlichen Nachwuchs. Etwa 500 Millionen steckt Vater Staat in die theologischen Fakultäten der Unis – obwohl Theologie gar keine Wissenschaft, sondern Glaubenssache ist.

„Eine Theologie, die sich den wissenschaftlichen Fakten ehrlich stellen würde, müsste sich eigentlich wegen hinreichend belegter Gegenstandslosigkeit selbst auflösen“, schreibt der promovierte Theologe Heinz-Werner Kubitza („Der Jesuswahn“).

Fast vier Milliarden Steuergelder fließen in christliche Kindergärten, liest man bei Frerk. Die Kirchen würden ihre Kindertagesstätten „nur zum allergeringsten Anteil selbst finanzieren“. Wir zahlen also dafür, dass schon die Kleinen im Kindergarten beten lernen und die Kindergärtnerinnen ihnen vom lieben Gott erzählen – alles in der Hoffnung, dass die Kleinen eines Tages zu braven Kirchensteuerzahlern heranwachsen.

Sogar bei den über sechs Millionen Minijobbern im Land halten die Kirchen mit einer pauschalen Steuer die Hand auf. Rund 17 Millionen knüpfen sie den Geringverdienern laut Frerk ab. Heißt es in der Bibel nicht: „Wehe dem, der sein Gut mehret mit fremden Gut!“

 

19 Milliarden aus der Steuerkasse an die Kirchen

Aber die Kirchen tun doch so viel Gutes. „Wer die Kirche unterstützt, übt Solidarität mit den Schwachen und Benachteiligten“, rühmt sich die EKD auf ihrer Internetseite. Ja, aber auch viele dieser guten Taten zahlt in Wirklichkeit der Steuerzahler. Schätzungsweise zahlen die Kirchen, so die FAZ, „allenfalls fünf Prozent“ ihrer Wohltaten aus eigener Tasche.

19 Milliarden aus der Steuerkasse an die Kirchen – eine schöne Stange Geld. Von dem Geld könnten wir locker die Mütterrente finanzieren. Deren Aufstockung soll jährlich 6,7 Milliarden Euro kosten. Also: Kürzen wir den Kirchen das Geld, geben wir es den Müttern.

Auch die Kosten für die Zuwanderung könnte der Staat von diesem Geld berappen. Und die Bekämpfung von Fluchtursachen gleich mit. Für diese beiden Posten hat die Bundesregierung genau 19 Milliarden im Haushalt veranschlagt.

Wenn wir den Kirchen die Milliarden streichen würden, könnten die Bildungsminister auch endlich anfangen, Deutschlands Schulen zu sanieren. 34 Milliarden Euro, so schätzt das Deutsche Institut für Urbanistik, würde es kosten, kaputte Heizungen, versiffte Toiletten, marode Turnhallen, einsturzgefährdete Dächer und undichte Fenster in Deutschlands Schulen zu reparieren.

 

Nur zwei Drittel aller Steuerzahler sind Mitglieder einer christlichen Kirche

Gerade mal 2,8 Milliarden gaben die Flächenländer (die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen ausgenommen) 2015 für die Sanierung von Schulen aus. Kinder sind, so ist auf der Internetseite der EKD zu lesen, „ein köstlicher Schatz“. Warum lassen wir zu, dass unsere köstlichen Schätze in heruntergekommenen Klassenzimmern hocken, während sich Bischöfe von unserem Steuergeld Protzbauten leisten?

Nur zwei Drittel aller Steuerzahler sind Mitglieder einer christlichen Kirche, aber alle werden zur Kasse gebeten. Von „systemisch bedingter Ausbeutung des Steuerzahlers“ schreibt der Münchener Theologe Friedrich Wilhelm Graf.

Man kann es auch drastischer formulieren: Die Kirchen laben sich wie Vampire am Steuerzahler. Oder Jesus zitieren: „Weh‘ euch, ihr Heuchler, die ihr die Becher und Schüsseln außen reinigt, innen aber sind sie voller Raub und Gier!“

Ich will hier gar nicht davon anfangen, dass sowohl katholische als auch evangelische Pfarrer Kinder, die ihnen anvertraut waren, im großen Stil sexuell missbraucht haben. Und dass die Kirchen mit ihrem selbst gestrickten Arbeitsrecht die Grundrechte ihrer Mitarbeiter mit Füßen treten.

Keine Kinder zu haben ist ein Menschenrecht

Oder von den Millionen, die Ex-Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst für seinen Protzbau in Limburg verprasst hat. Ich bin ein Fan guter Taten, auch von denen der Kirche. Dass sie Geld aus dem Steuersäckel bekommen, könnte ich vielleicht noch verschmerzen, wenn auch nicht in dieser Höhe.

Aber ich lasse mir von solchen Leuten nicht sagen, dass ich „kein kostenloses Menschenrecht auf gewollte Kinderlosigkeit“ habe. Menschenrechte sind unveräußerlich. So steht es im Grundgesetz: „Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.“ Artikel 1, Absatz 2.

Und dass Menschenrechte für alle gelten, und zwar ohne Gegenleistung, sollten gerade Theologen eigentlich wissen. Keine Kinder zu haben, ist ein Menschenrecht, das 1968 auf der Menschenrechtskonferenz der Vereinten Nationen (UN) in Teheran festgeschrieben worden ist: „Eltern haben ein grundlegendes Menschenrecht, frei und selbstverantwortlich über Zahl und zeitliche Planung ihrer Kinder zu entscheiden, sowie ein Recht, darüber eine angemessene Erziehung und Information zu erhalten.“

Familienplanung ist Privatsache

So steht es in Artikel 16 der Abschlussproklamation. Es ging in der Debatte damals zwar mehr um Entwicklungsländer und um den fehlenden Zugang zu Verhütungsmitteln, trotzdem gilt der Passus noch heute. Menschen haben das Recht, selbst zu bestimmen, ob und wie viele Kinder sie kriegen.

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Papst Franziskus wetterte gegen Kondome und Pille

1998 waren es rund 73 Millionen. 27 Millionen mehr Menschen innerhalb von 16 Jahren. 50 Millionen Menschen gelten als arm. 80 Prozent sind Kinder. UNICEF zählt die Philippinen zu den zehn Ländern weltweit, in denen die meisten unterernährten Kinder unter fünf Jahren leben.

Warum kriegen die Leute dort so viele Kinder? Sie haben verinnerlicht, was die katholische Kirche dort seit Jahrhunderten predigt: Kinder seien ein „Geschenk Gottes“. Deshalb gilt in der Bevölkerung, die zu über 80 Prozent katholisch ist, nur als richtiger Mann, wer möglichst viele Kinder gezeugt hat. Und als richtige Frau, wer möglichst viele Kinder geboren hat.

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Kinderlose – Die neuen Sündenböcke der Nation

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Gruß Hubert

 

 

Giftköder für Hunde auslegen – sind das Menschen?   Leave a comment

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Getötete Hunde in Reinickendorf – Giftköder

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https://www.4shared.com/video/9zYXXzLuei/Gettete_Hunde_in_Reinickendorf.html
https://www.4shared.com/web/embed/file/9zYXXzLuei
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Es ist unglaublich welche Menschen es gibt, wobei es mir schwer fällt sie Menschen zu nennen, bei diesen miesen Eigenschaften, die sie haben. Es ist absolut niederträchtig Hunde mit einem Köder zu vergiften. Solche Menschen möchte ich wohl eher dem menschlichen Abschaum zurechnen. Welche Strafe für solche Individuen gerecht wäre überlasse ich jedem selbst, ich wüsste jedenfalls welcher Strafe ich so einem Ungeheuer zuführen würde.
So ein Monster ermordet ja einen Hund hinterhältig und grausam, und fügt der ganzen Familie enormes Leid zu.
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Hier ein Auszug aus rbb

In den vergangenen Tagen sind sieben Hunde durch Giftköder am Tegeler See getötet worden. Berlins Justizsenator warnt jetzt nicht nur Hundehalter, sondern auch Eltern vor solchen Ködern. Den oder die Täter zu ermitteln sei aber schwierig.

Am Freitagmittag ist bereits der siebte Hund gestorben, nachdem er einen am Tegeler See ausliegenden Gitftköder gefressen hat. Tierarzt Kai Rödiger, dessen Praxis nur wenige Autominuten vom Tegeler See entfernt liegt, konnte dem Vierbeiner nicht mehr helfen. Rödiger sagte der rbb-Abendschau, dass er in den vergangenen Tagen sechs Hunde mit akuten Vergiftungs-Symptomen behandelt habe. „Sie waren matt, teilweise zittrig, die Zunge ging ins bläuliche, sie hatten teilweise Schaum vor dem Maul. Einer verstarb schon auf dem Weg hierher, andere verstarben teilweise innerhalb von 20 bis 30 Minuten“, berichtet der Veterinär.

Das innerhalb des Auftretens des ersten Symptoms bis zum Tod nur so eine kurze Zeitspanne vergehe, sei sehr, sehr ungewöhnlich, sagte Rödiger. Am Tegeler See hängt inzwischen ein Schild mit einer offiziellen Warnung, Hunde vom Fressen unbekannter Materialien fern zu halten. Diese lebensbedrohliche Gefahr für Vierbeiner hat sich inzwischen bei vielen Anwohnern des Sees herumgesprochen. „Ich gehe mit meinem Hund nicht mehr hierher“, sagte ein Spaziergänger dem rbb.

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27 Giftköder-Funde in Berlin dokumentiert

In den vergangenen Jahren hat es in Berlin immer wieder Vorfälle mit Giftködern gegeben. Da es bisher an den „unterschiedlichsten Ecken der Stadt“ vorgekommen sei, sieht der Justizsenator in den jetzigen Vorfällen keine Serie. „Wir vermuten, dass das einzelne sind, die das immer wieder machen“.

Im Giftköderatlas des Berliner Senats wurden innerhalb eines Jahres 27 nachgewiesene Funde veröffentlicht.
Giftköderatlas:   http://www.berlin.de/lb/tierschutz/service/giftkoederatlas/

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Giftköder für Hunde auslegen – sind das Menschen?

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Empfohlene Verhaltensweisen

– Tiere am besten anleinen (insbesondere in Ufernähe)
– Beobachten ob die Tiere etwas vom Boden aufnehmen
– bei kleinstem Verdacht, sofort einen Tierarzt kontaktieren

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Gruß Hubert