Archiv für Mai 2017

Anonymous.Kollektiv   Leave a comment

Am Beispiel des Rechtsradikalen Mario Rönsch erkennt man, wie gefährlich solche Individuen sein können. Er benützte den Namen Anonymous um abzulenken wer wirklich dahinter steckte. Denn denen geht es um eine freies Internet. Mario Rönsch geht es aber um Hetze gegen Flüchtlinge, um Rassismus und volksverhetzende Kommentare.
Anonymous.Kollektiv zählte zu den größten Hetzseiten auf Facebook, seit Kurzem jedoch ist die Seite offline. Ihre Postings beschäftigen nun die Staatsanwaltschaft Erfurt.

Aus Wikipedia

Anonymous.Kollektiv

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Anonymous.Kollektiv nennt sich eine deutschsprachige Website, die sich als Teil des Hackerkollektivs Anonymous ausgibt, seit 2012 jedoch Rechtspopulismus, Verschwörungstheorien sowie volksverhetzende und rassistische Kommentare gegen Flüchtlinge, Zuwanderer und Muslime verbreitet. Sie wirbt für einen Online-Waffenhandel namens migrantenschreck, der zu Schüssen auf Flüchtlinge aufruft. Sie bestand bis 21. Mai 2016 auf Facebook, wurde dort nach zahlreichen Beschwerden gesperrt und zog dann auf das russische Netzwerk vk.com um.

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Die Seite gehörte bis 2012 zur Netzbewegung Anonymous und verwendet weiterhin deren Symbole. Bis Anfang 2014 traten dafür typische Themen wie Informationsfreiheit und Zensur im Internet jedoch weitgehend zurück. Seitdem verbreitet die Seite verschwörungstheoretischen Antiamerikanismus, etwa indem sie Nachrichtendiensten der USA den Anschlag auf Charlie Hebdo anlastete. Seit der Ukraine-Krise 2014 stellt die Seite die etablierten Medien als staatlich gelenkt dar und verlinkt nur noch den russischen Sender RT Deutsch und das rechtspopulistische Magazin Compact von Jürgen Elsässer.[1] Die Macher riefen zu den damaligen Mahnwachen für den Frieden auf, bekannten sich zu Russland unter Staatspräsident Wladimir Wladimirowitsch Putin, beschrieben die Ukraine als faschistischen Staat, deutsche Medienberichte als Kriegstreiberei und die Bundesregierung als Marionette des internationalen Finanzkapitals. Sie schürten Angst vor einem dritten Weltkrieg, sahen die Aufnahme von Flüchtlingen als langfristig geplante Abschaffung Deutschlands und als „Umvolkung“.[2]

Sie stellen die Flüchtlingskrise in Europa ab 2015 als „US-gesteuerte Flüchtlingsinvasion in Europa“ dar und verbreiten Hasskommentare gegen Flüchtlinge und linksgerichtete Politiker.[1] Sie schüren Hass gegen Ausländer, die sie als systematische brutale Vergewaltiger deutscher Frauen und Kinder darstellen, und gegen Bundeskanzlerin Angela Merkel („Zoneneule“, „Schlepperkönigin“). Sie geben Großbritannien die Schuld am Zweiten Weltkrieg (Geschichtsrevisionismus) und propagieren die erste Strophe des Deutschlandlieds mit dem Anspruch auf die früheren Ostgebiete des Deutschen Reiches. Am Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus (27. Januar 2016) bot die Seite einen Link zu einem Clip, in dem der Holocaust verharmlost wurde.[3]

Auf der Seite wurden Flüchtlinge als „menschlicher Müll“ und als „notgeile, pädokriminelle Migranten-Rotte“ bezeichnet und für den Onlineshop „Migrantenschreck“ geworben. Dieser verkauft Pistolen und Gewehre mit potentiell tödlicher Hartgummimunition und ruft dazu auf, damit auf Flüchtlinge zu schießen („60 Joule Mündungsenergie strecken jeden Asylforderer nieder“).[4] Sie warb auch für Björn Höcke, den Vorsitzenden der rechtspopulistischen Partei Alternative für Deutschland (AfD) in Thüringen, und für Pegida.[5]

Im Januar 2016 wurde eine Falschmeldung des russischen Perwij Kanals mit deutschen Untertiteln zum sogenannten Fall Lisa verbreitet. Danach soll ein arabisch aussehender Mann das Mädchen entführt und mit zwei ausländisch aussehenden Komplizen 30 Stunden lang vergewaltigt haben.[6]

Im März 2016 wurde auf der Seite ohne Beleg behauptet, der Eisenbahnunfall von Bad Aibling sei ein Terroranschlag der „rotgrünen Antifa“ gewesen. Ein beim Unglück getöteter Zugführer habe einer linksextremen Partei angehört und einen Selbstmordanschlag verübt. Infolge der vielen Follower teilten Tausende diesen Beitrag.[7]

[…]

Mutmaßlicher Betreiber

Nach schriftlichen Zeugenaussagen gegenüber der Zeitschrift Focus betrieb der Erfurter Mario Rönsch die Facebookseite. Er war bis mindestens 2014 AfD-Mitglied. Auch die Website des Waffenhandels www.migrantenschreck.net ist auf seinen Namen eingetragen.[4] Der gelernte Bankkaufmann wurde 2012 als Vertreter von Webseiten wie Fandealer und Cyburios bekannt, die gegen Gebühr Fan- und Follower-Zuwächse an Firmen verkaufen.[12] Er soll wegen Betrugs, Urkundenfälschung und Insolvenzverschleppung mehrfach verurteilt worden sein. Nach Angaben von Anonymous führten vier Anonymous-Mitglieder, darunter Rönsch, die Facebookseite Anonymous.kollektiv bis 2012. Nach einem Streit zwischen ihnen habe Rönsch die Seite allein übernommen und die übrigen drei als V-Männer und verdeckte Scientologen zu diskreditieren versucht.[2] Er versuchte die ZDF-Reporterin Dunja Hayali im Oktober 2015 an einer Befragung von Teilnehmern einer AfD-Kundgebung in Erfurt zu hindern. In Facebookdialogen drohte ein Absender der Website in Ich-Form, er werde alle verklagen, die seinen Namen nennen.[3]

https://de.wikipedia.org/wiki/Anonymous.Kollektiv

Mario Rönsch und sein Versprechen    

https://youtu.be/SVkdmaJUvWM

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Mario Rönsch aka „Anonymous.Kollektiv“ @ Erfurt AfD
https://youtu.be/zD0J1UhgHJ8                       

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Mario Rönsch über seine Aktivitäten bei der Berliner Montagsmahnwache
https://youtu.be/LiewBIvNOaw

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https://www.psiram.com/de/index.php/Anonymous.Kollektiv

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Mario-Rönsch_bis-mind-2014-AfD-Mitgl-9328

https://de-de.facebook.com/Sonnenstaatland/posts/979534698769162

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Anonymous.Kollektiv: Hetze unterm Anonymous-Deckmantel

http://www.zeit.de/digital/internet/2016-06/anonymous-kollektiv-rechte-hetze

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Gruß Hubert

 

Grausame Tiertransporte   Leave a comment

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Es übersteigt jedes Vorstellungsvermögen wie grausam es bei Tiertransporten zugeht und was Tiere zu erleiden haben. Tiere befinden sich oft über 50 Stunden in einem Tiertranporter und erhalten kein Wasser. Oft stehen sie auch noch an Grenzen Stunden oder auch Tage bei 40° C. Hitze oder klirrender Kälte im Winter. Von Politikern sind nur leere Wort zu hören, die keinen Wert haben.

Bei Transporten in den Nahen Osten, Nordafrika und die Türkei ist es besonders schlimm. Das ist alles UNGLAUBLICH und UNFASSBAR!

Auszug aus VGT.at

Aktuelle Berichte zeigen: Unfassbare Tierquälerei bei Transporten in den Nahen Osten, Nordafrika und die Türkei

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Tausende Tiere werden jedes Jahr mit LKWs und Schiffen in Drittländer transportiert, die keinerlei Tierschutzgesetze besitzen, die mit den Österreichischen vergleichbar wären. Dabei herrschen katastrophale Zustände auf den Transportern. Unter anderem stehen die Tiere mehrere Zentimeter tief in ihren eigenen Exkrementen, Krankheiten und Todesfälle sind an der Tagesordnung. Ein EuGH Urteil von 2015 besagt, dass die Tierschutzbestimmungen für Transporte aus einem EU-Land auch über die EU-Grenzen hinaus für den gesamten Transport bis an den Zielort gelten müssen. Diese Regelung wird allerdings oftmals nicht eingehalten, wie erst heute bekannt wurde. Die Kleine Zeitung und die Süddeutsche Zeitung haben Berichte über die tragischen Tiertransporte veröffentlicht, welche die Organisation Animals International aufgedeckt hat. Der VGT fordert die österreichische Regierung dazu auf, dem Urteil des EuGH nachzukommen und Transporte von österreichischen Tieren ins EU-Ausland nicht länger zuzulassen. Dazu hat der VGT eine Petition gestartet: www.vgt.at/tiertransporte

http://vgt.at/presse/news/2017/news20170418hl_2.php

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Warnung: sehr grausame Bilder im letzten Drittel des Videos.

Höllenqualen: Tiertransport per Schiff 

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Siehe auch:

Beamte prüften in den letzten drei Tagen an der A4 verschiedene Tiertransporte. Die Bilanz sieht erschreckend aus.

http://www.sz-online.de/sachsen/polizei-stoppt-grausame-tiertransporte-3411430.html

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http://vgt.at/presse/news/2017/news20170427y_2.php

 

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Hier noch die Geschichte einer kanadischen Tierrechtlerin, die vor Gericht stand, weil sie Schweinen Wasser gab.

Auszug.

Tierrechtlerin nach ihrem Freispruch im Interview

Anita Krajnc
© Jo-Anne McArthur / WeAnimals.org

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Sie wurde angezeigt, weil sie an einem heißen Tag durstigen Schweinen auf dem Weg ins Schlachthaus Wasser gab. Anita Krajnc (gesprochen »Krainz«), die Mitbegründerin der kanadischen Tierrechtsgruppe Toronto Pig Save schüttete im Juni 2015 Wasser zu den Tieren in den Tiertransporter. Der Fahrer forderte sie auf, damit aufzuhören, beschimpfte sie und rief die Polizei. Sie wurde wegen Sachbeschädigung verklagt und ihr drohten im Falle einer Verurteilung eine Geldbuße oder sogar Haft. Der Fall sorgte international für Aufsehen. Anfang Mai 2017 sprach ein kanadisches Gericht die Angeklagte schließlich frei. Wir haben Anita Krajnc dazu interviewt.

Was hat Sie dazu bewegt, Toronto Pig Save zu gründen?

Ich habe ein paar Jahre in der Nähe eines Schweineschlachthofs im Zentrum von Toronto gelebt. Aktiv wurde ich erst Ende 2010, nachdem ich meinen Hund, Mr. Bean, adoptiert hatte. Bei einem Spaziergang mit Mr. Bean in meinem Viertel in Downtown-Toronto beobachtete ich eines Tages etwas Schreckliches – sieben oder acht Transportwagen voller junger Schweine auf dem Weg zum Schlachthof. Beim Blick ins Innere des Fahrzeugs schaute ich in die Gesichter von traurigen und völlig verängstigten Schweinen – jedes einzelne von ihnen ähnelte auf erschreckende Weise meinem Hund, der neben mir stand. Dieser Anblick erschütterte mich zutiefst und ich wusste, dass ich etwas tun musste. Kurz darauf gründete ich zusammen mit anderen Tierrechtlern Toronto Pig Save.

Was macht Toronto Pig Save?

Unsere wichtigste Strategie ist es, bei den leidenden Tieren zu sein und ihnen beizustehen. Wie bereits Dr. Albert Schweitzer sagte: »Denke gelegentlich an das Leid, dessen Anblick du dir ersparst.« In seinem Buch Kalender der Weisheit spricht Tolstoi von der Pflicht, sich nicht von Leid abzuwenden, sondern hinzuschauen: »Wenn das Leid eines anderen Lebewesens dich schmerzt, folge nicht deinem ersten Impuls, vor dem Leidenden zu fliehen. Im Gegenteil, komm näher, komm so nahe wie möglich an den Leidenden heran und versuche, ihm zu helfen.«

Toronto Pig Save hält wöchentliche Mahnwachen vor den Toren des Schlachthofs und an Ampeln, an denen die Tiertransporter kurz anhalten und wir die Möglichkeit haben, mit den Tieren in den Fahrzeugen Kontakt aufzunehmen. Im Sommer, wenn die Tiere in den überhitzten Transportern schwer keuchen und Schaum vor dem Mund haben, geben wir ihnen Wasser.

Indem wir die Fotos und Videos unserer Mahnwachen online veröffentlichen, stellen wir die Verbindung her zwischen dem in Zellophan verpackten Fleisch in Supermärkten und den einzelnen Tieren, die zum Schlachthaus transportiert werden. Viele Menschen entscheiden sich wie wir für das vegane Leben und beginnen, sich für Tiere einzusetzen. Es wurden bereits neue Gruppen in Kanada, den USA, Australien, Europa, Südamerika und eine in Asien (Hong Kong Pig Save) gegründet. Sie alle halten vor den örtlichen Schlachthäusern Mahnwachen und bilden zusammen The Save Movement.

Was sind Ihrer Meinung nach die größten Probleme bei Tiertransporten in Kanada?

Die Tiertransportbestimmungen in Kanada sind sehr schwach, sie gehören zu den schlechtesten in allen Industrieländern. Die Tiere werden über viele Stunden unter extremen Wetterbedingungen transportiert, ohne Ruhepausen oder Wasser. Viele von ihnen sind tot, wenn sie am Schlachthaus ankommen. Durch unsere Anträge auf Informationszugang fanden wir heraus, dass jeden Tag tote Schweine am Schlachthof Quality Meat Packers ankommen, weil sie aufgrund der sommerlichen Hitze beim Transport einen Herzinfarkt erlitten haben.

Anita Krajnc
© Jo-Anne McArthur / WeAnimals.org

Wie oft haben Sie bereits Tiere bei Transporten versorgt?

Wir versorgen durstige Schweine schon seit etwa 2013 mit Wasser. Das Ungewöhnliche an der Mahnwache am 22. Juni 2015, einem drückend heißen Sommertag, bestand darin, dass der Fahrer aus dem Transporter ausstieg und ich später wegen Eingriffs in fremdes Eigentum angezeigt wurde – weil ich durstigen Schweinen, die in der Hitze litten, Wasser zum Trinken angeboten hatte. Genau das haben viele von uns in den letzten zwei Jahren immer wieder getan, oftmals sogar vor den Augen der anwesenden Polizei, die sich nur um unsere Sicherheit sorgte, aber für unser mitfühlendes Handeln Verständnis zeigte.

Was hat Sie bei dem Verfahren gegen Sie am meisten bewegt?

Ich glaube, die größte Auswirkung des sogenannten »Schweine-Prozesses« war die weltweite Aufmerksamkeit, die der Prozess für die Anwendung der Goldenen Regel bei notleidenden Tieren erzielte. Der Richter war aufgeschlossen und gestattete der Verteidigung die Präsentation von Beweismitteln über die fatalen ethischen, wissenschaftlichen, umweltbezogenen und gesundheitlichen Folgen der Fleisch-, Milch- und Eierindustrie. Dank seiner informierten Entscheidung wurde ich von der Anklage freigesprochen. Trotzdem hätte der Prozess eine noch viel größere Auswirkung haben können – wenn der Richter auf dem Weg zur unvermeidlichen Anerkennung der Rechte von Tieren als fühlende Wesen und Personen einen weiteren Schritt gemacht hätte. Aber das tat er leider nicht, sondern bezeichnete Schweine und andere Tiere gemäß kanadischem Recht einfach nur als Eigentum – was für die Tiere natürlich entwürdigend ist.

Was denken Sie über die Begründung des Gerichts für Ihren Freispruch?

Die Anklage wegen Eingriff in fremdes Eigentum wurde fallen gelassen, aber nur, weil ich nicht in fremdes Eigentum, also die Schweine auf dem Weg zum Schlachthof, eingegriffen habe. Ich habe den Transporter nicht angehalten. Ich habe nicht verhindert, dass die Schweine geschlachtet wurden. Daher erklärte der Richter, dass ich aus verfahrenstechnischen Gründen nicht schuldig bin. Allerdings finde ich es grundsätzlich falsch, Tiere als Eigentum zu erachten – genauso wie es vor Hunderten von Jahren falsch war, menschliche Sklaven als Eigentum und Frauen als Hab und Gut, als das Eigentum von Männern, anzusehen. Die Gesetze müssen zugunsten unserer tierischen Freunde geändert werden.

Wie haben Sie die Berichterstattung über Ihren Fall empfunden?

Ich denke, die Medienberichterstattung war ausgesprochen positiv. Sowohl die sozialen Medien als auch die Massenmedien haben das Bewusstsein und die Unterstützung für unsere Sache gestärkt. Vor diesem Prozess wussten die meisten Menschen nichts über die Situation der Tiere auf dem Weg zum Schlachthof, aber dank der enormen Medienberichterstattung konnte die Öffentlichkeit tatsächlich einen Blick in die Tiertransporter werfen. Die etablierten Fernsehsender berichteten ununterbrochen über den Vorfall vom 22. Juni, der zu meiner Verhaftung führte und den wir glücklicherweise auf Video aufgezeichnet hatten. Wenn ich in den Interviews sagte, dass die Schweine am Verdursten waren, spielten die Sender einen Videoclip ein, der die armen Schweine im Transporter zeigte, keuchend, mit Schaum vor dem geöffneten Mund. Es war klar und deutlich zu sehen, dass die Schweine extrem durstig waren.

Als die Medien unser Video Water for Poor Angel Pig Victims verlinkten, stieg die Zahl der Seitenaufrufe um 150.000 an. Die Medien verbreiteten Informationen über unsere Arbeit. Zum ersten Mal wurden unsere Aufnahmen der Schweine in den Transportern im großen Stil ausgestrahlt und erreichten die Massenmedien. Das hat dazu geführt, dass sich mehr Menschen an unserer Arbeit beteiligen, was von Anfang an unser Ziel war. Wir wollen nicht nur, dass die Menschen auf die vegane Ernährung umsteigen, sondern dass sie sich auch aktiv für die Tiere einsetzen!

Hier weiterlesen:

Grausame Tiertransporte

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Gruß Hubert

 

Die Toten Hosen – Sascha – Ein aufrechter Deutscher   Leave a comment

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Der Song von den Toten Hosen ist schon ein paar Jahre her, aber wieder aktuell, wenn man sich die rechtsradikalen Hass-Postings in den Sozialen Medien ansieht. Habe heute in einer Rundfunksendung über das Lied Sascha, ein aufrechter Deutscher reden gehört und ich finde es auch heute wieder zutreffend. Es ist ja so ein herrliches Gefühl, wenn man auf die eigene Nation stolz sein kann, ohne etwas dafür getan haben zu müssen. In ein Land wird man geboren, gleich wie man in eine Religion geboren wird die dort vorherrschend ist. Zum Glück kann man sie aber auch annehmen oder nicht, oder wieder ablegen. Ich bin jedenfalls immer nur auf eine eigene Leistung stolz. Nationalismus und Patriotismus sind immer gefährlich, wenn sie sich für höherwertig halten und andere Nationen oder noch schlimmer andere Rassen abwerten. Und das tun Leute, die diese Dinge hochhalten leider sehr oft.

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DIE TOTEN HOSEN – Sascha, ein aufrechter Deutscher

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Der Sascha der ist arbeitslos
was macht er ohne Arbeit bloß
er schneidet sich die Haare ab
und pinkelt auf ein Judengrab
Zigenuerschnitzel das schmeckt gut
auf Sintis hat er eine Wut
er isst so gern Cevapcici
Kroaten mochte er noch nie

Der Sascha der ist Deutscher
und Deutsch sein das ist schwer
und so deutsch wie Sascha
wird Abdul nimmermehr
Er kennt sogar das Alphabet
weiß wo der Führerbunker steht
Nein dieser Mann das ist kein Depp

Der Sascha ist ein Deutscher Rep
Er ist politisch informiert
und weiß das jeder Fremde stört
und sein treuer Schäferhund
bellt jetzt nicht ohne Grund

Denn der Sascha der ist Deutscher
und Deutsch sein das ist schwer
und so deutsch wie der Sascha
ist man nicht nebenher
Jetzt lässt er die Sau erst raus
und geht zum Asylantenhaus
dort schmeißt er eine Scheibe ein
denn jeder Neger ist ein Schwein
dann zündet er die Bude an
ein jeder tut halt was er kann
beim Thema „Deutsche Gründlichkeit“
da weiß er voll Bescheid

Ja Sascha der ist Deutscher
und Deutsch sein das ist schwer
wer so deutsch wie der Sascha ist
der ist sonst garnichts mehr
Vor gut 50 Jahren
hat’s schon einer probiert
die Sache ging daneben
Sascha hat’s nicht kapiert…

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https://www.stlyrics.com/songs/d/dietotenhosen12485/sascha452186.html

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 21. Mai 2017 von hubert wenzl in Musik, Politik, Uncategorized

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Gratulation dem Rehbock. Rehbockheil!   Leave a comment

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Da kann ich nur sagen super! Eine super gerechte Strafe für den Jäger. Er bestrafte sich selbst mit der Todesstrafe. Er möge nicht in Frieden ruhen.

Die Ermittler gehen davon aus, dass Steffen S. versucht haben muss das aufbäumende Schalenwild mit dem Gewehrkolben zu erschlagen, sich dabei ein Schuss löste und den Jäger im Bauch traf. Siehe ganz am Schluss.

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Aus tag24.de

Jäger starb nach Kampf mit angeschossenem Rehbock

 

Polizisten sichern die Zufahrt zum Waldstück, in dem der tote Jäger und der Rehbock gefunden wurden.
Polizisten sichern die Zufahrt zum Waldstück, in dem der tote Jäger und der Rehbock gefunden wurden.

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Grimma – Dem Tod des Grimmaer Jägers Steffen S. (67) ist ein dramatischer Kampf mit einem angeschossenen Rehbock vorausgegangen. Wie die Ermittlungen ergaben, löste sich dabei der tödliche Schuss.

Als der tote Jäger am Dienstagmorgen in einem Waldstück bei Schkortitz gefunden wurde, lag neben ihm nicht nur sein Gewehr, sondern auch ein verendeter Rehbock. Dies erfuhr TAG24 am Mittwoch aus Ermittlerkreisen.

Nach dem vorläufigen Ergebnis der kriminalpolizeilichen Untersuchungen hatte Steffen S. den Bock angeschossen. Bei der Absuche muss der Waidmann dann festgestellt haben, dass das getroffene Tier noch lebt.

Gingen die Ermittler in ihrer ersten Unglücksversion noch davon aus, dass der Rehbock vor dem Fangschuss den Jäger angriff und mit dem Gehörn schwer im Bauchraum verletzte, revidierten die rechtsmedizinischen Untersuchungen später diese Annahme.

Nach der Leichenschau gehen die Ermittler jetzt davon aus, dass Steffen S. gegen jede waidmännische Regel versucht haben muss, das aufbäumende Schalenwild mit dem Gewehrkolben zu erschlagen. „Dabei löste sich ein Schuss und traf den Jäger in den Bauch“, so ein Ermittler.

Steffen S. schaffte es nicht mehr, Hilfe zu holen. Laut rechtsmedizinischem Gutachten verstarb er aufgrund des hohen Blutverlustes.

(Anmerkung: und das war gut so… dieses verdammte Schwein! Wieder ein Jäger weniger.)

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Ein Rehbock steht auf weiter Flur. Im Kampf mit einem angeschossenen Tier kam der Jäger ums Leben.
Ein Rehbock steht auf weiter Flur. Im Kampf mit einem angeschossenen Tier kam der Jäger ums Leben.

 

Von Alexander Bischoff

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Gratulation dem Rehbock. Rehbockheil!

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Gruß Hubert

Akif Pirincci und die Links-Versifften   1 comment

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Ich habe mir mal die Mühe gemacht und nachgeschaut welche Bedeutungen versifft hat. Es entspricht aber dem Stil von Rechten, dass sie eine beleidigende Sprache benützen.  Es lieg ihnen nicht das feine Florett zu schwingen.

Versifft hat folgende Bedeutungen:

schmutzig (Hauptform) · beschmutzt · dreckig · mit Schmutz behaftet · schäbig · schmierig · schmutzbehaftet · unhygienisch · unrein · unsauber · verdreckt · verschmutzt · verunreinigt · voller Schmutz · dreckig und speckig (ugs.) · mistig (ugs.) · ranzig (ugs.) · räudig (ugs.) · schmuddelig (ugs.) · siffig (ugs.) · steht vor Dreck (ugs.) · verranzt (ugs.) · versifft (ugs.) · voller Dreck und Speck (ugs.) · voller Mist (ugs.) · vor Dreck stehen (ugs.)
https://www.openthesaurus.de/synonyme/versifft

Vor allem Akif Pirincci gebraucht gerne diesen Ausdruck. Aber auch andere Rechte reden gerne von links-versifften Leuten, wenn sie links von stramm Nationalen und sogenannten Patrioten sind. Eine tolerante Haltung ist jedenfalls nicht zu erkennen.

Ich habe mal bunt gewürfelt Ausschnitte heraus gesucht, was so ein Pirincci von sich gibt. Die Spitze war ja als er den Ausspruch von den leider außer Betrieb befindlichen KZs tat. Da musste sogar ein Lutz Bachmann Pirincci unterbrechen und ihm das Mikrofon nehmen, nachdem das selbst dem Pegida-Publikum zu weit ging.

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akif_p

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„The European“ sieht in ihm einen „Clown im allerbesten Sinne“, „Spiegel-Online“ einen „Anarchisten“ im Stile einer „Schmäh- und Beleidigungstradition“. Im „ZDF-Morgenmagazin“ wird er freundlich begrüßt und darf dann gegen Migranten hetzen und verbal ausrasten, ohne dass das Interview abgebrochen wird: „Verschwulte Polizei“, „linksversiffte Presse“, „rot-grüne Wichser“, „grüne Kinderfickerpartei“.

http://www.tagesspiegel.de/themen/reportage/wer-ist-akif-pirincci-er-redet-gerne-ueber-sex-seine-frau-hat-ihn-mit-dem-sohn-verlassen/12484152-2.html

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„Künstler, Denker, Visionäre“ vermisst Akif Pirinçci. Statt ihrer muss der 54-jährige Deutschtürke eine Republik des „Raubtiersozialismus“ ertragen, in der er seine Steuern zahlt, um eine „verschwulte“ Polizei zu unterhalten, in der es von lotterhaften „Patchworkfamilien und Singlebörsen“ wimmelt, wo sich alle Welt „mit dem Abseitigen des Sexus“ beschäftigt, dessen „vielfältige Deformationen“ preist. Derart häufen sich die Zumutungen, dass der „Adoptivsohn“ seiner „liebsten Mutter, Deutschland“ zürnend und krakeelend in deren düstere Zukunft blickt.

[…]
Wie für Breivik sind auch für Pirinçci Männer keine echten Männer mehr, Frauen keine echten Frauen. Die gute, alte Welt wurde auf den Kopf gestellt. Darin dürfte er sich zwar mit traditionellen Muslimen einig sein, doch gerade die rangieren, zumal als Empfänger von Transferleistungen, weit oben auf seinem Steckbrief. Implizit zieht der Autor seriöse Kritiker etwa des politisierten Islam in seinen Cocktail hinein, der Rechtsradikalen besonders gefällt. Anders als Breivik, der das Ausagieren von Ressentiment, Hass und Paranoia mörderisch zelebrierte, belässt es dieser Tobende offenbar beim Wort; man muss hoffen, dass auch seine Rezipienten so viel Zurückhaltung aufbringen.

 

Im brutalisierten Furor gegen Deutschlands inneren Feinde wie in der sentimentalen Idealisierung von Deutschland als guter Mutter offenbart sich ein System psychischer Abspaltungen. Darin gleichen Pirinçcis imaginäre Gegner eher Karikaturen, Comic-Charakteren, als lebendigen Menschen, von denen er kaum einen Begriff zu haben scheint. Daher fehlt hier dann auch der politische Begriff von einer Gesellschaft, die ethische Vorstellung von Menschlichkeit überhaupt.

Pirinçci bietet Sarrazin im RTL-2-Format

Offenbar sind tatsächlich beachtliche Anteile der Bevölkerung Deutschlands von Sinnen, diejenigen, die emotional mit dem pathologischen Wirrwarr dieser Publikation korrespondieren. Ob sie es aus Überforderung tun, um der Reizdichte und Komplexität der modernen, medialen Gesellschaft zu entkommen – als Symptomträger geben die Rezipienten Aufschluss über die epidemische Verbreitung von Ressentiments sowie das offenbar nur mit Mühen gebändigte Bedürfnis, ihnen enthemmt freien Lauf zu lassen. Denn war auf die Sarrazinaden noch der Puderzucker bürgerlicher Konvention gestreut, bietet Pirinçci rohes Fastfood für die Massen, Sarrazin im RTL-2-Format, ohne Statistiken, Fremdwörter, Nebensätze; eben „Klartext“, und das fluchend, pöbelnd, hemdsärmelig, rachsüchtig.

http://www.tagesspiegel.de/kultur/akif-pirinccis-hass-buch-deutschland-von-sinnen-der-poebler-und-die-neue-rechte/9744444.html

Der Autor Akif Pirinçci war einer der Hauptredner bei der Pegida-Kundgebung in Dresden. … Eklat bei Pegida-Demo „Die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb“ .

Akif Pirinçci’s  „KZs leider außer Betrieb“: Diese Hetz-Rede wurde Pegida-Anhängern zu viel.
Nach einer Minute im Video ist diese unfassbare Aussage zu hören:

http://www.focus.de/politik/videos/ausfaelle-von-akif-pirincci-diese-rechte-hetz-rede-wurde-sogar-den-pegida-anhaengern-zu-viel_id_5025466.html

In Dresden redete Pirinçci gut 25 Minuten lang – vulgär und voller Hass. Die Grünen bezeichnete er als „Kinderfickerpartei“, die Politiker seien „Gauleiter gegen das eigene Volk“, die eine „Umvolkung“ in Deutschland betrieben. Die Flüchtlinge, die in die Bundesrepublik kommen, bezeichnete er als „Invasoren“. Es schwadroniert von Muslimen, die „Ungläubige mit ihrem Moslemsaft vollpumpen“ und einer drohenden „Moslemmüllhalde“ in Deutschland.

[…]
„Offenkundig scheint man bei der Macht die Angst und den Respekt vor dem eigenen Volk so restlos abgelegt zu haben, dass man ihm schulterzuckend die Ausreise empfehlen kann, wenn er gefälligst nicht pariert“, sagte Pirinçci. Daraufhin skandierte die Menge „Widerstand, Widerstand“. Für den Redner offenbar die Aufforderung, nachzulegen: „Es gäbe natürlich auch andere Alternativen“, so Pirinçci. „Aber die KZs sind ja leider derzeit außer Betrieb.“ Applaus im Publikum.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/akif-pirincci-rede-bei-pegida-in-dresden-abgebrochen-a-1058589.html

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Gruß Hubert

 

Die Pseudokritiker-Theologen   Leave a comment

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Typen wie der Theologe und Psychiater Manfred Lütz sind mir die unsympatischten. Sie geben sich liberal, konziliant und modern, aber wollen sich damit nur tarnen mit ihren in Wahrheit erzkonservativen Einstellungen. Bei der Hintertür holen sie wieder die Dogmen herein, die sie zuerst rhethorisch in Frage stellen. Schlimmer ist noch die Unredlichkeit von solchen Zeitgenossen. Denen muss man schon die Frage stellen, geht es ihnen um Religion, um Seelenheil, das sie ja vorschieben, oder kaum verborgen einzig und allein um Macht? Dieser Lütz arbeitet teilweise mit ganz billigen Tricks, sofern jemand sich nur ein wenig mit der Materie auskennt. Die große Wahrheit und Liebe zur Erkenntnis ist solchen christlichen Apologeten kein Anliegen.

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hpd) Sigmund Freud hat einmal gesagt: „Wenn es sich um Fragen der Religion handelt, machen sich die Menschen aller möglichen Unaufrichtigkeiten und intellektuellen Unarten schuldig.“

Der Bestseller „Gott. Eine kleine Geschichte des Größten“ von dem Theologen und Psychiater Manfred Lütz dürfte ein Paradebeispiel für Freuds Beobachtung sein. In seinem Bemühen, uns von dem Glauben der römisch-katholischen Kirche zu überzeugen, bedient sich Lütz aller unredlichen Tricks, die sich christliche Apologeten über die Jahrhunderte hinweg haben einfallen lassen.

 

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Theologe Manfred Lütz

 

Kunstgriffe (1)

Der erste Kunstgriff besteht bekanntlich darin, sich das Vertrauen seiner Leser zu erschleichen, indem man sich ausdrücklich von dem salbungsvollen Ton und dem frömmelnden Gehabe typischer Kleriker distanziert. Unglücklicherweise geht die Rechnung nicht ganz auf, da der Leser während der Lektüre den vom Autor mit gespielter Jovialität um die Schulter gelegten Arm zu spüren meint und seinen etwas zu kumpelhaften Ton schlicht als zudringlich erlebt. Die Sprache ist da auch nicht sonderlich hilfreich. Vermeintlich „coole“ Interjektionen wie „Wow“, „Woom“ und „Super-GAU“ geben dem Leser das Gefühl, abermals ein mit Pickeln übersäter Halbstarker im Konfirmandenunterricht zu sein. Die einzig werbewirksame Phrase, die dem Buch noch fehlt, ist: „Gott ist geil!“

(2)

Der zweite, ebenfalls hinreichend bekannte Kunstgriff besteht darin, rasch einen frei inszenierten Sieg zu erringen. So „beweist“ Lütz seinen Lesern mit sichtlicher Genugtuung, dass Feuerbach, Marx und Freud die Existenz Gottes nie widerlegt haben. Darin hat er freilich recht. Doch ist dies selbstverständlich kein Grund zum Triumphieren, da die genannten Religionskritiker auch nie den Anspruch erhoben hatten, die Existenz Gottes zu widerlegen. Sie haben sich für die Frage, ob es einen Gott gibt oder nicht, noch nicht einmal interessiert. Vielmehr sind sie schon immer von seiner Nichtexistenz ausgegangen und haben sich die wissenschaftlich weit interessantere Frage vorgelegt: „Wie kommt es eigentlich, dass so viele Menschen an einen Gott glauben?“

(3)

Der dritte Kunstgriff besteht darin, sich gegen jede Kritik immun zu machen, indem man seinen Gegnern kurzerhand unterstellt, lediglich einen Strohmann zu bekämpfen. Nach Lütz haben Religionskritiker wie Holbach, Voltaire oder Hume nur dem auf der Wolke sitzenden Gott mit dem Rauschebart etwas anhaben können, doch nicht dem Gott der einzig wahren Kirche. Der Gott der römisch-katholischen Kirche sei nämlich ganz anders. Wie jeder weiß, richteten sich die Argumente von Holbach, Voltaire und Hume jedoch keineswegs gegen irgendwelche „selbst gemachten Götter“, sondern durchaus gegen den Gott des Nicäischen Glaubensbekenntnisses, dem sich die Christen aller Konfessionen noch heute verpflichtet fühlen.

(4)

Der vierte Kunstgriff besteht darin, seinen Kontrahenten mit einer falschen Alternative zu erpressen. Wer nicht an Gott glaubt, habe sich nach Lütz noch gar keine wirkliche Vorstellung von den verheerenden Konsequenzen seines Unglaubens gemacht. Ohne Gott bleibe uns nämlich nur noch der Nihilismus eines Friedrich Nietzsche: „An Gott glauben oder Nietzsche folgen, das scheint die wirkliche Alternative zu sein. Wenn man aber Nietzsche folgt, dann muss man auch bereit sein, den bitteren Kelch des Atheismus bis zur Neige zu trinken. Dann hat man keine Argumente gegen Hitler, Stalin oder Mao Tse-Tung mehr.“ Es bedarf hoffentlich keiner besonderen Erklärung, dass der Nihilismus keineswegs die logische Konsequenz des Atheismus ist. Der säkulare Humanismus eines Bertrand Russells ist beispielsweise eine durchaus gangbare Alternative zum moralischen Nihilismus.

(5)

Der fünfte Kunstgriff besteht darin, seinen Gegner moralisch zu diskreditieren, indem man sein Weltbild diffamiert und für menschenverachtend erklärt. So bezeichnet Lütz den Faschismus und den Kommunismus als „atheistische Freilandversuche“, die womöglich mehr unschuldige Menschen auf dem Gewissen haben „als alle Religionen zusammen“. Dass sowohl der Faschismus als auch der Kommunismus zwei quasi-religiöse Heilslehren waren, die mit dem Atheismus säkularer Humanisten nicht das geringste zu tun haben, ficht ihn dabei nicht an.

Auch scheint er bequemerweise ganz zu vergessen, dass die Soldaten der Wehrmacht „Mit Gott und dem Führer“ in den Krieg gezogen sind und über ein Viertel der SS-Angehörigen treu ergebene Mitglieder seiner katholischen Kirche waren.

(6)

Der sechste Kunstgriff besteht darin, ein argumentatives Zugeständnis zu machen, das man bereits im nächsten Satz möglichst unbemerkt wieder zurücknimmt. So gesteht Lütz bereitwillig zu, dass der Vatikan selbstverständlich nicht immer von Engeln regiert wurde. Er nennt die Kirche in seiner erwähnt hemdsärmeligen Art sogar einen „Saustall“, doch selbstverständlich nur, um sogleich hinzuzufügen, dass es ja auch „total frustrierend“ wäre, wenn sie nur von Heiligen geleitet würde.

Ich fürchte, man darf mit guten Gründen bezweifeln, dass die Juden „total frustriert“ gewesen wären, wenn der Vatikan zur Zeit des Dritten Reiches wenigstens ein einziges Wort gegen den Holocaust gesagt hätte.

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Der siebte Kunstgriff besteht darin, dass man vermeintliche oder tatsächliche Autoritäten für seine Sache vereinnahmt. Die am häufigsten missbrauchte Autorität dürfte zweifellos Albert Einstein sein, dessen metaphorisches Reden von einem „Schöpfer“ – „Gott würfelt nicht!“ – geradezu wie eine Einladung an die Christen wirken musste. Lütz schreibt denn auch: „Albert Einstein war zuerst natürlich Atheist geworden. Aber je tiefer er in die Wissenschaft eindrang, desto mehr entwickelte er sich zu einem Bewunderer des Göttlichen.“

Lütz weiß natürlich so gut wie jeder andere, dass Einstein alles andere als ein Christ war. Wenn Einstein überhaupt an einen Schöpfer glaubte, dann an den von Lütz verlachten „Rentnergott Epikurs“.

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Der achte Kunstgriff besteht darin, die ganze Hand zu ergreifen, sobald einem der kleine Finger gegeben wird. Dass Wissenschaftstheoretiker wie Karl Popper offenherzig von der Fehlbarkeit unserer Vernunft und der Vorläufigkeit all unseres Wissens sprechen, nutzt Lütz sogleich dazu aus, um einige aus der Vordertür herausbeförderte Dogmen rasch durch die Hintertür wieder hineinzuholen. So sei etwa die „Himmelfahrt Christi“ zwar „höchst unwahrscheinlich“, doch nicht „prinzipiell unmöglich“. Die Bescheidenheit der Wissenschaft dient jetzt also als intellektueller Freifahrtschein der Theologen.

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Der neunte Kunstgriff besteht darin, dass man sich auf die Bildungslücken seiner Leser verlässt und schwer verständlichen naturwissenschaftlichen Theorien kühn einige Implikationen unterstellt, die sie nicht haben. So dürfte es beispielsweise die Physiker überraschen zu hören, dass die Quantentheorie „die Ehe zwischen Atheismus und Wissenschaft argumentativ zerrüttet“ habe. Nach Lütz ist der Zweifel an Gott als „intellektuelle Option zusammengebrochen“, weil die Quantentheorie zum „argumentativen Super-GAU des Atheismus“ geführt habe. Natürlich ist nichts von alledem wahr.

Und man fragt sich wie Schopenhauer bei der Lektüre von Hegel: „Ist das nun Dummheit oder Niedertracht?“ Wie jeder Abiturient weiß, hat die Quantenphysik die klassische Physik Newtons erweitert und – zumindest nach einigen ihrer Interpretationen – den Determinismus des mechanistischen Weltbildes in Frage gestellt. Doch der Determinismus der mechanistischen Physik hat nichts mit dem Atheismus der naturalistischen Philosophie zu tun.

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Der zehnte und letzte Kunstgriff besteht darin, seinen Gegner, wenn nötig, zu beschämen. So zitiert Lütz bei der Behandlung des Theodizee-Problems sein philosophisches Vorbild Robert Spaemann, der auf die Frage

„Wo war Gott in Auschwitz?“, kurz mit „Am Kreuz!“ antwortete. Angesichts dieser entwaffnenden Antwort verbietet sich freilich jede weitere Frage; es sei denn, man nimmt es in Kauf, als herzlos zu gelten. So geschickt dieser moralistische Schachzug auch sein mag, dass Gott ebenfalls gelitten hat, so selbstverständlich kann es keine Antwort auf die Frage sein, warum Millionen von Juden in den Tod gehen mussten, wenn ihnen ein allmächtiger und allwissender Gott doch problemlos hätte zur Hilfe eilen können.

„Religiöser Ramsch“

Für den Fall, dass ein Leser auf Lützens Kunstgriffe hereingefallen ist, sollte man annehmen, dass er jetzt vor der Wahl stehe und entscheiden müsse, ob er nun Christ, Muslim, Jude, Hinduist, Buddhist, Jainist oder was auch immer werden wolle. Doch Lütz ist derart zuvorkommend, dass er seinen Lesern die Qual der Wahl auch hier gerne abnimmt. Die anderen Religionen seien keine wirkliche Option. Sie seien „religiöser Ramsch“. „Das Wirrwarr des hinduistischen Götterhimmels“ etwa sei schlichtweg „abstoßend“. Der Buddhismus habe zwar einige „tiefe Einsichten“, sei aber letztlich „unbefriedigend“. Und im Islam sei der Mensch einfach „zu weit entfernt“ von Gott. Gegen das Judentum sagt Lütz eigentümlicherweise nichts. Wahrscheinlich schweigt er sich aber nur deshalb aus, weil man in einer „Theologie nach Auschwitz“ mit solcher Kritik vorsichtig sein muss.

Die erste Frage, die man sich nach der Lektüre, stellt, ist: Wie kann ein so billiges Buch nur so teuer sein?

Edgar Dahl

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Die Pseudokritiker-Theologen

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Gruß Hubert

Das leise Sterben der Bienen   1 comment

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Es ist erschreckend wie immer noch mit Pestiziden weiter gearbeitet wird, obwohl man weiß welche katastrophalen Auswirkungen das auf die Bienen hat. Prof. Randolf Menzel, Leiter des Instituts für Neurobiologie an der FU Berlin hat das Leben der Bienen erforscht. Er ist erstaunt welch wunderbare Kommunikationsmittel die Bienen einsetzen und welch hohe Intelligenz sie haben. Man gerät ins Staunen. Bienen sind für unser Leben unersetzlich. Auch Schmetterlinge sind von den Pestiziden betroffen.

Hier ein Video von RBB, von Sabine zur Verfügung gestellt.

Das leise Sterben der Bienen und Schmetterlinge

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  Zum Anschauen des Videos ins Bild klicken.

https://www.4shared.com/video/Aydixql_ca/rbb_Mediathek_Das_leise_Sterbe.html

https://www.4shared.com/web/embed/file/Aydixql_ca

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Hier noch zwei Auszüge aus Petitionen.

Von „Berufsimker“

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„Wenn die Biene einmal von der Erde verschwindet, hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben.“ Albert Einstein.
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Bienen auf der ganzen Welt sterben. Ihr Verschwinden bedroht unsere Nahrungskette und die natürliche Vielfalt. Eine der Ursachen: giftige Pestizide, in denen sogenannte Neonikotinoide enthalten sind. Am 31. Januar könnte die Europäische Kommission diese giftigen Stoffe verbieten. Wir müssen schnell handeln.

Zum ersten Mal hat die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) in einer Studie bestätigt, dass der Einsatz von Neonikotinoiden mitverantwortlich für das Bienensterben ist! Eine Meinung, die wir Imker, Bürger und Verbände schon lange vertreten.

Im Verdacht hat die Aufsichtsbehörde Insektizide des deutschen Herstellers Bayer und des Schweizer Syngenta-Konzerns. Die EFSA warnt ausdrücklich vor den Gefahren für Bienen durch die drei Insektizide Clothianidin, Imidacloprid und Thiamethoxam.

Rund ein Drittel der globalen Lebensmittelproduktion und wahrscheinlich zwei Drittel der wichtigsten Nahrungspflanzen sind von Bestäubern wie Bienen abhängig.

Doch unter dem Druck der Pestizid-Industrie könnten die europäischen Behörden beschließen, dem Rat der EFSA nicht zu folgen und kein vollständiges Verbot dieser Pestizide beschließen.

Quelle:
http://www.berufsimker.de/index.php/7-website/53-petition-bienensterben-stoppen-neonikotinoide-in-pestiziden-verbieten

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Von sumofus.org

In Großbritannien dürfen wieder Bienenkiller-Pesitzide versprüht werden — trotz eines EU weiten Verbots. Besonders pikant: Überzeugen ließ sich die britische Regierung von Bayer und Syngenta — beide Firmen nahmen an einem entscheidenden Treffen über die Erlaubnis der sogenannten Neonikotinoide teil.

Weil diese Nervengifte für Bienenvölker tödlich sind, hatte die Europäische Kommission sie 2013 zunächst für zwei Jahre weitgehend verboten.

Noch dieses Jahr entscheidet sie über eine Verlängerung des Verbots — und wir können davon ausgehen, dass Bayer und Co. alles dafür tun werden, dass ihre Bienengifte wieder auf den Feldern versprüht werden. Verteidigen wir das EU-Verbot und verhindern wir, dass Bayer mit seiner Lobbyarbeit auch auf EU-Ebene Erfolg hat!

Fordern Sie die EU-Kommission auf, das Verbot der Bienenkiller-Pestizide zu erneuern und die Bienen auch in Zukunft zu schützen!

Bienen sind für 80 Prozent der weltweiten Bestäubung verantwortlich. Getreide, Gemüse, Obst — jedes dritte pflanzliche Nahrungsmittel, das wir zu uns nehmen, hängt von der Arbeit von Bienen ab. Es ist daher nicht übertrieben zu sagen, dass das weltweite Bienensterben unser Überleben und das unserer Kinder gefährdet.

Deshalb ist klar: Wir können nicht zulassen, dass auf unseren Feldern Pestizide versprüht werden, die Bienen töten.

Quelle:
https://actions.sumofus.org/a/bienenkiller-uk-de

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 18. Mai 2017 von hubert wenzl in Tiere, Tierschutz, Uncategorized

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