Archiv für 1. Juli 2017

Illegale Tierversuche in Münster kein Einzelfall   Leave a comment

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Es ist unglaublich welche Tierquälereien in Deutschland illegal ablaufen und meist noch, wenn es zur Anzeige gebracht wird, widerwillig der Sache nachgegangen wird. Aber in den allermeisten Fällen werden diese Verbrechen als Kavaliersdelikt abgetan. Wie kann es sein, dass 13.000 Tiere illegal bei Tierversuchen zum Opfer fallen? Es ist nicht möglich, dass da Behörden nichts davon wissen würden. Solche Leute kann ich nur als Verbrecher bezeichnen. Aber man will der Tierversuchslobby ihre Geschäfte nicht vermiesen. Einfach nur SKANDALÖS! Das ist auch eine Schande für einen Rechtsstaat.

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Hier dazu von Ärzte gegen Tierversuche

„Erschütternde Skrupellosigkeit“

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An der Universität Münster wurde ein illegales Mäuselabor entdeckt und Strafanzeige gegen drei Verantwortliche gestellt. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche befürchtet, dass das Vergehen wie in vorangegangenen Fällen wieder nur als Kavaliersdelikt abgehandelt wird. Zudem spricht der Ärzteverein bei den bekannt gewordenen Fällen wie jetzt in Münster und unlängst in Jena und Bad Nauheim von „lediglich der Spitze des Eisbergs“.

An der Medizinischen Fakultät der Universität Münster führte ein anonymer Hinweis die Behörden zu einem illegalen Labor in einem Keller. Dort waren offensichtlich über Jahre Tierversuche ohne Genehmigung durchgeführt worden. Das Veterinäramt geht davon aus, dass die Mäuse über längere Zeit unter erheblichen Schmerzen gelitten haben. Wegen Verdachts auf Verstoß gegen das Tierschutzgesetz stellte die Stadt Münster Strafanzeige gegen drei Mitarbeiter.

Von „erschütternder Skrupellosigkeit“ spricht Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende des Vereins Ärzte gegen Tierversuche im neuesten Fall von illegalen Tierversuchen und geht von einer Dunkelziffer aus. „Nur dank Whistleblowern oder engagierten Behördenvertretern kommen solche Praktiken ans Licht des Tages.“ In den letzten Jahren machten zwei andere Fälle Schlagzeilen:

Am zur hessischen Kerkhoff-Klinik gehörenden Franz-Groendel-Institut in Bad Nauheim wurde jahrelang systematisch gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. Das Regierungspräsidium Darmstadt hatte zwei Jahre lang Beweise zusammengetragen und der Staatsanwaltschaft vorgelegt. Vier Forscher hatten wiederholt besonders grausame Tierversuche durchgeführt, die von den Behörden explizit untersagt worden waren. So wurden Mäuse einer radioaktiven Strahlung ausgesetzt und an sieben aufeinanderfolgenden Tagen je 150 Minuten auf dem Rücken liegend fixiert, um Herzschäden durch Stress hervorzurufen. Trotz klarer Beweislage stellte die Staatsanwaltschaft Gießen das Verfahren Ende 2014 gegen eine Geldstrafe von 72.000 Euro ein, d.h. die Täter wurden nicht verurteilt und sind weiterhin in der Forschung tätig.

Im Mai 2016 sollen auch am Leibnitz-Institut für Altersforschung Jena nicht genehmigte Tierversuche durchgeführt worden sein, denen etwa 13.000 Tiere zum Opfer gefallen sein sollen. Das Landesamt für Verbraucherschutz Thüringen stellte Strafanzeige gegen vier Mitarbeiter. Obwohl die staatsanwaltlichen Ermittlungen auch ein Jahr später noch laufen, sind die Tierversuche wieder aufgenommen worden.

„Die rechtlichen Bestimmungen im Bereich Tierversuche sind ohnehin viel zu lasch“, moniert Gericke. So muss jeder formal korrekt gestellte Antrag von den Behörden genehmigt werden. „Nicht einmal eine ethische Abwägung zwischen dem Leid der Tiere und dem postulierten Nutzen des Versuchs wie von der EU gefordert, wird deutschen Behörden zugestanden.“ Die Tierärztin befürchtet, dass der Fall in Münster auch wieder als Bagatelle abgetan wird. „Wenn so ein skandalöser Tierschutzverstoß aufgedeckt wird, ist eine konsequente Verfolgung durch den Staat das Mindeste, was man erwarten kann.“

Weitere Infos:

Tiere in Hessen rechtswidrig zu Tode geforscht >>

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Illegale Tierversuche in Münster kein Einzelfall

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 1. Juli 2017 von hubert wenzl in Tierversuche, Uncategorized

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HIOB und der stumme Gott   Leave a comment

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Theologen drehen und winden sich, wenn sie nicht weiter wissen. Dann werden sie schwammig, nebulös in ihrer Sprache und verlieren sich im Ungewissen. So auch, wenn es um das Leid in der Welt geht. Dann kommt auch gerne der Spruch, dass Gottes Wege unergründlich sind..

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Der Kläger Hiob tut im Alten Testament, wovor heutige Theologen und Exegeten stets zurückschrecken: Er beschuldigt Gott selbst, Ursache des ungerechten und unschuldigen Leidens zu sein und darüber ebenso schweigen wie über die Folgen. Das Wort über die Zustände Gottes und der Menschen bleiben unversöhnt; gerade die lieber Gott macht diese Welt nicht mehr heil.

“Nackt übernachten sie, der Kleidung bar; selbst in der Kälte fehlt ihnen die Decke. Vom Regenguß der Berge triefen sie und schmiegen sich ohne Schutz an die Felsen. Man raubt das Feld der Waisen und nimmt als Pfand von Armen selbst den Mantel. Halbtote rufen aus der Stadt empor, die Seele der Misshandelten schreit auf. Doch Gott bleibt stumm auf ihre Klage”(Hiob 24,7-12).

Alles Leid der Menschen, der Tiere und Pflanzen, das wirklich zu beseitigen ist (weil es von Menschen, Christen, Kirchen verantwortet wird), muss von den Menschen selbst angegangen werden. Unsereins sollte das Bessere nicht vom Tod und dem angeblichen Leben nach diesem erwarten, sondern von sich selbst.

Dies war der Antike noch bewusst: Ihre Menschen fürchteten den Tod weit weniger als die Menschen des christlichen Abendlandes – weil sie lebten, während den Christen das Leben mit seinen Sinnen aberzogen wurde. Da der Wandel des Christenmenschen im Himmel sein sollte (Phi. 3,20), blieb für die Erde wenig über. Irdisches Leid ist für viele Christen weithin unerheblich; sie sehen nicht recht ein, weshalb sie sich im Jammertal engagieren sollen.

“Daran erkennen wir geschwind, / wie jämmerlich sie selber sind.”

Lebendige Menschen sollten nicht den Tod aus der Welt schaffen wollen, sondern die Übel, die aufzuheben sind, die Leiden, die in der Faulheit, Gleichgültigkeit, Unwissenheit, der Menschen ihren Grund haben. Sie sind die Schrecklichsten.

Aus “Sex und Folter in der Kirche – 2000 Jahre Folter im Namen Gottes” von Horst Herrmann, S. 146.
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Gruß Hubert

Veröffentlicht 1. Juli 2017 von hubert wenzl in Religionskritik, Uncategorized

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