Archiv für 24. Juli 2017

Der ach so viel gelobte Papst Franziskus   Leave a comment

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Vieles was der neue Papst aus Argentinien macht und sagt beruht auf Täuschung und Tarnung. Nichts Wesentliches hat sich verändert. Ob er sich mit einem kleineren oder größeren Auto kutschieren lässt, wer hat was davon? Viel mehr interessiert mich was er in Argentinien in der Zeit der Diktatur gemacht hat – und da bleiben große, sehr große Zweifel. Wenn man genauer dahinter schaut, bleibt überhaupt nichst übrig davon, dass dieser Papst Bewunderung verdienen würde. Nicht vergessen darf man auch, dass der Papst Jesuit ist – und denen kann man fast alles zutrauen. Von ihnen stammt ja auch der Spruch: Der Zweck heiligt die Mittel.

Aus theloge.de

Argentinische Bischöfe geben Ratschläge zum Töten

An dieser Stelle ist ein Blick auf die Rolle der Kirche während der argentinischen Militärdiktatur von 1976-1983 hilfreich. In jener Zeit war Jorge Mario Bergoglio Jesuitenführer Argentiniens und damit einer der führenden katholischen Würdenträger im Land. Heute sieht sich der Papst deshalb mit dem Vorwurf konfrontiert, mit der Junta paktiert zu haben oder zumindest von vielen Verbrechen gewusst oder sie gar gebilligt zu haben.

So hatten hohe katholische Würdenträger während der Diktatur in Argentinien keine Skrupel, dem Regime auch bestimmte Arten der Todesstrafe zu empfehlen.
Der Menschenrechtler Esteban Cuya erklärt: „Die Militärs haben die Leute von der Kirche gefragt, ob sie Gegner ermorden können. Bischöfe haben gesagt: Die Ermordung in einem Militärgefecht ist nicht christlich. Besser machen Sie das so: Geben Sie eine Spritze mit Drogen den Gefangenen und dann fliegen Sie sie übers Meer – Todesflug.“ (Glaubensfragen: Halbherzige Reue – Argentiniens Kirche und die ungesühnten Opfer der Militärdiktatur, SWR 2, 14.6.2001)

Nach Zeugenaussagen haben Priester den Todespiloten anschließend die Beichte abgenommen, und Priester waren auch bei Folterungen und Verhören beteiligt.
Der römisch-katholische Militärbischof Victorio Bonamin gab den Mördern darüber hinaus eine Art Generalabsolution, indem er in einer öffentlichen Rede vor Generälen sagte: „Das Militär ist gereinigt im Jordan voll Blut, um sich an die Spitze des ganzen Landes zu stellen.“ (zit. nach argentinien-nachrichten.blogspot.de, 14.10.2007)
Unter den Opfern, die bei lebendigem Leib ins Meer geworfen wurde, waren auch Mütter, die kurz zuvor ein Baby zur Welt gebracht hatten. (spiegel.de, 6.7.2012) Die Babys wurden zuvor an Anhänger der Diktatur, vermutlich überwiegend „fromme“ Katholiken, zur „richtigen“ Erziehung übergeben.

Papst Bergoglio und der Pakt der argentinischen Kirche mit der Diktatur

Die Verwicklung von Papst Jorge Bergoglio in diese Diktatur könnte auch der Grund gewesen sein, dass er im Jahr 2005 zunächst noch nicht Papst wurde. Mittlerweile steht vielfach Aussage gegen Aussage. Unbestritten ist Medienberichten zufolge, dass im Mai 1976, zwei Monate nach der Machtübernahme der Militärs, der damalige Jesuitenprovinzial von Buenos Aires, Jorge Bergoglio, zwei seiner Jesuitenpatres, die in einem Armenviertel arbeiteten, zur Rede stellte bzw. warnte.

Als sie sich weigerten, ihre Arbeit in Anlehnung an die Befreiungstheologie für die Armen aufzugeben, wurden sie aus dem Jesuitenorden ausgeschlossen. Dadurch waren sie sozusagen vogelfrei, und sie wurden prompt von den Putschisten entführt und gefoltert und erst fünf Monate später auf einem Feld außerhalb der Stadt halbnackt und betäubt wieder gefunden. Die beiden Entführungsopfer sagten später aus, Bergoglio habe den Militärs selbst mitgeteilt, dass sie nicht mehr unter dem Schutz des Ordens stünden, habe sie also denunziert. Bergoglio hingegen bestreitet dies und sagt, er habe durch Gespräche hinter den Kulissen die Freilassung der beiden erreicht.

Es geht aber nicht allein um diesen Vorfall, der, wie gesagt, nicht restlos geklärt ist. Es geht auch nicht allein um die Person des damaligen Jesuitenprovinzials Jorge Bergoglio, sondern es kommt hier die ganze Verwicklung der Kirche in die Militärdiktatur wieder ans Licht, die bis heute nicht aufgearbeitet ist. Die argentinische Kirchenspitze hat 1976 in einem Gespräch mit den Juntachefs den Putsch selbst abgesegnet und auf diese Weise zumindest in Kauf genommen, dass bis zu 30.000 Menschen verschwunden sind, gefoltert und ermordet wurden.

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An der Glaubwürdigkeit der Entlastung kann aber aus gutem Grund gezweifelt werden. So hat der „heilig“ gesprochene Ordensgründer Ignatius von Loyola in die Ordensregel der Jesuiten hinein geschrieben, „dass ein jeder von denen, die im Gehorsam leben, sich … mittels des Oberen führen und leiten lassen muss, als sei er ein toter Körper (cuerpo muerto), der sich wohin auch immer bringen und auf welche Weise auch immer behandeln lässt.“ (zit. nach Peter C. Hartmann, Die Jesuiten, München 2001, S. 21)

Man nennt dies auch „Kadavergehorsam“. Und dass dieser Gehorsam auch die Wahrheitsfindung betrifft, geht aus folgendem Bekenntnis hervor, das den Jesuiten von ihrem Gründer Ignatius von Loyola abverlangt wird: „Ich glaube, dass das Weiße, das ich sehe, schwarz ist, wenn die hierarchische Kirche es so definiert.“ (Ignatius von Loyola, Die Exerzitien, übertragen von Hans Urs von Balthasar, Einsiedeln 1962, Nr. 365)
Dies wirft natürlich kein gutes Licht auf die heutige Aussage des einst entführten Jesuitenpaters, der – anders als früher – den damaligen Jesuitenführer Jorge Mario Bergoglio heute entlastet, denn sein Ordensgründer hatte ihm ja befohlen: „Ich glaube, dass das Weiße, das ich sehe, schwarz ist, wenn die hierarchische Kirche es so definiert.“

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Der Papst, die Jesuiten und der gesunde Menschenverstand

Die Worte des Ordensgründers Ignatius von Loyola gelten bis heute als Basis der Jesuiten. Und dass solch ein absoluter und rücksichtsloser Gehorsam nicht nur Vergangenheit ist, zeigte sich auch in einer Begebenheit aus dem Jahr 1965. Papst Paul VI. hatte den damaligen Jesuitengeneral aufgefordert, demonstrativ vor ihm niederzuknien und sich in dieser Haltung zusammen mit ihm fotografieren zu lassen, um damit die bedingungslose Unterwerfung der Jesuiten unter den Papst in Rom auch optisch in Szene zu setzen. (Der Spiegel Nr. 44/1965 vom 27.10.1965)

Das alles ist der krasseste Gegensatz zu demokratischen Prinzipien, der nur denkbar ist. Und es zeigt auch auf: Diese Form von Religion und speziell die Weise, wie dies Jesuiten, zu denen auch Papst Bergoglio gehört, noch verschärfen, passt überhaupt nicht zu demokratischen Rechtsstaaten.

Dass die Kirche und speziell die Jesuiten nicht demokratisch sind, ist ja auch kein Geheimnis. Aber was kann dies im Einzelfall alles bedeuten? Dass beispielsweise das „Weiße“ in „Schwarz“ umdefiniert werden müsse, wenn die Kirchenführer das verlangen, kann man doch als Wahrheitssucher nicht einfach so akzeptieren. Und dann soll man auch noch einverstanden sein, dass diese Religion von demokratischen Staaten mit Milliardensubventionen finanziert wird? Hier müssten doch alle Menschen mit Gewissen und Verstand ihre Stimme erheben und protestieren, wenn sie solches hören. Und genau davor hat Papst Bergoglio offenbar auch Angst, wenn er öffentlich betet: „Herr, befreie uns vor der Versuchung des gesunden Menschenverstands.“ (radiovaticana.va, 20.4.2013; siehe dazu die Pressemitteilung der Freien Christen)

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Papst Bergoglio verharmlost Grauen der Kreuzzüge

Denn da immer mehr Bürger ihren gesunden Menschenverstand einsetzen, merken sie auch: Die katholische Kirche erzieht die Menschen geradezu im Gegensatz zu demokratischen Werten, und von daher ist der Pakt des Katholizismus mit Diktaturen folgerichtig: ob es nun in Argentinien von 1976-1983 war oder ab 1973 mit der Diktatur in Chile. Oder man denke an weitere Bündnisse der Kirche im 20. Jahrhundert; an den Pakt der Kirche mit Diktator Franco in Spanien oder mit Diktator Mussolini in Italien, an Kroatien und den Pakt mit der Ustascha-Diktatur oder an die Slowakei und den Pakt mit dem Diktator und Priester Tiso.
Oder man macht sich noch einmal bewusst, wie sich der Vatikan mit Hitler-Deutschland arrangierte zum vielfachen Vorteil der Kirche und wie er 1933 durch Abschluss des Konkordats Nazi-Deutschland zur internationalen Anerkennung verhalf.

Und geht man in der Geschichte weiter zurück, so war es die Kirche vielfach selbst, die hinter grausamen Diktaturen und Gewaltherrschern stand oder diese unmittelbar beauftragte, zum Beispiel durch Kreuzzüge. Dies alles wird dann von heutigen Kirchenführern wie Papst Bergoglio herunter gespielt.

In einem seiner Bücher schreibt der spätere Papst Bergoglio dazu: „Als die Katholiken … Konstantinopel plünderten und zerstörten – wie lässt sich das theologisch erklären? Es ist eine große Sünde, aber kulturell dachte man es damals so … Wir können die Geschichte nicht vom Standpunkt eines ethischen Puristen her analysieren. Die Geschichte war immer so.“ (zit. nach Frankfurter Rundschau, 15.3.2013)
Damit verrät der Papst im Grunde seine Gedankenwelt. Er wendet weder den Maßstab des Franziskus noch den des Jesus von Nazareth an, sondern erklärt jegliche Gewalt nur aus ihrer Zeit heraus. Doch wer hat diese Zeit geprägt? Das war doch jeweils die Kirche!
In dieser Gedankenwelt von Papst Bergoglio ist Jesus von Nazareth, der große Weisheitslehrer, der die Gewaltlosigkeit vorlebte, nichts als ein weltfremder „ethischer Purist“.

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Der ach so viel gelobte Papst Franziskus

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Und hier noch etwas zum „Wir sind Papst“ Ratzinger.

 

Die Zeit dieser Irreführungen und Angstmache neigt sich jedoch mehr und mehr dem Ende zu. Die Menschen haben genug von der Jahrhunderte alten und ebenso furchtbaren wie falschen Drohbotschaft der Kirche. Und sie glauben auch nicht mehr, dass die Kirche auf der Seite von Gott und Christus stünde, während alle anderen falsch liegen sollen.
Dieser positiven Entwicklung versuchte Joseph Ratzinger in seiner Zeit als Papst noch einmal entgegen zu wirken, so auch 2011 in Deutschland, als er predigte: Die römisch-katholische Kirche erscheine zwar „nur mehr als eine der vielen Organisationen innerhalb einer demokratischen Gesellschaft, sie sei aber in Wirklichkeit „universales Heilssakrament.


Dazu lautet gleichbedeutend ein verbindlicher Lehrsatz aus dem offiziellen katholischen Lehrwerk Der Glaube der Kirche:
So verwerfen und verabscheuen Wir die gottlose Lehre von der Gleichwertigkeit aller Religionen.“
So der katholische Lehrsatz. Nun beinhaltet jede äußere Religion weniger Gutes bzw. Böses, aber auch positive Ansätze für eine ethisches Leben. Wenn nun Menschen das Positive in allen Religionen als gleichwertig betrachten würden, ist das aus römisch-katholischer Sicht verabscheuungswürdig und verwerflich.
Diese Lehre steckt also in Wahrheit hinter vielen Andeutungen des Papstes, die er im Laufe seiner Amtszeit machte und die man beim ersten Hinhören oft nicht genau verstand.

Etwa, wenn er vor der Gefahr des „Individualismus“ oder „Relativismus“ warnte. In Wirklichkeit griff er damit Errungenschaften der Demokratie wie Meinungsfreiheit und Religionsfreiheit an. Und letztlich stemmte sich der vorletzte Papst mit seiner Kritik noch einmal dagegen, dass jeder Mensch selbst Gotteserfahrungen machen kann, und zwar ohne Vermittlung der Kirche und ihrer Priester. Denn der Papst befürchtet zurecht den Untergang seiner Kirche, wenn immer mehr Menschen erkennen, dass sie die Kirche überhaupt nicht brauchen und wenn sie erfahren, dass deren Dogmen- und Zeremoniengebäude ihre Gottsuche bislang sogar massiv behinderte.
Der
ehemalige katholische Dogmatikprofessor Horst Hermann erklärt dazu: Der Papst bleibe
„ein Geisterfahrer, der … unbelehrbar“ auf seiner Spur fahre „und für den zigmillionen Andersdenkende im Irrtum sind.“ (http://hpd.de/node/11999)

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http://www.theologe.de/nachruf.htm

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Gruß Hubert