Wo bleibt die Hilfe der Kirche für die Tiere?   Leave a comment

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Leider muss man feststellen, dass der Kirche die Tiere vollkommen egal sind. Sie schweigt zu den größten Verbrechen, die an Tieren begangen werden. Deswegen ist auch der Namensgebung für den Papst vollkommen fehl am Platz, denn Franziskus war der einzige, der Tiere als seine Brüder und Schwester bezeichnete. Heute heißt es aus dem Vatikan: „In der Kirche haben Tiere keinen Platz.“

Aus theologe.de

Die „ketzerischen“ Lehren des Franziskus über Bruder Sonne und Schwester Mond

Franz von Assisi war auch ein Freund der Tiere und der Natur, und er schrieb den bekannten „Sonnengesang“ über „Bruder Sonne“. Darin hat Franz auch „Schwester Mond“ und die Sterne gepriesen, „Bruder Wind“ und „Schwester Wasser“.

Im Gegensatz dazu lehrt die katholische Kirche bis heute verbindlich, und wir zitieren dazu aus der offiziellen römisch-katholischen Dogmensammlung von Heinrich Denzinger den Lehrsatz Nr. 408: „Wer sagt oder daran festhält, der Himmel, die Sonne, der Mond, die Sterne … seien irgendwelche beseelten oder vernunftbegabten [wörtlich: „logikas“] Kräfte, der sei mit dem Anathema belegt“, was bedeutet „der sei ewig verflucht und verdammt.“ (Heinrich Denzinger, Kompendium der Glaubensbekenntnisse und kirchlichen Lehrentscheidungen, Enchiridon symbolorum definitionum et declarationum de rebus fidei et morum, 42. Auflage, Freiburg 2009, erweitert von Peter Hünermann)
Dieser Lehrsatz wurde auf der Synode von Konstantinopel im Jahr 543 beschlossen und vom Papst bestätigt.

Wenn aber jetzt jemand wie Franziskus von Assisi kommt und sagt, die Sonne und das Wasser, das sind meine Brüder, der Wind ist meine Schwester, die Erde meine Mutter, dann hätte ihn die Kirche wegen dieser Aussage gemäß ihrer Lehre und ihren damaligen Maßstäben eigentlich auf dem Scheiterhaufen verbrennen müssen.

[…]

Wo bleibt die Hilfe der Kirche für die Tiere? 

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Franz von Assisi lebte im Gegensatz dazu die innere Religion des freien Geistes, aber die äußere Macht- und Gewaltkirche vereinnahmte ihn. Seit 1980 ist Franziskus in der katholischen Kirche nun auch noch ganz offiziell der „Patron der Umwelt- und Tierschützer“.
Und von ihm ist auch folgende Aussage überliefert: „Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in Bedrängnis hat gleiche Rechte auf Schutz.“ (http://www.aphorismen.de/zitat/110642)

 

Da Papst Bergoglio sich Franziskus nun als Namensgeber und Vorbild wählte, müsste das nicht auch tief greifende, spürbare Veränderungen in der Kirche gegenüber den Tieren bewirken?

Doch wo bleibt die Hilfe der Kirche für die Tiere in den qualvollen Massentieranlagen oder den Tierversuchsanstalten? Wo bleibt die Hilfe, wenn die Tiere im Schlachthof um ihr Leben schreien? Wo bleibt die Hilfe für die Tiere in Wald und Flur, die auf Futtersuche zu Millionen angeschossen und erschossen werden?

Der Segen der Priester für bei einer Treibjagd erschossene Tiere kann ja in diesem Sinne kein „Beistand für die Tiere“ sein. Denn nach kirchlicher Lehre kommen Tiere nach ihrem Tod ja nicht in einen Himmel, sondern sie gehen beim Sterben angeblich komplett zugrunde.

Wenn ein Tier in Bedrängnis laut Franz von Assisi aber „Recht auf Schutz“ hat, was ist dann mit dem Katechismus der Katholischen Kirche, der Tierversuche in angeblich „vernünftigen Grenzen“ erlaubt? Und da in der Regel keine kirchlichen Proteste erfolgen, sind damit derzeit wohl nahezu alle gemeint, alleine in Deutschland 2,9 Millionen Tierversuche zu Forschungszwecken im Jahr 2012 (spiegel.de, 16.11.2012).

Und weiter heißt es im Katechismus: „Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen“ (Nr. 2417). Wo bleibt dann hier aber das angebliche „Recht auf Schutz“?
Oder ist der Name Franziskus für einen Papst auch im Hinblick auf die Tiere nur Täuschung, um manche Gemüter zu beschwichtigen? Und so mancher spricht dabei im übertragenen Sinne gar von einer „Franziskus-Lüge“, weil er auch hier etwas völlig anderes repräsentiert als das, wofür der echte Franziskus einstand.

Schluss mit den Kadavermahlen der Kardinäle! 

Dazu ein weiterer Aspekt: Franz von Assisi hat als Vegetarier viele Tiere auch davor geschützt, vom Menschen geschlachtet und als Kadaver verspeist zu werden. Für einen Papst, der sich nach ihm benennt, sollte das bedeuten: Schluss mit den Kadavermahlen für die Kardinäle! Schluss mit den Kadavermahlen im Vatikan! Das müsste doch eigentlich selbstverständlich sein, dass der Papst mit dem Fleischkonsum der Bischöfe und Kardinäle zunächst in Rom Schluss macht; und dass er dann natürlich auch alle seine Gläubigen aufruft, die Tiere als Brüder und Schwestern zu achten, wie es Franz von Assisi tat, und sie folglich nicht mehr zu quälen oder töten zu lassen.

Denn gemäß den Lehren von Franz von Assisi sind alle Geschöpfe Gottes gleichsam auch Gottes Kinder, weswegen er auch Tiere als Brüder und Schwestern bezeichnete. Bekannt ist die Geschichte, in der er einen wilden Wolf gezähmt haben soll („Der Wolf von Gubbio“). Das heißt, er hat das Vertrauen der Tiere gewonnen.
Wenn sich der Führer der Kirche nach Franz von Assisi benennt und dies ernst nehmen würde, dann müsste er jetzt auch hier Farbe bekennen!

 

Papst ging als Kardinal zu Fuß – das ist doch angeboren 

Nun erscheint aber gerade der im Jahr 2013 gewählte Papst Bergoglio als ein Mann, der nicht abgehoben wirkt, sondern als volksnah gilt. Es heißt, er habe schon als Erzbischof auf viele Privilegien verzichtet, so zum Beispiel auf einen Dienstwagen und einen Chauffeur. Stattdessen wäre er U-Bahn oder Bus gefahren oder sei gar zu Fuß gegangen.
Doch was ist denn eigentlich so besonders daran, dass ein Kardinal hin und wieder zu Fuß zur Arbeit geht? Ist das nicht angeboren, dafür haben wir doch unsere Füße. Aber man muss es extra erwähnen. Warum? Weil man gewohnt ist, dass sich die Würdenträger mit der Sänfte herumtragen lassen oder heute mit dem Papamobil chauffiert werden. Deshalb gilt es schon als Fortschritt, wenn ein Kardinal hier und da zu Fuß geht. Dies zeigt doch die ganze „Abartigkeit“ und den moralischen Stand, auf dem diese Kirche steht!
Übrigens: Als so genannter „Provinzial“, also Jesuitenführer von Argentinien, ging Jorge Bergoglio kaum zu Fuß, sondern ließ sich fast überall mit seinem Dienstwagen hin befördern. („La patota salió del Colegio Máximo“, pagina 12, 2.5.2010)

„Es ist ganz gleich, wer obenauf sitzt“

Der preisgekrönte Historiker Karlheinz Deschner wurde im Jahr 1990 einmal gefragt: „Halten Sie eine Gesundung der Kirche durch neue Ideen und Reformpäpste für unmöglich?“
Und Karlheinz Deschner hat darauf wie folgt geantwortet: „Ja, allerdings. Das halte ich angesichts dieser zweitausendjährigen Geschichte für gänzlich ausgeschlossen. Und nicht nur für ausgeschlossen, ich halte es gar nicht für wünschenswert. Denn selbst wenn – ein utopischer Gedanke – die … Kirchen sich im nächsten Jahrhundert zu ethisch intakten Gemeinschaften entwickelten, so bliebe doch ihre Dogmatik, ihre Glaubensgrundlage, ein Gespinst aus Lug und Trug.“ (Interview mit der Zeitung El Independiente vom Sommer 1990, zit. nach Karlheinz Deschner, Oben ohne, Für einen götterlosen Himmel und eine priesterfreie Welt, Reinbek 1997, S. 352)
Und weiter: „Auf solchem Riesenberg von Verbrechen und Betrug ist es ganz gleich, wer obenauf sitzt und regiert. Auch der Beste könnte nichts anderes daraus machen.“ (S. 355)

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Wo bleibt die Hilfe der Kirche für die Tiere?

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 27. Juli 2017 von hubert wenzl in Kirchenkritik, Uncategorized

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