Archiv für 27. August 2017

Mit dem Bus nach München – mit dem Rennrad retour   Leave a comment

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Am Donnerstag, den 24. August fuhr ich mit einem Reiseunternehmen nach München. Meine Frau brachte mich vor 6 Uhr nach Vahrn auf dem Parkplatz von wo das Busunternehmen Gross wegfährt. Ich hatte das Rennrad mit und fuhr dann mit dem Rennrad in 2 Tagesetappen wieder heim. Der Trip von München nach Bruneck. Erste Etappe war Maurach am Achensee. Es ist immer ein wenig unangenehm, wenn man eine Strecke das erste mal fährt, man kennt das Gelände nicht und weiß nicht wie man seine Kräfte einteilen soll, wann kommt eine Steigung, wie lange geht sie. Man weiß auch nicht wo man Proviant bekommt, vor allem trinken ist ja wichtig.
Bei den Radwegen ist es auch nicht immer klar wo es weitergeht. Man muss sich auch ein wenig durchfragen – und manchmal ist keine Menschenseele zu sehen.
Jedenfalls bin ich beim nach Hause fahren fast durchwegs normale Landstraße gefahren. Mir kommt das vor wie mit einem Personenzug fahren auf Radwegen und auf normaler Landstraße wie mit einem Schnellzug.

Als ich gegen Abend in Maurach am Achensee ankam regnete es die letzten 10 Minuten stark und erst beim dritten Anlauf bekam ich ein Zimmer – dafür ein 4-Bett-Zimmer, wofür ich einen geringen Aufpreis zahlen musste, aber es war immer noch günstig. Im August ist es ja nicht an so einem bekannten Ort wie dem Achensee ein Zimmer zu bekommen.

Als ich am nächsten Morgen wie beiläufig zur Chefin sagte, dass ich mir die Renn-Handschuhe gefönt habe, bot sie mir gleich an, dass ich Handschuhe und Hose (die war auch noch ziemlich nass) ihr geben sollte, sie würde sie in den Trockner geben. Das war mir selbstverständlich recht. Sie trug mir nach dem Frühstück noch ein paar mal auf ja gut aufzupassen. Ich versprach das, was sollte ich sonst tun… hatte es aber schon auch im Sinn. Weit weg von daheim auf der Straße verletzt liegen wäre ja nicht so ideal.

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Hier einige Bilder vom ersten Tag.

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In Oberbayern. Da war ich mal in der Krise, weil ich länger kein Geschäft mehr sah (oder nicht in eine Ortschaft hinein fahren wollte (man denkt sich es kommt sicher noch was).

Ich hatte jedenfalls einen Riesendurst, und sah nach 5 Minuten einen Bauernhof, ich überwand meinen Stolz und bat um ein Wasser. Ich bekam 2 Gläser voll kühles Mineralwasser von der schon älteren Bäuerin. Ich hätte ihr am liebsten einen Kuss dafür gegeben. Jedenfalls bedankte ich mich dafür herzlich. Geld hätte sie auf keinem Fall angenommen. Im Tiroler Unterland hatte ich in einem Getränke-Magazin auch eine Mineralwasserflasche gekauft. Oh je, das war aber warm und ich fühlte mich danach übel. Das werde ich mir jedenfalls merken, das Getränk muss gekühlt sein, speziell Mineralwasser.

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Mengele…. da war doch was. Aha, das ist ja dieser berühmt berüchtigte Arzt der Menschenversuche duchmachte. Wenn ich nicht irre,

sind diese Hersteller von Landmaschinen sogar die Nachkommen von diesem „Arzt“, nein Monster muss man dazu sagen, Dr. Mengele. Berüchtigt waren seine Zwillingsversuche.

Siehe hier: http://www.zeit.de/2001/25/200125_mozes_kor.xml

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Weiter wieder zu Erfreulicherem.

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An irgendeinem unbekannten Stausee.

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Das war alles noch in Oberbayern.

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Das war mein 4-Bett-Zimmer, es war nur mehr das frei. Hier hätten ja noch 3 Frauen Platz gehabt 😉

Aber was täte ich mit 3 Frauen in meinem Alter? Ich habe ja mit einer schon leicht genug zu tun.

Es war in Maurach am Achensee, ein sehr schöner Ort, kann ich nur weiterempfehlen.

Die erste Etappe von München zum Achensee war 135 km lang, die zweite von Maurach nach Bruneck 155 km.

Aber mir kam die erste Etappe länger vor, wahrscheinlich weil ich dort die Strecke noch nicht kannte –

und es auch mit der Nahrung und dem Trinken nicht so ideal war.

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Und hier ging es am Freitag weiter, immer wieder den Inn im Blickfeld.

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dem Inntal entlang, der Fluß heißt selbstsagend Inn

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irgendein Dorf im Inntal

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einfach mal ein Foto von meinem Rennrad, leider sehr unscharf

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Innsbruck, meine Geburtsstadt… bin also ein echter Tiroler 😉

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noch mal ein Blick auf Innsbruck

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die Radrennfahrer sind da – es war auf meiner Strecke und ich machte mich an sicherer Stelle. Es sind viele Kehren zu machen

und es geht immer leicht aufwärts. Ich weiß nicht welches Rennen das war.

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ein Rennfahrer warf die leere rote Trinkflasche zu mir herrüber. Die gehörte jetzt natürlich mir und ist für mich ein Erinnerungsstück an dieses Radrennen. Sie ist vom Team Katusha – Alpecin.

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Danach war „nur“ noch der Brennerpass zu machen. Den Brennerpaß dann über die normale Landstraße runter zu fahren machte Spaß. Es war ein geiler Husarenritt. Es ist besser es hat mich niemand gesehen, der mich mag. Aber ich weiß immer was ich tue und was ich mir zutrauen kann.

Um 19:30 war ich dann zu Hause, abgekämpft aber glücklich. Ich möchte diese Fahrt nicht mehr missen. In den Beinen stimmt jedenfalls die Performance 😉 . Insgesamt waren es 290 km.

Einige Fotos sind ein wenig unscharf, aber ich musste ja eine möglichst kleine, leichte Fotokamera mitnehmen, jedes Gramm zählt.

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Gruß Hubert

 

 

 

Veröffentlicht 27. August 2017 von hubwen in Uncategorized