Die bedauernswerte Geschichte der Katalanen   3 comments

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Ich hätte mir nie gedacht, dass die Repression gegen Katalonien durch Spanien so weit gehen würde und so umfassend ist. „Unser Ziel ist es“, verkündete kürzlich der dortige Kulturminister, „darauf zu bestehen, die katalanischen Kinder zu hispanisieren.“ Das ist super-faschistisch. Auch in Italien wollte man ja unter dem Faschismus (bis über die 50-er Jahre hinaus, obwohl Italien ab 02.06.1946 als Republik ausgerufen wurde), die deutschen Südtiroler, die logisch eine deutsche bzw. österreichische Kultur hatten, zu italianisieren versucht. Deutsche Schulen waren verboten und auch in der Öffentlichkeit deutsch zu reden. Es wurde auch versucht die Südtiroler durch Zuzug aus dem Süden durch Italiener zu majorisieren. Sogar auf Grabkreuzen wurden italienische Namen verwendet, also zum Beispiel Giuseppe statt Josef. Das finde ich für ein Kulturverbrechen. Auch den Familiennamen konnte man sich italianisieren lassen, manche taten das auch, wenn sie unbedingt eine öffentliche Stelle erhalten wollten. So wurden aus einem Oberleiter ein Guidoni oder aus einem Seeber ein Delago. Deshalb kann ich mich sehr gut in die Katalanen, die ja heute noch unterdrückt werden, gut und leicht einfühlen. Es gibt Leute, ich möchte es kaum glauben, für die ist nur die Gegenwart wichtig, für die geht die Zeit nur zurück auf IHR Lebensalter von 10 Jahren, als sie selbst anfingen etwas differenzierter zu denken. Wie will ich aber eine Zeit bewerten oder einordnen, wenn ich nicht weiß was dem zumindest vor einigen Jahrzehnten, ich würde sagen, mindestens 50 Jahren vorausging?? Große Konflikte haben ihr Konfliktpotential auch oft Jahrzehnte, oft sogar Jahrhunderte zurück liegen. Man denke nur an den Antisemitismus, in welcher Zeit dieser seine Wurzeln hat. Oder man nehme den Jugoslawienkrieg her, und betrachte die Geschichte zwischen Kroaten und Serben – Stichwort Ustascha. JEDER Historiker weiß was ich meine. Aber manche Leute halten Historiker für überflüssig, so ist es ja, wenn ich nur über MEINE Gegenwart reden will. Oder sie akzeptieren nur jene Historiker, die eine dunkle Vergangenheit schönreden. Besonders bei Faschisten ist das bekannt, dass sie sich nicht mit der Vergangenheit auseinandersetzen wollen und die „Erinnerungskultur“ streichen wollen… Stichwort Höcke. Mit solchen Leuten will ich nicht diskutieren und absolut nichts zu tun haben. Sie sind mir ein Gräuel.

Was soll das für eine Kultur sein, die nur im eigenen Lebensalter leben will???

Um auf Katalonien zurück zu kommen. Ich kann sie sehr gut verstehen, dass sie sich von der Repression und dem spanischen Joch befreien wollen.

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Aus der ZEIT ein Artikel über die bedauernswerten Katalanen UND DIE GESCHICHTE, die DEM VORAUSGING.

„Warum ist Katalonien eigentlich noch in Spanien?“ Der katalanische Schriftsteller Albert Sánchez Piñol plädiert für die Unabhängigkeit und hofft auf Hilfe der EU.

Gerade bin ich 50 Jahre alt geworden und in diesem halben Jahrhundert ist nicht ein Jahr vergangen, in dem die spanische Regierung nicht ein Gesetz gegen die katalanische Sprache und Kultur verabschiedet oder zumindest Politik dagegen betrieben hätte. Was die Katalanen im Moment am meisten kränkt, sind die neuen Gesetze zur Pädagogik, die darauf angelegt sind, das katalanische Schulmodell zu zerstören. Wenn nur ein Kind kastilisch spricht, müssen die Lehrer die Unterrichtssprache von Katalanisch auf Kastilisch ändern. Insofern ist die eigentliche Frage nicht: „Warum gibt es so viele Katalanen, die keine Spanier sein wollen?“, sondern: „Warum ist Katalonien eigentlich noch in Spanien?“

Bis ins 15. Jahrhundert waren Kastilien und Katalonien die beiden dominierenden Mächte der iberischen Halbinsel. Geografisch und politisch betrachtet waren das zwei sehr unterschiedliche Länder: In Kastilien, im trockenen Landesinneren gelegen, hat sich das absolutistische Prinzip verfestigt, indem das königliche Wort Gesetz ist. Im Gegensatz dazu unterhielten die Monarchen im mediterranen Katalonien deutlich vielschichtigere Beziehungen zu öffentlichen Institutionen wie Parlament und Gerichten. Oder, wie ein bestürzter Beobachter sagte: „Für die Katalanen ist der König nur etwas abstraktes“, während ein anderer meinte: „Die vergangenen Parlamente haben die Katalanen republikanischer gemacht als die Briten.“

Im 15. Jahrhundert haben sich die beiden Staaten dann durch eine königliche Ehe vereint. Aber damit wir uns richtig verstehen: Sie verschmolzen nicht, die entsprechenden Hoheiten blieben erhalten. Katalanen wie Kastilier unterstanden fortan der gleichen Monarchie, aber deren Zuständigkeiten blieben zumindest in Katalonien beschränkt wie zuvor. Amerika entwickelte sich zu einem rein kastilischen Unterfangen, denn weil Katalonien ein eigenes Königreich war, hatte es dort keine Rechte. Es gibt keine katalanischen „Konquistadoren“.

Der Krieg war grausam, die Repression noch viel mehr

Mit der dynastischen Union erst begann paradoxerweise die Rivalität zwischen Kastilien und Katalonien. Es konnte gar nicht anders kommen, denn es handelte sich um politische Antipoden. Die Katalanen beteiligten sich nicht am kastilischen Imperialismus. Die Gesetze in Barcelona zum Beispiel verbaten es dem König, Katalanen zu rekrutieren, um außerhalb Kataloniens zu kämpfen. So musste Kastilien die Kriege in Flandern und Amerika allein führen. Die Katalanen wurden als unsolidarisch bezichtigt. Francisco de Quevedo (span. Schriftsteller aus dem 17. Jhd., Anm. d. Red.) höchstpersönlich bezeichnete sie als „Aussätzige unter allen Königreichen“.

Aber es gibt noch etwas. Mit der Vertreibung der Juden im Jahr 1492 musste sich der König einen neuen Sündenbock suchen. Wem könnte man eine so eine schwere Last aufbürden? Das kollektive Bild, das die Spanier bis heute von Katalanen haben, entstand in dieser Zeit: Der Katalane als sparsame und zurückhaltende Kreatur, arbeitsam, aber irgendwie komisch. Der Katalane ist sehr eigen, vielleicht weil er eine andere Sprache spricht – und das macht er extra sehr schlecht, damit wir nicht verstehen, was er vorhat. Schlau – oder besser gesagt: durchtrieben – und egoistisch.

Das fein austarierte Gleichgewicht zwischen den beiden Königreichen fand im Jahr 1700 mit dem spanischen Erbfolgekrieg sein Ende. Dabei handelte es sich in Wahrheit eher um einen europäischen Krieg zwischen den beiden Großmächten dieser Zeit, Frankreich und England. Die Widersacher suchten Alliierte, Kastilien verband sich mit Frankeich und Katalonien mit England. Auf den europäischen Schlachtfeldern wurde um die Vorherrschaft auf dem Kontinent gerungen, in Spanien um Leben und Tod. Die Katalanen wussten, wenn ihre absolutistischen Feinde gewinnen würden, wäre es das Ende ihrer Institutionen. Es handelte sich nicht um einen ethnischen oder politischen Konflikt, was es den Individuen erlaubte, die Linien zu überschreiten: Die katalanischen Anführer wählten als militärischen Oberbefehlshaber einen Kastilier.

Der Krieg war grausam. Und im Jahr 1713 ließ England Katalonien aus politischem Interesse im Regen stehen. Isoliert überstand Barcelona ein Jahr lang die Belagerung. Im Jahr 1714 dann kapitulierte die Stadt nach einem verheerenden Angriff, bei dem Tausende Zivilisten und Soldaten gestorben waren. Wir schreiben den 11. September, heute ist es der katalanische Nationalfeiertag, der „Diada“. Aber auch wenn der Kampf grausam war, die nachfolgende Repression war es noch viel mehr. Die Institutionen wurden abgeschafft, die Sprache verboten und Dutzende Häuser in Brand gesteckt. Noch 300 Jahre später erschreckt es, die Korrespondenz der kastilischen Verantwortlichen zu lesen: „Wir müssten alle aufhängen“, schrieb ein Kommandant nach Madrid, „aber bedauerlicherweise können wir nicht, es fehlt uns an Stricken.“

1714 hörte Spanien auf, ein Staatenbund zu sein und wurde zu dem, was es heute ist: Ein streng kastilisches Projekt. Jedes Mal, wenn seitdem eine Republik ausgerufen wurde oder ein Diktator starb, bei jeder demokratischen Wallung, führte Katalonien die Sehnsüchte nach kollektiver Freiheit an. Bis heute.

Hört nicht auf die Lautsprecher in Madrid!

Heute beginnt eine Mehrheit der Katalanen zu verstehen, dass es unmöglich ist, Katalane in Spanien zu sein. Die spanische Politik ist zu unflexibel und intolerant. Das Katalanische wird als pathologisch, als Krebsgeschwür, angesehen. Madrid verheimlicht das gar nicht: „Unser Ziel ist es“, verkündete kürzlich der dortige Kulturminister, „darauf zu bestehen, die katalanischen Kinder zu hispanisieren.“

Katalonien erlebt derzeit einen außergewöhnlichen Prozess gesellschaftlicher Mobilisierung, inspiriert durch Mandela und Ghandi. Ihr Ziel? Dass die katalanische Gesellschaft frei über ihre Zukunft entscheiden kann – was die spanischen Gesetze verbieten. Es gibt kein Gegenangebot. Spanien beschränkt sich darauf, der katalanischen Gesellschaft Angst einzujagen und ihre Anführer als Nazis zu beschimpfen (für Wahnsinnige sieht es so aus) und die Bedrohung zu verbreiten, aus der Europäischen Union ausgeschlossen zu werden.

Aber wenn die EU alles in ihrer Macht Stehende getan hat, einen belastenden und gescheiterten Staat wie Griechenland in ihren Reihen zu behalten, warum sollte sie dann Katalonien rauswerfen, ein so prosperierendes Land, einen so überzeugten Europäer und Nettozahler, in dem so viele europäische Unternehmen aktiv sind? Was hat Katalonien falsch gemacht? Das demokratische Prinzip wiedererfunden?

Im Jahr 1714 fühlte sich England schuldig, die Katalanen auf so niederträchtige Weise im Stich gelassen zu haben; in London erschien das Manifest The Deplorable History of the Catalans („Die bedauerliche Geschichte der Katalanen“) erschien. Heute fürchtet Madrid nichts mehr, als eine Macht, die ihr auferlegt, mit den Katalanen in Verhandlungen zu treten –  und das schafft nur eine informierte europäische öffentliche Meinung. Bitte, informieren Sie sich. Das, was gerade in Katalonien passiert, ist wunderschön: Eine zivile Revolution, eine Erneuerung der Demokratie. Und hören Sie allen Seiten zu, nicht nur den Lautsprechern aus Madrid. Vielleicht wird die Geschichte Kataloniens dann endlich ein bisschen weniger bedauerlich – und die Europas ein bisschen bewundernswerter.

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Die bedauernswerte Geschichte der Katalanen

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Spanische Demokratie!

Mit Gummigeschossen auf friedliche katalanische zur Wahl gehende Personen geschossen

NO Guardia Civil! Nie wieder Faschismus!

Sehen sie da bewaffnete Katalanen?

Die verhasste spanische, paramilitärische Guardia Civil in Katalonien – die sind nichts als Besatzer

Warum darf ein Volk nicht ungestört eine Volksabstimmung zur Selbstbestimmung durchführen? Das ist niemals illegal was ein Volk mehrheitlich will. Das Volk ist der Souverän.

Spanische Nationalisten mit faschistischem Gruß – wahrscheinlich sind viele Franquisten darunter.
Warum sollte Katalonien unter so einem Staat bleiben wollen, von dem es nicht einmal eine ausreichende Autonomie gewährt bekommt? Um die jährliche Ausstattung des Haushaltsplanes müssen Katalanen sich wie Bettler anstellen. Rajoy kennt nur Gesetz und Gewalt. Aber um friedlich zusammenleben zu können, braucht es andere Kategorien, wie die Würde eines Volkes zu respektieren. Spanien unter Rajoy verhält sich wie europäische Kolonialmächte vor 80 Jahren in Afrika. So kann das nicht gehen! Der spanische, nationalistische Zentralstaat zeigt sich von seiner hässlichsten Seite. Rajoy müsste weg, mit ihm kann es kein friedliches Miteinander geben.

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Die Polizei geht mit Gummigeschossen gewaltsam gegen katalanischen Wähler vor. Diese wollen trotzdem über die Unabhängigkeit abstimmen. (1. Oktober 2017).

Hier ist noch die Rede von 450 Verletzten, zum Schluss wurden es aber doppelt so viele, nämlich 900.

Im Link zum Schluss eine Reihe von Videos wo man die brutale Gewalt der spanischen Polizei sieht.

Catalan independence referendum

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Auszug aus heute.at

In Barcelona und anderen großen Städten Kataloniens war es seit dem Morgen zu Zusammenstößen mit der Polizei gekommen, die das Unabhängigkeitsreferendum verhindern soll. maskierte Polizisten drangen in Wahllokale ein und schleppten Wahlurnen weg.

An vielen anderen Orten versuchten schwer gepanzerte Polizisten, Wähler vom Betreten der Wahllokale abzuhalten. Es kam zu Zusammenstößen, die Ordnungskräfte setzte Gummigeschosse und Knüppel gegen die Menschenmengen ein.

http://www.heute.at/welt/news/story/Verletzte-durch-Polizeigewalt-bei-Katalonien-Referendum-49862654

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Der unnachgiebige Nationalist und Hardliner Rajoy

 

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Cara al Sol Himno de la Falange (con letra) (spanisches Faschisten-Lied)

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Auch hier sind noch viele Bilder und Videos spanischer Gewalt zu sehen.

https://www.contra-magazin.com/2017/10/katalonien-1-oktober-tag-der-polizeigewalt-in-bildern/

 

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 12. Oktober 2017 von hubert wenzl in Politik, Uncategorized

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3 Antworten zu “Die bedauernswerte Geschichte der Katalanen

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  1. Aus einer Petition von Prof. Dr. Axel Schönberger. Wenn es in Katalonien zu beiderseitigen Gewaltausbrüchen kommen sollte, dann muss Spanien allein die Verantwortung dafür übernehmen, weil sie jedes Gespräch verweigert.
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    13. OKT. 2017 — Weiterhin ist der Einsatz polizeilicher und militärischer Gewalt in Katalonien noch nicht ausgeschlossen. Katalonien ist zwar friedlich und verhandlungsbereit, Spanien verweigert aber den Dialog und droht sogar immer wieder mit Gewalt. Und Europa sieht nach wie vor tatenlos zu und schweigt.

    Lluís Companys i Jover wurde am 12. Juni 1933 zum Präsidenten der Generalitat de Catalunya ernannt. Am 6. Oktober 1934 rief er die eigenständige Republik Katalonien aus. Spanien ließ daraufhin die gesamte katalanische Regierung gefangennehmen. 1936 aus dem Gefängnis entlassen, organisierte Companys den Widerstand gegen die von General Francisco Franco angeführten Putschisten, die den spanischen Bürgerkrieg begannen und gewannen. Im August 1940 wurde er von der Gestapo in Frankreich verhaftet und an Spanien ausgeliefert. Spanien verurteilte ihn in einem nur eintägigen Schnellverfahren am 14. Oktober 1940 zum Tode und ließ ihn am 15. Oktober 1940 in Barcelona von einem Erschießungskommando ermorden. Seine letzten Worte lauteten: «Per Catalunya!» («Für Katalonien!»).
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    Am 9. Oktober 2017 erklärte der Vizesekretär für Kommunikation der spanischen Regierungspartei Partido Popular, Pablo Casado, mit ausdrücklichem Bezug auf das traurige Schicksal des damaligen Präsidenten der katalanischen Regierung und auf den heutigen katalanischen Präsidenten Carles Puigdemont:
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    «No tenemos nada que ceder ni negociar con los golpistas. El que la declare [la independencia de Cataluña], lo mismo acaba como el que la declaró hace 83 años».
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    «Weder geben wir den Putschisten nach noch verhandeln wir mit ihnen. Wer sie [die Unabhängigkeit Kataloniens] erklärt, der endet wie derjenige, der sie vor 83 Jahren erklärte.»

    Diese Äußerung, die Herr Casado später zu relativieren versuchte, hat viele Katalaninnen und Katalanen, aber auch Menschen in aller Welt zutiefst verstört und empört. Auf change.org wird dazu aufgerufen, ihn deswegen vor Gericht zu stellen:
    https://www.change.org/p/president-de-la-generalitat-de-catalunya-juicio-a-pablo-casado-blanco-por-amenazar-con-fusilamiento-al-president-carles-puigdemont/nftexp/ex7/v4/17584496?recruiter=17584496&utm_source=share_petition&utm_medium=facebook&utm_campaign=autopublish&utm_term=share_page&utm_content=ex7%3Av4

    Die Minderheitsregierung des Partido Popular, die bei den letzten spanischen Parlamentswahlen vom 26. Juni 2016 gerade einmal 7.941.236 Stimmen – das waren lediglich 33,01% der abgegebenen Stimmen bei einer Wahlbeteiligung von nur 66,48% der insgesamt 36.520.913 Wahlberechtigten – erhielt, steht für nur knapp mehr als 21% der damals in ganz Spanien Wahlberechtigten. Dennoch nimmt es sich die Regierung Rajoy heraus, für ganz Spanien zu sprechen, und behauptet, daß die 90% der Katalanen, die am 1. Oktober 2017 für eine Loslösung von Spanien stimmten, keineswegs repräsentativ gewesen seien, obwohl dies immerhin 38,07% aller Wahlberechtigten Kataloniens waren.
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    Über Zahlen mag man gerne mit Worten streiten. Es darf aber in Katalonien kein Militär und keine Gewalt eingesetzt werden. Die Katalanen sind im bisherigen Verlauf der Katalanischen Revolution friedlich geblieben, und Spanien hat kein Recht, die Lage durch den Einsatz polizeilicher oder militärischer Gewalt zur Eskalation zu bringen.
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    Sollten der spanische Ministerpräsident Mariano Rajoy und der spanische König Felipe VI. dennoch den Einsatz polizeilicher oder militärischer Gewalt gegen die gewählte katalanische Regierung und das katalanische Volk befehlen, so werden sie sich, falls dadurch Menschen zu Tode kommen, eines Tages gegebenenfalls vor dem Kriegsverbrechertribunal der Vereinten Nationen in Den Haag für ihre Taten verantworten müssen.
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    Sofern Spanien durch einen paramilitärischen Einsatz der Guardia Civil oder einen Militäreinsatz gegen Katalonien massiv gegen Titel I Artikel 2 des EU-Vertrags verstoßen sollte, wird die Europäische Union nicht umhin können, gemäß Titel I Artikel 7 des EU-Vertrags eine schwerwiegende Verletzung der in Artikel 2 des EU-Vertrags genannten Werte durch Spanien festzustellen und in der Folge eine faktische Suspendierung der Mitgliedsrechte Spaniens in der EU zu beschließen. Ein solches Aussetzen bestimmter Rechte Spaniens in der Europäischen Union würde die spanische Wirtschaft aller Voraussicht nach empfindlich treffen. Die spanische Regierung wäre gut beraten, auch diese möglichen Folgen einer gewaltsamen Niederschlagung der Katalanischen Revolution zu bedenken.
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    Es darf nur eine friedliche Lösung des Konfliktes geben. Jedes Menschenleben, das einer Gewalteskalation in diesem Konflikt zum Opfer fiele, wäre eines zuviel! Katalonien ist zum Dialog bereit. Spanien verweigert ihn. Dies wird voraussichtlich bereits in den kommenden Tagen zur Ausrufung der Republik Katalonien führen.
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    Freitag, den 13. Oktober 2017
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    https://www.change.org/p/pr%C3%A4sident-der-russischen-f%C3%B6deration/u/21672142?utm_medium=email&utm_source=petition_update&utm_campaign=159489&sfmc_tk=qZw%2fHZitEFtpNr4%2fX1LsMXwBeU1sAwJ2GDDXC7p%2bwsmJNeNlPKNDNIczG0xRNAJb&j=159489&sfmc_sub=160713777&l=32_HTML&u=29964361&mid=7259882&jb=14

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    Gruß Hubert

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  2. Hier noch zwei m.M.n. guter Kommentare (für die, die immer für den Zentralstaat sind, natürlich nicht, darunter zählt ja auch die undemokratische EU).

    derkleineBürger
    -> Barcelona hatte am 1.
    ->
    Barcelona hatte am 1. Oktober gegen den Willen Madrids und trotz eines Verbots durch das Verfassungsgericht ein „verbindliches Referendum“ über die Unabhängigkeit abgehalten. Rund 90 Prozent stimmten für eine Abspaltung von Spanien. Die Wahlbeteiligung lag allerdings nur bei etwas mehr als 40 Prozent. <- (Anmerkung:Kunststück, bei Der REPRESSION!… Knüppel aus dem Sack und obendrein auch noch Gummigeschosse).
    So kehrt man die Beschlagnahmungen der Urnen,Wahlunterlagen & die Zerstörung der digitalen Infrastruktur bezüglich der Wahlen,sowie die rd. 900 Verletzten Wähler aller Altersklassen (inkl. Rentner) – durch Gummiknüppel,Gummigeschosse, Tritte & Faustschläge durch die spanische Militärpolizei – unter den Teppich.
    Respekt,so wird es gemacht… nur noch über das Verbot des politisierten Verfassungsgerichtes & das Resultat sprechen,aber nicht,wie "urdemokratisch" sich die spanische Nationalregierung für die niedrige Wahlbeteiligung aktiv einsetzte…
    …da hat man glatt den Eindruck,dass das NIE passiert sei,sondern,dass es halt nur ein Verbot gab…
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    —-
    Autograf
    Bloody Sunday Kataloniens
    Rajoy ist in die Falle getappt. Natürlich war das Referendum illegal und schon gar nicht bindend. Aber anstatt es als eine Art Umfrage zu betrachten, und Unabhängigkeitsgegner zu motivieren, teilzunehmen, lies er nach Art Francos die Knüppel auspacken. So gewinnt man keine Zustimmung, sondern solidarisiert die Unabhängigkeits-Skeptiker mit den Fanatikern. Danach bleibt nichts mehr so wie es war, wie damals in Nord-Irland nach dem Bloody Sunday. Aber zentralistische Regierungen sind oft weit weg von der Realität, zu weit. Auch Frankreich hat mit seinen Minderheiten viele Fehler gemacht. Wir brauchen ein Europa der Regionen, weg von den Staatsgrenzen der mittelalterlichen und nach-napoleonischen Machtpolitik. Auch kleine Staaten können in der EU gut existieren, wenn tatsächlich die Machtverhältnisse stimmenproportional ausgeübt werden. Hier ist noch viel zu tun. Dem stehen aber zentralstaatliche Machtinteressen entgegen. Katalonien ist weit größer als Malta, hat aber weniger Einfluss.
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    http://meta.tagesschau.de/id/127918/trotz-katalonien-ultimatum-puigdemont-weicht-rajoy-aus

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    Gruß aus Südtirol

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  3. Rajoy zeigt seine Gesinnung als Franquist.
    Hier noch 2 Kommentare aus TS.
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    Am 19. Oktober 2017 um 15:21 von Unter_Lemmingen

    In bester Tradition….
    …sie wie Franco einst die Kontrolle über Spanien sicherte, so tut es nun auch Rajoy :
    Durch die Beseitigung der Autonomie.
    Eine dumme Vorgehensweise.
    Die den Seperatisten weitere Symphatien bringt.
    Die jüngst von der Polizei verschleppten Separatisten werden wohl um Gefängnis bald Gesellschaft durch Gesinnungsgenossen bekommen.
    So werden dann Märtyrer und Vorbilder geboren.
    Auch das ist eine dumme Vorgehensweise.
    Aber man kann wohl sicher davon ausgehen, das Rajoy diesen Weg geht…

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    Am 19. Oktober 2017 um 15:23 von krittkritt

    Rajoy ist offensichtlich unfähig.
    In einem derartig heiklen Fall „politisch“ zu agieren.
    – Kataloniens Autonomie wurde 1939 vom Hitlerverbündeten Franco aufgelöst. Der katalanische Ministerpräsident Lluís Companys *) wurde hingerichtet. Er ist bis heute nicht rehabilitiert.
    – 1976, nach dem Tod Francos gab es in Barcelona das erste mal wieder ein Konzert in katalanischer Sprache.
    – Bei seinem Amtsantritt verhinderte Rajoy die Umsetzung eines für ganz Spanien mit Katalonien gemeinsam ausgehandeltes Autonomiestatuts. Er bediente sich dazu allerdings der Justiz, die noch weitgehend unter dem Einfluss von Franquisten stand.

    – In Katalonien erhöhte sich während Rajoys Amtszeit der Anteil der „Separatisten“ von 11% auf annähernd die Hälfte.
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    Am 19. Oktober 2017 um 15:24 von sprutz

    Was ist
    Wenn die Katalanen jetzt ihre Eigenstaatlichkeit mit Gewallt durchsetzen werden, wird Madrid dann Panzer schicken?
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    http://meta.tagesschau.de/id/128048/spanien-und-katalonien-gehen-auf-kollisionskurs
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    *) Zur Person Lluís Companys i Jover
    Glaubt man denn, dass man im Kollektivgedächtnis der Katalanen das vergessen hat?

    Aus wikipedia
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    Lluís Companys i Jover (* 21. Juni 1882 in El Tarròs; † 15. Oktober 1940 in Barcelona) war ein katalanischer Rechtsanwalt, Politiker, Führer der Esquerra Republicana de Catalunya (ERC, Republikanische Linke Kataloniens) und katalanischer Regierungspräsident. Er wurde durch ein franquistisches Schnellgericht zum Tode verurteilt und sofort hingerichtet.

    […]
    Im August 1940 wurde Lluís Companys in der Nähe von Nantes von der Gestapo verhaftet und an das franquistische Spanien ausgeliefert. Nach Gefangenschaft und Folter in Madrid wurde er Anfang Oktober nach Barcelona gebracht und am 14. Oktober 1940 von einem Sondergericht in einem eintägigen Schnellverfahren zum Tode verurteilt. Am 15. Oktober um 6:30 Uhr wurde er auf dem Montjuïc in Barcelona hingerichtet. Er weigerte sich, eine Augenbinde zu tragen, als er vor das Erschießungskommando geführt wurde. Als letztes rief er aus: „Per Catalunya!“ („Für Katalonien!“).
    .
    https://de.wikipedia.org/wiki/Llu%C3%ADs_Companys_i_Jover

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    Gruß Hubert

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