Kubitza und Haberer im Streitgespräch über die Grundlage von Religion   4 comments

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„Es sei gerade die intensive Beschäftigung mit der Bibel gewesen, durch die er seinen Glauben verloren habe, erzählte er (Heinz-Werner Kubitza). Durch die Beschäftigung mit den Widersprüchen und der historischen Entstehung der Bibel. Für ihn ist heute klar, dass die Theologie selbst mit ihrer historisch-kritischen Methode dem Glauben seine Grundlage entzogen und ihn als Aberglaube entlarvt hat.“

Wenn selbst Theologen solche Zweifel haben…

Oder auch der heuer verstorbene Geißler, der in seinem Büchlein „Kann man noch Christ sein, wenn man an Gott zweifeln muss?“ Oder weiters sagt er: Wenn es Gott gibt, warum ist die Welt dann voller Katastrophen, Krankheiten und Kriege? Immer mehr Menschen rebellieren gegen die Sprachlosigkeit der Kirchen auf die Frage nach der Gerechtigkeit eines angeblichen allmächtigen Gottes.

Oder Franz Buggle in seinem Buch: „Denn sie wissen nicht was sie glauben“... „… ich demonstriere durch Zitate, dass die Bibel, unsere ‚Heilige Schrift‘, ‚Gottes Wort‘, ein zutiefst gewalttätig-inhumanes Buch ist, völig ungeeignet als Grundlage einer heute verantwortbaren Ethik…“

Aus hpd.de

Kubitza und Haberer im Streitgespräch über die Grundlage von Religion

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Johanna Haberer, Helmut Fink, Heinz-Werner Kubitza (v.l.n.r.)

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Über die Bibel und den Glauben debattierten im Humanistischen Salon Nürnberg zwei Theologen, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite eine gläubige Protestantin und Professorin für Christliche Publizistik. Auf der anderen Seite ein promovierter Theologe, der zum Autor und Herausgeber zahlreicher religionskritischer Schriften wurde.

Mit der Veranstaltung „Ist Religion noch vermittelbar? – Alte Texte, neue Deutung, umstrittener Sinn“ startete am 8. Oktober 2017 die zweite Staffel des Humanistischen Salons im Nürnberger Café PARKS. Auch dieses Winterhalbjahr lädt die Reihe wieder einmal im Monat am Sonntagmittag zur Auseinandersetzung mit einem wissenschaftlichen oder humanistischen Thema.

Ausdrücklich wollen die Veranstalter dabei auch die öffentliche Begegnung weltanschaulicher Gegensätze ermöglichen. Im Gespräch über die Bedeutung religiöser Texte bedürfe es dabei in besonderer Weise der Bereitschaft einander zuzuhören, betonte Moderator Helmut Fink in seiner Einführung. „Denn es geht um Grundüberzeugungen und Glaubensfragen.“

Über die radikale Änderung seiner Sicht berichtete Heinz-Werner Kubitza, der Gründer des Tectum-Verlages und Autor der „Wahn-Trilogie“. Es sei gerade die intensive Beschäftigung mit der Bibel gewesen, durch die er seinen Glauben verloren habe, erzählte er. Durch die Beschäftigung mit den Widersprüchen und der historischen Entstehung der Bibel. Für ihn ist heute klar, dass die Theologie selbst mit ihrer historisch-kritischen Methode dem Glauben seine Grundlage entzogen und ihn als Aberglaube entlarvt hat.

Er erklärte, wie er anfangs als gläubiger Christ möglichst nah rankommen wollte an die Person Jesus, aber dabei immer Irritierendes fand – wie etwa Jesu Arbeit als Exorzist. Jesus habe sich selbst zudem nicht als Messias gesehen oder als Sohn Gottes, sondern als gläubigen Juden. Das zeigten die Ergebnisse theologischer Forschung.

Auch sei ja inzwischen bekannt, dass zentrale Glaubensinhalte wie die Weihnachtsgeschichte oder die Auferstehung einfach Legenden seien, die später dazuerfunden wurden. Es sei nach 200 Jahren Forschung daher an der Zeit zuzugeben, dass man sich geirrt habe. Dass nichts dran sei. Dass der historische Jesus ein völlig Anderer war als die Kirche verkündet.

Seine Debattengegnerin Johanna Haberer, Theologie-Professorin an der Universität Erlangen, stellte diese Sicht Kubitzas als ein Missverständnis dar. Als ein Problem falscher Erwartungen von faktischer Wahrheit. Auch sie habe natürlich im Studium gelernt, dass vieles erst später „dazugewachsen“ sei, sich verselbstständigt habe. Dass sich das Christentum über den historischen Jesus hinaus zu etwas Eigenem entwickelt hätte. Aber das schmälert für sie nicht die Wichtigkeit der Botschaft.

„Kann man Religion abschaffen?“, fragte Haberer und meinte es rhetorisch. Denn Religion sei doch nicht reduzierbar auf eine Gründerperson. Sie sei ein gewachsenes kulturelles Gebilde. „Kann man Sebastian Bach abschaffen? Die gotischen Kirchen?“ Es ginge nicht um historische Fakten, sondern um die transportierte Bedeutung, meinte sie, um den Trost und das Vertrauen, das Texte und Lieder vermittelten.

Haberer setzte Kubitzas entzauberter Sicht ein Bild von Religion als vielfältiger, dynamischer, offener Erzählgemeinschaft entgegen, die Aufgehobensein vermittele. „Mein Glauben ist ein Geborgensein in einer Kultur von Texten und Musik. Und sie sind von so evidenter Schönheit… ich kann mir nicht vorstellen, dass man diese Schönheit abschaffen kann… per Argument.“

Für Kubitza jedoch ist Glauben zu etwas Kindlich-Fiktionalem geworden, das es gilt durch ein erwachsenes, realistisches Weltbild zu ersetzen. Es sei wie der Glaube an den Weihnachtsmann, den ein Kind irgendwann überwinden müsse. Denn welchen Wert hat ein Aufgehobensein und ein Vertrauen, das auf einer irrealen Grundlage beruht? „Ich will auf dem Sterbebett niemanden, der mir ewiges Leben verspricht.“

Und dass im Protestantismus Dogmen keine Rolle mehr spielten, stimme so nicht, erklärte er. „Auch die aktuelle systematische Theologie kommt nicht ohne sie aus. Kein Theologe an der Uni will unwissenschaftlich erscheinen. Aber wenn naturwissenschaftliche Erkenntnis mit der Tradition vereinbart werden muss, kommt oft ein trauriger Eiertanz dabei heraus.“

Und auch der Darstellung von Religion als etwas, in dem Kultur besonders gedeiht, widersprach Kubitza. Das sei in dem Großteil der christlichen Geschichte gerade nicht der Fall gewesen. Es habe jahrhundertelang keine freie Kunst, Musik und Literatur gegeben. Das Ästhetische sei von der Kirche gefangen gewesen und die Religion bestimmte, wo es lang ging. „Die Protestanten schmücken sich gerne damit, sich kulturell zu verstehen, doch die große Kunst ist erst entstanden, als der Einfluss der Religion zurückging.“

Haberer hielt dem entgegen, dass Protestanten wie sie sich ja gerade nicht die frühere Dominanz der Kirche zurückwünschten. Die Reformation sei schließlich ein wichtiger Schritt gewesen für eine Befreiung von der Dominanz einer weltlichen Institution. Luther habe dem Einzelnen die Interpretationsmacht zurückgegeben über die Schriften. Und damit auch die eigene Auseinandersetzung mit den inneren Widersprüchen der Bibel. Diese lobte Haberer als literarisch-metaphorische Vielfalt der Überlieferung und damit als eine wichtige pluralistische Wurzel des Christentums.

Eine Befreiung des Menschen von Religion hält sie jedoch für einen Verlust. Denn Glaube vermittele eine andere Kategorie als Wissen. „Ich vertraue, dass das Leben einen Sinn hat. Dass ich kein Zufallsgeschoss bin. Und dass am Ende Gerechtigkeit kommt.“ Das sei jenseits von dem, was wir wissen könnten, hätte aber großen Einfluss auf die Welt. „Man sollte diese beiden Kategorien daher nicht gegeneinander ausspielen.“

Für den wirklichkeitsprägenden Einfluss der Religion wählte Haberer ein Beispiel vom Lebensende. „Jemandem im Hospiz zu begleiten, mit ihm zu beten und ihn noch einmal mit seinen Kindern zusammenzubringen, das ist doch anders als zu sagen, er stirbt jetzt bald, ich gebe ihm die letzte Spritze, weil der letzte Weg schmerzlich ist.“

Für diese Darstellung erntete die Theologin diesmal jedoch auch Widerspruch von Moderatorenseite. „Ich fühle mich zu einer Stellungnahme gedrängt, denn das, was Sie sagen, suggeriert ja aktive Sterbehilfe“, warf Helmut Fink ein. Humanistische Sterbehilfe sei jedoch nicht gleichzusetzen mit einer Spritze. Sie fände im Rahmen von Palliativmedizin statt und mit ergebnisoffener Beratung.

Kubitza, der sich auf die Glaubensinhalte selbst konzentrierte, gab Haberer insofern recht, dass der Gedanke, es gäbe am Ende immer Gerechtigkeit, ein schöner sei. Aber es sei eben auch ein irrealer Wunsch. Und er erklärte, dass er die Vorstellung von ewigem Leben heute als Hybris ansieht, als der Wunsch so zu sein wie Gott. „Im Grunde ist es eine einzige Verdrängung des Todes. Aber wir sind sterblich und danach kommt nichts mehr. Mit diesem Gedanken müssen wir uns frühzeitig arrangieren“, erklärte er. Das sei vielleicht enttäuschend, aber gehöre zum Annehmen der Wirklichkeit.

Auch diese kontroverse Debatte wird voraussichtlich wieder als Video veröffentlicht werden können. Wer darüber informiert werden will, kann den Youtube-Kanal des Humanistischen Salons abonnieren oder der Reihe bei Facebook bzw. Twitter folgen, wo auch auf kommende Veranstaltungen hingewiesen wird.

Der nächste Humanistische Salon findet am 5. November um 11 Uhr im Nürnberger PARKS statt. Zu Gast ist dann Dr. Lars Jaeger mit dem Thema: „Wissenschaft und/oder Spiritualität? – Von der inneren Haltung bei der Gestaltung unserer Zukunft„. Wie gehabt mit ausgiebiger Möglichkeit zum Gespräch und gemütlichen Brunchen sowie dem musikalischen Rahmenprogramm von Claus Gebert.

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Kubitza und Haberer im Streitgespräch über die Grundlage von Religion

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 17. Oktober 2017 von hubert wenzl in Religionskritik, Uncategorized

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4 Antworten zu “Kubitza und Haberer im Streitgespräch über die Grundlage von Religion

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  1. Ich sehe das Problem nicht in der Religion – und in der des Christentum schon gar nicht.
    Es ist ein Problem der Ideologien wenn diese zum Dogma erhoben werden.
    Die ethischen Werte, für die das Christentum steht, (10 Gebote) sind jedenfalls höher einzuschätzen als das was heute LINKE als das Heil verkünden:
    Beseitigung aller Unterschiede auf der Welt und damit das was Vielfalt ausmacht – und allen soll es gleichschlecht gehen, denn Linke wollen nur gerecht verteilen, aber die, die die Werte schaffen . . . Und dazu will man noch alles Deutsche abschaffen vom Diesel bis zu den Genen der Menschen.
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    Wenn Völker sich selbst zerstören
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    Viele Menschen haben in den letzten Jahren mit großem Erschrecken feststellen müssen, dass sich in Westeuropa eine sehr merkwürdige Ideologie eingeschlichen hat.
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    Nahmen wir das ganze früher nicht so ernst und haben wir es eher mit einem Augenzwinkern betrachtet, so müssen wir heute leider feststellen, dass weit mehr unserer Mitbürger den Blödsinn, den wir alle in der Schule eingetrichtert bekamen und der täglich in den Medien zum besten gegeben wird, für bare Münze nehmen. Schlimmer noch, manchmal hat man sogar den Eindruck, sie setzen selbst noch einen oben drauf.
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    Aber was macht das ganze eigentlich so surreal und so gefährlich?
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    Diese Ideologie etabliert einen moralischen Imperativ, der alles Fremde aufwertet und zugleich alles Eigene abwerted. Jeder, der das Eigene verteidigen will, es in Schutz nimmt oder auch nur das bloße Existenzrecht des Eigenen einfordert, macht sich zum Feind dieser Ideologie und all jener, die sie auf so fanatische Weise verinnerlicht haben.
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    Die Liebe zu allem Eigenen, die die Grundlage jeder gesunden Gesellschaft ist, wird zum sündigen Verhalten erklärt und das Verschwinden all dessen, was uns ausmacht ist für viele nicht nur ein bedauerlicher Kollateralschaden, es ist für sie ein positiv besetztes und herbeigesehntes Endziel.
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    Nun ist es natürlich nicht richtig, alles Fremde zu verachten oder gar zu versuchen es zu vernichten. Und wir alle wissen, welche exzessiven Verbrechen Menschen aus Hass auf Mitglieder anderer, ihnen fremder Gruppen begehen können. Das ist erschütternd und es ist gut und richtig solche Dinge zu verhindern. Doch eine Ideologie, die gegen alles Eigene gerichtet ist, ist nicht minder pervers.
    Der Mensch ist ein höchst komplexes Wesen. Und tief in seinen Synapsen schlummert, eine Sache, die mindestens ebenso finster ist wie ein fanatischer Hass auf alles Fremde. Irgendwo in uns gibt es dieses Potential uns selbst zu schaden und die zu zerstören, die zu uns gehören.
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    Man möchte es am liebsten verdrängen, aber es ist leider die Wahrheit und die Geschichte kennt Beispiele für dieses Verhalten, das uns so zutiefst irrational und geradezu undenkbar erscheint.
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    Zwei solcher Beispiele möchte ich hier vorstellen.
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    Kambodscha: Die Roten Khmer
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    Die Roten Khmer waren eine kommunistische Bewegung in Kambodscha. Nach politischem Kampf und Bürgerkrieg kamen sie 1975 an die Macht und errichteten eine erbarmungslose und geradezu geisteskranke Diktatur.
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    Mit brutaler Gewalt versuchten die Roten Khmer in kürzester Zeit eine völlige Neuordnung des Landes gemäß ihrer kommunistischen Ideologie zu erzwingen. Kambodscha sollte über Nacht unabhängig werden von sämtlichen Importen. Das Ergebnis waren Hunger und ein Mangel an Arzneimittlen. Viele Kambodschaner starben an Hunger und Malaria.
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    Kapitalisten und Intellektuelle waren die erklärten Feinde der Roten Khmer. Sie favorisierten eine Agrargesellschaft, in dem vollkommene Gleichheit herrscht und ihr Idealbürger war der nur mäßig gebildete Bauer. Selbst das Tragen einer Brille konnte einen in den Augen der Kommunisten schon zu einem Intellektuellen machen und um ein Kapitalist zu sein genügte es, einmal einen eigenen Laden betrieben zu haben.
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    Um die Gesellschaft im Sinne von Pol Pot, dem Anführer der Roten Khmer, zu transformieren, wurde die Stadtbevölkerung auf’s Land umgesiedelt. Dort mussten die Städter in der Landwirtschaft Sklavenarbeit verrichten und sollten so im Sinne des Systems umerzogen werden.
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    Wer auch nur den leisesten Verdacht erregte, ein Gegner des Systems zu sein, der wurde hingerichtet oder er kam in eines der vielen Foltergefängnisse, die im ganzen Land errichtet wurden. Auch der Aufenthalt in einem dieser Gefängnisse endete nach vielen Verhören und Misshandlungen mit der Hinrichtung.
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    Es genügte schon, vor der Machtübernahme der Roten Khmer im falschen Beruf gearbeitet zu haben, um von ihnen als Gegner eingestuft zu werden. Ideologisch ging es den Roten Khmer dabei nicht nur um Umerziehung. Vielmehr wollten sie alle ihnen widerstrebenden Ideen aus ihrem Volk ausrotten. Man wollte nicht nur die Idee zerstören, sondern sehr oft auch denjenigen Menschen, den man als Träger dieser Idee in Verdacht hatte.
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    Ihre Opfer richteten die Roten Khmer auf den sogenannten Killing Fields hin. Um Munition zu sparen wurden die Opfer meist erschlagen. Anschließend verscharrte man sie an Ort und Stelle. Wurde jemand hingerichtet, so tötete man auch seine Kinder, um zu verhindern, dass sie eines Tages Rache nehmen.
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    Der Wahnsinn endete 1979, als die Vietnamesische Armee in Kambodscha einmarschierte und die Herrschaft der Roten Khmer beendete.
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    In den 4 Jahren ihrer Herrschaft ermordeten die Roten Khmer etwa 2 Millionen Kambodschaner. Das ist ein Viertel der etwa 8 Millionen Einwohner, die das Land noch 1975 hatte. Bis heute sind über 20.000 Massengräber bekannt.
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    Was in Kambodscha geschah bezeichnet man heute auch als Autogenozid.
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    Neuseeland: Die Moriori
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    Östlich von Neuseeland liegen die Chathaminseln. Etwa um das Jahr 1500 brach eine Gruppe Eingeborener aus Neuseeland mit Booten zu den Chathaminseln auf. Sie besiedelten diese kargen Inseln und schufen dort ihre eigene Kultur. Aus den Siedlern wurde das Volk der Moriori.
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    Da das Klima in ihrer neuen Heimat kälter war als in der alten, konnten die Siedler keine Landwirtschaft betreiben. Stattdessen wählten sie den Fischfang als Lebensgrundlage. Doch auch so konnten die Chathaminseln nur einer begrenzten Bevölkerung eine Lebensgrundlage bieten. Um ihre Ressourcen nicht unnötig zu verschwenden, begründeten die Moriori eine pazifistische Kultur. Streitereien wurden fortan nur in rituellen Kämpfen ausgefochten. So wurde unnötiges Blutvergießen verhindert. Auch führten die Moriori keine Kriege und alles kriegerische Handeln und Denken war verpöhnt.
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    1791 wurden die Chathaminseln von britischen Seeleuten entdeckt und der britischen Krone unterstellt. Damals gab es etwa 2000 Moriori. Mit den Entdeckern kamen Krankheiten und einzelne Siedler (Europäer und Maori). Die Grippe sorgte für einige Tote.
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    Doch die wahre Prüfung sollte den Moriori noch bevorstehen. Im Jahr 1835 stellte eine Gruppe Maori einen Invasionstrupp zusammen. Mit zwei Schiffen mit 500 bzw. 400 Kämpfern landeten sie Ende 1835 auf den Chathaminseln. Die Invasoren waren bewaffnet mit Gewehren, Knüppeln und Äxten. Noch am Strand töteten sie ein 12-jähriges Mädchen, zerteilten es und spießten sein Fleisch auf Pfähle.
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    Sie versklavten und töteten die Moriori und manche aßen sie sogar. Sie raubten ihnen ihr Land, wie es ihnen gefiel.
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    Als Reaktion kamen die Ältesten der Moriori zusammen. Manche argumentierten, dass ihr pazifistisches Gesetz überholt sei und dass es in dieser Situation keine Gültigkeit mehr hat. Sie wollten sich bewaffnen und den militärischen Kampf aufnehmen, um ihr Volk vor der Vernichtung durch diese Barbaren zu bewahren.
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    Doch es setzte sich eine andere Gruppe von Ältesten durch. Für sie war das Gesetz, welches das Zusammenleben der Moriori regelt und sie zu einem strikten Pazifismus verpflichtet keine reine Überlebensstrategie. Für sie war es eine Lebensphilosophie und ein moralischer Imperativ.
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    Die Moriori versteckten sich also vor den Maori-Invasoren. Nach und nach wurden sie eingefangen, versklavt, vergewaltigt und oftmals brutal ermordet. Sie wurden zum Spielball der Grausamkeit ihrer sadistischen Häscher.
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    Erwachsene Männer, körperlich tüchtig und an harte Arbeit gewohnt, schauten zu wie Frauen, Kinder und Alte misshandelt, vergewaltigt und abgeschlachtet wurden. Alles andere wäre unmoralisch gewesen.
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    Im Jahr 1862 waren von einst 2000 Moriori noch 100 am Leben.
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    Fazit
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    Die Geschichte lehrt uns die Abgründe des menschlichen Geistes. Wer ihnen entrinnen und ein gutes Leben führen will, der muss die Kunst beherrschen, zu allen Zeiten einen guten Mittelweg zu finden und der darf sich nicht in einer Ideologie versteigen wie es die LINKEN tun und wie es dem ISLAM eigen ist, der wiederum von den LINKEN . . .
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    Wem dies nicht gelingt, der wird eines Tages erfahren, dass viele Wege in die Hölle führen…
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    Zum Schluss möchte ich noch einmal mit Nachdruck betonen, DAS IST MEINE MEINUNG! Die du nicht mitgehen musst, aber wenigstens zu Kenntnis nehmen und mir gestatten auch eine Meinung zu haben.
    Deine hast du ja schon kundgetan. (Auch wenn das nicht deine Eigene ist und du die von anderen publizierst)
    Statt wieder mir einem RE auf meinen Kommentar zu antworten lösche diesen!

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  2. Ich werde das ohne großen Kommentar von mir so stehen lassen.
    Erlaube mir aber doch ganz wenige Bemerkungen.

    Meinung:
    „Deine hast du ja schon kundgetan. (Auch wenn das nicht deine Eigene ist und du die von anderen publizierst)“.

    Sind das alles deine eigenen Gedanken und hast du von niemandem was übernommen? Daran habe ich meine Zweifel, wenn ich das aber auch als völlig legitim ansehe. Man muss das Rad nicht jeweils selbst neu erfinden.

    Und noch eine Bemerkung: mir erschließt sich keineswegs was Pol Pot und einiges andere noch mit einem religiösen Streitgespräch zu tun haben, oder auch nicht mit einer Eintrichterung von Blödsinn, bezogen auf das Geschichtliche (im besonderen deutsche Geschichte) wie du zu glauben meinst. Hmmm, in einer Sache muss ich dir recht geben, wenn du auch Religion als Eintrichterung von Blödsinn betrachtest, aber wie ich dich kenne, neigst du eher nicht dazu – und in besonderem Maße und bestimmt nicht, wenn es um das von dir so hoch geschätzte Christentum geht. Für mich sind Religionen jedenfalls Indoktrinationen schon von Kindesbeinen an – alle, ohne Ausnahme. Ich komme jedenfalls blendend ohne den Blödsinn von Religionen aus und ich bin jedenfalls davon überzeugt: ohne Religion wäre die Welt besser dran.
    Doch noch was: „“…der muss die Kunst beherrschen, zu allen Zeiten einen guten Mittelweg zu finden und der darf sich nicht in einer Ideologie versteigen wie es die LINKEN tun und wie es dem ISLAM eigen ist, der wiederum von den LINKEN…“
    Aha, und das was du vertrittst wäre ein Mittelweg? Das glaubst du wohl selbst nicht. Ich will jetzt nicht deine Ideologie benennen, die erkennt jeder bei dir nach nur einem Absatz. Was du über Linke sagst berührt mich nicht. Ich will jetzt keinen Spruch ablassen…
    Wenn dich mein im Vergleich zu dir sehr kurzer Kommentar stört, dann sage es und beide Kommentar sind dann weg.

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  3. Warum willst du das jetzt tun und „LÖSCHEN“? Und nicht wie ich es dir Nahe gelegt hatte:
    „Statt wieder mit einem RE auf meinen Kommentar zu antworten – lösche diesen!“

    Das zeugt davon wie hochgradig „narzisstisch“ veranlagt du bist.
    Du kannst gar nicht anders – eine andere Meinung als die Deinige – unkommentiert stehen zu lassen.
    Du bist regelrecht in deinen Widerspruch verleibt. Anders kann ich das nicht auffassen.
    Mit keinem Wort habe ich von dir verlangt dich meiner Meinung anzuschleißen.
    Es gibt auch eine Weisheit die besagt: Die schlimmste aller Religionen ist die Staatsgläubigkeit. Auch dieser Erkenntnis würde ich mich anschließen.
    Wenn ich an deiner Meinung etwas kritisiere: Dann dass du den Begriff Religion nur auf das Christentum anwendest und ausschließlich negativ bewertest.
    Du sollst nicht töten ist werder falsch noch vewerflich. Wie auch alle anderen Gebote des Chistentum. Das Menschen die sich als Christen bezeichnen selbst nicht danach handeln, ist ein ganz anderes Thema.

    Schön wäre es wenn sich andere auch mal äußern würden.- Sylvis oder Wolodja z. B.

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  4. Eines behalte ich mir schon immer vor auf einen Kommentar, egal von wem, zu antworten. Ich will ja nicht nur eine Plattform für andere Ideen und Gedanken bieten. Wenn du glaubst, dass mir dein Kommentar nicht gefallen würde, dann kannst du ihn ja per e-mail schicken.
    Wer von uns beiden narzisstischer veranlagt ist lasse ich mal dahingestellt. Ich möchte wissen ob du still sein würdest, wenn ich es wagen würde bei dir zu kommentieren – ich wette darauf, sicher nicht. In einen Widerspruch bin ich nie verliebt, die zeige ich wenn schon auf. Ich bin weder staatsgläubig, und schon gar nicht autoritätsgläubig. Ich wende Religionskritik auf alle Religionen an, nicht nur auf das Christentum, in „meinem“ Land Südtirol ist es auf jedem Fall die dominante. Als Atheist schätzt man keine Religion, ich weiß nicht ob dir das bekannt ist, weil du so tust, als würde ich nur das Christentum nicht schätzen. Ich schätze es nicht besonders, wenn du bei religionskritischen Beiträge von mir kommentierst. Da lasse ich mich von niemandem belehren. Wenn du christlich sein willst ist es deine Sache. Reich Ranitzki sagte: wer glauben will, mag glauben – so halte ich es auch. Es braucht keine Religion um festzustellen, dass man nicht töten soll. Was soll dieser komische Hinweis? Für mich ist keine Religion etwas wert, der das millionenfache grausame Abschlachten von Tieren oder anderen Quälereien egal ist – und dem Christentum jedenfalls ist das egal… – sicher auch allen anderen. Nerve mich also nicht mit deinem hochgehaltenen Christentum.
    Es steht nicht in meinem Einfluss, ob Wolodja oder Sylvia kommentieren oder nicht. Niemand muss kommentieren. Und von Wolodja habe ich ja ein Gefällt mir bekommen. Dass ich von dir bei religiösen keines bekomme ist mir schon klar. Schon aus dem geht hervor, dass du nur Contra geben willst. Ich sehe bei dir ja auch nur ganz, ganz wenige fremde Kommentare, oder? Ich tue mir das jedenfalls nicht an bei dir zu kommentieren, denn deine Rechthaberei kenne ich.
    Ich behalte mir in Zukunft, vor allem bei religiösen Kommentaren von dir vor, Nicht zu genehmigen. Es ist ja alles fruchtlos, weil wir unendlich weit auseinander liegen, egal ob bei Religion oder Politik.
    Wenn ich löschen soll, dann ausdrücklich sagen.

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