Ich bedaure nichts, ich rufe nicht …   Leave a comment

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Der russische Dichter Sergej Jessenin gefällt mir sehr, der passt irgendwie zu mir.

Sergei Alexandrowitsch Jessenin
wurde am 21. September 1895 in Konstantinowo, Gouvernement Rjasan in Russland geboren.
Er starb am 28. Dezember 1925 In Leningrad (Suizid).
Unter den Lyrikern Russlands gilt er noch heute als einer der größten.

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Ich bedaure nichts, ich rufe nicht …

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Ich bedaure nichts, ich rufe nicht und klage,
Alles geht wie auch der weißen Blüten Dunst.
Wenn das Gold des Abschieds ich heut trage,
hab verloren ich der Jugend Gunst.

Deine Schläge früher kraftvoll klangen,
liebes Herz, in Kälte nun erstarrt!
Doch dies Land, von Birkenflor umfangen,
nie mehr meiner bloßen Füße harrt.

Wanderlust, ich hab‘ dich nicht gefunden!
Wo ist nur der Jugend Leidenschaft?
Meine Frische lang schon ist geschwunden,
wie des Auges Feuer und des Fühlens Kraft.

So bescheiden meine Wünsche heute!
Und mein Leben? Träumte ich dich nur?
Laut und jagend ich durch meinen Frühling reite,
auf dem Rosen-Ross verlor die Spur.

Alle sind wir Gast in diesem Leben.
Stille fließt wie schwerer Honig übers Laub.
Dank sei dir, uns nun anheim gegeben,
um zu blüh’n, zu sinken in den Staub.


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Abend seine schwarzen Brauen senkte

Abend seine schwarzen Brauen senkte.
Fremde Pferde stehen vor der Tür.
War’s gestern, als die Jugend ich ertränkte?
Schwand auch gestern die Liebe zu dir?

Ach, verspätete Troika du, schnaub‘ nicht!
So spurlos unser Leben verrann.
Und vielleicht bin schon morgen todkrank ich,
dass für immer ich Ruhe hab‘ dann.

Vielleicht morgen, so ganz ohne Träume,
ohne Ziel geh‘ ich fort von hier und
lausch‘ den Liedern des Regens, der Bäume,
werd‘ an Leib und Seele gesund.

Werd‘ die finsteren Mächte vergessen,
die zerstörend peinigten mich.
Deinen Liebreiz, den ich besessen,
werd‘ ich immer bewahren für mich.

Auch wenn dann eine and’re ich liebe,
werd‘ erzählen ich ihr nur von dir,
erzählen von dir, meine Liebe,
die einst alles bedeutete mir.

Werd‘ erzählen von uns’rem Leben,
von Vergang’nem noch ganz unberührt…
Wohin, du mein Sinn, so verwegen,
ach, wohin nur hast du mich geführt?

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Есенин, Отговорила роща… / Esenin, Golden Grove (subs by V. Chetin)

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Н. КАДЫШЕВА “ ОТГОВОРИЛА РОЩА ЗОЛОТАЯ“

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 30. Oktober 2017 von hubert wenzl in Lyrik, Musik, Uncategorized

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