Archiv für 7. November 2017

Tiere und Kirche – ein unsägliches Kapitel   Leave a comment

.

Mich wundert oft wie Gläubige die unmöglichsten und grausamsten Dinge verteidigen können, nur weil es in der Bibel oder im Katechismus steht. Tiere: Es war für mich nicht der alleinige Grund aber ein sehr wichtiger Grund mich von der kath. Kirche abzuwenden und die Nase gestrichen voll zu haben von der Kirche.

.

Im Katechismus der Katholischen Kirche 1993, in diesem Traktat aus Rom, das ca. 800 Seiten hat, lesen wir folgendes über Tiere:

Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt, den er nach seinem Bild geschaffen hat. Somit darf man sich der Tiere zur Ernährung und zur Herstellung von Kleidern bedienen. Man darf sie zähmen, um sie dem Menschen bei der Arbeit und in der Freizeit dienstbar zu machen. Medizinische und wissenschaftliche Tierversuche sind in vernünftigen Grenzen sittlich zulässig, weil sie dazu beitragen, menschliches Leben zu heilen und zu retten. (Nr. 2417)

Es widerspricht der Würde des Menschen, Tiere nutzlos leiden zu lassen und zu töten. Auch ist es unwürdig, für sie Geld auszugeben, das in erster Linie menschliche Not lindern sollte. Man darf Tiere gern haben, soll ihnen aber nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt. (Nr. 2418)
Der Schöpfer hat dem Menschen das Recht gewährt, über die Rohstoffe, Pflanzen und Tiere der Welt zu verfügen. Dabei muss aber der Mensch die sittlichen Verpflichtungen achten, auch gegenüber den kommenden Generationen. (Nr. 2456)

Die Tiere sind dem Menschen unterstellt, der ihnen Wohlwollen schuldet. Sie können einer gerechten Befriedigung menschlicher Bedürfnisse dienen. (Nr. 2457)

[…]
Wann hört die Kirche endlich auf, den Tieren die Seele abzusprechen?
Man darf Tieren nicht die Liebe zuwenden, die einzig Menschen gebührt.

Katechismus der katholischen Kirche, 1993, Nr. 2418

Die Trennung des Menschen von seinen Mitgeschöpfen ist die große geistesgeschichtliche »Leistung« des kirchengeprägten Abendlandes, repräsentiert durch die Kirchenväter Augustinus, Thomas von Aquin und den Augustinermönch Martin Luther.

Laut Augustinus können Tiere keine Empfindung wie der Mensch haben. Nach der Lehre des Kirchenlehrers Thomas von Aquin (1225-1274) haben Tiere keine Seele – Frauen übrigens auch nicht …

Die Frau „darf“ bekanntlich inzwischen eine Seele haben!! (Oh, da hab ich als Frau, ja noch einmal Glück gahabt).

.

[…]

Die lutherische Kirche spricht von Tieren als »nicht-personale Kreaturen« und zieht daraus die Rechtfertigung, ihr Lebensrecht zu missachten.

Beide Kirchen berufen sich bis heute auf die »Bücher Mose«.

Im 3. Buch Mose liest man haarsträubende Einzelheiten darüber, wie die Priester Tiere schlachteten und deren Blut am Altar verspritzten, »zum beruhigenden Duft für den Herrn«.

Die Bibel als Rechtfertigung für das Töten?

In der Schöpfungsgeschichte sprach Gott:

»Sehet da, ich habe euch gegeben alle Pflanzen, die Samen bringen, auf der ganzen Erde, und alle Bäume mit Früchten, die Samen bringen, zu eurer Speise.« (Genesis, 1.29)

Wird hier nicht das Bild eines schizophrenen Gottes gezeichnet, der einerseits blutige Schlachtopfer fordert, andererseits durch Propheten sagen lässt:

»Eure Schlachtopfer sind mir ein Gräuel!« (Jeremia).

Oder sind die Aufforderungen zu den Schlachtopfern am Ende gar Fälschungen – und nicht Gottes Wort?

Prof. Dr. theol. Dr. h.c. Erich Grässer, Ordinarius für Neues Testament an der Universiät Bonn:

»Was ist mit Kirche und Tierschutz? Ich muss an dieser Stelle deutlich werden: Wenn einst die Geschichte unserer Kirche geschrieben wird, dann wird das Thema »Kirche und Tierschutz« im 20. Jahrhundert dann ein ebenso schwarzes Kapitel darstellen wie das Thema »Kirche und Hexenverbrennung« im Mittelalter.«

Papst Johannes Paul II in einer Rede vor Biologen 1985: 

»Es ist gewiss, dass Tiere zum Nutzen des Menschen geschaffen wurden;
das heißt, dass sie auch für Experimente benutzt werden können.«

„Gott hat die Tiere unter die Herrschaft des Menschen gestellt …“

»Wer bei den so genannten „christlichen“ Kirchen nach dem Herzen für Tiere sucht, der bemüht sich ebenso vergebens wie beim Suchen nach dem Herzen für Menschen.

.

Tiere und Kirche – ein unsägliches Kapitel

.

.

Siehe auch passend jetzt zur Jahreszeit und zur „Martinigans“ – Mahlzeit…!!
https://hubwen.wordpress.com/2016/11/11/martinigans-und-andere-gaense/

.

Mit unchristlichen Grüßen

Hubert

 

 

Pictures Of Luis Royo – Werben   Leave a comment

.

Pictures Of Luis Royo – Werben

.

.

.

gruß hubert

Veröffentlicht 7. November 2017 von hubert wenzl in Musik, Uncategorized

Getaggt mit , ,