Archiv für 29. November 2017

Kanada entschuldigt sich bei Ureinwohnern   3 comments

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Ich staunte nicht schlecht als ich diese Meldung neulich im Radio hörte. Da hat man einfach den Ureinwohnern, den Inuit, die Kinder genommen um sie zu westlich geprägten kanadischen Bürgern zu machen. Man steckte die Kinder in kirchliche Internate wo viele psychisch und körperlich misshandelt wurden, nicht selten auch sexuell missbraucht. Zumindest hatte der kanadische Premier Trudeau die Größe sich zu entschuldigen. Ob die katholische Kirche sich ebenfalls noch entschuldigt bleibt abzuwarten. Eine Einladung von Premier Trudeau an den Papst und der Möglichkeit sich dafür zu entschuldigen was unter katholischer Führung in den Internaten passiert ist, hat der Papst nicht angenommen. Nein, Heiliger ist der Papst sicher keiner, auch kein Heiliger Vater.

Aus tagesschau.de

„Es tut uns aufrichtig leid“

Sie wurden aus ihren Familien gerissen, gequält, missbraucht, Tausende starben: 150.000 Kinder von Ureinwohnern der Atlantikprovinzen steckte die kanadische Regierung bis 1996 in kirchliche Internate. Nun entschuldigte sich Premier Trudeau für den kulturellen Völkermord.

Da stand er, der kanadische Premierminister Justin Trudeau, in der jüngsten kanadischen Atlantikprovinz Neufundland und Labrador – in Goose Bay. Tränen liefen über sein Gesicht, als er in der Sprache der Inuit im Namen aller Kanadier eine nationale Entschuldigung für eine nationale Schande formulierte:

„Heute stehe ich demütig vor Ihnen, um eine längst fällige Entschuldigung anzubieten. Es tut uns aufrichtig leid.“

150.000 Kinder der Ureinwohner dieses Landes waren seit dem 19. Jahrhundert bis zuletzt 1996 zwangsweise aus ihren Familien gerissen und in staatlich geförderte kirchliche Schulen gesteckt worden. Mit dem einen Ziel, aus Ureinwohnern westlich geprägte kanadische Bürger zu machen. Über 3000 Kinder starben, psychisch und körperlich misshandelt. Viele sexuell missbraucht, wie auch der kanadische Premier erneut einräumte: „Bestraft dafür, ihre Sprache zu sprechen, abgehalten davon, ihre Kultur zu leben. Die Kinder von ihren Familien isoliert, Gemeinden zerstört, ihrer Identität beraubt.“

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Trudeau entschuldigt sich bei Ureinwohnern | Bildquelle: dpa

Trudeau entschuldigt sich bei Tony Obed, einem der Opfer von Kanadas Umgang mit den Ureinwohnern..

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2008 bereits hatte sich Kanada erstmals für diese Verbrechen entschuldigt, damals aber die jüngste Provinz Labrador und Neufundland ausgelassen. Premier Trudeau holte dieses Versäumnis jetzt nach. Eines der Opfer ist Tobey Obed. Auch er wurde gequält und misshandelt in einer solchen kirchlichen Schule. Im Namen aller Opfer nahm Obed die Entschuldigung unter Tränen an: „Weil ich aus einer geduldigen und vergebenden Kultur stamme, nehme ich diese Entschuldigung an.“

Überlebende erhalten Entschädigung

Neben der Entschuldigung durch die kanadische Regierung im Namen des gesamten kanadischen Volkes erhalten die 900 überlebenden Opfer der Provinz außerdem rund 33 Millionen Euro Entschädigung für das, was eine Untersuchungskommission schon vor längerem einen kulturellen Völkermord an den Ureinwohnern Kanadas genannt hatte.

Im Mai bereits hatte Trudeau bei einem Besuch des Vatikan zudem Papst Franziskus eingeladen, Kanada zu besuchen und sich dort im Namen der Katholischen Kirche ebenfalls zu entschuldigen. Die Katholische Kirche betrieb damals viele der staatlichen Schulen, in denen die Kinder der Ureinwohner missbraucht, gequält und getötet wurden. (Anmerkung: die katholische Kirche hat sich noch nicht entschuldigt).

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Kanada entschuldigt sich bei Ureinwohnern

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Gruß Hubert

In der katholischen Kirche haben Tiere keinen Platz   Leave a comment

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Die gegenständliche Angelegenheit ist schon länger her, aber leider immer noch aktuell, nämlich wie in katholisch-orthodoxen Ländern mit Tieren umgegangen wird. Es hat sich leider nichts geändert. Leider wird in islamischen Ländern noch schlimmer mit Tieren umgegangen, man braucht nur an Schlachthöfe in islamischen Ländern denken, zum Beispiel in Kairo wie Manfred Karremann dokumentierte. Aber was hier in Europa passiert ist schon mehr als schlimm genug. Es passieren unvorstellbare Krankheiten. Wer sich da von der katholischen Kirche Unterstützung wegen der Grausamkeiten gegen Tiere erwartet ist vollkommen auf dem Holzweg. Die Tiere sind der kath. Kirche egal, nicht zuletzt darin begründet in der dummen Behauptung, dass Tiere keine Seele hätten. Oder deutlicher geht es ja nicht, wenn aus dem Vatikan die Aussage kommt: In der Kirche haben Tiere keinen Platz. Einen Platz hat die Kirche auch nicht bei mir. Es besteht ein moralisches Totalversagen der katholischen Kirche gegenüber Tieren. Eine Moral, die Tiere davon ausschließt, ist für mich keine Moral.

Aus tierarztblog.com

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ETN-Botschafterin Maja Prinzessin von Hohenzollern schreibt zum alljährlichen Weihnachtsfest:

Immer wieder erleben wir in unserer Tierschutzarbeit, wie grausam und brutal mit Tieren umgegangen wird. Besonders in Süd- und Osteuropa, also in den katholisch-orthodoxen Ländern, müssen wir immer wieder erleben, dass ausgesetzte Hunde und Katzen auf der Straße ihrem Schicksal überlassen werden, ohne Liebe und Fürsorge, meist Opfer von Hunger, herannahenden Autos oder brutaler Gewalt werden.

So viele von ihnen werden geschlagen, eingesperrt, ein Leben lang an der Kette gehalten und misshandelt. Wie oft fand ich in Spanien schon Hunde und Katzen, denen man die Augen ausgestochen, die Schwänze oder die Ohren abgeschnitten hatte. Von den Tiertötungsstationen, den „Perreras“, in denen jedes Jahr hunderttausende Tiere teils bei lebendigem Leib verbrannt werden, ganz zu schweigen.

Letztes Jahr beendeten wir mit dem ETN e.V. ein Hundemassaker in Rumänien, wo man circa dreihundert Hunden pro Tag mit dem Spaten den Schädel einschlug. Seit 2004 sind in Rumänien circa zehn Millionen (!) Straßenhunde auf brutale Weise ermordet worden. Ginge es um Menschen, würde man hier sicher von „Völkermord“ sprechen.

In Ungarn und Polen kommen tausende Welpen zu Tode, die als billige „Wühltischware“ im Akkord gezüchtet und viel zu früh von ihren Müttern weggerissen werden, um sie auf Wochenmärkten in Deutschland zu verhökern. Immer wieder suchen wir nach Ursachen, warum Menschen Tiere so grausam behandeln. Und tatsächlich findet man in der katholischen Kirche eine Ursache für den schlimmen Umgang mit Tieren in Süd- und Osteuropa. Die katholische Kirche spricht Tieren nämlich eine Seele und Anspruch auf Fürsorge ab. Sie degradiert sie damit zu einer gefühllosen Sache, und genauso werden die Tiere dann oft auch behandelt.

Deshalb fordern wir „unseren“ deutschen Papst, der eigentlich eine andere Herzensbildung in Bezug auf Tiere haben sollte, immer wieder dazu auf, endlich anzuerkennen, dass Tiere Teil der Schöpfung sind und selbstverständlich eine Seele haben.

Würde er dies in nur einem Satz in seiner „Urbi & Orbi“-Rede sagen und seinen Priestern als Botschaft mit auf den Weg geben, dann könnte er Millionen Tieren das Leben retten. Wenn er wollte.

Leider haben sich weder der Papst noch die vom ETN e.V. angeschriebenen sechszehn Bistümer in Deutschland zur Zusammenarbeit im Tierschutz bereit erklärt und sich auch nicht zum Wohle der Tiere geäußert. Stattdessen erhielten wir die Antwort aus dem Vatikan:

„ In der katholischen Kirche haben Tiere keinen Platz“.

Ein Satz wie ein Faustschlag und das Todesurteil für Millionen von Tieren. Möglicherweise hätten Tiere einen anderen Status, wenn sie Kirchensteuer zahlen würden.

Dabei lässt sich eine Ethik, die den Tieren eigene Rechte gegenüber den Menschen zugesteht, biblisch begründen. Wir fordern die Kirche daher auf, endlich moralische Verantwortung für das zu übernehmen, wofür sie vorgibt, einstehen zu wollen, nämlich für alle Geschöpfe der Erde, so wie es unmissverständlich aus der Bibelschrift hervorgeht.

Wenn ich in die Augen meiner Hunde schaue, die ich alle zehn aus den Fängen brutaler Tierquäler gerettet habe, dann weiß ich ganz bestimmt, dass sie eine Seele haben. Bei manchen Menschen bin ich mir jedoch nicht so sicher. Schließen Sie bitte unsere Tiere in Ihre Gebete mit ein, und denken Sie auch am Heiligen Abend an sie, denn sie gehören zu uns und bereichern unser Leben.

Herzlichst
Ihre
Maja Prinzessin von Hohenzollern
ETN-Botschafterin

P.S.: Bei mir gibt es zu Weihnachten sicher keine Ente oder Gans aus Massentierhaltung, und an meinem Weihnachtsbaum hängen auch dieses Jahr wieder ein paar Hundeleckerlis mit roter Schleife.

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In der katholischen Kirche haben Tiere keinen Platz

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Gruß Hubert