Archiv für 4. Januar 2018

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Der Betrug

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Man hat mich gesehen

und kaufte mich prompt,
denn ich bin ein Hund,

der vom Züchter kommt.
Und wird es nicht allenthalben empfohlen,
man soll gute Hunde beim Züchter holen?
Und alle Erwartungen trafen ein:
Ich bin lieb und hübsch

und kann auch folgsam sein.

Mich hat man am Strand draußen aufgelesen,

da bin ich seit Monaten schon gewesen.

Man hat mich getreten,

es gab nichts zu fressen,

dann stieß man mich weg

und hat mich vergessen.
Bin alt nun und krank,

mein Herz tut mir weh.

Hab nur gelernt,

daß ich gar nichts versteh.

Ich wurde in einer Tonne geboren,

meine Finder gaben mich schon verloren.

Meine rechtes Ohr hängt,

das linke blieb stehen,

und auf einem Auge

kann ich nicht sehen.

Ich liebe die Menschen

und weiß nicht warum.

Sie finden mich häßlich,

mickrig und dumm.

Ihr seht, ich bin hübsch und mein Fell ist glatt.

Man pflegte mich gut in der großen Stadt.

Sie haben mich sogar angezogen,

operiert und die Ohren hochgebogen.

Dann wurde ich an einen Baum gebunden,

dort hat mich nach Tagen jemand gefunden.

Und du? Wer bist du?

Hast noch nicht gesprochen.
Hast bis jetzt mit der Nase

nur am Gitter gerochen.

Wenn sie kommen um einen auszusuchen,

verschmähst du all ihre Hundekuchen.

Siehst niemanden an

und willst dich nicht binden.
Möchtest du keine neue Familie finden?

Eine Pause tritt ein.

Niemand sagt ein Wort.

Der Blick des Gefragten driftet weit fort.

Sein Kopf ist erhoben, die Schultern gestrafft,

der Körper ist mager und doch voller Kraft.
Dann dreht er sich um,

sein Schwanz fächelt leicht –

der Wind, der von Norden herüberstreicht.

Der Blick seiner blauen Huskyaugen

scheint sich am Fragenden festzusaugen.
Versteht Ihr nicht, flüstert er in den Wind,

daß wir nur eine Laune der Menschen sind?

Sie wollen uns schaffen nach ihrem Gefallen

und wissen doch nicht, wohin mit uns allen.

In dieser Sekunde sind wir schon verloren,

denn es werden tausend Welpen geboren.

Wir sind viel zu viele, das ist der Betrug,

denn Menschen bekommen niemals genug!

Sie wissen es alle, doch die endlose Flut

immer neuer Hunde gefällt ihnen gut.

Die endlosen Züge der Überschußfracht

sind im Tierheim ja wunderbar untergebracht.

Sanft hebt er die Schnauze,

setzt an zum Gesang.
Ein klagender Ton

zieht die Gitter entlang.

Eine Türe schlägt zu,

und dann schweigt er still,

weil das, was er weiß,

niemand wissen will.

Dann legt er sich nieder,

bettet ruhig sein Haupt.

Oh ja, es sind viele!

Viel mehr, als man glaubt..!

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Winiawsky

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Quelle:

http://www.tierfreunde-rheinland.de/zumnachdenken.htm

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Gruß Hubert

Rechtsstaatlichkeit auch bei Tierschützern in Österreich? Wohl kaum…   Leave a comment

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Wie dieser konkrete Fall bei martinballuch.com zeigt ist das Gerede von Rechtsstaatlichkeit ein Hohn. Willkürlicher kann ein Staat nicht handeln, der durch diese Handlungen selbst Recht bricht. Vor so einem Staat kann sich ein Tierschützer nur fürchten, denn er ist so total ausgeliefert. So etwas kommt sonst nur in totalitären Staaten vor. Ich muss sagen ich bin echt sprachlos, aber auch erzürnt und erbost. So etwas dürfte es in Europa nicht geben. Wo landen wir denn da? Es scheint wirklich, dass man in Österreich bei Tierschützern tun kann was man will. Das ist ja mehr als nur hanebüchen. Die Polizei und die Staatsanwaltschaft verdreht Tatsachen und hälte eigene Gesetze nicht ein. Das ist ein Skandal!

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Hier ein Auszug von martinballuch.com

 

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Polizeistaatmethoden: Aktivist wird rechtswidrig festgenommen – aber wegen Widerstand gegen Staatsgewalt angeklagt

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Die Geschichte begann im Dezember 2015. Eine friedliche Demo vor einem pelzführenden Geschäft von Turek führte dazu, dass Herr Turek die Innenministerin darum bat, einzugreifen. Sie schickte eine Polizeistreife, die offenbar die AktivistInnen belästigen sollte. Man verlangte die Ausweise, obwohl in Österreich weder die Ausweispflicht herrscht, noch man ohne Grund der Polizei gegenüber die Identität preisgeben muss. Ein Aktivist weigerte sich und wurde brutal festgenommen.

Hier ein Video davon: https://www.youtube.com/watch?v=_wq1wolPZgQ.  (Anmerkung: Kopfschütteln wenn man das Video sieht – völlig gegen jede Rechtsstaatlichkeit – zum Schämen für den österreichischen Staat). Anschließend steckte die Polizei den Mann in eine Gummizelle und zwang ihn so zu sagen, wer er ist. Wir brachten dagegen eine Maßnahmenbeschwerde ein und das Landesverwaltungsgericht Wien stellte unzweideutig fest, dass die Identitätsfeststellung samt den Zwangsmaßnahmen rechtswidrig war: http://www.martinballuch.com/gericht-erklaert-festnahme-eines-tierschuetzers-weil-er-ausweis-nicht-zeigt-fuer-rechtswidrig/.

 

Die Polizei dagegen zeigte den Aktivisten wegen Widerstand gegen die Staatsgewalt an, behauptete, von ihm verletzt worden zu sein, schickte mir einen Strafbescheid wegen Anstandsverletzung (ich hätte zu laut gegen das Polizeivorgehen protestiert), zeigte den Aktivisten an, weil er seine eigene Demo durch zu lautes Schreien bei seiner Festnahme gestört hätte und schickte mir eine Zivilklage, weil ich davon berichtet hatte. Ist das schon so ziemlich unfassbar, so schlägt das, was folgt, dem Fass den Boden aus. Der Aktivist wurde einerseits von der Staatsanwaltschaft Wien nun tatsächlich wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt angeklagt! Und andererseits stellte dieselbe Staatsanwaltschaft unsere Anzeige wegen Amtsmissbrauch gegen die BeamtInnen ein. Begründung: die Identitätsfeststellung sei rechtmäßig gewesen!

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Und das, obwohl ein Gericht bereits festgestellt hat, dass dieselbe Identitätsfeststellung rechtswidrig war und die Staatsanwaltschaft dieses Urteil längst vorgelegt bekommen hat:

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Hier weiterlesen:

Rechtsstaatlichkeit auch bei Tierschützern in Österreich? Wohl kaum…

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Gruß Hubert