Schweizer Grundschullehrer dürfen aufklären   Leave a comment

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Der Europäische Menschenrechtsgerichtshof hat entschieden, dass Grundschullehrer aufklären dürfen. Eine Mutter aus Basel hatte dagegen geklagt. Ich verstehe nicht, wie sehr sich manche super-religiöse Eltern gegen Sexualkunde wehren, indem sowieso nur mögliche Fragen ihrer Schüler beantwortet werden dürfen, es aber keinen „systematischen“ Sexualkundeunterricht geben kann.
Solche Eltern würden am liebsten Privatunterricht geben. So wie vor ein paar Tagen diese zwei Eheleute mit ihren 13 unterernährten Kindern in den USA, die für minderjährig gehalten wurden, obwohl die älteste Tochter schon 29 ist. Da wurde auch später berichtet, dass die Eheleute sehr religiös sind. Diese Assoziation hatte ich auch schon bei der ersten Meldung, denn sooo spinnen kann man nur wenn man religiös ist. Die Religionsfreiheit wird allzu oft missbräuchlich ins Feld geführt.

Aus Tagesschau.de

Sexuelle Aufklärung in der Grundschule? Eine Schweizer Mutter hielt das für viel zu früh und klagte. Doch der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hält die Sexualkunde für gerechtfertigt.

Sexuelle Aufklärung ist in der Schweiz bereits Thema in Grundschulen. Doch sind die Kinder dafür nicht noch zu jung? Nein, entschied nun der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) – zumindest nicht für die Form der Sexualkunde, wie sie in den Schweizer Grundschulklassen angeboten wird.

Privatsphäre oder Religionsfreiheit verletzt?

Grundlage für den Fall war eine Klage einer Schweizerin aus Basel, deren damals sieben Jahre alte Tochter 2011 in die zweite Klasse gekommen war. Von dem in dieser Stufe vorgesehenen Sexualkundeunterricht wollte die Mutter ihr Kind befreien lassen. Sie sah das Recht ihrer Tochter auf Achtung des Privat- und Familienlebens verletzt. Zudem führte die Mutter auch an, in einigen Fällen könne die Religionsfreiheit der Kinder eingeschränkt werden.

Beide Punkte wiesen die Straßburger Richter zurück. Ein Grund liegt in der Art und Weise der Aufklärung für die Grundschulkinder. Deren Lehrer sind angewiesen, mögliche Fragen ihrer Schüler zu beantworten, aber keinen „systematischen“ Sexualkundeunterricht zu erteilen, hieß es in der Urteilsbegründung. Dadurch bleibe den Eltern nach wie vor das Recht, ihre Kinder selbst aufzuklären. Und die Kinder könnten vor möglichem sexuellen Missbrauch geschützt werden.

Auch die Religionsfreiheit der Schulkinder sah der EGMR nicht verletzt. Denn die Religionsfreiheit schütze die Kinder nicht davor, in der Schule mit anderen Ideen oder Anschauungen in Kontakt zu kommen, sondern nur vor einer vehementen Indoktrination mit anderen Auffassungen.

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Schweizer Grundschullehrer dürfen aufklären

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Gruß Hubert

 

Veröffentlicht 18. Januar 2018 von hubert wenzl in Kultur, Politik, Religionskritik, Uncategorized

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