Archiv für 23. Januar 2018

Video zum FPÖ-Wahlkampfauftakt geht viral   Leave a comment

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Wenn ich mir diesen martialischen Auftritt anschaue, dann weiß ich warum ich so eine Partei nie wählen würde.

Aus vol.at

„Erinnert an Nationalsozialisten“

15 Sekunden dauert das Video von Straches Wahlkampfauftritt, das derzeit für ordentlich Furore im Netz sorgt. (Siehe das Video im Link unten). Der Innsbrucker Politologe Bernhard Natter zeigt sich laut Standard besorgt: „Die Bilder greifen eine faschistische Ästhetik auf und erinnern an Versammlungen der Nationalsozialisten.“

Umgeben von Trommlern, die ganz in schwarz gekleidet auf ihre Instrumente hämmerten, eröffnete Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache den Wahlkampfauftakt in Innsbruck. Der Politologe Bernhard Natter aus Innsbruck sieht diese Bilder mit Sorge. “Die großen Trommeln, die uniforme Kleidung – es wird bewusst mit der faschistischen Ästhetik gespielt”, wird er im Standard zitiert.

Markus Abwerzger, Tiroler FPÖ-Chef, kann sich die Kritik an dem Auftritt nicht erklären. Die Gruppe trete auch bei Festivals in dieser Kostümierung auf, rechtfertigt sich der gebürtige Vorarlberger.

Auch Politologe Reinhold Gärtner bezeichnet laut Standard den Auftritt der FPÖ als “problematisch, martialisch bis peinlich”. Für den Auftritt verantwortlich sei Patrick Haslwanter, der als rechter Hardliner sogar einmal aus der Freiheitlichen Partei ausgeschlossen wurde.

Video zum FPÖ-Wahlkampfauftakt geht viral

Siehe auch: http://www.vol.at/komiker-jan-boehmermann-legt-gegen-strache-nach/5629579

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Die FPÖ hat auch als höchste Exponenten Leute wie den Voll-Nazi Udo Landbauer in ihren Reihen, der antisemitisch (bei Nazis ja zwangsläufig) ist und den Holocaust verharmlost bzw. die Opfer verhöhnt und zum Beispiel die Kriegsverbrechen rund um die Einnahme von Kreta im Zweiten Weltkrieg verherrlicht.

Auszug aus „der Standard“

Wien – Nachdem bekanntgeworden ist, dass die Burschenschaft des Spitzenkandidaten der FPÖ Niederösterreich, Udo Landbauer, in ihren Liedtexten Opfer des Holocaust verhöhnt, hagelt es Kritik bis hin zu Rücktrittsaufforderungen. Am Mittwoch gab die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt zudem bekannt, dass sie von Amts wegen ein Ermittlungsverfahren wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Verbotsgesetz eingeleitet hat.

„Der „Falter“ berichtet in seiner aktuellen Aufgabe, dass ein Liedheft der Burschenschaft Germania zu Wiener Neustadt, deren stellvertretender Vorsitzender Landbauer ist, antisemitische und NS-verharmlosende Lieder in einem Liedheft auflegt.

Dem Lied „Es lagen die alten Germanen“ wurde etwa die Zeile „Da trat in ihre Mitte der Jude Ben Gurion: ‚Gebt Gas, ihr alten Germanen, wir schaffen die siebte Million‘“ hinzugefügt.

Andere Lieder ehren zum Beispiel die Legion Condor, eine Einheit der deutschen Luftwaffe, die im Spanischen Bürgerkrieg Angriffe gegen die Zivilbevölkerung flog. Ebenfalls verherrlicht werden in den abgedruckten Texten die Wehrmacht und ihre Kriegsverbrechen rund um die Einnahme von Kreta im Zweiten Weltkrieg. Rücktrittsaufforderungen „Die Vorwürfe sind schwerwiegend und müssen restlos aufgeklärt werden“, heißt es aus der ÖVP Niederösterreich zum STANDARD auf die Frage, ob die FPÖ nach dem Bekanntwerden der Vorwürfe noch als Partner für ein Arbeitsübereinkommen nach der Landtagswahl am Sonntag infrage komme. „Wer mit uns zusammenarbeiten möchte, muss sich jedenfalls klar von Antisemitismus und Menschenhass distanzieren.“ Für SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher muss der Fall Konsequenzen haben, er fordert den Rücktritt Landbauers. „Die FPÖ beweist mit solchen Aktionen einmal mehr, dass rechtsextremes Gedankengut selbst bei ihren Spitzenrepräsentanten weit verbreitet ist“, so Lercher. Rücktrittsaufforderungen kamen am Mittwoch auch von SPÖ-Gedenkkultur-Sprecherin Sabine Schatz.

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Kurz verurteilt „widerwärtige“ Liedtexte der Germania

Auch Bundeskanzler und ÖVP-Chef Sebastian Kurz hat am Dienstagabend auf Twitter auf die Vorwürfe gegen Landbauer reagiert: „Die publik gewordenen Liedtexte der Germania sind rassistisch, antisemitisch und absolut widerwärtig“, erklärte Kurz, Koalitionspartner der FPÖ auf Bundesebene, auf Twitter. Dafür dürfe es in Österreich keinen Platz geben. „Es braucht daher volle Aufklärung, und die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden“.

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Kern: „Geht sich nicht mehr aus“

Auch SPÖ-Chef Christian Kern meldete sich auf Twitter zu der Causa zu Wort und kritisierte: „Während Landbauer/FPÖ im Verdacht der Verhetzung und Wiederbetätigung steht, teilt Strache (Vizekanzler und FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache, Anm.) Landbauers Werbevideo auf FB.“ „Diesmal geht sich ‚da war ich ja noch gar nicht auf der Welt‘ nicht mehr aus“, meinte Kern weiters. Kern spielte auf eine Reaktion Landbauers via Aussendung an, wonach er zum Zeitpunkt, als das Buch gedruckt wurde, elf Jahre alt war.

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Im Liedheft der Burschenschaft von FPÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer finden sich Texte, die die Opfer der Shoah verhöhnen. Landbauer will von nichts gewusst haben.

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https://derstandard.at/2000072861626/Nazi-Lieder-bei-Burschenschaft-von-FPOe-Kandidat-Landbauer

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Gruß Hubert