Archiv für 15. März 2018

Das Schweinehochhaus in Sachsen-Anhalt   3 comments

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Gestern war eine TV-Sendung von Stern-TV in RTL. Unglaublich wie man mit diesen Schweinen umgeht. Das Wort Tierschutz ist hier ein Hohn. Hier gibt es viele Verantwortliche, die für mich moralisch ganz unten stehen. Das sind grauenhafte Zustände.

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Vermehrung auf sechs Etagen

Schweinehochhaus in Sachsen-Anhalt lässt nicht nur Tierschützer erschaudern

Das Schweinehochhaus in Sachsen-Anhalt war ein Prestigeobjekt der ehemaligen DDR. Noch heute werden hier Schweine auf sechs Etagen gezüchtet. Das allein ist kein Skandal. Sondern, dass ein Tierleben in dieser Massenzucht offenbar nichts wert ist. Tierschützer dokumentierten einmal mehr grauenhafte Zustände.

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Dieses Video ist von Sabine zur Verfügung gestellt. Das Video von Stern-TV soll nicht gut gehen. Ich lasse den Link drin, dann kann jede/r selbst auswählen was er sehen will. Bei mir ging es nämlich gut – hängt vielleicht auch von der Größe des Monitors ab, weiß ich aber nicht. Es blockierte auch nicht meinen Rechner. Nur bis das Video startet dauert es lange, stellte ich fest.

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stern-TV Schweinehochhaus

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Video

https://www.stern.de/action/7097106/videoembed?video=7901062
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Bis zu 3000 Sauen und Ferkel leben auf den sechs Etagen im so genannten „Schweinehochhaus“. Dieses 25 Meter hohe Betongebäude in Sachsen-Anhalt, einst ein Prestigeobjekt der ehemaligen DDR, ist wohl heute noch einzigartig in Europa. Der Zuchtbetrieb in Maasdorf steht seit Jahren immer wieder wegen der Haltungsbedingung der Tiere in der Kritik. Neue Bilder zeigen erschütternde Zustände: Ferkel, die nach der Geburt leiden und sterben, Ferkel, die zur Tötung auf den Boden geschmettert werden, Mutterteiere, die von Mitarbeitern brutal aufgetrieben werden.

Die Aufnahmen stammen vom Verein Deutsches Tierschutzbüro. Aktivisten hatten über mehrere Monate erstmals im Schweinehochhaus versteckte Kameras installiert und die Zustände dokumentiert. stern TV hat die Aufnahmen der Landestierschutzbeauftragten Hessens, Dr. Madeleine Martin, gezeigt, die auch als Gutachterin die Schweinehaltung in Betrieben bewertet. Sie sagt: „Solche Bilder machen mich wütend. Sie sind absolut überflüssig. Diese Bilder gehören zum Staatsanwalt.“

Landwirtschaftministerin versprach bessere Zustände

Die große Betonanlage wird vom zuständigen Landesamt für Verbraucherschutz als „außergewöhnlich und in Deutschland einzigartig“ bezeichnet. Nach der Wende hatte das Haus verschiedene Besitzer. 2013 ging der Tierschützer Jan Peifer vom Deutschen Tierschutzbüro e.V. zum ersten Mal in das Schweinehochhaus und machte dort Aufnahmen von den Haltungsbedingungen. Damals fiel ihm bereits auf, wie eng eingepfercht die Sauen in den Kastenständen gehalten wurden. Nachdem die Tierschützer die Bilder veröffentlicht hatten, geriet das Schweinehochhaus in die Schlagzeilen. Die damalige Landwirtschaftsministerin von Sachsen-Anhalt Claudia Dalbert (Die Grünen) – zu der Zeit drei Monate im Amt – sagte  zu den Vorwürfen: „Die Sau muss sich hinlegen können, Beine ausstrecken, das kann sie nur, wenn der Kastenstand so breit wie die Sau hoch ist.“ In einem Interview betonte sie, dass derartige Zustände unter ihrer Ägide nicht mehr toleriert würden, ein Weggucken dürfe es nicht geben.

Die Tierschützer haben jetzt hingeguckt: Die Aufnahmen aus den vergangenen Monaten dokumentieren, wie im Schweinehochhaus verendende Ferkel an den Hinterbeinen genommen und zur Tötung auf den Boden geschlagen werden. Das Quieken des Jungtieres versiegt, ob es tot ist, davon versichern sich die Mitarbeiter nicht. niemand. Nach deutschem Recht ist es deshalb verboten, Ferkel so zu töten. Die Tiere müssen mit einem gezielten Schlag auf den Kopf getötet und anschließend sofort entblutet werden – um  zu verhindern, dass die Tiere noch einmal erwachen, erläutert Dr. Madeleine Martin.

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Das Schweinehochhaus in Sachsen-Anhalt

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Gruß Hubert

„Widerrechtliche Hofbetretung“   Leave a comment

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Anstatt diesen „Bauern“ wegen massivster Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zu sanktionieren und zu bestrafen, bestraft man eine Tierschutzorganisation mit einem Bußgeld von 440 Euro. Die 440 Euro tun ja weh, weil sie privat bezahlt werden und nicht aus Spendengeldern. Nicht der Straftäter wird also bestraft, sondern die, die diese himmelschreienden Missstände gegenüber „Nutztieren“ öffentlich machen. Dies mittels einer Richterin, die augenscheinlich etwas gegen Tierschützer hat (wo bleibt die Neutralität?, Recht und Gerechtigkeit?), die einen fadenscheinigen und lächerlichen Paragrafen angesichts dieser Tatbestände heranzieht. Sie sollte sich in Grund und Boden schämen. So eine hat den falschen Beruf gewählt.

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Aus respekTiere.at

 

Eine unfassbare ‚Straferkenntnis‘ ist bei uns eingelangt – tatsächlich verurteilt die BH Braunau den RespekTiere-Obmann Tom Putzgruber zu einer Zahlung von 440 Euro nach – halten Sie sich bitte fest – ‚§ 13, Abs. 1 Z 8 Landesgesetz über den Schutz und die Entwicklung der Almen und landwirtschaftlichen Kulturflächen in Oberösterreich‘!

Was war passiert? Sie erinnnern sich bestimmt, wir berichteten ausführlich über jenen Horrorhof im Bezirk Braunau, wo die Tiere unter schrecklichsten Verhältnissen vegetierten – Enten in Gitterstallungen, Schweine bis zum Hals im Matsch, Wachteln zu 100 Tieren auf einem Quadratmeter… wir hatten damals einen Tipp bekommen und die Landwirtschaft aufgesucht, zusammen mit dem Landwirten begingen wir die Stallungen – zu diesem Zeitpunkt wusste der selbstredend noch nicht, dass sich unser Interesse seinem Hof gegenüber alleine auf die Tierschutztätigkeit beschränkte. Wir kamen auch ein 2. Mal, nun – wie beim ersten Besuch mit dem Hausbesitzer besprochen, mit Futter für die Tiere – und da war der Bauer gerade am Arbeiten an seiner Hausfassade; weil für ihn kein Verdacht bestand, sagte er damals: ‚Ihr wisst eh wo die Tiere sind, geht einfach alleine, ich komme dann nach‘. Wie sonst wohl hätten wir so viele Bilder machen können, wenn nicht in der völligen Sicherheit der Erlaubnis des ‚Landwirten‘, nun, da Besagter noch dazu mit einem Arbeiter immer in unmittelbarer Nähe war? Aber solche Fragen scheint sich der Gesetzgeber offensichtlich nicht zu stellen…

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Fotos: wie glaubwürdig ist ein Mensch, der seine ihm hilflos ausgelieferten Tiere derart behandelt??? Für die zuständige Behörde anscheinend glaubwürdig genug…
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Der ‚Bauer‘, wohl um von der absoluten Schande seines Tuns abzulenken, wusste nun nichts besseres zu tun, als zu behaupten, wir hätten den Hof widerrechtlich betreten! Anstatt sich in Grund und Boden zu schämen und seine Tierhaltung im Stillen zu überdenken, versucht er mit allen Mitteln eine billige Rache zu erlangen. Und die BH, was tut die? Sie betätigt sich als Unterstützer eines Mannes, indem sie seinen oskuren Ausführungen Folge leistet und eine bittere Strafe gegen den ‚bösen‘ Tierschützer auspricht (440 Euro tun weh, und Sie wissen, wir bezahlen ‚unsere‘ Strafen immer aus privaten Mitteln, nicht aus Spendengeldern); weil offensichtlich dann ein Mangel aus Möglichkeiten bestand, wählte man hierzu einen §, der in diesem Falle an Lächerlichkeit kaum zu überbieten ist: und machte damit den angezeigten Tierschützer zu einem der ersten Opfer des immer mehr Form annehmenden Feldzuges der neuen Regierung gegen den Tierschutz…


Obwohl die Geschichte des Landwirtes – nennen wir es vorsichtig – sehr abenteurlich klingt (es gibt einige wichtige, für den/die Richterin wohl sehr interessante  Punkte, die wir an dieser Stelle – Feind liest mit – nicht verraten dürfen, welche wir uns für die folgende Verhandlung aufbehalten), sind dessen Unwahrheiten für die Behörde leichter verdaulich als die pure Wahrheit… was uns sehr nachdenklich zurücklässt!
Wir berichten selbstverständlich vom weiteren Verlauf der traurigen Angelegenheit!

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„Widerrechtliche Hofbetretung“

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Gruß Hubert