Archiv für 25. Juni 2018

Gedanken über das Fleisch essen   Leave a comment

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Noch einige nachdenkenswerte Argumente zum Thema Fleisch essen. Fest steht, dass ein Tier, dessen Fleisch ich nicht esse nicht getötet werden muss. Auf jedem Fall ginge es bei vielen Menschen mit weniger Fleisch essen. Man sollte sich auch fragen bei so billigem Fleisch das heute überall erhältlich ist, warum es so billig sein kann. Es gründet auf Tierqual, man braucht ja nur auf die Akkord-Schlachtungen denken wo die Betäubungen oft nicht sachgemäß vonstatten gehen wegen dem hohen Arbeitstempo und zum Beispiel Kühe beim Zerteilen noch leben, die Augen noch verdrehen, sich winden usw.

Jetzt wird jemand sagen das ist ja von einer Vegetarier / Veganer-Seite. Aber man sollte sich die Argumente schon ansehen meine ich.
Zum Beispiel das Argument, dass auch Pflanzen leiden können. Mit dem Argument sagt man ohne Leid geht es nicht und das Tierleid wird relativiert und verharmlost. Also kann man gleich Fleisch essen. Ich glaube es ist aber eine ganz andere Dimension ob ich von einer Pflanze oder einem Tier rede.

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Auszüge aus veggiswelt.de

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…Über Pflanzen

Das gutgemeinte „Pflanzen sind auch Lebewesen, die leiden können, also dürftest du die dann auch nicht essen“ – Argument

Klar sind Pflanzen Lebewesen und sie können auch leiden. Pflanzen können vor lauter Kummer eingehen oder vor Kraft geradezu explodieren, wenn sie frei wachsen können oder von einem zuverlässigen Menschen gepflegt, und verwöhnt werden. Nur das Pflanzenleid mit dem Tierleid gleichzusetzen, ist reiner Unsinn und wird sicher auch nicht so empfunden, selbst wenn jemand das sagt.

Die Leidensfähigkeit der Pflanzen bezieht sich vor allem auf den Entzug ihrer Lebensgrundlagen, also Wasser, Nahrung, Luft und Sonne. Außerdem sind Pflanzen sehr sensibel, was ihre liebevolle Behandlung angeht. Pflanzen, die beispielsweise einmal von ihrer Betreuerin oder ihrem Betreuer in den Müll geworfen wurden, sterben aus verlorenem Lebensvertrauen, auch dann, wenn sie noch jung und knackig sind und sofort von anderen Menschen gerettet werden. Diese Form der Leidempfindung spricht ihnen sicher niemand ab. Die Unterschiede zum Tierleid ergeben sich aber aus der gänzlich anderen Lebenskonzeption und Physis.

Zuerst muß man hier deutlich machen, daß es bestimmte Pflanzenteile gibt, die geradezu darum werben, gegessen zu werden. Die goldene Orange oder die rote Kirsche locken durch ihre Attraktivität Tiere an, damit diese sie essen und ihre Kerne später an anderer Stelle wieder ausscheiden. Dies gilt für alle Früchte und läßt erahnen, daß Pflanzen, was Schmerz oder Leid angeht, vollkommen anders geartet sein müssen, als Tiere. Auch wenn der Apfel noch am Baum hängt, dürfte der Baum keine Schmerzen empfinden, wenn ein Tier daran knabbert. Schließlich „will“ der Baum das ja – er legt es geradezu darauf an!

Diese andere Art von Schmerzempfindlichkeit dürfte auch bei anderen Pflanzenteilen, wie Blättern oder Wurzeln vorhanden sein. Schmerz in unserem Sinne wäre für eine Pflanze ohnehin bio-

logisch sinnlos, da sie weder Flucht- noch Kampfmöglichkeiten hat, um den Schmerzen zu entfliehen.

Die zur Fleischgewinnung mißbrauchten Tiere werden ebenfalls mit Pflanzen gefüttert. Bis der Fleischesser das Fleisch kaufen kann, hat das Tier ein vielfaches seines eigenen Körpergewichts an Pflanzen vertilgt. Der Fleischesser tötet also indirekt auch noch weit mehr Pflanzen, als der Vegetarier.

…Über Seelenlosigkeit

Die tiefschürfende „Tiere haben keine Seele“ – Abklassifizierung

Es gibt Behauptungen, die tief blicken lassen – nämlich in das Innerste derjenigen, die sie hervorbringen. Wenn jemand z. B. behauptet, es gäbe keine Sonne, erfährt man auf diese Weise etwas über seine Wahrnehmungsfähigkeiten, aber nichts über den Weltraum. Wer kundtut, daß er die Seelen der Tiere nicht sieht, spricht über seine eigene seelische Blindheit, sagt jedoch nichts aus über die Tiere!

Gerade Tiere tragen und zeigen ihre Seelen doch vollkommen offen und jeder kann sie sehen, der sie sehen will. Tiere kennen keine Versteckspiele, keine Lügen oder Eitelkeiten, mit denen wir Menschen uns vor Blicken anderer und der eigenen Offenbarung zu schützen versuchen.

Die fleischessenden Hundehalter/innen wissen, was ich meine. Nämlich, daß Hunde leiden, und sich freuen können und daß sie manchmal jemanden sogar richtig lieb haben, zum Beispiel Frauchen oder Herrchen. Sie wissen, daß Hunde keine toten Dinge sind, wie Lautsprecherboxen oder Fahrräder.

Es ist eigentlich gar nicht schwer, die Seele eines Tieres zu erkennen. Fleischesser haben diese Kreaturen aber zu ihren Sklaven und Opfern gemacht und der Anblick der Tierseelen könnte bei ihnen zu einer ernsthaften Beißhemmung führen.

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…Über Traditionen

Die steinzeitliche „Der Mensch ist nun mal Fleischfresser und hat schon immer Fleisch gegessen“ – Leier

In dieser Aussage steckt zum einen die Behauptung, daß der Mensch gar nicht anders könne, als Tiere zu essen, weil das Fleischessen nun mal seine spezielle Natur sei. – Wenn das so wäre, könnte der Mensch Fleisch auch roh vertilgen, so wie alle Fleischfresser in der Natur es tun. Rohes Fleisch macht den Menschen aber krank, bzw. verseucht ihn mit Erregern. Er ist also bestenfalls ein Allesfresser, obwohl diese normalerweise das Fleisch ebenfalls roh essen.

Man kann sagen, daß er rein physiologisch die Wahl zwischen gegartem Fleisch und vegetarischer Kost hat. Geistig fordert diese Wahlmöglichkeit aber ihre Konsequenz. Denn das, was wir psychisch eigentlich nicht ertragen können (und die wenigsten Menschen würden Tiere selbst schlachten können), dürfen wir auch nicht durch unseren Konsum fördern!

Die geistige Entwicklung des Menschen fordert jetzt also ihre reale Umsetzung: Wir können es nicht mehr ertragen, wie die Tiere wegen uns leiden, wir leben ohne Fleisch ohnehin gesünder, also müssen wir uns logischer Weise für eine vegetarische Lebensform entscheiden!

Aus der Bemerkung, der Mensch habe schon immer Fleisch gegessen, geht aber auch noch hervor, daß alles beim alten bleiben solle. Es wäre das gleiche, wenn man sagen würde, „es hat schon immer Vergewaltigung und Krieg gegeben, also weiter so!“. Dies scheint mir eine besonders skurrile Form des Konservatismus zu sein, nämlich eines Konservatismus, der sich an Neandertaler-Traditionen orientiert. Geistige Entwicklung hat bei Menschen, die Ihnen mit solchen Argumenten kommen, wahrscheinlich nur wenig Raum.

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Über das Recht des Stärkeren

Der für alles verwendbare „Bei Tieren ist das auch so, daß die Stärkeren die Schwächeren fressen“ – Spruch

Wenn man selbst am langen Hebel sitzt, ist es leicht, so zu reden. Fragen Sie die Person doch einmal, ob sie sich selbst schon in einer Opferrolle befunden hat. Hat sie da auch gesagt: schlagt doch zu! Ihr seid die Stärkeren, ihr dürft das, nur weiter so!

Wenn es tatsächlich so etwas wie ein Recht des Stärkeren geben würde, dürfte man gar keine Verbrecher mehr verurteilen, weil ein Täter im Moment der Tat immer stärker ist, als sein Opfer. Kein Opfer dürfte sich je mehr beklagen, denn jedes Opfer wäre automatisch im Unrecht, weil der Täter stärker war.

Hier weiterlesen:

Gedanken über das Fleisch essen

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 25. Juni 2018 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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