Archiv für 5. Juli 2018

Leiden für die Tiere   3 comments

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Dass Tierärzte sooo wenig verdienen wusste ich nicht. Das müsste umgehend geändert werden.

Aus der ZEIT

Leiden für die Tiere

Tierarzt galt lange als Traumberuf. Eine neue Studie zeigt, dass die Gehälter aber oft unterhalb des Mindestlohns liegen. Viele würden den Job heute nicht wieder wählen.

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Immer mehr Tierärzte beklagen Überstunden und Gehälter unterhalb des Mindestlohns. © John Moore/Getty Images
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Beinahe ein Jahrzehnt lag Verena Schlüters* Tiermedizin-Examen im Jahr 2015 zurück. Es wurde das erste Jahr im Berufsleben der promovierten Tierärztin, in dem sie genau den Mindestlohn verdiente. In den Jahren zuvor hatte Schlüters Gehalt immer deutlich darunter gelegen. Doch nachdem das Mindestlohngesetz in Kraft getreten war, schrieb sie ihrem Arbeitgeber, dem Inhaber einer renommierten Tierklinik, eine E-Mail, in der sie sachlich darauf hinwies, dass ihr seit dem 1. Januar 8,50 Euro gesetzlich zustanden. Ihr Stundenlohn wurde daraufhin auf genau 8,50 Euro erhöht.

 „Getraut habe ich mich nur, meinen Chef auf das neue Gesetz hinzuweisen, weil ich zu dem Zeitpunkt schon schwanger war und ohnehin nicht vorhatte, nach der Elternzeit zurückzukehren“, erzählt Schlüter, die inzwischen Ende 30 ist. „Außer mir hat soweit ich weiß niemand diese Möglichkeit wahrgenommen. In der Klinik arbeiten wahrscheinlich heute noch Kollegen unterhalb des Mindestlohns.“

Was Verena Schlüter erzählt, gilt nicht nur für die Tierklinik, in der sie tätig gewesen ist. 14 Prozent der in Praxen und Kliniken angestellten Tierärzte in Deutschland werden unterhalb des Mindestlohns bezahlt. Bei Berufsanfängern – in den ersten drei Jahren – sind es sogar 27 Prozent. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie im Fachmagazin Berliner und Münchener Tierärztliche Wochenschrift, die auf der Befragung von 1.200 angestellten Tierärzten in Deutschland beruht.

Für die Befragung ließ die Veterinärmedizinerin Johanna Kersebohm von der FU Berlin die Teilnehmer online detailliert über ihre Arbeitsbedingungen Auskunft geben. 88 Prozent der Teilnehmer waren Frauen. Das entspricht in etwa auch dem Anteil der Frauen an Tierärzten, die in Praxen angestellt sind. Von insgesamt 7.600 deutschen Tierärzten, die angestellt in Praxen arbeiten, sind 82 Prozent Frauen.

Veröffentlicht 5. Juli 2018 von hubert wenzl in Tiere, Tierschutz, Uncategorized

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Mann verprügelt Kühe: Derart WENIG muss er dafür zahlen!   Leave a comment

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Es ist skandalös wie wenig Bußgeld bezahlt werden muss, wenn Tiere gequält werden. Wenn überhaupt dafür eine Strafe ausgesprochen wird.

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Verprügeln der Kühe hatte Methode

Vor einem Jahr haben wir von PETA Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt gegen den Landwirt Markus O. aus Pfaffenhofen gestellt.

In einem Zeugenvideo war zu sehen, wie Markus O. immer wieder brutal auf eine Kuh eingeschlagen hatte. Mit einem Gegenstand hatte er mehrere Male auf den Körper und den Kopf des Tieres gezielt. Selbst nach dem Zusammenbruch der Kuh waren die Misshandlungen weitergegangen.

Laut des Zeugen sind Schläge an diesem Hof nicht die Ausnahme, sondern brutaler Alltag. Auch die Frau von Markus O., die an den Schlägen beteiligt war, gab die Tierquälerei in einer Zeugenaussage offen zu:

„Je nach Verhalten der Kuh muss bei der Klauenpflege die Kuh mit Schlägen quasi darauf hingewiesen werden, sich nicht fallen zu lassen. Das Schlagen der Kühe kann bei der Klauenpflege bedingt notwendig sein.”

Das Unfassbare: Der gewalttätige Bauer ist und war Vorstandsmitglied im lokalen Kreisverband des Bayerischen Bauernverbands.

Staatsanwaltschaft auf Seite des Tierquälers

Jetzt ist das Strafverfahren abgeschlossen: Die Kuhschlägerei kostete das Paar gerade einmal 500 Euro Strafe. Und das, nachdem wir ein Tierhalteverbot für den Bauern gefordert hatten.

Die Stimme der Tiere wurde in diesem Fall überhaupt nicht erhört. Uns von PETA verweigerte die Staatsanwaltschaft sogar die Akteneinsicht, mit der Begründung, wir würden Missstände wie diese öffentlich machen.  – Äh, wie bitte? Oder um es mit den Worten von Dr. Edmund Haferbeck, Leiter der Rechts- und Wissenschaftsabteilung bei PETA, auszudrücken:

„Eine völlig verquere Rechtsauffassung einer Staatsanwaltschaft, die die Interessen von Tätern stützt und gemeinnützige und als besonders förderungswürdige Organisationen wie PETA, die gegen die Behörden solche Straftaten ermitteln, desavouiert.”

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Mann verprügelt Kühe: Derart WENIG muss er dafür zahlen!

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Gruß Hubert