Tier(quäler)schutz   Leave a comment

.

Diese Kolumne braucht nicht kommentiert zu werden. Einfach durchlesen und nachdenken. Man sieht dabei auch welche ….. diese Julia Klöckner, die Landwirtschaftsministerin ist. Pfui deibel!

.

Das Schwein, das in einer Ecke des knatschengen Massenstalls verendet, angeknabbert von seinen Artgenossen. Hühner und Puten mit klaffenden Wunden. Schweine, die von Eiterbeulen übersät durch ihren eigenen Kot waten. Kühe, die nach ihren Kälbern brüllen, von denen man sie gerade getrennt hat. Sie alle kennen die Bilder. Heimlich aufgenommen in deutschen Tierfabriken. Alle paar Monate stellen radikale Tierschützer ihre Aufnahmen aus der Dunkelwelt der Milch- und Fleischproduktion für die Öffentlichkeit zur Verfügung. Und wer auch nur einen Funken Mitgefühl hat, möchte solche Bilder nie wieder sehen.

Tierschützer reißen
sich nicht darum, leidende
Tiere zu filmen

Julia Klöckner, unsere Landwirtschaftsministerin, möchte das auch nicht. Geht es nach ihr, wird es solche schrecklichen Filme über die ganz alltägliche Tierquälerei künftig nicht mehr geben. Ihr Ministerium arbeitet gerade an neuen Gesetzen mit härteren Strafen – für jene, die solche Filme drehen. „Wir brauchen keine selbsternannte Stallpolizei, die die Einhaltung des Tierschutzes kontrolliert“, wütet Frau Klöckner gegen die „Stalleinbrecher“. In jüngster Zeit hatten Gerichte Tierschützer immer wieder vom Vorwurf des Hausfriedensbruchs frei gesprochen. Das Oberlandesgericht Naumburg billigte zwei Männern und einer Frau, die heimlich Beweise für Verstöße gegen das Tierwohl gesichert hatten, eine Art Notstandsrecht zu. Die staatlichen Kontrollbehörden wären ihrer Verpflichtung trotz aller Hinweise nicht nachgekommen. Da dürften engagierte Bürger schon mal zu solchen Methoden greifen.

In einem anderen Fall argumentierte ein Gericht, bei Tierquälerei sei das Informationsinteresse der Öffentlichkeit höher zu bewerten als die Rechte des Erzeugerbetriebs. Nicht für Frau Klöckner und ihre Freunde. Marlene Mortler, agrarpolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe im Bundestag, nannte den „Stalleinbruch“, der solchen „Enthüllungsfilmen“ vorausgeht, ein „traumatisches Erlebnis“ – für die Tierquäler. Die „Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands“ hält heimlich gedrehte Aufnahmen gar für ein besonders perfides „Geschäftsmodell“, mit dem die Tierrechtler Spendengelder eintreiben wollen. Als würden sich gerade Tierschützer darum reißen, leidende Schweine, Kühe oder Hühner zu filmen. Und der „Einbruch“? Ich stelle mir dann immer jemanden vor, der durch ein Fenster sieht, wie ein Feuer ausbricht, die Scheibe einschlägt, um den Brand zu löschen, und hinterher wegen „Hausfriedensbruch“ eingesperrt werden soll.

Ja, so in etwa geht die schräge Logik. Würden Regierung und Fleischindustrie nur halb so engagiert gegen die unzumutbaren Zustände in der deutschen Massentierhaltung vorgehen wie gegen jene, die sie dokumentieren, müssten wir uns um das Wohl unserer Tiere keine Sorgen mehr machen. Und, endlich, solche Bilder nie wieder sehen.

.

Tier(quäler)schutz

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: