Archiv für 30. August 2018

Tierheim als letzte Station vermeiden   Leave a comment

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So wie im Tierheim Salzburg geht es mehr oder weniger in allen Tierheimen zu. Sie sind übervoll, weil sich Menschen nicht genug überlegen ob sie für ein Tier IMMER da sein wollen.

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Die Tierheime in Salzburg sind derzeit übervoll mit Hunden und Katzen, die keiner mehr haben will. Nach Ostern kommen meist noch viele Kaninchen dazu. Ein hartes Los für die Vierbeiner, das sich oft vermeiden ließe.

 

Hund hinter Zaun

Karin Jähne – Fotolia.com

Hund im Tierheim.

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„Es ist wirklich ein Drama, was da passiert und wie Tiere einfach vergessen oder entsorgt werden, wenn man sie nicht mehr brauchen kann. Es gibt Tiere, die werden bei uns in Plastiksackerln oder Kartons in der Nacht über den Zaun gehängt“, sagt Jürgen Faulmann. Er ist Tierpfleger im Tierheim und Gnadenhof der Pfotenhilfe in Lochen.

Und oft machen sich Tierbesitzer nicht einmal mehr die Mühe, den lästig gewordenen Hund ins Tierheim zu bringen. „Letztens hatten wir den Fall, dass auf einem Einkaufsparkplatz ein Hund einfach am Rückspiegel eines Autos angehängt wurde. Die Autobesitzerin konnte es erst gar nicht glauben und hat uns dann angerufen und verständigt“, schidlert Faulmann.

 

Tierheim des Tierschutzvereins in Salzburg-Maxglan

ORF

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Tiere vier Tage allein in Wohnung gelassen

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Am Parkplatz entsorgt oder ganz einfach sich selbst überlassen: „Zuletzt in der Stadt Salzburg hat eine Hausmeisterin einen Hund in einer Wohnung bellen gehört, hat angeklopft, aber niemand hat geöffnet. Dann hat sie einen Verwandten angerufen und der hat ihr erklärt, dass die Besitzerin ja bereits seit vier Tagen im Krankenhaus sei. Wir haben dann nach vier Tagen einen Hund, eine Katze und auch Fische völlig unversorgt in der Wohnung gefunden. Der Hund hat es sich offensichtlich die ganze Zeit zurückgehalten und erst einmal zwei Minuten nur gepinkelt, als ich mit ihm rausgegangen bin.“

 

Auch dieses Kaninchen wurde ins Landestierheim gebracht

Landestierschutzverien Stmk./Rosemarie Lichtenegger

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„Sollte um Bedürfnisse der Tiere gehen“

Schuld an den vielen ausgesetzten Tieren sei meist der pure Egoismus, sagt Tierpfleger Jürgen Faulmann. Tiere werden ohne zu überlegen angeschafft, nur um eigene Bedürfnisse zu befriedigen.

„Das ist ja keine Ware oder ein Spielzeug, das ich einfach in die Ecke stellen kann, wenn es mich nicht mehr interessiert. Da muss ich mich immer drum kümmern. Und wenn ich mich dafür entschieden habe, dann macht das natürlich Arbeit. Und es ist vielleicht auch immer nicht ganz einfach, aber das muss man vorher bedenken. Wenn das nicht der Fall ist, landen die Tiere dann oft im Tierheim oder werden irgendwo ausgesetzt.“

Drum: vohrer das Hirn einschalten und auch wenn junge Hunde und Katzen noch so lieb sind drüber nachdenken: „Was kann ich dem Tier bieten? Was sind die Bedürfnisse des Tieres? Habe ich genug Zeit für das Tier? Und erst wenn das alles geklärt ist, dann sollte ich mich für ein Tier entscheiden.“

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Tierheim als letzte Station vermeiden

Streit um Füchse in Rheinböllen   Leave a comment

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Füchse zur Abrichtung von Jagdhunden zu benutzen ist höchst tierquälerisch und pervers. Artgenossen sollen dazu dienen, damit Jäger abgerichtete Hunde erhalten.

 

„Durch einen Facebook-Post wurden die Tierschützer auf den Tierpark Rheinböllen aufmerksam gemacht. Ein Jäger hatte gepostet, dass Schliefenfüchse in Rheinböllen untergebracht seien. Daraufhin recherchierte das Team vor Ort und fand heraus, dass zwei der vier im Park gehaltenen Füchse Eigentum des Deutschen Jagdterrier-Clubs seien. Laut Pressemitteilung würden diese Füchse für etwa vier Wochen im Jahr in eine Schliefanlage nach Simmern gebracht, um dort für die Abrichtung von Jagdhunden zu dienen. „

Zwei Schlieferfüchse sollen im Hochwildschutzpark gehalten und für die Abrichtung von Jagdhunden genutzt werden. Das sorgt für harte Kritik vonseiten des Aktionsbündnisses Fuchs.

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Vier Füchse werden derzeit im Tierpark in Rheinböllen gehalten.

Vier Füchse werden derzeit im Tierpark in Rheinböllen gehalten. Foto: Daniel Peller

KREIS BAD KREUZNACH/RHEINBÖLLEN – (lep). Im Hochwildschutzpark Rheinböllen werden offenbar zwei der vier Füchse als Trainingstiere zur Abrichtung von Jagdhunden benutzt. Bei der Abrichtung werden in einer sogenannten Schliefanlage Jagdhunde darauf getrimmt, Füchse aus ihrem Bau zu locken, damit der Jäger diese schießen kann. Die Schliefanlage simuliert den Bau eines Fuchses, in den der Hund dann hineingeführt wird und die Fährte des darin befindlichen Fuchses verfolgen muss.

Das Aktionsbündnis Fuchs, ein Zusammenschluss von über 50 Tierschutzorganisationen, hat sich zum Ziel gesetzt, die Fuchsjagd abzuschaffen. Durch einen Facebook-Post wurden die Tierschützer auf den Tierpark Rheinböllen aufmerksam gemacht. Ein Jäger hatte gepostet, dass Schliefenfüchse in Rheinböllen untergebracht seien. Daraufhin recherchierte das Team vor Ort und fand heraus, dass zwei der vier im Park gehaltenen Füchse Eigentum des Deutschen Jagdterrier-Clubs seien. Laut Pressemitteilung würden diese Füchse für etwa vier Wochen im Jahr in eine Schliefanlage nach Simmern gebracht, um dort für die Abrichtung von Jagdhunden zu dienen.

 

Abrichtung laut Gutachten „hochgradig tierquälerisch“

Mitinitiator Lovis Kauertz sagte der AZ, nicht die Unterbringung der Füchse im Park an sich sei das Problem, sondern die Unterstützung des Parks für diese „tierschutzwidrige Maßnahme“ – dies sei ein „falsches Signal“. In veterinärmedizinischen Gutachten sei die Abrichtung der Jagdhunde auf Füchse als „hochgradig tierquälerisch“ bewertet worden.

Bei dem Besuch im Tierpark seien den Tierschützern diese beiden Füchse als scheu, mager und verängstigt aufgefallen. Wie Kauertz der AZ bestätigte, wurde der Landrat im Rhein-Hunsrück-Kreis, Marlon Bröhr, aufgefordert, die Schliefanlage zu schließen. Eine Reaktion gab es offenbar noch nicht.

Brisanter Beigeschmack: Bei der Ortsbegehung durch die Tierschützer drohte ihnen ein Mitarbeiter nach eigenen Angaben mit rechtlichen Schritten, sollte eine Verbindung zwischen Terrier-Club und Tierpark „konstruiert“ werden.

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Streit um Füchse in Rheinböllen