Archiv für 29. Oktober 2018

Die Kirche und ihr grausamer Umgang mit Katzen   Leave a comment

.

Es ist verrückt was die Kirche im Mittelalter glaubte als sie Katzen verfolgte und töten ließ.  Unter anderem glaubte man auch dass sich „Hexen“ in Katzen verwandelten. Sie waren mit die ersten Opfer kirchlicher Säuberungspolitik. Hier ein Auszug aus Helmut F. Kaplan.

.

So sehr die Menschen unterschiedlicher Kulturen manche Tiere auch verehrten und vewöhnten – von Dauer war diese Wertschätzung keineswegs immer. Ein drastisches Beispiel hierfür liefert der Umgang mit Katzen.

In Ägypten galten Katzen als besonders heilig. Sie scharten sogar fast mehr Gläubige, die sie verehrten, um sich als alle anderen heiligen Tiere zusammen. Auf die Tötung einer Katze stand, selbst wenn sie unbeabsichtigt erfolgte, die Todesstrafe. Nicht selten wurden die Schuldigen von der Bevölkerung gelyncht.

Verstorbene Katzen wurden einbalsamiert und in Kistchen bestattet. Diese waren häufig aus Gold oder Silber gefertigt und reich mit Edelsteinen verziert. Beigesetzt wurden die Tiere auf besonderen Friedhöfen. Im Jahre 1860 wurde in Ägypten ein Katzenfriedhof entdeckt, auf dem nicht weniger als 180.000 Tiere ihre letzte Ruhe gefunden hatten. In Südeuropa konnten sich Katzen einer ähnlichen Wertschätzung erfreuen. So wurden sie etwa von den Griechen und Römern als Symbol der Freiheitsliebe verehrt.

Aber im Mittelalter wurden Katzen plötzlich verfolgt: Im Bestreben der allmächtigen Kirche, alles aus dem Orient Stammende zu vernichten, wurden Katzen zu einem der ersten Opfer kirchlicher Säuberungspolitik. In dem Maße, in dem sie früher verehrt worden waren, wurden sie jetzt verfolgt – als Ausgeburt der Hölle und Helfer des Teufels.

Besonders gewütet hat man gegen Katzen im Zusammenhang mit den Hexenverfolgungen. Das hatte zwei Gründe. Erstens glaubte man, daß sich Hexen zeitweise in Katzen verwandelten, zweitens verdächtigte man Hexen, über Katzen in Verbindung mit dem Teufel zu stehen. Folgerichtig wurden Katzen oft gemeinsam mit den Hexen gefoltert und verbrannt. In vielen Ländern Europas war es außerdem üblich, an bestimmten Tagen “Treibjagden auf Hexen” zu machen, sprich: Katzen zu fangen und zu töten. In Holland gab es sogar einen “Katzenmittwoch”, an dem Katzen massenweise umgebracht wurden.

Im Mittelalter waren auch Tierprozesse an der Tagesordnung. Bis ins 18. Jahrhundert hinein wurden in vielen Ländern Europas zahllose Tiere wegen diverser “Verbrechen” verfolgt und verurteilt. Man unterschied zwischen “Zivil- und Strafsachen”.

.

Hier weiterlesen:

Die Kirche und ihr grausamer Umgang mit Katzen

.

Auch eine interessante Überlegung von Helmut F. Kaplan:

Bedeutsam ist freilich der Unterschied zwischen menschlichen Todeskandidaten und tierlichen Todeskandidaten: Erstere werden schwerster Verbrechen beschuldigt, während das “Verbrechen” der Tiere einzig darin besteht, keine Menschen zu sein.

“Der Tag wird kommen, an dem das Töten eines Tieres genauso als Verbrechen betrachtet werden wird wie das Töten eines Menschen.” (Leonardo da Vinci)

https://tierrechte-kaplan.de/todesurteil-spezies/

.

Gruß Hubert