Archiv für 13. Dezember 2018

Brutale Jäger   Leave a comment

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Überall finden zur Zeit Drück- und Treibjagden statt. Tausende Jäger werden zu „todesmutigen Rettern“ unserer Natur. Willkürlich wird auf alles geschossen, was kreucht und fleucht. Tausende Tiere, egal, ob gesund oder nicht, erleben ihre letzte Stunde voller Todesangst, Panik, mit zerschossenen Eingeweiden oder Gliedmaßen, schreiend vor Schmerz, bis ihnen entweder durch die Hunde, ein Gewehr oder ein Messer der Jäger das Leben genommen wird.
Kein anderes Lebewesen – außer uns Menschen – geht ohne jegliche Not so brutal, destruktiv und erbarmungslos mit anderen Lebewesen um.

Liesst man sich dann einmal durch, was Jäger ihr „Brauchtum“ nennen, erinnert das an dunkelstes Mittelalter. Mit ihrer schwülstigen Sprache verharmlosen sie den Mord an vielen unschuldigen Lebewesen und verpassen sich als „erfolgreiche“, „mutige“ und „ehrbare“ „Naturversteher“ im Fackelschein noch einen Glorienschein.
Was nach Ehrerbietung aussehen soll, ist schlichtweg eine Verhöhnung von Tieren, die einfach nur leben wollten, wie wir auch. Man schaut ihnen in die „Lichter“ … nachdem man ihnen unter völlig ungleichen Bedingungen das Leben aus dem Körper geschossen hat. Wer sich dann an einer „Strecke“, die nichts anderes ist, als ein Schlachtfeld von Kadavern, einst wunderbarer lebendiger Wesen, erfreuen kann, hat seine Empathie und sein Mitgefühl für das Leben anderer mit der Waffe erlegt. Den Tieren ist es scheißegal, ob man sie auf die linke oder rechte Seite legt. Einen letzten Bissen brauchen sie nun auch nicht mehr. Den sollen sich ihre Schlächter gern blutig an ihre Hüte stecken, damit jeder erkennt, wer ein Tier auf dem Gewissen hat.

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Quelle: Sabrine Brauer auf Facebook-Seite „Lobby pro Wolf“, vom 13.12.2018

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Siehe auch: https://auf-jagd.de/brauchtum/strecke-richtig-legen/

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Tierschützerin: „Was wir mit Tieren tun, ist schädlich für uns alle“

Ist es nicht auch menschliches Kulturerbe, so wie die Weihnachtsgans auch?

Reinke: Kulturerbe ist für mich etwas Positives, etwas Schützenswertes, das ich erhalten will. Deshalb kann es meiner Ansicht nach nichts Grausames sein. Leiden zu verbreiten, jemanden zu quälen oder zu töten ist aber vom Grundsatz her böse – und das mache ich nicht vom Opfer abhängig. Wie wir mit Tieren umgehen, das ist ein Bruch zur Moral in unserer Gesellschaft. Wir würden das unter unseresgleichen niemals gut heißen, dass Menschen leiden oder getötet werden, wenn sie uns nicht angreifen.

Störenfriede wie Wildschweine oder Ratten müssen doch erlegt werden, oder?

Reinke: Keiner kann mir erzählen, dass die Tiere uns in irgendeiner Form bedrohen. Im Gegenteil, wir breiten uns in die angestammten Lebensräume der Wildtiere aus. Deswegen kommen die Wildschweine in unseren Garten und die Rehe fressen uns die Blumen ab. Sie laufen uns vors Auto, weil wir immer mehr Straßen durch ihren Lebensraum bauen. Und bei den Ratten sind wir selber schuld. Mit gelben Säcken, die am Vortag rausgestellt werden, statt Mülltonnen, locken wir die Tiere an. Es ist unser menschlicher Wohlstandsmüll, der für die Vermehrung der Ratten sorgt.

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Reinke: Kein Mensch kann in der heutigen Zeit glauben, dass wir Jäger brauchen, um Überpopulation zu verhindern. Wir fliegen zum Mond und bauen Designerbabys. Die Tiermedizin würde Mittel und Wege finden, um eine massenhafte Vermehrung von Wildtieren zu verhindern. Aber das ist nicht gewollt.

Dann steckt hinter dem Mythos der Jagd nur ein Hobby?

Reinke: Es ist ein archaischer Instinkt, der kultiviert und gefördert wird. Dahinter steckt die Macht, eine Waffe führen zu dürfen. Jagd hat etwas durchaus Elitäres, was sich schon darin ausdrückt, dass sich die Jäger eine eigene Sprache gegeben haben. Lichter statt Augen, Strecke statt Leichen, und das Tier wird in der Jägersprache zum Stück. Tiere werden wie ein gefühlloser Gegenstand dargestellt.
„Diese Tiere leiden und wir wissen das“

Als Tierärztin wissen Sie aus eigener Erfahrung, wie es in den Ställen der landwirtschaftlichen Betriebe zugeht. Der Anteil der Nutztiere an allen Säugetieren liegt bei fast 94 Prozent. Die meisten davon sind Rinder und Schweine. Was halten Sie eigentlich von dem Begriff „Nutztier“?

Reinke: Gar nichts. Keiner hat uns das Recht gegeben, Tiere nutzen oder benutzen zu dürfen. Dieses Recht haben wir uns genommen. Es ist kein Naturgesetz. Der Begriff suggeriert auch, dass Hühner, Schweine, Rinder weniger Empfinden haben als etwa ein Hund. Er macht uns zudem ein gutes Gefühl, das tun zu dürfen. Gleiches gilt für Tiere im Versuch. Diese Tiere leiden, und wir wissen das.

https://www.nw.de/lokal/kreis_guetersloh/rietberg/22318366_Tierschuetzerin-Was-wir-mit-Tieren-tun-ist-schaedlich-fuer-uns-alle.html?em_cnt=22318366&fbclid=IwAR006D5c_sya8IYzcgaUSEzrxuD2Lp1QRFQNu4Qa9BN2IMNWGSuw3u2eQi0

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 13. Dezember 2018 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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