Archiv für 17. Dezember 2018

Liebe Tiere…   Leave a comment

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Aus Facebook, von Sonja Münzker-Pötzlberger

In Gedanken bin ich ganz viel bei Euch und frage mich schon lange, was mit den Menschen los ist. Aber noch viel mehr und – ich schäme mich dabei sehr – frage ich mich, was ihr euch über uns Menschen denkt.

Wie gehen wir mit euch um? Gedankenlos. Fordernd. Grausam. Wie selbstverständlich wir eure Gegenwart nehmen und die Geschenke, die ihr für uns habt.

Wir verdrängen euch aus eurer Heimat und euren Lebensräumen und pferchen euch in Zwinger, in Käfige, Zelte, Häuser .. die Menschen sind da sehr kreativ. Auch die kleinsten Lebewesen sind vor uns nicht sicher. Wir versprühen Gift um euch „wegzukriegen“ – nicht dran denkend, dass ihr ein feines kleines Teilchen im Rad des Lebens seid, ohne euch kippt das gesamte System. Wir müllen die Gewässer zu und somit vergiften wir euren Lebensraum und denken uns nicht mal was dabei.

Wir sperren euch in Ställe, dicht an dicht um euch dann in Schlachthäusern grausamst zu töten, eure Schmerz- und Todesangstschreie ignorierend. Wir töten eure Babies, oftmals, wenn diese noch nichtmal das Licht der Welt erblickt haben. Wir nehmen eure Körper, euer Fellkleid, eure Kinder, eure Eier. Ohne zu danken. Respekt- und würdelos. Grausamst.

Wir „verwenden“ euch in Kämpfen um zu zeigen wir „stark“ wir selber sind. Dazu benötigen wir schwächere Tiere, damit wir die richtigen Kämpfer ausbilden. Wie armselig ist das denn überhaupt?

Wir scheuchen euch in Jagdgehege zusammen, damit Menschen ihren Spass haben und Jagdtrophaen sammeln können, die sie sich dann stolz an die Wand hängen. Wir engen euren Lebensraum kontinuierlich ein und schreien alle auf, wenn du dich nur mit einem Fuss ausserhalb dessen bewegst. DANN fürchten wir dich nämlich. Weil mit einem Zaun dazwischen, da treiben sie eure Spässe mit euch, aber wehe, wenn du dich in deinem natürlichen Lebensraum Wald bewegst.

Doch gab es einmal eine Zeit, da bewohnten wir nebeneinander bzw. miteinander diesen Planeten. Viele Völker gingen respektvoll mit euch um, huldigten euch und respektierten euren Lebensraum. Was ist bloss geschehen, dass es soweit kam, dass wir euch Tiere wie Futterspender oder wie eine Sache behandeln? Manchmal schmerzt es mich selber so, dass ich kaum atmen kann und es schnürt mir die Brust zu. Ich fühle mich hilflos, weil viel zuwenige Menschen an euch denken oder euch zuliebe verzichten. Auf Kleidung, auf Essen, auf Unterhaltung…

Liebe Tiere, was denkt ihr euch über uns Menschen? Wie könnt ihr diese Qual, diese Martyrien, die Schmerzen, dies alles ertragen? Wie könnt ihr diese Gedankenlosigkeit ertragen…?

Aber ich verspreche euch jetzt etwas. Ich wische meine Tränen und meine Verzweiflung weg und werde jede Minute, wenn es mir möglich ist, eure Stimme sein. Das verspreche ich, weil Verzweiflung euch nicht hilft. Und es hilft euch auch nicht, wenn Tausende in die Tasten ihres Computers knallen, wie furchtbar die Menschen sind und wie traurig sie sind. Ich weiß, ihr braucht Menschen, die was tun, zu zupacken und aktiv werden .. und eure Stimme sind.

Und vielleicht liebe Tiere, machen da ja ganz viele noch mit.

Ich jedenfalls, bin dabei und bete dafür,
eure Sonja

Text u Foto: Sonja Münzker-Pötzlberger
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Liebe Tiere…