Archiv für 10. Januar 2019

Blutfarmen   Leave a comment

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Für die Ferkelindustrie wird Stuten Blut abgenommen um ein Hormon zu gewinnen. Aufgrund des wiederholten Blutverlustes werden die Stuten anämisch oder leiden an Mangelkrankheiten. hre Fohlen werden systematisch abgetrieben, da das Hormon nur in der frühen Trächtigkeit gewonnen werden kann und die Fohlen ungewollt sind. Das sind nicht hinnehmbare Zustände.

Aus animal-welfare-foundation.org

Blutfarmen

Argentinien und Uruguay

Bei unseren Recherchen über Pferdefleischimporte aus Qualproduktion in Übersee sind wir auf eine weitere Grausamkeit gestossen: Blutfarmen. Orte, an denen tausenden tragenden Stuten ohne Rücksicht auf ihre Gesundheit und ihr Wohlbefinden Blut abgenommen wird.  Aus ihrem Blut gewinnt man das Hormon PMSG (Pregnant Mare Serum Gonadotropin). Die europäischen Ferkelproduzenten setzen dieses Hormon ein für die Brunstinduktion und -synchronisation bei Sauen, für die Steigerung der Wurfgrösse und/oder zur Auslösung der Pubertätsentwicklung.

Wir haben seit Anfang 2015 über das Blutgeschäft in Uruguay und Argentinien recherchiert und regelmässig darüber berichtet. Ein Millionengeschäft, das es seit mehr als 30 Jahren gibt. Wir haben mit (ehemaligen) Mitarbeitern, Nachbarn, Blutfarmern, Tierärzten und Vertretern des Landwirtschaftsministeriums in Uruguay gesprochen. Unsere Recherchen zeigen, dass in Argentinien und Uruguay mehr als 10.000 Stuten für die Ferkelindustrie in Europa brutal misshandelt und ausgebeutet werden. Dass sie aufgrund des hohen und wiederholten Blutverlusts anämisch werden oder an Mangelkrankheiten leiden und Verletzungen unversorgt bleiben. Dass ihre Fohlen systematisch abgetrieben werden, da das Hormon nur in der frühen Trächtigkeit gewonnen werden kann und die Fohlen ungewollt sind. Dass jedes Jahr rund 30 Prozent der Stuten aus dem Prozess ausscheiden, da sie entweder auf den Weiden sterben oder an EU-zertifizierte Schlachthöfe verkauft werden, wenn sie nicht mehr trächtig werden. Das Blutgeschäft wird in Uruguay und Argentinien staatlich toleriert und z.T. sogar subventioniert und von europäischen Pharmakonzernen (Hipra, Zoetis) profitabel genutzt. Im Juli 2018 kündigt das deutsche Pharmaunternehmen IDT Biologika an, künftig kein PMSG aus Südamerika zu importieren.

Neue Videoaufnahmen vom Januar und April 2018 belegen, dass sich seit 2015 nichts geändert hat, trotz Versprechungen von Pharmakonzernen und Behörden, mit neuen Handbüchern und Audits die Situation zu verbessern. Noch immer werden trächtige Stuten während der Blutentnahme auf brutalste Art und Weise gequält. Noch immer bleiben verletzte, kranke und abgemagerte Stuten unversorgt und auf weiten Waldweiden sich selbst überlassen.

Wir meinen, die europäischen Konsumenten sollten Bescheid wissen über das Geschäft mit dem Leid der Blutstuten. Unsere Recherche dient der Aufklärung und dem Ziel, einen EU-weiten Importstopp zu erreichen für PMSG sowie ein Verbot des Einsatzes von PMSG in der Schweineproduktion.

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Eine abgemagerte Stute mit stark eiternder, unversorgter Wunde.

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Eine verängstigte Stute wird brutal mit einem Eisenhaken geschlagen.

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Eine verletzte Stute wird auf grausame Weise im Bereich der Genitalien malträtiert.

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Eine Gruppe von 300 Blutstuten, von denen mehrere extrem abgemagert oder verletzt sind, werden zu einer Weide getrieben.

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Blutfarmen

 

Veröffentlicht 10. Januar 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Milchmaschinen: gequält, misshandelt und extrem ausgebeutet   Leave a comment

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Mir fällt kein Tier ein, dass mehr ausgebeutet wird als eine Kuh.

Aus suedtirolnews.it

Milchmaschinen: Gequält, geschlagen, ausgepumpt und umgebracht

 

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Rom – Eingeschleusten Aktivisten der italienischen Tierschutzorganisation Essere Animali gelang es, das traurige Leben der italienischen Milchkühe zu dokumentieren. Die beiden engagierten Tierschützer filmten dabei mit der Besamung über die Behandlung der Kälber bis zum Melken der Kühe den gesamten Lebenszyklus der Milchkühe. Was sie sahen, war erschreckend.

Werden im italienischen Fernsehen Milch und Milchprodukte beworben, werden fast immer glückliche, auf einer grünen Wiese in einer schönen Landschaft weidende Kühe gezeigt. Die Realität ist eine vollkommen andere. Von den mehr als 2.200.000 Milchkühen in Italien sehen die allerwenigsten jemals grünes Gras. Die allermeisten von ihnen müssen auf engsten Raum zusammengepfercht in dunklen Ställen ihr elendiges Dasein als Milchkuh fristen, bis sie – wenn die Milchleistung abnimmt – nach wenigen Jahren „verräumt“ werden. (Sogenannte „downer-Kühe“).

Das Video beginnt mit der Besamung. Um eine konstante Milchproduktion garantieren und jährlich ein Kalb „produzieren“ zu können, werden die Kühe regelmäßig besamt. In der Folge können die trächtigen Kühe zweimal am Tag und an 300 Tagen im Jahr gemolken werden.

Die versteckten Kameras zeigen auch die Trennung der frisch geborenen Kälber von ihren Müttern. Eine Kuh ruft verzweifelt nach ihrem Kalb. Das Kalb wird aber brutal von ihrer Mutter getrennt und mit einem Bagger weggebracht. Anschließend bindet man ihm ein Seil an ein Bein und steckt es für mehrere Wochen in eine enge Box. Falls es sich um ein männliches Kalb handelt, wird es, um ein helles Fleisch zu erhalten, mit einer eisenarmen Kost ernährt und nach sechs Monaten zum Metzger gebracht. Insgesamt gelten männliche Kälber als „Nebenprodukt“ der intensiven Milchwirtschaft und sind daher weniger wert als die Milchkühe. Im Video sind mehrere qualvoll sterbende und tote Kälber zu sehen. Ist es aber ein weibliches Kalb, wird daraus eine Milchkuh.

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Um Verletzungen zu vermeiden, werden den Kälbern die Wurzeln der Hörner verbrannt. Obwohl dieses überaus schmerzhafte Verfahren laut Gesetz nur von einem Tierarzt und unter Narkose durchgeführt werden darf, wurde im von den Tierschützern gefilmten Stall diese Praxis von einfachen Angestellten und ohne Narkose angewandt. Zudem gelang es den Aktivisten, viele Fälle von Gewalt gegen die Tiere zu dokumentieren. Die Kühe wurden getreten, gestoßen und sogar mit Eisenstangen verprügelt. Die auf maximale Milchproduktion ausgelegte Zucht der Milchkühe – eine Milchkuh der Rasse Holstein-Rind gibt heute bis zu 28 Liter Milch, im Jahr 1985 waren es nur 17 Liter – beeinträchtigt immer mehr das Wohl der Tiere. Die Tiere erleiden immer öfter Verletzungen an den Klauen oder rutschen auf dem nassen Betonboden der Ställe aus und brechen sich so Sehnen und Beine. Laut Gesetz dürften verletzte und leidende Kühe nicht aufgehoben, sondern müssten sofort getötet werden, aber die Angestellten lassen die Tiere vor dem Gnadenschuss aus Zeitmangel oft tagelang leiden.

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Obwohl die Milchkühe bis zu 20 Jahre alt werden könnten, werden sie infolge der langsam nachlassenden Milchleistung nach vier bis fünf Lebensjahren „ausgetauscht“ und Metzgereien und fleischverarbeitenden Betrieben übergeben.

Angesichts des traurigen Schicksals der Milchkühe sowie des brutalen und teilweise gesetzlich illegalen Verhaltens der Angestellten bleibt von dem von der Werbung sorgfältig gepflegten Bild glücklicher Kühe, die gerne und brav Milch geben, nicht mehr viel übrig. Tierschutzorganisation hoffen, dass die Verbraucher ihren Konsum von unter solch üblen Bedingungen produzierten Milch und Milchprodukten überdenken.

Ob das Video die Konsumenten aufzurütteln vermag?

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Macchine da Latte: maltrattamenti e violenze su vitelli e mucche – Essere Animali
(Milchmaschinen: gequält und misshandelt)

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Milchmaschinen: gequält, misshandelt und extrem ausgebeutet

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Gruß Hubert