Geheimsache Tiertransporte – Wenn Gesetze nicht schützen   Leave a comment

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Da bemerkt einer, dass ein schauerliches Bild mit einer am Kran hängenden Kuh schon 15 Jahre alt wäre. Er weiß wohl nicht, dass sich nichts geändert hat und diesselbe grausame und mit unsäglichen Schmerzen verursachende Praxis noch immer so gehandhabt wird. Das sind fühlende Lebewesen und keine toten Gegenstände!

Ein Exporteur zu Karremann: „Dann kommt sicher wieder das Bild von der hängenden Kuh, das schon fünfzehn Jahre alt ist“, sagte mir kürzlich ein Exporteur im Gespräch über den aktuellen Film.

Tatsächlich aber waren es aber viele verschiedene Schiffe und jedes Mal andere Rinder, die an Seilwinden und Kränen von Schiffen entladen wurden.

Aus ZDF.de

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VIDEO

https://ngp.zdf.de/miniplayer/embed/?mediaID=%2Fzdf%2Fdokumentation%2F37-grad%2Fweitererzaehlt-tiertransporte-ein-jahr-nach-der-ausstrahlung-100

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Geheimsache Tiertransporte

Millionen Tiere werden jedes Jahr durch Europa transportiert, bis nach Nordafrika. Rinder und Schafe sind oft tage- oder wochenlang eingepfercht auf Lastwagen und Schiffen unterwegs.

Seit 1991 hat der „37 Grad“-Autor Manfred Karremann oft im ZDF über das Schicksal der Tiere auf Langstreckentransporten berichtet. Die EU hat mehrfach mit verbesserten Vorschriften zum Tierschutz auf die Sendungen reagiert. Doch dies bietet zu wenig Schutz.

Ein Ende mit unsäglichen Schrecken

Das braun-weiße Rind im Lastwagen atmet schwer. Es liegt am Boden. Seine Leidensgenossen treten es unwillkürlich. Nach gut 20 Minuten ist das Tier tot. Eine Szene, so gedreht Ende August 2017 an der EU-Außengrenze zur Türkei. Eine Ausnahme? Der Export von Rindern und Schafen aus der EU boomt wieder. Hauptempfänger für lebende Tiere ist neben der Türkei der Nahe Osten. Schon kleine Kälber werden über 3000 Kilometer weit transportiert. Nach Tagen oder Wochen am Ziel angekommen, erwartet viele Tiere aus Europa in der Türkei oder im Nahen Osten ein Ende mit unsäglichen Schrecken.

Auch Tierschützer schlagen erneut Alarm: Niemand schert sich mehr um die Gesetze, sobald unsere Tiere die EU verlassen, so ihre Beobachtungen. Sie berichten von verdursteten Rindern am türkischen Grenzübergang. Von einer unsäglichen Quälerei auf alten Viehfrachtern und nach der Ankunft im Nahen Osten und Nordafrika.

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Müssen Tiertransporte sein?

Gesetze sollen Tiere bis ans Ziel schützen. Doch das funktioniert allenfalls bei teuren Zuchttieren. Was die sogenannten „Schlacht“-Tiere betrifft, darf man letztlich auch die Grundfrage nicht vergessen: Ist es überhaupt notwendig und ethisch vertretbar, Tiere aus Europa und bis aus Südamerika zu transportieren, nur um sie am Ziel zu schlachten? Oft auf eine Art, deren Grausamkeit jede Vorstellung sprengt?

Es ehrt das ZDF als öffentlich-rechtliche Anstalt, dass man dort solchen Bildern, die das Gegenteil von Unterhaltung sind, Raum bietet. Denn natürlich ist man sich dabei bewusst, dass viele Menschen sich einen solchen Film nicht am späten Abend zumuten möchten. Die meisten Menschen sehen sich eine solche Sendung zu einer anderen Zeit, die ihnen dafür geeignet scheint, im Internet an.

Das sagen die Zuschauerquoten, und das beweist auch das Internet: Die letzte Sendung „Unser täglich Tier“ hat im Internet alle Rekorde gebrochen. Das zeigt ein erfreulich großes Interesse am Schicksal unserer Mitgeschöpfe. Quotenhits sind kritische Filme über Tierschutz in Zeiten des Internet nicht – aber genau hier erfüllt das öffentlich-rechtliche Fernsehen seine Aufgabe, einen Sendeplatz als Initialzündung auch für Diskussionen in Facebook & Co. zu bieten.

Ich bedanke mich bei allen Menschen, die sich mit dem oft unerfreulichen Thema Tierschutz auseinandersetzen. Nur dadurch, dass wir die Tiere eben nicht alleine lassen, wird am Ende alles besser.

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Geheimsache Tiertransporte – Wenn Gesetze nicht schützen

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 14. Januar 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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