Sieht so der Respekt vor dem Mitgeschöpf aus?   6 comments

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Was den Tierschutz betrifft, insbesondere auch die Tierversuche, brauchen Tierschützer mit Sicherheit nicht auf Julia Klöckner bauen. Die stellt sich lieber in den Dienst von Lobbys.

Rebloggt von Tierfreund Wolodja

Seit Julia Klöckner im Februar 2018 ihr Amt angetreten hat, ist sie kein einziges Mal durch besondere Maßnahmen zum Eindämmen von Tierversuchen aufgefallen.

Von Hilal Sezgin

Tiere sind Mitgeschöpfe. Sie verdienen unser Mitgefühl.“ Diese einfühlsamen Sätze äußerte wenige Tage vor Weihnachten die Ministerin für Landwirtschaft und Ernährung, Julia Klöckner. Der Anlass war allerdings wenig zart besaitet und hatte mit Weihnachten auch wenig zu tun, denn Klöckners Ministerium hatte gerade die Tierversuchsstatistik des Vorjahrs (also die von 2017) veröffentlicht. Weil rundherum alle mit Torschlusspanik-Shoppen und Gänsebratenrezepten befasst waren, konnte da leicht untergehen, dass erneut rund zwei 2,8 Millionen Wirbeltiere in deutschen Laboren litten und starben.

Mehr als fünf Prozent der Tiere waren Versuchen mit dem Schweregrad „schwer“ ausgesetzt, mussten also besonders starke Schmerzen durchleiden; solche Versuche sollen laut EU-Tierversuchs-Richtlinie eigentlich nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden. (Es ist umstritten, ob Deutschland diese EU-Richtlinie erfüllt.) Die bei weitem meisten Versuchstiere 2017 waren Mäuse und Ratten; auf Platz drei landete die Rubrik „Fische“. Außerdem wurden u.a. 3472 Affen und Halbaffen verwendet, also deutlich mehr als im Vorjahr (2400).

Gegenüber der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte Klöckner: „Ich will, dass die Zahl der Tierversuche kontinuierlich gesenkt wird.“ Die Erforschung von Alternativen zu Tierversuchen fördere ihr Ministerium finanziell. Ebenso verlautbart sie auf der Homepage des BMEL: „Es ist unsere ethische Pflicht, die Entwicklung von Alternativen zu Tierversuchen zu beschleunigen.“

Mit Verlaub, aber das klingt mir nach Heuchelei. Seit Klöckner im Februar 2018 ihr Amt angetreten hat, ist sie kein einziges Mal durch besondere Maßnahmen zum Eindämmen von Tierversuchen aufgefallen. Nach wie vor geht der Löwenanteil staatlicher Fördergelder an Forschung MIT Tierversuchen, darunter an Zentren mit sehr umstrittenen Affenversuchen oder eben an „Grundlagenforschung“ – ein Etikett, das praktisch allen Erkundungsfahrten durch den Tierkörper die Aura der Wissenschaftlichkeit verleiht, solange sie von jemandem im weißen Kittel ausgeführt werden.

Dahingegen fließen laut Berechnungen der „Ärzte gegen Tierversuche e.V.“ nicht einmal ein Prozent des Budgets, das für Tierversuche ausgegeben wird, in tierversuchsfreie Forschung. Man muss keine großen mathematischen Fähigkeiten aufweisen um zu sehen, dass, wer 99 Prozent eines Budgets FÜR Tierversuche und ein Prozent für Alternativen ausgibt, insgesamt eben doch ganz deutlich Tierversuche fördert und nicht umgekehrt.

Nun war es nicht das erste Mal, dass Klöckner den Begriff „Mitgeschöpf“ verwendet hat. Im letzten Mai wurde sie in einem Interview der FunkeMediaGroup gefragt, inwiefern sie sich als Angehörige einer „Partei, die das C im Namen führt, (…) für die Bewahrung der Schöpfung“ einsetze. Und Klöckner antwortete: „Als Christin spüre ich die Verantwortung, mich für das Tierwohl einzusetzen. Tiere sind Mitgeschöpfe und keine Wegwerfware.“ Und dies von einer Politikerin, die sich für die Fortführung der betäubungslosen Kastration von Ferkeln stark gemacht hat! Einer Ministerin, die eine Tierindustrie sanktioniert, in der von Anfang an einkalkuliert wird, dass etwa zehn Prozent der geborenen Ferkel in den ersten drei Lebenswochen sterben!

Auch bei Hühnern sind „Verlustraten“ von mehr als fünf Prozent im ökonomischen Rahmen. Etwa 800 Millionen Hühner pro Jahr werden in Elektrobrutkästen ausgebrütet, dann fließbandmäßig gemästet und wenig später wiederum fließbandmäßig getötet. Sie sind genetisch so verzüchtet, dass sie kaum lebensfähig sind; sie können kaum gehen, ja sich oftmals nicht einmal aufrecht halten. Sieht so der Respekt vor dem Mitgeschöpf aus, dienen solche Kalkulationen einer „Bewahrung der Schöpfung“?

Und, um vom Elend der Tierproduktion nochmals auf das der Tierversuche zurückzukommen: Insgesamt waren 40 Prozent der in Deutschland eingesetzten Tiere genetisch verändert. Dies waren zumeist Manipulationen hin zu einer Krankheit, hin zum Tode. Ob mit dem Skalpell oder in der Petrischale, wir Menschen greifen auf jeder Ebene in Tierkörper ein, um deren Bauplan zu enthüllen. In ihrem Sterben wollen wir eine Ahnung davon erhaschen, wie Leben funktioniert. Nun bin ich Muslimin und keine Christin, aber das Schöpfungsverständnis ist ja dasselbe.

Und ich bin überzeugt: Unseren Mitgeschöpfen das Leben zur Hölle zu machen, ist sicher nicht im Sinne unseres Schöpfers.

Quelle: Frankfurter Rundschau

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Veröffentlicht 15. Januar 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Tierversuche, Uncategorized

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6 Antworten zu “Sieht so der Respekt vor dem Mitgeschöpf aus?

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  1. Es ist nicht nur der unmittelbare Umgang des Menschen mit Tieren!
    Dem Streben nach Fortschritt wird die Zerstören von Lebensräumen von Tieren vorsätzlich in Kauf genommen bzw. wider besseren Wissens Ignoriert. Was noch verwerflicher ist.

    Windräder haben sich nicht nur als Vogelschredder erwiesen, auch andere Tiere fallen ihnen zum Opfer. So ist die Population der Fledermäuse durch Windräder nahezu vernichtet.
    Aber nicht nur zu Lande auch auf dem Meeresgrund wurden durch die Windparks ganze Ökosysteme zerstört. Das Robbensterben ist eine Folge davon, die Tiere verhungern einfach.

    Und der Wahnsinn geht weiter mit der Zerstörung der Landschaft.
    Atomausstieg, Kohleausstieg, auch Gaskraftwerke soll es nicht mehr geben Um den CO2 Ausstoß zu reduzieren – um das Klima zu retten – obwohl CO2 keinen Einfluss darauf hat, niemals hatte und auch nicht haben kann. Was aber ein anderes Thema ist.

    Etwa 1.400 Windräder erzeugen die Strommenge von einem Kraftwerk – wenn Wind weht vorausgesetzt. Bei Flaute gibt es keinen Strom.
    Da müssen dann wieder Konventionelle Kraftwerke ran. Das heißt die müssen immer mitlaufen. Man kann ein Kraftwerk bei bedarf, nicht wie einen Lichtschalter anknipsen.
    Um ein Kraftwerk aus dem Stand hochzufahren werden 2 Tage gebraucht.

    Bis 2040 will man in Deutschland den Strombedarf zu 100 % ökologisch abdecken. (z.Zt. wird diese mit 40 % angegeben) Also mehr als die doppelte von Windmühlen wie bisher kommt da noch dazu.
    Man hat aber noch weitreichendere Ziele – die Elektromobilität!
    Würden alle Autos in Deutschland elektrisch beitrieben, bräuchte man mindestens noch 20 neue Kraftwerke um den Strom dafür zu erzeugen. Der ist ja nicht einfach da. Und das bedeutet weitere 28.000 zusätzliche Windmühlen mit allen negativen Folgen für die Flora und Fauna – für Menschen und Tiere, für die Natur.

    Seit Fukushima haben wir strahlende Grüne – und ein seltendämliches Volk, dass für den Schwachsinn Energiewende mit der Energieumlage noch bezahlt damit sich eine Lobby dumm und dämlich damit verdient.

    Es sind aber nicht nur Windräder die als technischer Fortschritt unsere Natur unsere Tierwelt zerstören.
    Neben Geoengineering – in dessen Folge es bis zu einer 10.000 Fachen Grenzwertüberschreitung von Aluminium im Erdboden kommt.
    Sind auch hochfrequente elektromagnetische Wellen, hauptsächlich durch Mobilfunk nicht unbedenklich.
    Sowohl für Insekten, die wiederum Nahrung für andere Tiere sind, aber auch direkt. Indem sie das Verhalten von Tieren ändern . . . Was bei Nutztieren (Kühen) festgestellt wurde, findet auch in der freien Natur statt. Die Tiere vermehren sich nicht mehr, Weibchen werden nicht mehr trächtig.

    Ich beende an dieser Stelle mein Statement, obwohl ich noch viel dazu zu sagen hätte.
    Dennoch haben ich die bitte, scheut euch die Videos an. Auch in ganzer Länge.

    Der „saubere“ Windkraft-Genozid – Wie Mensch und Tier in den
    https://www.4shared.com/web/embed/file/9XXfgNMnfi

    Wahnsinn Windkraft (nur in D abrufbar) Exakt – die Story
    https://www.4shared.com/web/embed/file/NAU_HFuugm

    Exclusiv im Ersten – Der Kampf um die Windräder
    https://www.4shared.com/web/embed/file/cV9o4WiQgm

    Mobilfunk – Die Verschwiegene Gefahr (Dokumentation) [HD]
    https://www.4shared.com/web/embed/file/xH3-mAFvda

    Mobilfunkgeneration G5 erhögt Strahlenbelastun
    https://www.4shared.com/web/embed/file/JsijmzJffi

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  3. Vor allem die Windräder sind ein Wahnsinn. Unzählige Vogelarten werden durch die Windräder getötet. Es sind richtige Vogelschreddern. Außerdem sind sie eine Zumutung für die Menschen, die in ihrer Nachbarschaft leben.

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  4. Fledermäuse sind nachtaktiv. Sie orientieren sich analog einem Radar, mittels Ultraschall.
    Indem sie Laute ausstoßen und an Hand deren Reflexion Hindernisse erkennen und auch bei völliger Dunkelheit sicher umfliegen. Selbst engmaschige Netze können sie berührungsfrei durchfliegen.
    Das funktioniert aber nur, wenn sich das Hindernis nicht bewegt. Die Flügel eines rotierenden Windrades verändert aber ständig ihre Position. Sie sind nicht mehr an der Stelle, von wo die Fledermaus die reflektierten Schallwellen wahrgenommen hat. So dass die Fledermaus falsche Informationen zur Orientierung bekommt – und von den Rotorblättern erschlagen wird.
    Die Rotation von einem Windrad sieht zwar langsam aus,. Auf Grund seiner Größe bewegen sich die Enden der Rotorblätter aber mit 300km/h Eine so schnelle Positionsveränderung fallen auch Vögel zum Opfer, die das von Natur her nicht kennen und damit nicht richtig einschätzen können. (Es gibt nichts in der Natur das sich mit 200 km/h oder schneller bewegt.) Und so kommt es dann auch zu Unfällen mit Greifvögeln auf der Autobahn bzw. mit Flugzeugen im Landeanflug. Die Vögel können die Distanz nicht richtig einschätzen da diese sich zu schnell verändert.

    Das war auch Bestandteil meiner Pilotenausbildung – Unfälle mit Vögeln und deren Ursache.

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  5. Es ist nachvollziehbar, dass Fledermäuse so Opfer von rotierenden Windrädern werden, sie haben nicht die geringste Chance zu entkommen. Hätte ich nie gedacht, dass die Enden der Rotorblätter sich mit 300km/h bewegen. Welches Tier soll so eine Chance haben… Die meisten Tiere können Geschwindigkeiten nicht richtig einschätzen, man weiß das zum Beispiell auch von Katzen oder eventuell auch Hunden, dass sie unter ein Auto geraten. In ihrer Natur war das nicht vorgesehen.

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  6. Es sind nicht nur Windräder, es ist die gesamte LINKS/GRÜNE Öko-Politik, die mit dem Vorwand das Klima zu retten, unsere Umwelt in einem Maße zerstört, wie das beispiellos in der Geschichte der Menschheit ist.
    Die Aluminiumkonzentration ist real vorhanden. Wo kommt das Aluminium her, wenn nicht über Geoingeneuring? Und das soll keine Auswirkungen auf das Leben haben? Wozu gibt es Grenzwerte wenn die um den Faktor 10.000 überschritten werden, ohne dass davon Notiz genommen wird. Während man bei Stickoxyden oder CO2 . . .

    Warum wird das Klima zu retten in der Wertigkeit höher eingestuft als das Wohlergehen des Lebens allgemein auf dem Planeten.
    Ich hab das mal aus Mainstream-Medien zusammengestellt, das man mir nicht nachsagen kann, dass das verleumderisch, Verschwörungstheorien seien.

    Es hat nicht unmittelbar mit Tierschutz zu tun – letzten Endes aber doch – es zeigt wie pervers die sind.
    Alle Tiere abzuschaffen und die Menschen sich nicht mehr vermehren sollen um CO2 zu minimieren um das Klima zu retten.
    Alleine sich das auszudenken und gar auszurechen wie klimafeindlich eine Katze oder gar ein Baby sei – ist an Abartigkeit nicht zu Toppen.


    https://www.4shared.com/web/embed/file/9cG4uuOGee


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