Archiv für 30. Januar 2019

Der Verein „Soko Tierschutz“ wirft der Fleischbranche kriminelle Machenschaften und grobe Tierschutz-Verstöße vor   Leave a comment

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Unglaublich welche Verbrechen gegen Tiere, abgeschirmt vor der Öffentlichkeit, stattfinden und in welcher unvorstellbarer Anzahl. Und dann möchte Julia Klöckner die Tierrechts-Aktivisten, die das aufdecken auch noch kriminalisieren. Wenn die das nicht aufdecken würden, wäre niemand da, der das tun würde. Die Behörden ganz sicher nicht. Die greifen ja erst ein, wenn sie sich dazu gezwungen sehen. Wo bleiben die Veterinärämter? Die sehen anscheinend keine Unregelmäßigkeiten… Friedrich Mülln von Soko Tierschutz zeigte den Schlachthof direkt beim Ministerium an.

Aus fleischwirtschaft.de

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kuh-29529-detailpEine schwer verletzte „downer“ Kuh leidet über Nacht im Schlachthof Blohm bei Stendal. Das Tier wurde nach Angaben der Soko Tierschutz vor der versteckten Kamera mit Elektroschocks gequält und mit einem Gabelstapler umher geschleift.

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Der Verein „Soko Tierschutz“ wirft der Fleischbranche kriminelle Machenschaften und grobe Tierschutz-Verstöße vor. Der Landkreis Osnabrück schließt nach Video-Sichtung einen Schlachthof. Inzwischen ermittelt die Staatsanwaltschaft.

Die beschriebenen Zustände sind grausam: Tiere, die per Seilwinde in den Tod gezogen, per Gabelstapler umher geschleift, verprügelt oder mit Elektroschockern traktiert werden. Der Verein Soko Tierschutz hat diesen Umgang mit Schlachtkühen mit versteckter Kamera dokumentiert. Ein Betrieb liegt im niedersächsischen Bad Iburg. Der Betrieb ist nach Auffassung der Tierschützer nicht die Ausnahme, sondern stehe beispielhaft „für ein Netzwerk, das sich auf ‚downer‘-Tiere aus der Milchindustrie spezialisiert“ habe. Beteiligt seien nationale Tiertransportfirmen, Tierärzte und Landwirte.

Der Begriff „downer“ steht für festliegende Kühe. Ursache kann ein Kalzium- oder Phosphormangel sein. Um Notschlachtungen zu vermeiden, habe sich ein System entwickelt, das die Tiere quer durch Deutschland transportiere und nur zu Insidern bekannten Schlachthöfen bringe. Von dort gelange das Fleisch an einen polnischen Fleischkonzern, eine bayerische Fleischfirma und an Metzgereien der Umgebung, so die detaillierten Angaben des Vereins. Zwei Schlachthöfe und zahlreiche Viehhändler seien „enttarnt“. Es sollen mehrere Terrabyte an Beweismaterial vorliegen.

Der Verein hat Anzeige erstattet und die zuständigen Behörden in Niedersachen haben schnell reagiert. Den Mitarbeitern des Landkreises Osnabrück wurden die Bilder aus dem Schlachthof vorgespielt. „Die Aufnahmen hatten eine sehr hohe Glaubwürdigkeit. Deswegen haben wir den Betrieb umgehend geschlossen“, sagt Burkhard Riepenhoff, Pressesprecher des Landkreises. Die Staataanwaltschaft Oldenburg hat den Schlachtbetrieb, der per Verfügung erst einmal bis zum 23. Oktober geschlossen bleibt inzwischen durchsucht.

Auch ein zweiter Betrieb in sachsen-anhaltinischen Schönhausen (Landkreis Stendal) wurde von den Überwachungsbehörden geschlossen. Über diesen Fall berichtete das ARD-Nachrichtenmagazin „Fakt“ (Anmerkung: hier ist ein Video zu sehen). Nach Informationen der „Soko Tierschutz“ wurden die Ämter erst tätig, nachdem der Verein direkt Anzeige beim zuständigen Ministerium in Magdeburg erstattet hatte.

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Der Verein „Soko Tierschutz“ wirft der Fleischbranche kriminelle Machenschaften und grobe Tierschutz-Verstöße vor

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Gruß Hubert