Archiv für 15. Februar 2019

Veterinäramt Landshut verweigert Transport über 5000 Kilometer einer trächtigen Kuh   2 comments

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Es ist lobenswert, wenn das Veterinäramt von Landshut den Transport einer trächtigen Kuh in ein fernes Land verweigert hat.

Hier ein Auszug aus br.de

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Bild: © Animal Welfare Foundation

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Immer wieder werden Tiere Tausende Kilometer in Transportern durch Europa gekarrt. Oft unter unwürdigen Bedingungen. Obendrein warten – vor allem in einigen asiatischen Staaten – quälerische Schlachtungen auf sie. Das Fachmagazin „Amtstierärztlicher Dienst und Lebensmittelkontrolle“ spricht in einem Artikel davon, dass „dort sehr häufig Praktiken an der Tagesordnung sind, die den Tieren vor ihrem Tod erhebliche und länger anhaltende oder sich wiederholende Schmerzen und Leiden zufügen (Fesselung, Griff in die Augen etc.)“. Das will das Veterinäramt Landshut nicht weiter mittragen. Landrat Peter Dreier (FW) will diesen Viehtransporten endgültig einen Riegel vorschieben.

„Für mich ist es Tierquälerei, wenn Rinder aus unserer Region mehrere tausend Kilometer transportiert werden, um dann in Ländern geschlachtet zu werden, in denen es keinen Tierschutz gibt.“ Peter Dreier, Landrat des Landkreises Landshut

Trächtige Kuh sollte 5.000 Kilometer-Reise antreten

Auslöser ist ein aktueller Fall aus Mühldorf am Inn. Eine trächtige Kuh hätte rund 5.000 Kilometer weit nach Usbekistan transportiert werden sollen. Diesen Viehtransport des Zuchtverbands Mühldorf hat das Veterinäramt gestoppt. Das Veterinäramt will in Zukunft keinem dieser Transporte mehr zustimmen. Das heißt: Der Veterinär verweigert sein „Vorzeugnis“. Dieses ist notwendig, um Tiere vom Bauernhof überhaupt zum Viehhandelszentrum zuzulassen. Nur noch auf Anweisung des zuständigen Ministeriums werden in diesen Fällen Vorzeugnisse ausgestellt, heißt es aus dem Landratsamt. Damit spielt Dreier dem Umweltminister Thorsten Glauber (FW) die Verantwortung zu. Laut einem Landratsamt-Sprecher haben beide in dieser Sache bereits telefoniert.

„Der Bayerische Umweltminister Thorsten Glauber hat mir zugesichert, dass sich sein Haus um die Angelegenheit annehmen wird – ohne eine entsprechende ministerielle Weisung wird vom Veterinäramt Landshut keine Transportgenehmigung für diese Zwecke mehr geben.“ Peter Dreier, Landrat des Landkreises Landshut

Ein Sprecher des bayerischen Umweltministeriums erklärte, man arbeite an einer grundsätzlichen juristischen Prüfung des Sachverhalts. Diese dauere aber noch, den Fall könne man deshalb nicht bewerten.

„Tierschutz ist ein hohes Gut, das in Bayern Verfassungsrang genießt“, heißt es zudem in einem Statement des Ministeriums. Grundsätzlich seien die Transportunternehmen verpflichtet, auf der gesamten Route tierschutzkonforme Transportbedingungen sicherzustellen. „Die Genehmigung von Tiertransporten ist dabei stets eine Einzelfallentscheidung der zuständigen Kreisverwaltungsbehörde“, schreibt das Ministerium weiter.

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Veterinäramt Landshut verweigert Transport über 5000 Kilometer einer trächtigen Kuh

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Gruß Hubert