„Das eiskalte Geschäft mit der Milch“   9 comments

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Unbeschreibliches Tierleid.

Aus vol.at

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Für Tierfreunde sind diese Aufnahmen kaum zu ertragen: Der neue Dokumentarfilm des Vereins gegen Tierfabriken (VGT) zeigt, wie unerträglich die Zustände bei Tiertransporten in Österreich sind. Dass es sich bei den im Video gezeigten Tieren noch um Kälbchen handelt, macht die Sachen nur noch schlimmer.

Im Sommer und im Herbst 2014 dokumentierte der Verein Gegen Tierfabriken mit versteckten Kameras, Infrarot- und GPS-Geräten die Situation während Tiertransporten. Die Ergebnisse waren schockierend, denn sie zeigten zu lange Fahrtzeiten, nicht eingehaltene Ruhepausen sowie Gewalt bei der Be- und Entladung der Tiere.

Im Speziellen wurde der Transport österreichischer Kälber in den Süden verfolgt. Insgesamt wurden 2500 km nach Spanien in 90 Stunden zurückgelegt, die entsprechenden Gesetzesübertretungen wurden vom VGT angezeigt.

Allein aus Österreich werden laut Vereinsauskunft pro Jahr 80 000 Kälber zur Mast nach Südeuropa transportiert. Dabei handelt es sich zum großen Teil um männliche Kälber aus der Milchindustrie. Diese sind für die österreichischen Betriebe weniger gewinnbringend, da sie keine Milch geben und auch während der Mast nicht so viel Fleisch ansetzen, wie Kälber einer reinen Fleischrasse.

Der Dokumentarfilm greift die Idee auf, selber als Konsument zu handeln und durch die Reduktion des Konsums an Milch und Milchprodukten, dabei zu helfen die Anzahl an Tiertransporten in Zukunft zu reduzieren.

Petition für die Verbesserung von Tiertransportbedingungen

Neben der Bewusstseinsarbeit durch den Dokumentarfilm “Das eiskalte Geschäft mit der Milch”, möchte der VGT auch die Politik klar zum Handeln auffordern. Mit der Petition sollen möglichst viele Unterschriften gesammelt werden, um zu zeigen, dass die österreichische Bevölkerung kein Verständnis dafür hat, dass Tiere über lange Strecken quer durch Europa transportiert werden.

Der Verein Gegen Tierfabriken fordert daher:

  • Eine maximale Transportdauer von 8 Stunden für alle Tierarten.

  • Kein Transport von Säugetieren, die noch nicht von der Muttermilch entwöhnt sind.
  • Mehr Platz und Stroh in Langstreckentransportern, um ein permanentes Stehen der Tiere zu vermeiden.
  • Zurück zu Zweinutzungsrassen anstatt der Nutzung von „Turbo“- Hochleistungsrassen.
  • Gekühlte Fleisch- statt Lebendtiertransporte.
  • Förderung von pflanzlicher Milch statt der Förderung von Kuhmilch, um somit die Transporte zu verringern.

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„Das eiskalte Geschäft mit der Milch“

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Von proplanta.de

Tiere werden beim Schlachten nicht richtig betäubt

Kulmbach/Hamburg – Die Albert-Schweitzer-Stiftung fordert eine bessere Beachtung des Tierschutzes in Schlachtbetrieben.

Anlass ist ein Bericht der ARD-«Tagesthemen». Der Fleischforscher Klaus Tröger vom Kulmbacher Max-Rubner-Institut hatte in der Sendung am Montagabend berichtet, dass jährlich rund 500.000 Schweine und 200.000 Rinder nicht ordnungsgemäß betäubt werden. Die Tiere würden somit bei vollem Bewusstsein gesiedet und zerteilt, zitierte die Stiftung den Fleischforscher.

Laut Tröger haben die sogenannten Stecher in den Schlachthäusern nur etwa zwei Sekunden Zeit, um Schweinen die Schlagadern zu durchtrennen. Bei diesem Tempo verfehlten die Schlachter häufig große Blutgefäße oder übersähen einzelne Tiere. Dadurch werden nach Schätzungen des Experten rund eine halbe Million Schweine pro Jahr qualvoll und bei vollem Bewusstsein im heißen Wasserbad verbrüht. Genauso dramatisch ist nach Angaben Trögers die Lage bei Rindern. Der zur Betäubung vorgesehene Bolzenschuss verfehle häufig das Ziel.

Als Grund nannte die Albert-Schweitzer-Stiftung die Akkordlöhne in den Schlachthäusern. Der daraus resultierende Zeitdruck müsse zwangsläufig zu Fehlern führen, erklärte der Präsident der Stiftung, Wolfgang Schindler, am Dienstag in einer Mitteilung. Diese Form der Entlohnung müsse verboten werden. Sie sei größtenteils verantwortlich für unermessliches Tierleid. Deshalb müsse der Gesetzgeber dringend die entsprechenden Vorschriften ändern.

Genauso schlimm sei die Lage bei der Geflügelschlachtung. Hühner und Puten sollen theoretisch betäubt werden, indem ihre Köpfe durch ein elektrisches Wasserbad gezogen werden. «Doch viele Tiere bewegen sich in ihrer Panik sehr stark, wodurch sie nicht ausreichend betäubt werden und so bei Bewusstsein ihren Kehlschnitt und auch die weitere Zerteilung miterleben müssen», betonte Schindler. «Die gängigen Methoden sind nicht mit den Grundsätzen der Tierschutz- Schlachtverordnung vereinbar, nach denen Tiere so zu schlachten sind, dass nicht mehr als unvermeidbare Aufregung, Schmerzen, Leiden oder Schäden verursacht werden.» (dpa)

https://www.proplanta.de/Agrar-Nachrichten/Agrarpolitik/Tiere-werden-beim-Schlachten-nicht-richtig-betaeubt_article1270026291.html

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Gruß Hubert

 

9 Antworten zu “„Das eiskalte Geschäft mit der Milch“

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  1. Nur immerzu auf Leid hinweisen ändert nichts, und es besteht die Gefahr dass das abstumpft.
    Wer geht schon 10 Mal in den gleichen Film wenn der einem gar nicht gefallen hat, man meide dann diese Themen.

    Man muss dann konkret werden mit Autokennzeichen und Namen von Personen und Unternehmen . . .
    Und man muss Forderungen stellen was geändert werden soll – und das immerzu. – Zig-Tausendfach
    um Politiker zum Handeln zu nötigen.

    Seit Jahren schreibe ich als Alleinunterhalter dazu:
    Wenn man es mit dem Tierschutz ernst meint, müssten Lebendtiertransporte über 100 (einhundert) km verboten sein – und zugleich müssten diese als Sondertransport ausgewiesenen und nur in Begleitung eines Polizeiautos durchgeführt werden können. Um sicher zu stellen, dass der Transport ohne Verzögerung seinen Zielort erreicht.

    Auch bei Dir habe ich das geschrieben:
    https://hubwen.wordpress.com/2019/02/15/veterinaeramt-landshut-verweigert-transport-ueber-5000-kilometer-einer-traechtigen-kuh/#comment-2903

    Dass du mir da zustimmst ist ja schön, aber übernommen hast du die Forderung auch nicht.
    Und auch nicht Wolodja. Überhaupt niemand – Und so wird sich da auch kaum was ändern. Wer richtet sich schon nach mir?

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  2. Es geht ja nicht nur um die Lebendtiertransporte, das ist nur eine Grausamkeit bei Tieren von vielen.
    Du schreibst: „Man muss dann konkret werden mit Autokennzeichen und Namen von Personen und Unternehmen . . .“ Meinst du dann würden die Behörden und die Politik darauf reagieren?? Die ignorieren das einfach, wie Friedrich Mülln von SOKO Tierschutz schon oft feststellen musste. Da muss man sie schon gewaltig in die Enge treiben können, dass sie handeln müssen. Das geht leider viel zu wenig oft. Es fehlt beim Bewusstsein der breiten Masse, der das alles egal ist, Hauptsache das Schnitzel schmeckt. Die breite Masse könnte Druck machen, dass die Politik das gar nicht mehr ignorieren könnte. Das Beste ist aber kein Fleisch oder so wenig wie möglich zu essen. Dann nimmt man dem Ganzen die Grundlage, oder zumindest zum Großteil.

    Und hier noch ein Beispiel von SOKO Tierschutz für das NICHT-Reagieren der Behörden! Nach 5:45 Minuten im Video mitzuverfolgen.

    Milchviehbetrieb in Demker: Skandalöse Zustände – Teil 1/3 | stern TV (09.05.2018)

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  3. es hat keinen Zweck bei dir zu kommentiere – du wiedersprichst.
    solche Videos schaue nich mir prinzipiell nicht an weil ich nicht pervers bin.
    Ich brauche das nicht für meine Ethik.

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  4. Es ist klar, dass ich widerspreche, wenn ich grundverschiedene Ansichten habe. Auch bei dem was laut dir pervers sein soll habe ich eine grundlegend andere Ansicht. Auch bei der Ethik haben wir eine verschiedene Ethik. Pervers ist aber ganz sicher das was der Mensch mit Tieren macht.

    Das halte ich für pervers – das schrieb jemand auf Facebook

    Tieren werden in Drittländern die Sehnen durchgeschnitten, in die Augen gestochen, sie werden zum Schlachthof getreten etc. ….. Bauernverband kritisiert Transportstopp
    „Die Bauern haben für dieses Lavieren zu ihren Lasten keinerlei Verständnis“, betont Schwarz. Durch einen kompletten Stopp des Exportes würden den schleswig-holsteinischen Züchtern erhebliche Schäden entstehen.“

    Das folgende sehe ich als eine perverse Moral der Bauern in Schleswig-Holstein (aber es sind sicher nicht die einzigen).
    Aus kn-online.de

    …das zunächst von Rendsburg-Eckernförde verhängte Verbot der Ausfuhr von Rindern aus Schleswig-Holstein in 13 Staaten mit zweifelhaften Tierwohl-Standards greift ins Leere: Offenbar umgehen die Züchter den Ausfuhrstopp.

    Kiel. Statt über die gesperrte Sammelstelle in Dätgen gelangen die Tiere über den Umweg Niedersachsen in die umstrittenen Einfuhrstaaten. Für die Tiere ziehen sich die kräftezehrenden Transporte also noch länger hin als ohnehin schon.

    Dennoch sieht die genossenschaftliche Rinderzucht Schleswig-Holstein (RSH) weder ein Indiz für Tierquälerei noch eine illegale oder unmoralische Umgehung des Exportmoratoriums. „Rinder über Sammelstellen außerhalb des Landes zu exportieren, ist eine gängige und zulässige Praxis“, sagt RSH-Geschäftsführer Matthias Leisen.

    http://www.kn-online.de/Nachrichten/Wirtschaft/Tierquaelerei-Exportstopp-geht-nach-hinten-los?fbclid=IwAR222DqpP7xNJUhJOV28IvG7tSj6ALwB2GaptATEDMzX6DMHoqBKn8ad58M#Echobox=1550778429

    Nur der Mensch überall auf der gesamten Erde bringt unermesslich Leid über die Tiere. So viel kann man gar nicht aufzählen, mit vieviel Vorgehensweisen die Tiere brutalst gequält und getötet werden. Und dabei stellt er sich als das höchst entwickelste Lebewesen dar! Karsta Rößler – Facebook.

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  5. Ich kann nicht das Leid der Welt auf meinen Schultern tragen.
    Um etwas zu bewirken muss ich mich auf eine Sache konzentrieren und das mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln. In diesem Fall zu Lebendtiertransporte. Und dazu muss man konkrete Anhaltspunkte haben. (Wie eben Autonummer, Namen von Personen und Firmen . . .)

    Du bewirkst gar nichts so wie du vorgehst, und meine Aktivitäten sogar noch verunglimpfst.
    Ich Lehne eine weitere Kommunikation mit dir zum Thema einfach ab, im Interesse der Tiere.
    Perverse Videos einstellen und im Detail schildern – hilft keinem einzigen Tier. Und ich empfinde sie als pervers weil ich sensibel bin und Tiere liebe.

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  6. Ach so, du bist sehr sensibel und liebst Tiere. Ich erlaube mir daran zu zweifeln wie weit deine Tierliebe geht. Wegschauen ist pervers und nicht hinschauen. Wie soll denn jemand etwas wissen, wenn alle wegschauen würden? Selbst wegschauen und den Tieren die Grausamkeiten zumuten… Meine Intention ist Bewusstsein in Sachen Tierleid zu schaffen, wenngleich mir klar ist wie wenig das bei so vielen gleichgültigen und egoistischen Menschen bewirkt. Aber wenn es ein paar sind hat es sich schon gelohnt.
    Keine Kommunikation in Sachen Tiere mit dir geht auch für mich sehr gut. Ich würde sowieso keinen Kommentar von dir dazu mehr genehmigen. Meinst du es macht Spaß zu sehen was die Bestie Mensch den Tieren antut?

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  7. ES REICHT

    Ach so, du bist sehr sensibel und liebst Tiere. Ich erlaube mir daran zu zweifeln wie weit deine Tierliebe geht. Wegschauen ist pervers und nicht hinschauen.

    Hubert ich hätte das mit den Videos nie ewähnt wenn du meine Ansinnen mit den Tiertanspoten nicht runtergespiekt hättest – gar nicht erwähnt hast. Das ist ja ein zentrales Thema in deinem Beitrag.

    Wieso kannst du die Meinung eines anderen nicht akzeptueren ohne im gleich was Schkechtes zu unterstellen.

    Auf dieser Basis bin ich nicht bereit weite mit dir zu kommunizieren. Überlege es dir

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  8. Noch ein Hinweis bevor du antwortest worauf ich keinen Wert mehr lege.
    Ich habe geschrieben ICH schau mir diese Videos nicht an weil ich das nicht brauche um mich für den Tierschutz zu engagieren.
    Und was unterstellst du mir? Die sich diesen Scheiß nicht ansehen haben nichts mit Tierschutz im Sinn.

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  9. Ich habe ds mit den Tiertransporten nicht NICHT erwähnt, sondern gesagt, dass das nur EINE der vielen Grausamkeiten ist. Du hast ja NUR von dem geredet. Welche Ungeheuerlichkeiten sich in Schlachthöfen abspielen ist ja viel schlimmer. Oder Pelztiere, denen lebend der Pelz abgezogen wird. Oder in Bangladesh wo bei der Ledergewinnung den Kühen lebend die Haut abgezogen wird und noch lebend die Beine abgeschnitten werden. Wie sollte man das wissen, wenn man NIE etwas darüber liest, oder so brutal es ist, sich das auch mal vor Augen führt, indem man es sich EINMAL (!) anschaut. Darum ist das Ideal: go vegan.

    Ich frage mich WIE soll man wissen welche Grausamkeiten Tiere erleiden müssen, wie es in Schlachthöfen zugeht, wo ein hoher Prozentsatz der Tiere unbetäubt, weil fehlbeäubt, lebendig zerteilt wird, oder wo Schweine unbetäubt in 60 Grad heißem Wasser landen? Ich schaue mir das auch nur einmal an – und nicht wie du quasi unterstellst mehrmals, weil sich manche Tierschützer daran auch noch aufgeilen, wie du schon mal unterstellt hast. Spaß macht das gewiss nicht, nein, es macht eher depressiv und man muss sich als Tierschützer schützen, dass man sich diese Dinge nicht zu oft vor Augen führt. Laut Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner, dieser saudummen Tussi, sollen diese Aufdeckungen auch noch kriminalisiert werden.
    Ende dieses Tierleids wäre nur: go vegan.
    Ende des Dialogs.

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