Archiv für 7. März 2019

Tiere in Sachsen leiden immens durch grausame Totschlagfallen   Leave a comment

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Ich kann mich nur wundern wie Politiker solcher Folterwerkzeuge wie es Totschlagfallen sind heute noch genehmigen können. Totschlagfallen ist das falsche Wort für diese Folterinstrumente. Die Tiere sind ja ganz selten gleich tot. Manche leiden tagelang einen Todeskampf. Was sind Politiker was für Menschen, frage ich mich? Leider sind Jäger im Bundestag überrepräsentiert.

Aus wildbeimwild.com

PETA appelliert an Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft grausame Totschlagfallen zu verbieten.

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Bild: wildbeimwild.com

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Grausame Jagdmethode: Totschlagfallen sollen zwar sofort töten, tun dies aber häufig nicht. Viele Tiere sterben in diesen Fallen einen langsamen und qualvollen Tod. Zudem geraten auch immer wieder Tierarten, die dem Artenschutz unterliegen, in solchen Fallen. So war in Hessen in der Jagdstrecke 2016/2017 das geschützte Hermelin in der Fallenfangstatistik aufgeführt.

Die in zwölf Bundesländern noch legale Jagd mit Totschlagfallen ist nach Auffassung von PETA nicht mit dem Tierschutzgesetz vereinbar. In Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein-Westfalen und im Saarland sind Totschlagfallen bereits vollständig oder weitgehend verboten. Die eindeutige Mehrheit der Deutschen ist einer repräsentativen Umfrage zufolge nicht mehr länger bereit, die Jagd mit Schlagfallen zu akzeptieren. Obwohl das Ministerium betont, dass die Jagd mit Totschlagfallen in Sachsen Beschränkungen unterliegt, konnte auf Anfrage von PETA keine Angabe zur Anzahl der in diesen Fallen getöteten Tiere gemacht werden. Die Tierschutzorganisation appelliert an Staatsminister Thomas Schmidt, die grausamen Totschlagfallen in Sachsen zu verbieten.

Laut Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes ist es verboten, ein Tier ohne vernünftigen Grund zu töten oder ihm länger anhaltende Leiden zuzufügen. Bei der Jagd mit Totschlagfallen sind jedoch zahllose Tiere unsäglichem Leiden ausgesetzt, da diese Fallen häufig nicht sofort töten.

Es ist abscheulich, dass Totschlagfallen in den meisten Bundesländern noch immer erlaubt und gängige Praxis sind, um Tiere wie Füchse, Marder oder Waschbären zu töten. Wildtiere – darunter häufig geschützte Arten –, aber auch Hunde und Katzen geraten aufgrund von ausgelegten Ködern oder Lockstoffen oftmals mit den Pfoten oder ihrem Gesicht in die Falle und werden zerquetscht oder verstümmelt. Ihr Todeskampf kann sich über Tage hinziehen.


Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA

PETA drängt das Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft in Sachsen zu schnellem Handeln. In Deutschland sinkt die Akzeptanz für die Fallenjagd. Laut einer von PETA beauftragten forsa-Umfrage verurteilt die große Mehrheit diese tierquälerische Praxis. 70 Prozent sind für ein Verbot. Nur 19 Prozent der Bundesbürger sind demnach mit dem Einsatz dieser Fallen einverstanden.

Wissenschaftlichen Studien und Stellungnahmen renommierter Wildbiologen zufolge ist die Jagd prinzipiell unnötig und sogar kontraproduktiv. Hoher Jagddruck führt meist zu einer erhöhten Fortpflanzungsrate. Dennoch werden allein in Deutschland jährlich über fünf Millionen Wildtiere getötet.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.

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Tiere in Sachsen leiden immens durch grausame Totschlagfallen

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Gruß Hubert

Gehenkt – Kinski – Villon by SEID WAS IHR WOLLT   Leave a comment

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Die Ballade von den Galgenbrüdern /
Die Galgenballade, die Villon seinen Freunden zum Abschied gedichtet hat.

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Ihr Brüder seht, hier werden wir gehängt,
ist keiner da, der uns sein Mitleid schenkt?
Gott wird es euch vergelten mit dem Gold
der Ewigkeit, wenn ihr uns nicht mehr grollt.
Seht her, gleich baumeln wir, fünf Kameraden,
und wenn wir auch den Leib noch in der Sonne baden
konnten, den fetten Leib, genährt mit Fleisch und Weizenbrot;
bald frisst uns auf mit Haut und Haar der Tod.
Verspottet nicht dies elende Geschick,
Gott wird uns bald in Jesu Namen
erlösen von dem Galgenstrick,
von allem Übel. Amen!

Wir hängen dann für die Gerechtigkeit
und dass ihr unsre Brüder seid, verzeiht! Verzeiht!
Nicht jeder auf der Welt hat kaltes Blut,
nicht jedem tut dies faule Leben gut.
Seht, wie der Tod uns an den Kragen fährt,
seht, wie sein Griff uns schon am Halse schwärt.
Seid nicht erbost auf unsre Sünden.
Verspottet nicht dies elende Geschick,
Gott wird uns bald in Jesu Namen
erlösen von dem Galgenstrick,
von allem Übel. Amen!

Man hat uns unsere Köpfe uns blank rasiert,
seht doch wie uns in der Sonne bitter friert,
Habt doch ein bisschen Mitleid auch mit unsern Sünden
Verspottet nicht dies elende Geschick,
Gott wird uns bald in Jesu Namen
erlösen von dem Galgenstrick,
von allem Übel…
Lasst uns hier nur ruhig schweben
am langen Strick. Wir haben sowieso von diesem Hundeleben
den Hals bis oben voll gehabt.
Wir haben nie, wie ihr, in einem weissen Bett gelegen,
wir lagen Nacht für Nacht im schwarzen Regen,
vom Wind zerfressen und vom Wurm zerschabt.
So viele Sommerjahre haben wir den Magen
mit Erde nur und Laub uns vollgeschlagen,
da wurde auch die Liebe kalt und alt.
Aus unseren abgewürgten Hälsen manchmal pfeifen
die bösen Träume noch und wollen nicht begreifen,
dass auch die runde Welt ein Ende hat.

Warum soll uns am Ende gar der Teufel holen?
Wir haben keinem Armen was vom Brot gestohlen,
ihr Brüder, denkt an eure eignen Missetaten,
die wird man nicht so leicht mit Bibelsprüchen los.
Es fällt sehr bald ein Schnee auf eure Haare,
dann liegt ihr auch auf einer schwarzen Bahre
so klein und hässlich wie im Mutterschoss.

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Gehenkt – Kinski – Villon by SEID WAS IHR WOLLT

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Gruß Hubert

Veröffentlicht 7. März 2019 von hubert wenzl in Lyrik, Uncategorized

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