Vgt.at – Illegale Kälber-Transporte nach Spanien   3 comments

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Zum folgenden Artikel sage ich nur:

Egoistisch, Brutal, Empathielos,
Ausbeuter der Tierwelt: ALLES ist zum „benutzen“. Es geht nur um maximalen Profit. Tierqual ist der Politik und der Fleischmafia egal. Zum Teil gibt es auch noch sadistische Arbeiter in den Schlachthäusern. Kontrollen kommen nur alle „heilige Zeiten“ vor – und dann nicht mit den nötigen Konsequenzen.

Tierqual mit System.

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Behördenskandal: Kälbertransporte

VEREIN GEGEN TIERFABRIKEN dokumentiert illegale Transporte nach Spanien. Behörden, Amtstierärzt_innen und Transportunternehmen übertreten systematisch geltendes Recht.

Gerade einmal wenige Wochen alt sind die Kälber aus der Milchwirtschaft, wenn sie aus ganz Österreich zusammengesammelt und in Bergheim, Salzburg, auf große Langstreckentransporter verladen werden. Auf den behördlich abgestempelten Transportdokumenten sind 18,9 Stunden angegeben, was bei maximal erlauben 19 Stunden äußerst knapp bemessen ist. Als Ruheort nach 9 Stunden ist die Stadt Savona in der Transportplanung eingetragen – jedoch ohne genaue Adresse.

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Hautnah: Tierschützer_innen verfolgen Kälbertransport
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Zu lange Fahrt – mangelhafte Versorgung

Insgesamt über 22 Stunden war zum Beispiel ein Transporter von Bergheim bis Vic in Spanien unterwegs. Mitarbeiter_innen des VGT dokumentierten die gesamte Fahrt. Dabei fällt auf: der angegebene Versorgungsstopp in Savona, Italien, wird einfach ignoriert. Kurze Zeit nach der Autobahnabfahrt hält der LKW für eine Stunde an der Autobahn. Von einer Einhaltung der gesetzlichen Versorgungs- und Tränkpflicht für die ausschließlich milchtrinkenden Kälber ist nicht auszugehen – denn die automatischen Wasser-Tränken des LKW sind für nicht entwöhnte Tiere nicht geeignet.

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karte800

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Vielschichtige Kritik

VGT Kampagnenleiter Tobias Giesinger, der selbst an der Dokumentation teilnahm: Wir sind erschüttert über die Zustände während des Transports. Nicht nur wird die ohnehin schon unglaublich lange, gesetzlich gedeckte Transportzeit von 19 Stunden überschritten, nicht einmal die Mindestversorgung der Kälber wird bereitgestellt. Diese Tiere sind im Säuglingsalter!

Auch die zuständigen Behörden werden sich erklären müssen. Giesinger weiter: Es hätten dem zuständigen Amtstierarzt oder der Amtstierärztin mehrere Ungereimtheiten auffallen müssen. Erstens ist es nicht möglich, nicht entwöhnte Tiere auf den Transporten zu versorgen, weswegen sie spätestens nach 9 Stunden entladen werden müssten. Der Amtstierarzt, oder die Amtstierärztin muss also davon ausgehen, dass sich am angegebenen Ruheort eine offizielle Kontrollstelle befindet, da Tiere nur dort abgeladen werden dürfen. Eine Adresse, um dies zu überprüfen, gibt es nicht. Eine Stunde Pause hätte außerdem nie ausgereicht, die Kälber abzuladen, einzeln zu tränken und wieder aufzuladen. Zweitens ist selbst die reine Fahrtzeit nur mit ständiger Geschwindigkeitsüberschreitung für den LKW zu schaffen – die Plausibilitätsprüfung hätte das eindeutig ergeben müssen. Diese Transporte hätten also gar nicht erst bewilligt werden dürfen.

Anzeigen erstattet – Veränderungen gefordert

Der VGT erstattet wegen allen dokumentierten Übertretungen Anzeige. Gleichzeitig wird gefordert, dass zumindest die bestehenden Gesetze eingehalten werden, sodass es gar nicht erst zu derart groben und vermutlich äußerst häufigen Übertretungen kommen kann – mehrere dem VGT vorliegende Transportpapiere legen dies nahe. Es ist sogar zu vermuten, dass Amtstierärzt_innen und Behörden die Dokumente der Transportunternehmen seit Jahren trotz offensichtlicher unrealistischer Angaben unterfertigen und damit wissentlich zum Leid der Tiere beitragen. Ohne diese gesetzlichen Grauzonen wären die Transporte wohl nicht möglich. Behörden, Amtstierärzt_innen und Transportunternehmen übertreten hier systematisch geltendes Recht.

Unsere Petition zur Verbesserung von Tiertransporten zählt bereits weit über 100.000 Unterschriften aus ganz Österreich. Die Politik muss den Wunsch der Bevölkerung endlich ernst nehmen und diese Transporte sofort unterbinden. Aber auch jeder und jede Einzelne kann etwas beitragen, indem der eigene Konsum überdacht wird und deutlich weniger Milch und Milchprodukte gekauft werden. Denn diese Kälber wurden nur geboren, damit ihre Mütter Milch geben. Sie sind die Verlierer der Milchindustrie.

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Vgt.at – Illegale Kälber-Transporte nach Spanien

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Gruß Hubert

3 Antworten zu “Vgt.at – Illegale Kälber-Transporte nach Spanien

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  1. Forderungen die man mitgehen kann, die aber über den Rahmen “Lebendtiertransporte“ hinausgehen. (Und damit unrealistischer scheinen dies umzusetzen)
    Eine max. Transportdauer von 8 Stunden halte ich für zu lange.

    Wobei ich Petitionen skeptisch gegenüberstehe.
    Entscheidend ist letzten Endes die Effizienz eines Protestes.
    Und ebenso ist es eine Binsenweisheit, je friedfertiger ein Potest ist, umso wirkungsloser ist der auch. Man muss die, die dafür verantwortlich sind schon direkt ansprechen, attackieren, damit konfrontieren.
    Damit meine ich die die in den Parlamenten sitzen und meine Interessen vertreten sollen.
    Bis hin zu persönlichen Konsequenzen diese Bagage nicht wieder zu wählen.
    Einmal anders zu wählen als gewohnt, aber richtig anders – dort wo es denen weh tut. Und nicht aus Protest, statt CDU mal FDP zu wählen. Selbst die LINKE hat mit Tierschutz nichts im Sinn. Nicht mal mit Demokratie.

    Gefällt 2 Personen

  2. Illegale Kälbertransporte: jetzt hagelt es Anzeigen.
    VGT bringt Anzeige wegen Amtsmissbrauchs und Tierquälerei gegen Veterinäramt und zuständigen Amtstierarzt der Stadt Salzburg ein.

    Die Kälbertransporte von Bergheim nach Spanien sorgen für Wirbel. In Interviews äußerte sich der zuständige Amtstierarzt mit fragwürdigen Aussagen zu den gesetzlichen Rahmenbedingungen der Transporte. [s. ORF Report vom 26.3., Minute 45:38]
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    VIDEO
    https://tvthek.orf.at/profile/Report/11523134/Report/14008614/Umstrittene-Tiertransporte/14469965
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    https://vgt.at/presse/news/2019/news20190329mn.php?fbclid=IwAR10sxIcFXW4mONloQHow3zhjm0zUSY3c0LBWzEi8_DtMPdCJycHO4Ulruc

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