Archiv für 5. April 2019

Brandenburg bewilligt tierschutzwidrige Bogenjagd   Leave a comment

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Unglaublich was das brandenburgische Umweltministerium genehmigt. Damit darf wieder mit Pfeil und Bogen auf Wildtiere geschossen werden. Spinnen die vollkommen?? Man kann sich leicht vorstellen welche Schmerzen da Tiere haben und wie sie an einer nicht tödlichen Stelle getroffen werden und manchmal erst nach Stunden oder Tagen elendiglich zugrunde gehen. Wenn man manche Dinge heute sieht, dann muss man sich schon fragen ob es wieder zurück ins Mittelalter geht, zurück in die Barbarei.

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Aus wildbeimwild.com

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Obwohl die Bogenjagd auf Tiere in Deutschland seit 1976 verboten ist, plant das brandenburgische Umweltministerium eine entsprechende Ausnahmegenehmigung. Damit soll die Bogenjagd auf Wildtiere in Stahnsdorf und Kleinmachnow bis vorerst Januar 2020 gestattet werden. PETA befürchtet, dass mit dem Pilotprojekt ein Präzedenzfall geschaffen werden soll, um die archaische Bogenjagd wieder in Deutschland zu legalisieren. Die Auswertung von rund zwei Dutzend Studien aus den USA, wo die Jagd mit Pfeil und Bogen vielfach erlaubt ist, zeigt, dass diese Jagdmethode oft zu erheblichem Tierleid führt. Demnach werden 54 % der Tiere nicht sofort getötet. Oft gelingt den verwundeten Tieren die Flucht, was zu einem tagelangen Todeskampf führen kann. Die Tierschutzorganisation fordert das Umweltministerium auf, die Genehmigung zur Bogenjagd zurückzuziehen und betont, dass die Bogenjagd mit großer Wahrscheinlichkeit zu Verstössen gegen § 17 Absatz 2b des Tierschutzgesetzes führen würde. Demnach dürfen keinem Tier erhebliche, länger anhaltende Schmerzen zugefügt werden.

Die Durchführung einer Bogenjagd wäre ein Rückfall ins Mittelalter. Tiere mit Pfeil und Bogen zu jagen, mag vielleicht ein besonderer ´Kick´ für einige Hobbyjäger sein. Da die Jagdmethode jedoch ausserordentlich grausam ist, darf sie in einer aufgeklärten Gesellschaft keinen Einzug finden.


Nadja Michler, Fachreferentin für Wildtiere bei PETA

In einer weiteren Studie dokumentierten Wissenschaftler der Universität Oklahoma bei einer Bogenjagd auf 22 Weisswedelhirsche, dass 50 Prozent der Tiere lediglich angeschossen wurden und (zunächst) nicht auffindbar waren. Selbst wenn in Betracht gezogen wird, dass Wildschweine andere Fluchtdistanzen/-verhalten als Rehwild an den Tag legen, ist angesichts der Sachlage von einer untragbar hohen Verwundungsrate auszugehen. Der Schweizer Tierschutz (STS) resümiert in seiner strikt ablehnenden Haltung: „Der Schuss mit Pfeilen verzeiht nicht die geringste Zielungenauigkeit und führt oft zu Durchschüssen ohne garantierte Tötungswirkung.

Umgewühlte Gärten sind nach PETAs Auffassung ohnehin kein ausreichender Grund, Tötungen zu legitimieren, insbesondere da auch mildere Mittel wie Vergrämungsmethoden zur Verfügung stehen. Die Jagd ist grundsätzlich ungeeignet, Wildtierpopulationen dauerhaft zu regulieren. Im Gegenteil, die Jäger greifen massiv in die Natur ein und unterbinden die Wirkung natürlicher Regulationsmechanismen wie Nahrungsverfügbarkeit, Klima und Krankheiten. Gerade in Bezug auf Wildschweine besagen wissenschaftliche Erkenntnisse, dass die Zerstörung der Sozialstrukturen durch die Jagd letztlich einen Anstieg der Wildschweinpopulationen bedingt. Aus einer Studie geht hervor, dass die Geschlechtsreife weiblicher Wildschweine in bejagten Wildschweinpopulationen früher eintritt und die Geburtenrate steigt. PETA appelliert an den brandenburgischen Umweltminister Jörg Vogelsänger, die vorliegenden wissenschaftlichen Fakten anzuerkennen, anstatt eine Jagdmethode, die längst wissenschaftlich als Tierquälerei beschrieben ist, erneut auf den Prüfstand zu stellen.

PETAs Motto lautet: Tiere sind nicht dazu da, dass wir an ihnen experimentieren, sie essen, sie anziehen, sie uns unterhalten oder wir sie in irgendeiner anderen Form ausbeuten.

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Brandenburg bewilligt tierschutzwidrige Bogenjagd

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Gruß Hubert

 

Eine wichtige Info für alle Taubenhasser! Das müsst ihr über Stadttauben und das Fütterungsverbot wissen!   Leave a comment

Ja, man muss immer alles wissen, zurück zu den Anfängen gehen und Ursachenforschung betreiben. Dann sollte man erst mitreden.
Rebloggt von guteskarmatogoblog.wordpress.com

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VIDEO
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Gutes Karma to go ®

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Veröffentlicht 5. April 2019 von hubert wenzl in Tierrechte, Tierschutz, Uncategorized

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Schlachtbetrieb im Kreis Stade stillgelegt   Leave a comment

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Gut, wenn dieser Schlachtbetrieb geschlossen wurde. Unglaublich welche schweren Verstöße gegen den Tierschutz vorkommen.

Aus kreiszeitung-wochenblatt.de

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  • Symbolfoto: Auf dem Transport zum Schlachthof und vom Lkw in den Schlachthof solken kranke Rinder unter Schmerzen mit einer Seilwinde gezogen worden sein. Foto: adobe_stock_ledmark31 – hochgeladen von Tom Kreib

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Ein Schlachtbetrieb im Landkreis Stade ist am Mittwoch geschlossen worden. Der Landkreis Stade hat wegen schwerer Verstöße gegen das Tierschutzrecht angeordnet, dass dort bis auf Weiteres nicht mehr geschlachtet werden darf. Aufgedeckt wurde der mutmaßliche Skandal von der „Soko Tierschutz“, die das Landwirtschaftsministerium in Hannover am Mittwoch über die Missstände informiert hatte. Im Fokus der Ermittler steht aber auch das Veterinäramt des Landkreises Stade selbst sowie einige Landwirte aus der Region, die ihre Rinder zum Schlachten in den Betrieb transportiert haben. Dieser Tierschutzskandal reiht sich in eine Reihe mit vergleichbaren Fällen in den vergangenen Monaten ein.

Das sind die bislang bekannten Fakten: Um 11.22 Uhr traf am Mittwoch im Stader Kreishaus eine Mail aus dem Ministerium ein. Landwirte hätten kranke und nicht transportfähige Rinder mit Seilwinden auf Fahrzeuge gezerrt. Auch im Schlachtbetrieb sollen die Tiere mit Seilwinden von den Lkws auf den Hof gezogen worden sein. Die Tiere seien nicht transportfähig gewesen. In mehreren Fällen sollen den Tieren dabei erhebliche Schmerzen zugefügt worden sein, steht in einer Pressemitteilung von Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU).
Landkreis-Mitarbeiter sind sofort zu dem Schlachthof gefahren und haben laut Kreisdezernentin Nicole Streitz den Betrieb um 12 Uhr stillgelegt. Der Landkreis stehe in engem Kontakt zum Ministerium, so Streitz, und werde die Ermittlungen unterstützen. Wer die von einer Anzeige betroffenen Landwirte seien, wisse sie noch nicht. Nach Informationen des Landkreises sind bislang keine Namen, sondern nur die GPS-Daten der Höfe genannt worden.

Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft Oldenburg geführt, die in Niedersachsen federführend für Verstöße gegen das Tierschutzrecht und für Landwirtschaftsstrafsachen verantwortlich ist. Deren Sprecher, Staatsanwalt Thorsten Stein, bestätigt dem WOCHENBLATT, dass zwei Anzeigen vorliegen. Zum einen von der „Soko Tierschutz“, zum anderen vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium. Bislang würden nur Fotos von den mutmaßlichen Vergehen vorliegen. Allein die Anzeige der Tierschützer umfasse mit drei Seiten. Ministerin Otte-Kinast kündigt an: „Wenn die Vorwürfe stimmen, wäre das Verhalten des Personals nicht zu akzeptieren und müsste Konsequenzen haben.

Davon, dass die Vorwürfe stimmen, ist Friedrich Mülln überzeugt. Er ist Sprecher der „Soko Tierschutz.“ „Wir haben belastbares Material“, sagt er dem WOCHENBLATT. Dem Ministerium seien am Mittwoch Fotos zur Verfügung gestellt worden, die die Missstände deutlich belegen. Eine Festplatte mit umfangreichen Dokumenten werde im Laufe des Donnerstags übergeben. Mülln bestätigt auch, dass Anzeigen gegen den Schlachthof, einzelne Landwirte und gegen das Stader Veterinäramt ergangen sind. Gegen das Amt, weil es die groben Verstöße und die Tierquälerei längst selbst hätte bemerken und einschreiten müssen. Die Tierschutzorganisation ist durch einen anonymen Hinweis auf den Betrieb aufmerksam geworden und hatte daraufhin verdeckt recherchiert und die Verstöße dokumentiert.

Friedrich Mülln vergleicht die Vorgänge im Landkreis Stade mit denen in Bad Iburg. Auch dort hatte die „Soko Tierschutz“ vor einigen Wochen gravierende Verstöße gegen den Tierschutz festgestellt und der Schlachthof wurde daraufhin stillgelegt. Beide Schlachthöfe hätten eine ähnliche Größe, so Mülln. Obwohl es sich um kleinere Betriebe handele, was die Mitarbeiterzahl betreffe, werde das Fleisch weit über die Region hinaus vermarktet. „Das ist nicht der nette Fleischer des Vertrauens vor Ort“, sagt Mülln. Hinter diesen kleinen Schlachtereien stecke „enorm viel Finanzpower“.
Skeptisch ist der „Soko Tierschutz“-Sprecher, was die vollständige Aufarbeitung der umfangreichen Dokumentationen durch die Behörden betrifft. Das Material aus Bad Iburg sei noch immer nicht vollständig ausgewertet worden. „Wir brauchen dafür ein paar Tage!“, sagt Mülln.

Das WOCHENBLATT hat bei der Schlachterei im Kreis Stade angerufen und um eine Stellungnahme gebeten. Ein Mitarbeiter, der seinen Namen am Telefon nicht nannte, wollte dazu nichts sagen. Man wisse von nichts, so seine Aussage.

(Anmerkung: ja ja, man wisse von nichts… ist ja nichts Neues).

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Schlachtbetrieb im Kreis Stade stillgelegt

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Gruß Hubert