„Die grausame Tiertransportpraxis ist angezählt!“   Leave a comment

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Es tut sich langsam etwas bei den grausamen Tiertransporten – wenigstens in Drittländer, wenn es auch erst ein zaghafter Anfang ist. Es ist verbrecherisch wie mit sog. „Nutztieren“ in der Tierhaltung, bei den Tiertransporten und in den Schlachthöfen umgegangen wird. Das ist eindeutig schlimmer als der Holocaust – und der war schlimm genug. Mehr als traurig, dass das für die „Masse“ kein Thema ist. Dazu sind zu viele zu gleichgültig, zu egoistisch und nicht ganz wenige sind einfach zu dumm um die Problematik verstehen zu können. Ihnen fehlt das Sensorium sich in andere hineinversetzen zu können, vor allem wenn es die eigene Spezies überschreitet. Der Speziesismus ist ein weit verbreitetes Übel. Von christlicher Seite kommt noch der Anthropozentrismus dazu. Sie sagen auch die göttliche Schöpfungsordnung sehe vor, dass wir Tiere zu unserem Nutzen benützen und sie essen dürfen. Wer von diesen Leuten hat denn mit Gott gesprochen, dass sie das wissen?

Aus Tierrechte.de

Die quälenden Bilder von Rindern, die Tausende von Kilometern weit transportiert werden, um in Nahost oder gar Asien unter katastrophalen Bedingungen geschlachtet zu werden, sind seit Jahrzehnten bekannt – dennoch passiert seit Jahren nichts. Im Februar führte ein Aufsatz in einem Fachmagazin plötzlich dazu, dass mehrere Bundesländer einen vorläufigen Exportstopp verhängten. Auch das EU-Parlament ist der Meinung, dass es so nicht weitergehen kann.

Was weder politische Initiativen, noch massive Proteste und millionenfach unterzeichnete Petitionen erreichen konnten, bewirkte Anfang des Jahres ein Artikel im Amtstierärztlichen Dienst, dem Fachorgan des Bundesverbands verbeamteter Tierärzte (BbT). Darin warfen der Tierschutzjurist Dr. Christoph Maisack und der Tierarzt Dr. Alexander Rabitsch die Frage auf, ob ein Amtstierarzt Beihilfe zum Straftatbestand der Tierquälerei leiste, wenn er einen Tiertransport in ein Land genehmigt, in dem grausame Schlachtpraktiken die Regel sind. Mit dieser Einschätzung sind die beiden nicht allein. Dies bestätigt auch der Mannheimer Strafrechtsprofessor Jens Bülte. Im Jahr 2015 stellte der Europäische Gerichtshof fest, dass der Tierschutz nicht an den Außengrenzen der EU ende (1). Die Tierschutzbestimmungen müssen danach auch außerhalb der EU eingehalten werden. Daraufhin verhängten Bayern, Schleswig-Holstein, Hessen und zuletzt Thüringen einen vorläufigen Exportstopp.

 

Tiertransporte: Bundesländer für strengere Regeln

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Anfang März forderten sechs Länderminister aus Schleswig-Holstein, Berlin, Hamburg, Sachsen-Anhalt, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern Landwirtschaftsministerin Klöckner auf, die rechtliche Lage zu klären, insbesondere für den Fall, dass nach der Entladung der Tiere die hiesigen Tierschutzanforderungen nicht eingehalten werden. Klöckner kritisierte die Exportstopps der Länder als überstürzt. Die Länder hielten dem entgegen, dass sie schon auf der Agrarministerkonferenz vor einem Jahr um eine rechtliche Klärung gebeten und strengere Regeln für Tiertransporte eingefordert hätten. Im Juni 2018 hatten sich auch FDP und Grüne dafür eingesetzt, für bessere Kontrollen zu sorgen, beziehungsweise Transporte in Drittländer zu stoppen. Passiert ist seitdem: Nichts!

 

Züchter klagen gegen Exportstopp

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Die Reaktion der Rinderzüchter auf den Exportstopp ließ nicht lange auf sich warten. Zunächst umgingen sie ihn, indem sie auf Sammelstellen in anderen Bundesländern, vor allem Niedersachsen, auswichen. Am 27. Februar erreichten sie eine einstweilige Anordnung. Die Papiere für einen Transport nach Niedersachsen dürfen danach nicht verweigert werden. Der Kreis Steinburg legte Beschwerde gegen den Beschluss ein.

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Tiertransporte in Drittländer verbieten

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Auch wenn die aktuellen Exportstopps in Deutschland nicht aufrechterhalten werden, ist die grausame Tiertransportpraxis angezählt. Es ist niemandem mehr zu vermitteln, warum man vier Millionen Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen jährlich auf eine lange Reise in den Tod schickt, obwohl man ebenso gut Fleisch transportieren könnte. Der Auftrag für Ministerin Klöckner ist unmissverständlich: Statt Rinderzüchter zu unterstützen, die teils bewusst für den Export züchten, müssen die Forderungen der EU, der Bundesländer und nicht zuletzt von Millionen Bürgern umgesetzt werden: Es muss endlich Schluss sein mit wiedersinnigen und qualvollen Tiertransporten. Der organisierte Tierschutz und die Zivilgesellschaft müssen die Durchsetzung der EU-Entschließung jetzt kraftvoll unterstützen. Die Agrarministerkonferenzen Mitte April in Landau und Ende September in Mainz bieten die richtige Plattform.

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„Die grausame Tiertransportpraxis ist angezählt!“

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Gruß Hubert

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