Archiv für 24. April 2019

Herzzerreißendes VIDEO: Mutter rennt ihrem gestohlenen Kälbchen hinterher   Leave a comment

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Facebook.com/SAFEnewzealand

Genau wie wir Menschen lieben Kühe ihre Babys und tun deshalb alles, um sie zu beschützen. Wie verzweifelt und hilflos muss diese Mutterkuh gewesen sein, als sie dem Auto hinterher ran, in dem ihre Babys abtransportiert wurden?

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Das Video ist im Link am Ende zu sehen.

 

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Was passiert mit den Kälbchen?

Nach Angaben der neuseeländischen Organisation SAFE hat das herzzerreißende Video ein Augenzeuge geschickt. Es ist unklar, wohin die Kälbchen in dem Fall transportiert werden. Fakt ist aber, dass Kälber als ein „Nebenprodukt“ der Milchindustrie gelten. Sie werden nur wenige Tage nach der Geburt ihren Müttern entrissen, damit Menschen ihre Milch trinken können. Nach der traumatischen Trennung rufen die Mütter noch tagelang nach ihren Babys.

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Weibliche Kälber

Die weiblichen Kälber erwartet das gleiche Schicksal, wie ihre Mütter. Sie werden jedes Jahr künstlich besamt, ihre Babys werden ihnen weggenommen und sie müssen ununterbrochen Milch geben. Sobald die Milchleistung nachlässt, werden sie geschlachtet. Und das meist mit nur 6 Jahren. Kühe können durchaus bis zu 20 Jahre alt werden.

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Kurzes Gif-Video

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Männliche Kälber

Die männlichen Nachkommen der sogenannten Milchkühe werden zur „Produktion“ von Kalbfleisch verwendet. Sie werden bis zur 8. Lebenswoche ohne Mutter in kleine Boxen oder Kälberiglus gesperrt. Sie bekommen statt Milch billigen Milchersatz. Krankheiten und frühzeitiger Tod sind keine Seltenheit. Etwa 22 Wochen nach ihrer Geburt werden die Tiere, die zu diesem Zeitpunkt praktisch noch Kinder sind, getötet.

Kühe haben Gefühle

In dem Video ist deutlich zu sehen, wie sehr die Mutter ihre Babys liebt. Viele Kühe sind anhängliche Tiere von tief greifender Loyalität gegenüber ihren Familien und menschlichen Gefährten. Kühe können durch ihre Körperhaltung und ihre Stimmlaute eine ganze Palette an Emotionen ausdrücken. Einschließlich Zufriedenheit, Interesse, Wut und Leid. Diese sanften Riesen trauern, wenn jemand gestorben ist, den sie liebten. Sie können sogar Tränen über dessen Tod vergießen.

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Herzzerreißendes VIDEO: Mutter rennt ihrem gestohlenen Kälbchen hinterher

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Gruß Hubert

 

Wenn die Welt entspannt atmet   7 comments

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So eine Gesellschaft nenne ich auch krank.

Aus Facebook von Thomas V. Weiss

Wenn die Welt entspannt atmet

Als vor einigen Tagen die Kirche Notre Dame de Paris brannte, brachten die meisten Zeitungen seitenweise Sonderberichterstattung. Plakative und peinliche Titel wie „Die Welt hält den Atem an“ waren in fett gedruckter Großschrift zu lesen. Passiert war am Ende zum Glück nicht allzu viel. Es gab keine Todesopfer und nach kurzer Zeit wurde so viel Geld gespendet, dass einer schnellen Restaurierung wohl nichts im Wege steht. Für den Hochzuchtkonsumenten steht – sofern er sich der Konditionierung brav hingegeben hat – eines fest: Der Brand der Kathedrale war ein unglaublich schlimmes Ereignis. Warum sonst hätte die Welt „den Atem angehalten“?

Am Ostersonntag brannte es dann erneut. Nicht in Notre Dame, sondern in einer riesigen Schweinemastanlage in Sachsen-Anhalt. Die Anlage fasst bis zu 70.000 Tiere. Bei dem Brand, dessen Ursache nicht bekannt ist, kamen ca. 2.000 Ferkel ums Leben. Sie verbrannten einfach – hilflos und qualvoll.

Die Zeitungen berichteten darüber – wenn überhaupt – nur in kleiner angelegten Artikeln. Keine Sonderberichterstattung, keine Worte der Trauer und keine Welt, die den Atem anhält. Kein Wunder, handelt es sich doch dabei nur um Sachschaden, den ein Unternehmen erlitten hat. Man wird alles mit der Versicherung klären und der verdammte Betrieb wird weiter laufen. Für die unvorstellbaren Qualen der intelligenten und munteren Tiere haben die Medien keine betrauernden Worte bei der Hand. Es wird sachlich, kalt und deskriptiv berichterstattet.

Solange jedoch ein Bauwerk – und sei es noch so bedeutungsvoll – betrauert wird und die Federn der Medienhäuser zum Glühen bringt, während der unvorstellbar grausame Tod von 2.000 Tieren – die aus Profitgier heraus auf engstem Raum gehalten werden – nur als nüchtern geschilderte Randnotiz erscheint, nenne ich die Gesellschaft krank und die Medienwelt verlogen, suggestiv und inkompetent. Dies sind meine Gedanken zu diesem Thema, die Gedanken eines großen Kunstfreundes, der aber offenbar noch fähig ist, Mitgefühl zu leben und den Verstand einzusetzen anstatt sich einer perversen Irrationalität hinzugeben.

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Gruß Hubert