Archiv für 4. Mai 2019

Gottes unwerte Geschöpfe? – Religionen und Tierschutz   Leave a comment

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Ich habe mir schon oft gedacht warum nur zum Teufel (nicht um Gottes Willen) haben Religionen nichts übrig für Tiere. Sie werden abgewertet bis in die tiefste und grausigste Niederung. Man hält sie für dämonisch, teuflisch, triebgesteuert.

Hier eine Abhandlung dazu von fellbeisser.net

Auszug.

Von der ersten großen Kränkung der Menschheit

Wie kommt es, dass Tiere als Mitgeschöpfe so gnadenlos eliminiert worden sind aus unserer Wirklichkeit (unverbindlich kurzlebige Freizeitwelten mit ihren dekorativen Schmuseeinheiten ausgenommen)? Immerhin berichten doch fast alle Religionen der Welt von Schöpfungsmythen, bei denen der Mensch erst nach dem Tier, erst durch das Tier, aus dessen Schoß er hervorkriecht, auf die Welt kommt. In der Bibel heißt es beispielsweise, dass Tiere, anders als Menschen, vollendet erschaffen worden sind, um Seite an Seite mit dem tonangebenden Ebenbild Gottes, dem Menschen, die Erde zu bevölkern. Diese Gleichwertigkeit, die die hebräische Bibel und deren Talmud-Kommentare in nicht ermüden wollender Beharrlichkeit vorträgt, war vermutlich – von Sigmund Freud erahnt – die erste große Kränkung der Menschheit. Zugleich war dies die Geburtsstunde des Reflexes, sich als Mensch fortwährend selbst zum Übermenschen, zum Herrscher über Leben jund Tod einsetzen zu müssen. Der Mensch verbannte die Tiere, denen er eben noch – im Auftrag seines Schöpfers – Namen gegeben hatte; er stufte sie zurück, ließ sie zu Schattenexistenzen werden, zu Arbeitssklaven, zu beliebig manipulierbaren genetischen Clustern, die s zu entziffern und neu zusammenzusetzen gilt. Aus Tieren mit Namen wurde schließlich Biomaterial, für dem Schicksal ausgeliefert, als Neugeborenes an seinem Ende in die Fleischfabrik hineingeschoben zu werden, um ein Leben später auf der anderen Seite als Rindsbratwurst wieder herauszukommen.

[…]

Warum die Frage nach der Stellung der Tiere in den Religionen wichtig ist

Hier geht es keineswegs nur um die Frage des betäubungslosen Schlachtens, die ohnehin nicht konsequent genug gestellt worden ist. Auch in der öffentlichen Diskussion wurde, haarscharf an den Missständen bei konventionellen Schlachtungen vorbeischlitternd, vor der grundsätzlichen Frage der ethischen Vertretbarkeit von massenhaften Tiertötungen die Bremse gezogen. Hier geht es vielmehr um Folgendes: Die Religionen mit ihrem universalen Anspruch, ethische und moralische Standards zu definieren, müssen sich Fragen nach den Tieren gefallen lassen. Dazu gehört etwa die Frage der Vereinbarkeit religiöser Werte mit

– der Praxis der Nutztierhaltung,
– der Fleischproduktion,
– der Ausmerzung von Tierindividuen und Tierarten,
– der Nutzung von Tieren bei Sport- und Wettgeschäften,
– der Selektion von Tieren bei der Jagd.

Es geht um die Mitverantwortung der betroffenen Berufsgruppen und um die Ökonomisierung tierärztlichen Handelns (wer heute einen Tierarzt für sein krankes Huhn sucht, begreift, welche Folgen die Einführung – und stillschweigende Duldung – der Keulung als neuer „Behandlungsmethode“ für das tierärztliche Know-how hatte). Es geht darum, einmal kritisch nachzufragen, wie es denn bei jenen steht, die von der Heiligkeit des Lebens reden. Sind sie bereit, das Lebensrecht des individuellen Tieres zu verteidigen, egal ob es sich um einen „wertvollen“ Papageien oder um ein „wertloses“ Stück Geflügel handelt?

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Was bedeutet das im wirklichen Leben? Gilt es nicht, endlich dieser kollektiven Schwindsucht, diesem Mangel an Ehrlichkeit ins Gesicht zu sehen? Wir alle dulden stillschweigend, dass hinter der tierfreundlichen Fassade unserer Gesellschaft die Parallelwelten der Fleischfabriken, der industriell organisierten Schlacht- und Produktionskombinate liegen. Hier sind wir. Dort ist die Hölle. Um unseres Seelenfriedens willen wenden wir den Blick ab, verschließen die Augen.
Dabei haben die Religionen und allen noch viel zu sagen, sobald sie sich der Radikalität ihrer Erkenntnisse, dem Mut und der Voraussicht ihrer Propheten und Gelehrten stellen.

[…]

Die Frage des Schlachtens

Das jüdische Schlachten ohne Betäubung, die Schechita, ist eine auf biblische uellen zurückgehende Methode des Tötens von Tieren, die nach der Halacha, dem jüdischen Religionsgestz, als zum Verzehr erlaubt bezeichnet werden. In der schriftlichen Tora, den Fünf Büchern Mose und der mündlichen Tora sind Gebote des schonenden Umgangs mit und des schonenden Tötens von Tieren enthalten, welche die Grundlage des jüdischen Tierschutz- und Tierrechtes sind, wie es im Verbot zum Ausdruck kommt, Tieren Leiden zuzufügen (Tza `ar baalei chajim). Hinsichtlich der Ausführung dieses Gebotes sowie der Festlegung eines handwerklichen Regelwerks des Schächtens gilt die Aussage: „Du sollst von deinem Großvieh und Kleinvieh schlachten, so wie ich dir befohlen habe“ (Deuteronomium 12:21). Ziel des jüdischen Tierschutz- und Tierrechtsgebotes ist es gerade nicht, dem Menschen das Töten von Tieren zu erleichtern, sondern im Gegenteil, durch eine Vielzahl von Reglementierungen das Töten, Schlachten, Jagen und Verzehren von Tieren einzudämmen, und dem Tier zugleich das Sterben zu erleichtern, wenn es denn vom Menschen als fleischliche Nahrung bestimmt wird.
Dreh- und Angelpunkt der jüdischen Schechita (ebenso wie der muslimischen Halal-Schlachtung) ist die Frage, wie ein Tier getötet werden kann, damit sein Fleisch nicht „Aas“ und somit unverzehrbar wird. Als deutlichstes Zeichen der Unversehrtheit und Lebendigkeit eines Tieres galt von alters her die Bewusstseinsklarheit. Eine Betäubung war in früheren Zeiten nur zu erlangen durch die Zerstörung von Gewebestrukturen und war somit aus jüdischer Sicht abzulehnen. Durch die Entwicklung neuer Verfahren wie der Elektrokurzzeitbetäubung, die vor oder nach dem Schächtschnitt vorgenommen werden kann, ist eine reversible Bewusstseinstrübung möglich, die das Tier kurzfristig ohnmächtig werden lässt, seine Lebendigkeit jedoch nicht beeinträchtigt.
Die Frage, ob eine Veränderung der Methoden des betäubungslosen Schlachtens mit dem Religionsgesetz vereinbar ist, gehört zu den großen Kontroversen, die nur durch einen Paradigmenwandel lösbar sind. Erst wenn wieder das individuelle Tier im Mittelpunkt steht, das auf die schonendste Weise geschlachtet werden soll, so wie es in den Schriften gefordert wird, wird es möglich sein, die verhärtete Verteidigungsposition zu verlassen und tierschutzgerechte Verbesserungen wie die reversible Elektrokurzbetäubung vor dem Schächtschnitt oder innerhalb eines Zeitfensters von fünf Sekunden danach zuzulassen.
Auf dem Wege dahin ist es wichtig an die ursprünglich vegetarische Kultur des Judentums zu erinnern. Daran nämlich, dass im ersten Schöpfungsbericht eine vegetarische Welt beschrieben worden ist und erst nach der Sintflut der Verzehr von Fleisch erlaubt wurde.
Die jüdische Forderung, die Heiligkeit allen Lebens und aller Lebewesen anzuerkennen, kann als ein jedweder handwerklichen Durchführung übergeordnetes Gebot gelten; zudem fordert sie eine Rückbesinnung auf die Erkenntnisse der jüdischen Tierschutz- und Tierrechtsgebote auch im Fall des Schächtens. Angesichts des industriell organisierten massenhaften Schlachtens von Tieren ist es zwingend notwendig, die Bestimmungen des jüdischen Religionsgesetzes, der Halacha, bzgl. der Rechte der Tiere auf Leben in körperlicher und seelischer Unversehrtheit sowie auf optimale Schonung im Falle des Schlachtens zu erfüllen. Diese sind unverzichtbar Teil der Unantastbarkeit und Heiligkeit des Lebens aller Lebewesen und somit die wichtigste spirituelle Botschaft des Judentums gerade in heutiger Zeit.

Haben Tiere eine Seele?

Während der Jude Jesus vegetarisch und tierfreundlich war, erklärten später die christlichen Kirchen die Tiere zu Antichristen, zu teuflischen Geschöpfen, zu Kumpanen Satans und der Hexen. In Umkehr der Tierfreundlichkeit der Fünf Bücher Mose behaupten sie, die Tiere seien von Gott ausschließlich zur Ausbeutung und zum Nutzen des Menschen geschaffen worden.
Kommen die Tiere in das Himmelreich? Fragen die Christen. Ihre Kirchen verneinen dies immer noch. Für Juden lautet die Antwort sehr überzeugend: Aber sie sind doch schon drin. Tiere als beseelte Lebewesen gelten in der jüdischen Reinkarnationslehre als eine Art postmortales Auffangbecken für die Seelen von Menschen. Auch deswegen ist die Frage des korrekten Schlachtens von so großer spiritueller Bedeutung. Fragen der Freisetzung der Seelen hinein in einen anderen Körper eröffnen nicht nur für das tiergerechte Schlachten überraschende Perspektiven.
Genau diese Beseeltheit der Tiere wird im Christentum und auch im Islam geleugnet. Zwar werden Muslime in Hadith-Sammlungen zur Freundlichkeit Tieren gegenüber ermahnt, da die Schönheit der Tiere Beweis für das Schöpfergenie von Allah sei. Doch hinsichtlich der Bewertung von Tieren stützen sich Muslime wie Christen auf die Hierarchie der Geschöpfe: Demnach folgt auf die unterste Stufe (Welt der Mineralien), das Königreich der Pflanzen, dann das der Tiere, und schließlich der Mensch. Der Mensch besitzt einen Körper, der der materiellen Welt angehört. Seine Seele ist Teil des spirituellen und immateriellen Bereiches und es ist das Ziel der Seele des Menschen, zu Gott zu gelangen und erlöst zu werden, oder wenigstens Engelstatus zu erhalten. Die Tiere gelten hingegen als seelenlos und können im Christentum nicht erlöst werden oder des Ewigen Lebens teilhaftig sein. Da Tiere gemäß dieser Vorstellung keine Seele haben, sind sie außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der Kirchen. Auch diese Position, mithin der Ausschluss der „seelenlosen“ Tiere von der Heilswelt, wird vom Islam geteilt.
Auch in anderen Bereichen finden sich Parallelen zwischen Christentum und Islam. Im Judentum etwa ist die Jagd verboten, da sie hier den Tatbestand der Tierquälerei erfüllt. Das Fleisch gejagter Tiere ist nicht koscher, denn es gilt als „gerissen“ und mit als Aas. Islam und Christentum hingegen befürworten die Jagd auch als Methode Tiere zu töten und deren Fleisch zu gewinnen.
Gerade die Leugnung der Beseeltheit der Tiere hat sie im christlichen Abendland und in vielen muslimischen Ländern jahrhundertelang im wahrsten Sinne des Wortes zu Freiwild gemacht, und erst nachdem René Descates´ Theorien der seelenlosen Automaten die Vivisektion zu einem Massenphänomen werden ließen, regte sich angesichts der erdrückenden Evidenz des Leidens der Tiere Widerstand.
Es waren ausgerechnet zwei pietistische Pfarre aus Schwaben, die Zweifel an der Unbeseeltheit der Tiere anmeldeten und zu Gründern der deutschen Tierschutzbewegung wurden: Albert Knapp, Pietist, Pfarrer und Liederdichter und Christian Adam Dann, evangelischer Pfarrer. Letzterer richtete im Jahr 1821 nach dem Anblick eines von Gewehrkugeln durchsiebten Storches einen Appell an die Welt: „Bitte der armen Thiere, der unvernünftigen Geschöpfe, an ihre vernünftigen Mitgeschöpfe und Herrn, die Menschen.“
Später dann trat als Ausnahmeerscheinung Albert Schweitzer mit seiner Ethik der „Ehrfurcht vor dem Leben“ auf. Überraschenderweise wird der Christ Albert Schweitzer seither gerade von der Fraktion der atheistischen und religionsverachtenden Tierschützer vereinnahmt, die sich über dessen christliche Wurzeln offenbar nicht im Klaren sind oder aber die falschen Schlüsse daraus ziehen.
Die Frage: „Kommen Tiere in das Himmelreich“ werden die beiden o.g. schwäbischen Tierschützern vermutlich verneint haben, ebenso wie wahrscheinlich die Ausnahmegestalt des Katholizismus, Franz von Assisi. Zwar wurde dieser auch wegen seiner begnadeten spirituellen Fähigkeiten „mit den Tieren zu reden“ heilig gesprochen, doch sein Einsatz für den weltlichen Schutz der Tiere steht weiterhin im Schatten und wird allenfalls in anekdotischer Form und als Nebensache dokumentiert. „Alle Gebilde der Schöpfung“, erläutert Franz von Assisi, „sind Kinder eines Vaters und daher des Menschen Brüder. Gott wünscht, dass wir den Tieren beistehen, wenn sie der Hilfe bedürfen. Ein jedes Wesen in der Bedrängnis hat gleiches Recht auf Schutz“. Diese als „Magna Charta der Tiere“ bezeichnete Weisung des Franz von Assisi wartet noch immer auf ihre Umsetzung.
Die Zaghaftigkeit des christlichen Tierschutzes beruht auch auf der künstlich erzeugten Konkurrenzsituation zwischen Mensch und Tier. Das Gegeneinander-Ausspielen von Tierschutz und Menschenliebe ist ein Kennzeichen der kirchlichen Haltung bis auf den heutigen Tag. Dem Tier Zuwendung und Sorge schenken, ist nach Meinung vieler Kirchenoberen gleichbedeutend damit, dem Menschen, womöglich den Kindern, Zuwendung und Sorge zu entziehen.

Das negative Tierbild der Kirchen wirkt noch immer

Zum religiösen Brauchtum gehört es immer noch, Tiere durch Ortschaften zu treiben, zu schlagen, zu quälen und schließlich zu töten.
Die Katholische Kirche hat bis auf den heutigen Tag ihr negatives Tierbild nicht überwunden. Es wird mit gewissen Stellen im Neuen Testament in Verbindung gebracht, die das Tier als teuflisch, als Inkarnation des Bösen, als dämonischen Versucher und Verführer erscheinen lässt. Die Grausamkeiten, zu denen diese Haltung ermutigte und Tiere millionenfach zum Opfer von Aberglauben, Wut, okkulten Todesritualen werden ließ, sind noch immer Bestandteil des so genannten kulturellen Erbes des Abendlandes, wozu Tierkämpfe ebenso wie die Jagd zählen.
Die Kirchen haben sich hier jahrhundertelang und trotz ihrer Lehre der Gottesebenbildlichkeit des Menschen zu Komplizen von Täterpersönlichkeiten gemacht, deren Perversionen noch immer – und wie es scheint in wachsendem Maß – zum alltäglichen Umgang mit Tieren gehören. Tiere werden hier zu Opfern und ihr Opferstatus wird mit kirchlichen Ritualen (wie beispielsweise den Hubertusmessen) legitimiert. Dass auch der Umgang mit den Nutztieren in den von den christlichen Religionen beeinflussten Ländern zu exzessiver Ausbeutung geführt hat, steht in dieser Tradition der Tierverachtung. Dabei wurde das grundlegende Tierbild auch dadurch nicht verändert, dass die katholische Volksfrömmigkeit auch Elemente der Sorge enthält, die sich besonders im bäuerlichen Umfeld, z.B. mit den Segnungen des Viehs, den Leonhardi-Ritten oder den für Tiere zuständigen Heiligengestalten zeigt.
Auch der Katechismus der Katholischen Kirche aus dem Jahr 1997 setzt die traditionelle Tierverachtung und Tierfeindschaft fort. Obwohl die Diktion nun auch (gemeinsam mit dem Rat der Evangelischen Kirche Deutschlands) den Grundsatz der „Fürsorge und Verantwortung“ für die Natur enthält und damit die traditionelle Herrschaft des Menschen über die Natur ergänzt, ist das Gewaltverhältnis zwischen Mensch und Tier festgeschrieben worden. Bis auf wenige Ausnahmen, etwa die fortschrittliche Tierschutzerklärung der Nordelbischen Kirche, gilt für die Haltung der christlichen Kirchen weiterhin das vom Kirchenkritiker Carl Anders Skriver im Jahr 1967 geprägte Wort des „Verrats der Kirchen an den Tieren“. Verrat bezieht sich hier auf das Phänomen, dass die Gründergestalt des Christentums, der Jude Jesus, als Vegetarier und Kritiker des Schlachtens der Tiere gilt, diese Tradition jedoch jahrhundertelang systematisch verleugnet und entstellt worden ist.

Innerhalb der Kirchen haben sich allerdings in den letzten Jahren Tierschutzbewegungen entwickelt, z.B. Aktion Kirche und Tierschutz (AKUT), die sich für eine Veränderung des traditionellen Tierbildes der Kirchen einsetzen und den Tierschutz zu einem zentralen Anliegen des Christentums erklären.

Die Gottesebenbildlichkeit ist eine geniale Metapher zur Erklärung der menschlichen Natur. Dass der Blick des Menschen in den Spiegel zunehmend das zerstörte Antlitz der Erde zeigt, und nicht mehr das verlorene Paradies, dass Gottes vollkommene Geschöpfe (s.o.) heute milliardenfach als Biomaterial missbraucht werden und keinen Namen tragen dürfen, all dies zeigt den Endpunkt einer Entwicklung, an denen gerade die Religionen durch Förderung, Komplizenschaft, stillschweigende Duldung und Wegsehen einen maßgeblichen Anteil haben.

Werden die Enkel Abrahams die Kraft haben, in das zerstörte Antlitz der Erde zu blicken, das nicht länger übersehen werden kann? Es war ja gerade diese Leichtigkeit der Ausbeutung von Tieren, die die Menschheit an den Punkt geführt hat, an dem sie erkennen muss, dass ihre Lebensgrundlage, der Planet Erde, sich als Folge der immensen Eingriffe in einer Weise verändert, die Zweifel daran aufkommen lassen, dass es noch eine Zukunft gibt. Es ist an der Zeit, an den biblischen Vegetarismus zu erinnern und an die keineswegs utopischen Visionen des Propheten Jesaja über den Frieden zwischen allen Arten.