„Die Regel ist, dass bei Tiertransporten innerhalb und außerhalb der EU die Tiere furchtbar leiden!“   2 comments

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Von Stefan Bernhard Eck

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„Die Regel ist, dass bei Tiertransporten innerhalb und außerhalb der EU die Tiere furchtbar leiden!“

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Am 11.07.2018 fand im Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments eine Diskussion über eine Petition zum Thema Lebendtiertransporte statt. Der EU-Abgeordnete Stefan B. Eck kritisierte in seiner hochemotionalen Rede, dass der Untersuchungsausschuss für Tiertransporte abgelehnt wurde, weil anscheinend die Kommission und verschiedene Parlamentarier des EU-Parlaments verhindern wollen, dass die Wahrheit aufgedeckt wird.

MdEP Eck bezeichnete es als weiteren Skandal, dass Kommissar Vytenis Andriukaitis in einem Schreiben einige Tage zuvor behauptete, dass Tiertransporte – auch über die EU-Grenzen hinaus – fast zu 100% in Übereinstimmung mit den europäischen Regelungen erfolgen. Der EU-Abgeordnete fragte an, wieviel Stunden Filmmaterial er dem Kommissar denn vorlegen müsse, damit eingesehen würde, dass dies eben nicht der Fall wäre.

Es sei eine Schande für die Kommission und das EU-Parlament, dass das furchtbare Leiden der Tiere beim Tiertransport nach all den Jahren immer noch hingenommen würde.

Stefan Eck berichtete auch über sein Gespräch mit der Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner am Vortag, bei dem er angefragt hatte, ob man auf einen nationalen Alleingang von Deutschland hoffen könne. Die Antwort ihrerseits wäre jedoch gewesen, dass es keine Möglichkeiten aufgrund des „freien Warenverkehrs“ und aufgrund „der internationalen Handelsgesetze“ gäbe, Tiertransporte in Drittstaaten zu beenden.

Er bezeichnete es als einen Skandal, dass Tiere, also fühlende Lebewesen, im 21. Jahrhundert immer noch wie eine Ware und leblose Produktionseinheiten behandelt werden.

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https://www.facebook.com/watch/?v=2188857081142220

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Tierschutz hat keinen Stellenwert in der EU

MdEP Stefan Eck: „Die europäische Politik trägt insgesamt die größte Mitschuld an der miserablen Behandlung der Tiere!“

Am 14.02.2019, nur wenige Stunden vor der Abstimmung zum Bericht über Lebendtiertransporte, fand eine Debatte zum Schutz von Tieren beim Transport inner- und außerhalb der EU statt.

Der EU-Abgeordnete Eck hob in seiner kurzen Rede hervor, dass die EU-Verordnung 1/2005 in vielen Mitgliedstaaten nicht konsequent eingehalten würde und dass die Beweise seit Jahren dafür auf dem Tisch liegen, allerdings die Kommission nicht reagieren würde, sondern diese die Rechtsbrüche sogar herunterspiele.

Er richtete seine Worte an den anwesenden Kommissar und fragte ihn, warum er sich blind und taub stelle, wenn es um Tiere ginge und warum die Kommission den Artikel 13 des Vertrags von Lissabon missachte.

MdEP Eck hielt der Kommission vor, am Gängelband der Agrarverbände zu gehen, da die Interessen der Landwirtschaft generell höher bewertet würden als konsequenter Tierschutz.

Stefan Eck fasste zusammen, dass die europäische Politik insgesamt die größte Mitschuld an der miserablen Behandlung der Tiere trage.

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https://www.facebook.com/watch/?v=313266072878562

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Gruß Hubert

2 Antworten zu “„Die Regel ist, dass bei Tiertransporten innerhalb und außerhalb der EU die Tiere furchtbar leiden!“

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  1. Am 14.02.2019, nur wenige Stunden vor der Abstimmung zum Bericht über Lebendtiertransporte, fand eine Debatte zum Schutz von Tieren beim Transport inner- und außerhalb der EU statt.

    Mit welchem Ergebnis verlief die Abstimmung?

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  2. Ich zweifle nicht im leisesten daran, dass die Abstimmung ganz bestimmt nicht im Interesse der Tiere fiel, sondern im Interesse der Agrarlobby. Ansonsten müsste sich ja etwas ändern, geändert haben. Sonst würde Stefan Eck ja nicht sagen, dass die EU bzw. die europäische Politik insgesamt die größte Mitschuld trage. Im Video hört man ja auch, dass das eine einzige Anklage an die EU und ihr Nicht-Handeln im Sinne des Tierschutzes ist.

    „Stefan Eck fasste zusammen, dass die europäische Politik insgesamt die größte Mitschuld an der miserablen Behandlung der Tiere trage.“

    Das betrifft zwar den 23. Jänner 2019 und den Agrarausschuss des Europäischen Parlaments wo über den Tiertransport-Bericht abgestimmt wurde, wo gesagt wird:
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    Entsetzen über das Abstimmungs-Verhalten der EVP zum Tiertransport-Bericht (EVP = europäische Volksparteien)

    „Das Abstimmungsverhalten der Mitglieder der Europäischen Volkspartei im heutigen Agrarausschuss macht mich fassungslos. Gegen einen Bericht zu stimmen, der einzig und allein die Einhaltung der EU-Tiertransportregelungen fordert, zeigt, wessen Interessen die EVP-Abgeordneten vertreten. Anstatt sich gegen Tierleid einzusetzen, unterstützen sie die Agenda der Fleischindustrie.“

    Ich denke, dass das Abstimmungerhalten ziemlich dem vom Jänner 2019 entsprach, wie denn sollte es kaum einen Monat später auch anders sein…
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    http://www.tomwaitz.eu/entsetzen-ueber-das-abstimmungs-verhalten-der-evp-zum-tiertransport-bericht/

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