Archiv für 7. Mai 2019

Malträtierte Tiere und Antibiotika in der Massentierhaltung   Leave a comment

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Von Stefan Bernhard Eck MEP

Vor 10 Jahren reichten noch drei Antibiotika um eine Lungenentzündung innerhalb weniger Tage zu kurieren und heute sterben in unseren Krankenhäusern massenhaft alte Leute an Pneumoniabakterien weil nichts mehr hilft.

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„Ich erwarte von der Kommission, dass sie jetzt handelt, sonst handeln die Tierrechtler!“

Am 04.10.2018 fand im Plenum des Europäischen Parlaments in Straßburg eine Aussprache unter dem Titel „Tierschutz, Einsatz von Antibiotika und die Auswirkungen der industriellen Masthähnchenzucht auf die Umwelt“ statt.

Der EU-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck ging in seiner Rede auf die riesigen Mengen Antibiotika ein, die in der Hühnermast eingesetzt werden. Weiter sprach er über die malträtierten Tiere in den nur auf den Profit ausgerichteten Fleischfabriken, deren Haltungsbedingungen erbärmlich seien.

MdEP Eck sprach die Kontaminierung des Trinkwassers und der Böden an und kritisierte, dass die Kommission mit ihrer Politik die Hühnerbarone hofiere und damit das Grab für zukünftige Generationen.

Video im Link:

Malträtierte Tiere und Antibiotika in der Massentierhaltung

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Stefan Bernhard Eck MEP an die Kommission: „Belügen Sie uns nicht weiter!“

„Die Kommission ist nicht die Lösung des Problems, sondern sie ist das Problem selbst… das sind nämlich Schreibtischtäter und Erfüllungsgehilfen der Exporteure, der Fleischmafia und dieser Tierausbeuter und Tierquäler, die das zulassen!“

Am 06.09.2018 fand im Europäischen Parlament eine Konferenz zum Thema Lebendtiertransporte statt, die von der Fraktion Greens/EFA ausgerichtet wurde. Nach den Ausführungen der Vertreterin der EU-Kommission hielt MdEP Stefan Bernhard Eck eine Brandrede, über die man noch einige Zeit reden wird.

Er forderte wütend die Vertreterin der Kommission auf, die Menschen nicht weit
er zu belügen und schloss seine Rede mit einer „Kriegserklärung“ an die Kommission, die europäischen Landwirtschaftsminister und die Tiertransporteure.

„All diejenigen, die daran beteiligt sind, sollten sich warm anziehen, denn bald werden andere Saiten aufgezogen!“

MdEP Stefan Eck nach der Sitzung: „Die Zeit des Verhandelns ist endgültig vorbei! Wir werden diese legalisierte Tierquälerei nicht länger hinnehmen, und ich pflege meine Versprechen zu halten!“

Video auf Facebook

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Gruß Hubert

Über Moral und Scheinheiligkeit   1 comment

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Dem Beitrag von fellbeisser.net habe ich nichts hinzuzufügen.

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Bildquellenangabe: Steffi Pelz / pixelio.de

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Nach jeder Fernseh-Reportage und jedem Zeitungsbericht über schockierende Missstände in der Massentierhaltung ist ein Aufschrei der Empörung zu vernehmen. Unsere tierlieben Mitbürgerinnen und Mitbürger empfinden plötzlich tiefes Mitleid mit der geschundenen Kreatur, denn sie haben wieder einmal einen kurzen Blick hinter die Mauern der Tier-KZs werfen können. In solchen Augenblicken regt sich bei vielen das schlechte Gewissen, weil ihnen bewusst wird, dass die Tiere zu Produktionseinheiten und zur Massenware degradiert und dementsprechend behandelt werden. So mancher Zeitgenosse grübelt dann darüber nach, was mittlerweile Bild-Zeitung, Spiegel und das Magazin „Emma“ in regelmäßigen Abständen anklingen lassen: Vielleicht empfinden Tiere ihr physisches und psychisches Leid ähnlich wie wir, vielleicht ist das Seelenleben der Tiere komplexer als bislang angenommen!

Die Gefühlsaufwallung der meisten „Tierfreunde“ ist jedoch – objektiv betrachtet – entweder nur gespieltes Mitleid und daher scheinheilig, oder es handelt sich schlicht um eine psychopathische Auffälligkeit. Denn die Konsumentinnen und Konsumenten wissen doch wirklich, unter welchen Bedingungen ihre Steaks, Grillwürste und Frühstückseier „produziert“ wurden.

In der Massentierhaltung ist lebenslanges Leiden für die sogenannten Nutz-Tiere die Regel. Am Ende der ihnen zugestandenen kurzen Lebensspanne werden sie abgeschlachtet. Diesem gewaltsamen Tod gehen oft noch Stunden qualvoller Todesahnung und Panik voraus, wie man aus entsprechenden Berichten weiß.

Ohne die schockierenden Bilder und Berichterstattungen stellt sich für kaum einen Fleisch, Käse und Eier essenden Menschen die Frage nach der ethischen Vertretbarkeit des Mega-Mordes an Bruder Tier für eine kurze Gaumenfreude. Auf Mitleid wartet man vergebens!

Wie Brecht formulierte, kommt zuerst das Fressen und dann die Moral, obwohl im Zeitalter der totalen Information die Frage der Moral eigentlich vor dem Fraß stehen sollte. Fressen und Un-Moral sind inzwischen ein und dasselbe geworden, denn niemand kann mehr behaupten, er habe von alledem nichts gewusst – von dem Grauen, das sich in unserem Unrechtssystem Tag und Nacht in Tierfabriken und Schlachthöfen abspielt.

„Niemand“, so steht es in § 1 des deutschen Tierschutzgesetzes, „darf einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen.“ Unbestreitbar dürfte aber sein, dass der gewaltsame und vorzeitige Tod den maximalen Schaden für das betreffende Tier darstellt. Als „vernünftiger Grund“ muss der anschließende Fleischverzehr herhalten.

Ob es wirklich „vernünftig“ ist, Jahr für Jahr zig Millionen Tiere umzubringen, damit ihre Leichenteile später auf dem Teller landen, wird in der „Fleisch-fressenden Zivilisation“ – weil ein Tabuthema – nicht hinterfragt. Es ist ein unantastbarer Glaubensgrundsatz in unserer „Fraßkultur“, dass Fleischessen dazugehört, was vom christlichen Dogma noch zusätzlich legitimiert wird: Tiere haben dem Menschen als Nahrung zu dienen! Der Verzehr von Fleisch war schon immer mehr Kult als Kultur – angeblich gottgewollt. Und überdies verweist man auf die Tradition, der Mensch habe ja schon immer Fleisch gegessen, als ob Tradition ein Garant für Wahrheit und Gerechtigkeit sei. Nach dieser einfachen Formel wäre es – hätte Hitler den II. Weltkrieg gewonnen – heute wahrscheinlich Tradition, so schockierend es auch klingen mag, unsere jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, Sinti, Roma, Homosexuelle und politische Gegner in die Gaskammern zu schicken.

Einen evolutionären Zwang oder eine biologische Notwendigkeit, Fleisch zu essen, gibt es nicht. Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht – das haben viele Studien belegt – braucht der Mensch kein Fleisch. Damit steht es heute jedermann frei, sich für eine wohlschmeckende und gesunde vegetarisch/vegane Ernährungsweise zu entscheiden. Es wäre eine zivilisatorische Weiterentwicklung für unsere Spezies, wenn sich Moral und Mitleid auf dem Teller widerspiegeln würden.

Wer tatsächlich Mitleid mit den Tieren hat, der isst sie nicht. Und wer Tiere isst, dem tun sie nicht leid.

Die vielen angeblichen Tierschützerinnen und Tierschützer, die vom Fleisch nicht lassen können, sollten darüber einmal selbstkritisch nachdenken.

Bevor ich Sie mit Ihren Gedanken wieder allein lasse, mein Schluss-Akkord, der in Anlehnung an einen Aphorismus von Arthur Schopenhauer entstand:

Das Leben schreit nach Wahrheit, der Lügen sind zuviel gewesen und die Zeit wird knapp: Sagen wir endlich die Wahrheit!

Stefan Bernhard Eck
(Bundesvorsitzender / Partei Mensch Umwelt Tierschutz)

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Über Moral und Scheinheiligkeit

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Gruß Hubert